• Ingo von Münch "Frau, komm!": die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45"
  •  
         


     
               


    • Artikel: "Frau, komm!": die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45"  
    • Autor: Ingo von Münch
    • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
    • Verlag: Stocker; Auflage: 1., Aufl. (5. Oktober 2009)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3902475781
    • ISBN-13: 978-3902475787
    • Größe und/oder Gewicht:  23,6 x 15,2 x 2 cm
    • Preis: EUR 19,90

      





    Kurzbeschreibung:

     

    Zu den schlimmsten Verbrechen im Zweiten Weltkrieg gehören die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen durch sowjetische Soldaten 1944/45. Viele dieser Frauen und Mädchen wurden nicht nur einmal, sondern vielfach sexuell missbraucht. Weder Kinder noch Greisinnen blieben verschont. Verlässlichen Schätzungen zufolge wurden rund zwei Millionen Frauen und Mädchen Opfer dieser Vergewaltigungen. Das ungeheure Ausmaß dieser Verbrechen und der durch sie verursachten menschlichen Leiden hat jahrzehntelang keine angemessene öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Erst in jüngerer Zeit werden diese Ereignisse häufiger erwähnt, allerdings fast immer nur als Teil einer Erzählung von Flucht, Vertreibung und Zwangsarbeit. Demgegenüber befasst sich das vorliegende Buch ausschließlich mit den Vergewaltigungen und geht dabei unter anderem der Frage nach, wie und warum es zu diesen Exzessen kam, warum Widerstand zwecklos war und was mit den Kindern geschah, die Opfer oder „nur“ Zeugen der sexuellen Gewalttaten waren. Erlebnisberichte von Opfern und Tätern bilden eine wesentliche, weil authentische Grundlage dieser Darstellung.


    Pressestimmen:


    "Frau, komm!", dieser knappe Satz muss 1945 in den Ohren einer Frau einen Klang gehabt haben, der sich in seiner Schrecklichkeit heute nur noch erahnen lässt. Denn es entzieht sich schlichtweg dem Vorstellungsvermögen einer jüngeren Generation, was es bedeutet, vergewaltigt zu werden, mehrfach vergewaltigt zu werden, dreifach, vierfach, 40-fach, manchmal über Tage und Wochen hinweg, oder gar zusehen zu müssen, wie die eigene minderjährige Tochter vergewaltigt wird. Von Münch lässt sehr viele Frauen zu Wort kommen, deren Aussagen er den verschiedensten Quellen entnommen hat.
    Dies war das Schicksal vieler deutscher Frauen und Mädchen, seit die Sowjetarmee im Herbst 1944 erstmals in Ostpreußen auf deutsches Staatsgebiet vorgestoßen war. Wirklich belastbare Zahlen über die Anzahl der vergewaltigten Frauen und Mädchen gibt es nicht, verschiedene Schätzungen gehen von ein bis zwei Millionen Opfern aus. Es handelt sich also um Massenverbrechen, nicht um Einzeltaten auf der sowjetischen Seite, um Kriegsverbrechen, da sie größtenteils im Krieg stattfanden, und um eine kollektive Erfahrung auf der deutschen Seite. Gemessen an der Anzahl der Opfer ist über dieses Thema sehr lange sehr wenig gesprochen worden. Von Münch macht dafür verschiedene Gründe fest: Zunächst einmal das schamvolle Schweigen der Opfer und der Täter, aber auch die spezifisch deutsche Selbstkasteiung als "Volk der Täter".
    Henry Bernhard,  Deutschlandradio



    Über den Autor:

    Ingo von Münch, 1932 in Berlin, ist ein deutscher Professor für Verfassungs- und Völkerrecht, der 
    sich unter anderem als Grundgesetzkommentator einen Namen gemacht hat.



          Ergebnisse für Gelfand:

     






                                




    © Leopold Stocker Verlag