
Historisches Lexikon Brandenburgs |
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Waldlager der Roten Armee |
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| 15.09.2024
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Thomas Kersting |
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Einleitung |
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70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges richtet sich der Blick der Brandenburger Landesarchäologie auf bislang völlig unbekannte archäologische Relikte, nämlich „neue“ militärgeschichtliche Funde und Befunde in brandenburgischen Wäldern. Gemeldet wurden sie dem Fachamt durch aufmerksame Ehrenamtliche Mitarbeiter. Eigentlich muss ihr Anblick seit Jahrzehnten Förstern, Wanderern, Anwohnern und anderen Menschen, die im Gelände unterwegs sind, vertraut sein - nur hat bislang niemand erkannt, dass es sich um geschichtliche Zeugnisse im Boden und damit um archäologische Denkmale handelt. Wir erhalten die Kenntnis davon durch „Ehrenamtliche Beauftragte“, ausgebildete „Hobbyarchäologen mit Ausweis“, die - wie Sieghardt Wolter aus Brandenburg an der Havel - im Auftrag des Amtes landesweit unterwegs sind und nach archäologischen Fundplätzen aller Art suchen und diese an uns melden. Auch ihnen war lange nicht bewusst, dass sich die Landesarchäologie „neuerdings für so etwas“ interessiert – immerhin ist die Archäologie der Neuzeit und sogar der Zeitgeschichte längst in Brandenburg angekommen (Kersting 2015). Es bedurfte diverser Gespräche und Fundvorlagen im Rahmen des regelmäßigen Lehrganges für „Ehrenamtliche“, bis beiden Seiten klar wurde, worum es dabei geht. Dies ist auch der Grund dafür, dass hier in Bezug auf die wissenschaftlich unverzichtbare Quellenkritik einige Erläuterungen gegeben werden müssen, die vor diesem Hintergrund verständlich werden. So wurde z.B. Fundmaterial über längere Zeit von verschiedenen Fundplätzen angesammelt, das sich heute nicht mehr trennen lässt (dies betrifft insbesondere silberne „Wertsachen“), weil den „Ehrenamtlichen“ nicht klar war, dass auch für dieses Material und diese Zeitepoche die im Lehrgang erlernten Regeln für „normale“ archäologische Fundplätze gelten. Ihnen als „Einheimischen“ war vertraut, was in den östlichen Bundesländern durch die ältere Zeitzeugengeneration vermitteltes Allgemeingut ist: „die Russen lagen da hinten im Wald“ ist ein Spruch, den hier jeder von seinen Großeltern oder Eltern gehört hat. In den brandenburgischen Wäldern lagerten große Truppenteile in regelmäßig angelegten Waldlagern aus eingegrabenen traditionellen Blockhäusern (Kersting 2016). Sichtbarer BefundHier finden sich stellenweise ganze Gruppen von rechteckigen, heute überwachsenen und z.T. mit Bäumen bestandenen Gruben, von ca. 3x6 Metern, die noch etwa hüfttief sind, und fast immer an einer Schmalseite eine Zugangsrampe haben (Abb. 1). Sie sind meist ganz „militärisch- exakt“ entlang von Waldwegen aufgereiht, oft in mehreren Reihen, manchmal nur wenige, aber auch bis zu mehreren Dutzend oder gar Hunderten an einem Ort (Abb. 2, Digitales Geländemodell Waldlager Hoppegarten). Diese Eingrabungen sind die Reste von halb eingegrabenen Blockhäusern, im Russischen sogenannte „Semljanka“ (Erdhütte, oder allgemein militärischer Unterstand). Die Ähnlichkeit zu den allgemein aus slawischem Zusammenhang bekannten Grubenhäusern, die hierzulande allerdings mindestens ca. 1.200 Jahre älter sind, ist zunächst unübersehbar. Es ist nicht unwahrscheinlich, ja naheliegend, dass die Bautradition aus derselben Quelle schöpft. In (seltenen) zeitgenössischen Fotos (Abb. 3) wie auch im archäologischen Befund