• Алексей Митрофанов "Коммунальная квартира"

  •  
     
     
                  



     480 БУМАЖНЫХ СТРАНИЦ
     ПРАВООБЛАДАТЕЛЬ ООО "ИЗДАТЕЛЬСКИЕ РЕШЕНИЯ"
     ГОД ВЫХОДА ИЗДАНИЯ 2019, 2021, 2022
     ИЗДАТЕЛЬСТВО RIDERO
     ИЗДАТЕЛЬСТВО «МОЛОДАЯ ГВАРДИЯ»
     ISBN 9785449690852
     ISBN 9785235045859
     ISBN 9785235042759
     
     
     
     
     
     
    Эта книга посвящена целой эпохе в жизни нашей страны - эпохе коммуналок. Противоестественной, некомфортной - и в то же время по-своему душевной и уютной. Кухня, санузел, патефон, дворовые игры, общий телефонный аппарат… Автор, писатель и телеведущий Алексей Геннадиевич Митрофанов, рассматривает, перебирая один за другим, отдельные фрагменты коммунальной жизни. И в результате складывается объемная картина. 



     

    Вот еще один случай, немыслимый в мире современных утюгов: «Верочка возилась с куклой. Я гладила белье. Угли погасли, утюг остыл. Мне надоело перебирать белье, и я уткнулась в книгу Фейхтвангера „Лже-Нерон“. И по обыкновению так углубилась в чтение, что все забыла, ничего не вижу и не слышу. Случайно оторвалась, и – о ужас! – картина: Верочка сидит на полу, рядом утюг и она с наслаждением ест уголь! Вся мордашка черная – только глазенки блестят. Я невольно (от страха!) закричала, и Верочка от меня убежала… А уголь во рту!» 

    А еще утюгами в то время грели постель перед сном. Во время болезни или просто для того, чтобы согреться, клали в ноги горячие утюги. И прожаривали утюгами одежду, в швах которой прятались коварные насекомые. Школьный преподаватель Владимир Гельфанд сокрушался: «Вши опять закусали. Оказывается, я их вчера не всех выжарил утюгом. Сейчас опять грею утюг – буду жарить». 

    И в другой раз: «У меня тепло. Днем я прожарил утюгом вшей на одежде. Они лопались и выделяли жирным в складочках рубашки. Ох, и сколько же их было! Стало невтерпеж бороться с ними. Я бросил на середине, оделся – стало немного легче». 

    По многофункциональности элементарный утюг не уступал современным смартфонам. 

    А для того, чтобы проверить, готов утюг или же нет, на его рабочую поверхность смачно плевали. Если плевок с шипением испарялся, значит, все хорошо, можно гладить. Если же оставался на месте, значит, надо еще подогреть.

     

     ___________________________________

       


    * Школьным учителем Владимир Гельфанд не был никогда, в коммуналке не жил, о прожарке вшей утюгом писал, находясь на фронте. см.: Википедия

    * 18.03.1943 «Вши опять закусали. Оказывается, их вчера не выжарили всех утюгом. Сейчас опять утюг стоит – буду жарить».
    Владимир Гельфанд. Дневник 1941—1946

    * 08.03.1944 «У меня тепло. Днем я прожарил утюгом вшей на одежде. Они лопались и выделялись синие жирные в складках рубашки. Ох, и сколько же их было! Стало невтерпеж бороться с ними. Я бросил на середине. Стало немного легче».  
    Владимир Гельфанд. Дневник 1941—1946
     
     
     
     
     



       

    © Алексей Митрофанов 
    © Rideró 
    © Издательские решения
    © АО «Молодая гвардия» 

       

       

     

     

     



      russisch
     480 SEITEN · GEDRUCKTE AUSGABE
     URHEBERRECHTSINHABER LLC "PUBLISHING SOLUTIONS"
     ERSCHEINUNGSJAHR 2019, 2021, 2022
     RIDERO VERLAG
     VERLAG JUNGE WACHE
     ISBN 9785449690852
     ISBN 9785235045859
     ISBN 9785235042759
     
     
     
     
     
     

    Dieses Buch ist einer ganzen Epoche im Leben unseres Landes gewidmet – der Ära der Wohngemeinschaften. Sie war unnatürlich, beengt, oft unbequem – und zugleich auf ihre eigene Weise herzlich und vertraut. Küche, Bad, Grammophon, Spiele im Hof, ein gemeinsames Telefon für alle...