ist allerdings zu sehen, dass neben der Blockbaukonstruktion auch stabilisierende Pfosten eingesetzt wurden, manchmal stecken sie im Einzelfall sogar noch heute halb vergangen in ihren Pfostenlöchern, wie bisweilen zu beobachten ist. Auch benutzte man aufrecht stehende Bäume zur Verankerung der Konstruktionen mit großen Eisenkrampen, wie sie noch in situ vorhanden sein können oder beim Fundmaterial auftreten. Diese Anlagen wurden offenbar nach „nach Dienstvorschrift“ errichtet; denn in einem militärischen Handbuch von damals, dem „Sputnik partisana“ („Begleiter des Partisanen“, der im russischen Internet aufgetrieben werden konnte) gibt es eine Konstruktionszeichnung dazu, die den heutigen Resten gut entspricht. Praktisch also schon ohne Ausgrabung zu sehen sind die exakten Grenzen der Erdhütte, ihr Eingang an der Schmalseite und ihre abgestufte Innengliederung. In den Längs- und Querprofilen mehrerer Sondage-Grabungen war dies noch besser nachzuvollziehen, dazu kommen weitere Einzelheiten wie die Pfostenstellungen im Eingangsbereich und in der Mitte der Längsseiten. Die Verbreitung dieser „Waldlager“ ist derzeit vor allem in Nordwest- und West-Brandenburg sowie nördlich und östlich von Berlin nachgewiesen, wobei unklar ist, wie viele Stellen sich noch unentdeckt im Wald befinden. Die Eingrabungen sind sehr markant und recht einheitlich, sowohl in der Art der Konstruktion der einzelnen als auch in der Art ihrer Gruppierung: fast immer strikt linear an vorhandenen Waldwegen und streng parallelen Reihen, bei größeren Anlagen auch in Gruppen, denen kleinere Gruben zugeordnet sind. Daher lassen sie sich in situ und im Digitalen Geländemodell relativ sicher von ähnlichen Eingrabungen militärischer Natur unterscheiden, die in den Brandenburger Wäldern nicht selten sind; wie Geschützstellungen, eingegrabene Fahrzeugstandorte u.a.m. Dabei ist auch ein zu vermutender Zusammenhang dieser Eingrabungen mit (älteren und jüngeren) Truppenübungsplätzen, an denen Brandenburg ja reich ist, auszuschließen; sie liegen alle außerhalb der bekannten Orte, und das umgebende Waldgebiet ist in allen Fällen völlig ungestört und unberührt, wie sich nicht zuletzt im Digitalen Gelände-Modell beobachten lässt. Außerhalb von Wald sind solche Anlagen nicht bekannt. Da Wald hierzulande fast zu 100 % auch unebenes, welliges, ja hügeliges Gelände bedeutet, ist damit gleichzeitig die Platzwahl beschrieben: praktisch immer in Hanglage, häufig am Fuße desselben in der Nähe des inneren Waldrandes, offenbar um den Blick ins freie Feld (in der Nähe) zu haben. Der Fundplatzkatalog umfasst die derzeit von Ehrenamtlichen erkannten und gemeldeten Plätze, die meist zusätzlich durch einschlägiges Fundmaterial abgesichert sind, sowie weitere, die am „Bildschirm“ entdeckt wurden, und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dazu gehören. Dadurch, dass seit 2015 intensiv nach solchen Standorten gesucht wird, ihr Erscheinungsbild / Steckbrief allen Ehrenamtlichen und Unteren Denkmalschutzbehörden bekannt gemacht wurde, hat sich ihre Anzahl zwar bedeutend erhöht, nicht aber ihr landesweit ungleiches Verteilungsbild. FundmaterialDie Brandenburgische Landesarchäologie besitzt seit neuestem zahlreiche Funde aus diesen Waldlagern der Roten Armee von 1945, wo offenbar Alltagsgegenstände, Ausrüstungsteile etc. zurückgelassen wurden. In diesen „Waldlagern“ (die Begriffsprägung erfolgte in Anlehnung an den bekannten militärischen Begriff „Feldlager“) fand der Alltag der Rotarmisten statt, abseits der noch andauernden Kampfhandlungen um die „Reichshauptstadt“ - und sicher auch noch eine Zeitlang danach. Dort finden sich einerseits relativ wenige militärische Objekte, Abzeichen und Orden, Schilder, technische Gegenstände, selten mal ein Helm oder Fahrzeug- und Waffenteile. Andererseits sind die zu den Baulichkeiten und zum täglichen Leben gehörige Gegenstände häufiger: Werkzeug, Tür- und Fensterbeschläge, „Einrichtung“ wie z.B. aus Geschosshülsen gebastelte Lampen, Bleche aller Art, militärische Essgeschirre, sowie Kannen, Becher, Töpfe, Besteck und vieles anderes mehr. Manches ist mit eingeritzten kyrillischen Inschriften versehen, dabei handelt es sich offenbar um individuelle, eigene Gebrauchsgegenstände wie Löffel oder Essgeschirre. Kleine Aluminiumschilder mit Namen waren offenbar am Pferdezaumzeug angebracht, denn sie tragen rührenderweise offenbar Pferdenamen. Anderes,
offenbar angeeignetes Material ist häufig mit eingeritzten
Sowjetsternen überprägt. Man hatte sich
dafür eigens
Schablonen aus starkem Blech hergestellt (Abb. 4
Koppelschlösser
und Stern-Schablone). Typischerweise werden dabei z.B. Hakenkreuze auf
Wehrmachts-Koppelschlössern ausgelöscht, die man dann
selber
trug, wie auf Fotos aus der Zeit zu sehen ist. Auch werden Sowjetsterne
häufig aus Blechen ausgestanzt oder ausgesägt (Abb.
5), was
man damit gemacht hat ist unklar, vielleicht hat man sie getragen,
verschenkt oder nur zum Zeitvertreib angefertigt? Auch Relikte des Nazi-Regimes sind vorhanden: Abzeichen wie Orden oder Mutterkreuze bis hin zu (wie erwähnt) Koppelschlössern der Wehrmacht. Dass die Funde in die Zeit um das Kriegsende gehören, bezeugen deutsche, polnische und selten auch sowjetische Münzen mit Prägedaten der 30er und 40er Jahre, sowie ein kyrillisch beschriftetes Schild mit dem Datum 22.4.1945. Die Funde, offensichtlich u.a. aussortierte „Kriegsbeute“, die mit Inschriften versehenen Alltagsgegenstände, die selbst hergestellten (aber auch regulären) Ausrüstungsteile sowie die Reste der Unterkünfte selber, mit offenbar in der Umgebung requiriertem Zubehör (z.B. Türbeschläge und anderes mehr), werfen eine Vielzahl von Fragen auf, von denen die wenigsten schon beantwortet werden können. Wahrscheinlich verbleiben in den Wäldern nur Reste, die keinen Wert mehr hatten (und die wir heute finden), nachdem die Bevölkerung der umliegenden Dörfer sich nach Abzug der Truppen in die Kasernen alles was noch halbwegs brauchbar war – u.a. sicher vor allem das Bauholz - (zurück)geholt hatte (Stieger 2016). Quellenkritisch ist zu den Funden anzumerken, dass sie auffälliger Weise fast ausschließlich aus Metall bestehen – im Gegensatz zu allen anderen „herkömmlichen“ archäologischen Perioden. Ohne Zweifel liegt das auch an speziellen Vorlieben und der Vorgehensweise der Ehrenamtlichen Metallsucher, die z.B. „kaputtes“ Porzellan uninteressant finden. Jedoch haben auch die amtlichen Sondagegrabungen anderes, nicht metallisches Material nur in geringem Umfang zutage gefördert. Aber es gibt natürlich vereinzelt auch Porzellan und Glas, offensichtlich aus zivilen Haushalten, während die Rote Armee regulär offenbar nur Blech-/Emailgeschirr mit sich führte. Hier spielten also die Vorlieben und Interessen der Ehrenamtlichen eine Rolle als Fund-Auswahlfilter, bevor ihnen klargemacht wurde, dass für die Landesarchäologie alles Fundmaterial von Interesse ist. Jubiläumsjahr 70 Jahre KriegsendeIm Zuge des Jubiläums „70-Jahre-Kriegsende“ 2015 sind diese Funde natürlich besonders aktuell. Die Reaktion der Öffentlichkeit war entsprechend, der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtete mehrfach, ebenso wie DPA, die Märkische Allgemeine und andere Print-Medien; nicht zuletzt nutzte der bekannte Wissenschafts-Journalist Guido Knopp für seine Produktion „Die Stunde