    Der Autor, Schriftsteller und Fernsehmoderator Alexej Gennadjewitsch Mitrofanow, nimmt diese Fragmente des gemeinschaftlichen Lebens einzeln in den Blick. So entsteht nach und nach ein vielschichtiges, lebendiges, fast dreidimensionales Bild einer untergegangenen Welt.





     

    Ein weiterer Fall, der in der Welt moderner Bügeleisen kaum mehr vorstellbar ist:
    „Verochka spielte mit einer Puppe. Ich war gerade dabei, Wäsche zu bügeln. Die Kohlen waren ausgegangen, das Bügeleisen war kalt geworden. Ich hatte keine Lust mehr, weiterzumachen, da fiel mir Lion Feuchtwangers Der falsche Nero in die Hände. Und wie so oft vertiefte ich mich vollständig in die Lektüre – vergaß alles um mich herum, hörte und sah nichts mehr.
    Irgendwann riss ich mich zufällig los – und oh Schreck! Verochka saß auf dem Boden, neben ihr das Bügeleisen, und sie kaute vergnügt an einem Stück Holzkohle! Ihr ganzes Gesicht war schwarz – nur die Augen leuchteten. Ich schrie aus Angst ganz unwillkürlich auf, und Verochka rannte davon… mit der Kohle noch im Mund!“

    Damals diente das Bügeleisen nicht nur zum Glätten von Wäsche – es wurde auch verwendet, um das Bett vor dem Schlafengehen zu wärmen. Bei Krankheit, oder einfach zum Wärmen der Füße, legte man sich heiße Eisen an die Beine. Selbst Kleidungsstücke wurden damit „gebraten“, um die tückischen Insekten zu vernichten, die sich in Nähten und Stofffalten versteckten.

    Der Lehrer Wladimir Gelfand notierte in seinem Tagebuch:
    „Mich haben wieder Läuse gebissen. Es stellte sich heraus, dass ich gestern nicht alle mit dem Bügeleisen gebraten habe. Jetzt heize ich es wieder auf – ich werde sie braten.“

    Und ein anderes Mal schrieb er:
    „Mir ist warm. Am Nachmittag habe ich die Läuse in meiner Kleidung mit dem Bügeleisen gebraten. Sie sind geplatzt und quollen fettig aus den Falten meines Hemdes hervor. Oh, wie viele es waren! Ich war das Kämpfen leid. Irgendwann habe ich einfach aufgehört, mich angezogen – und es ging etwas besser.“

    Was die Multifunktionalität betrifft, stand das schlichte, glühende Bügeleisen den heutigen Smartphones in nichts nach.

    Und um zu prüfen, ob das Eisen einsatzbereit war, spuckte man ganz einfach auf die heiße Fläche. Wenn der Speichel zischte und verdampfte – perfekt, man konnte losbügeln. Blieb er jedoch an Ort und Stelle, bedeutete das: Das Eisen musste noch einmal aufs Feuer.

     

     __________________________________

       


    * Wladimir Gelfand war nie Lehrer, lebte nie in einer Wohngemeinschaft und schrieb über das Braten von Läusen mit einem Bügeleisen an der Front. siehe: Wikipedia

    *  18.03.1943 "Wieder Läusebisse. Es stellt sich heraus, dass sie gestern nicht mit einem Bügeleisen gebraten wurden. Jetzt steht das Bügeleisen wieder - ich werde sie braten.
    Wladimir Gelfand. Tagebuch 1941-1946

    * 08.03.1944 „Meine Wohnung ist warm. Am Nachmittag habe ich mit dem Bügeleisen Läuse auf meinen Kleidern gebraten. Sie platzten auf und quollen blau und fett aus den Falten des Hemdes hervor. Und wie viele es waren! Ich war es leid, weiter gegen sie zu kämpfen. Irgendwann brach ich ab. Danach wurde es ein wenig leichter.“
    Wladimir Gelfand. Tagebuch 1941-1946