Null“ für den TV-Sender Phoenix die Möglichkeit, aktuelle Ausgrabungsszenen zu drehen. Wir kennen seit 2014 mittlerweile schon über 80 solche „Waldlager“, viele davon haben Funde geliefert. Manche Stellen werden darüber hinaus schon seit Jahren von illegalen Metallsuchern aufgesucht, wobei offensichtlich Orden mit Hakenkreuzen besonders attraktive Suchobjekte sind. Damit verbunden ist natürlich der Umstand, dass diese Stellen unsystematisch „geplündert“ und zerstört werden, bevor die Landesarchäologie sie als Denkmale eingeordnet und unter Schutz gestellt hat. Auch Zerstörungen durch die normale Wald-Bewirtschaftung finden bereits statt – wenn der Forstpflug erst einmal ein solches Lager „überfahren“ hat, ist alles kaputt. Wir haben also keinen Anlass, die Erforschung der Zukunft zu überlassen, dann gibt es vielleicht bald nichts mehr zu erforschen. Das gilt natürlich grundsätzlich für alle archäologischen Bodendenkmale. Erst wenn wir eine neue Denkmalkategorie (wie jetzt die Waldlager der Roten Armee) einigermaßen gut kennen, können wir sie auch begründet unter Schutz stellen, um sie für die Zukunft zu erhalten. Historische HintergründeDie neuen Funde und Befunde stammen aus dem historischen Moment des „Kampfes um Berlin“. Sie beleuchten den Alltag der "Rotarmisten", unmittelbar nach den Kampfhandlungen um die „Reichshauptstadt“ und sicher auch noch eine (längere?) Zeit danach. In den Brandenburger Wäldern finden sich heute als archäologische Funde die Spuren und Hinterlassenschaften des „kleinen Mannes“, die von einer Zeit erzählen, die von Kampf und Gewalt geprägt war, von Aneignung und Auslöschung, Überwindung und Überprägung im Großen wie im Kleinen, im konkret physischen Sinne wie auch im symbolisch-weltanschaulichen Zusammenhang. Dies illustrieren eindrucksvoll Fundstücke wie die Wehrmachts-Koppelschlösser mit ausgelöschtem Hakenkreuz und darüber eingeritztem Sowjetstern und überhaupt die sehr zahlreichen, aus Blechen ausgesägten, ausgefeilten, ausgestanzten Sowjetsterne - sie stehen anscheinend für das ausgeprägte Bedürfnis der Soldaten, sich zur eigenen Selbstvergewisserung mit ihrem Sieges-Symbol – auch mit Hammer und Sichel-Motiv - zu schmücken und es auch der Kriegsbeute aufzuprägen (Abb. 7). Das Ganze stellt ein hochinteressantes Material dar, das man als Zeugnis von Aneignung und Überwindung deuten kann und dies sowohl ganz konkret als auch im übertragenen Sinne - war doch der Rotarmist über Jahre auf die Überwindung und Vernichtung des Nazi-Regimes trainiert und auch psychologisch vorbereitet worden. Zu diesem Zweck war er hierher bis nach Berlin gekommen und hatte dabei unmenschliche Strapazen und Leiden auf sich nehmen müssen - wofür sich diejenigen, die es bis hierher „geschafft“ hatten, sich am militärischen Gegner wie auch an der Zivilbevölkerung glaubten entschädigen zu dürfen. Diese Vorgänge sind durch Zeitzeugen und Geschichtsforschung ausführlich überliefert und erforscht. Über die zeitweise Unterbringung umfangreicher Truppen im Wald jedoch scheint es von Seiten der historischen Forschung so gut wie nichts zu geben, jedenfalls soweit man derzeit mit herkömmlichen und digitalen Methoden recherchieren konnte. Es muss ja z.B. nachvollziehbare, belegbare militärische Entscheidungen geben, die Truppen - offenbar vorübergehend - in die Wälder zu legen, doch diese militärische Quellengattung entzieht sich derzeit unserem Zugriff. Es lag nahe, das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst (heute Museum Karlshorst) als Sachwalter der Geschichte der Roten Armee auf deutschem Boden um Mithilfe zu bitten, ebenso wie die Kollegen und Kolleginnen vom Institut für Zeitgeschichte München/Berlin. Das Buch „Iwans Krieg“ von Catherine Merridale (2006) informiert immerhin, aber nur allgemein auf der Basis von authentischen Aussagen von Zeitzeugen über die Rahmenbedingungen. Hier findet sich aber ein aufschlussreiches Foto vom Bau einer sogenannten „Semljanka“ durch reguläre sowjetische Truppen 1943, noch auf russischem Boden (s Abb. 3); man sieht wie zweckmäßig ausgerüstete Soldaten im Wald anhand der dort gefällten Bäume eine massive, halb eingetiefte Blockhütte errichten, die in allen erkennbaren Details unseren Befunden entspricht. Auch im „Deutschland-Tagebuch 1945-1946“ des ehemaligen Rotarmisten Wladimir Gelfand findet sich einiges zur Situation und den Lebensumständen der einfachen Soldaten zu dieser Zeit (Gelfand 2008). Er berichtet weniger von den Unterständen, dafür umso mehr von den allseits bekannten Bemühungen des Rotarmisten um die „Organisierung“ von Uhren und Fahrrädern – beides dank seiner Foto-Leidenschaft als gutaussehender junger Offizier in sehr aussagekräftigen Bildern dokumentiert (http://www.gelfand.de/). Die Funde, wie die offenbar aussortierte Kriegsbeute, die mit Inschriften versehenen Alltagsgegenstände (Abb. 8, 9), die selbst hergestellten (aber auch regulären) Ausrüstungsteile sowie die Reste der Unterkünfte selber, mit offenbar in der Umgebung requiriertem Zubehör (z.B. Türbeschläge und anderes mehr), werfen eine Vielzahl von Fragen auf, von denen die wenigsten schon beantwortet werden können, und die in der nächsten Zeit auch mit Hilfe der Historiker-Kollegen erforscht werden müssen. Offenbar legte man diese Waldlager an, um die Konfrontationen mit der Zivilbevölkerung in der Stadt zu beruhigen. Aber warum entstand die ungleichgewichtige Verteilung - nicht nur östlich von Berlin, also in der Hauptstoßrichtung der 1. Weißrussischen Front, sondern häufig auch westlich von Berlin in Richtung Elbe. Warum wurden die z.T. nicht ganz wertlosen Dinge „aussortiert“ und zurückgelassen, geschah dies auf Befehl? Warum findet man so viel improvisiert selbst hergestellte Ausstattung? Offenbar war die Rote Armee, was nicht verwundert, am Ende ihrer Möglichkeiten. Wie kommt es, dass es neben der Dienstvorschrift des „Sputnik partisana" („Begleiter des Partisanen“) identische Konstruktionszeichnungen in der zeitgenössischen deutschen Dienstanweisung für den Winterkrieg von 1942 gibt? Immerhin gibt es Parallelen zu „unseren“ eindeutig mit der Roten Armee verbundenen Befunden aus weit entfernten Arealen, wo dies auszuschließen ist, so aus Erding in Bayern im Umfeld des dortigen großen Zwangsarbeiterlagers (Irrlinger 2014) oder im Umfeld des „Reichs-Erntedankfeldes“ am Bückeberg (Mitteilung Landesarchäologie Niedersachsen). Andere Eingrabungen wie z.B. durch die Amerikaner unter Kampfbedingungen im Rheinland sehen anders aus (Wegener 2014). Offensichtlich hat die Wehrmacht vom Gegner schnell gelernt. Wie lange bestanden diese Waldlager – angesichts des „improvisierten“ Charakters werden die meisten wohl nur in 1945 genutzt worden sein, doch gibt es Luftbilder der ersten systematischen sowjetischen Befliegung von 1953, die noch intakte Strukturen zeigen. Gerade aufgrund von Funden, die eindeutig Zwangsarbeitern zuzuweisen sind (Abb. 10), wissen wir, dass in den Waldlagern auch die zahllosen nach Kriegsende in Richtung Heimat strömenden Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen aus dem Westteil des Deutschen Reiches aufgefangen wurden. Hier warfen sie bestimmt das belastende Material fort, denn sie galten den Kameraden von der Roten Armee als „Verräter.“ Trotz - oder auch gerade wegen - der offenen Fragen präsentierte ab April 2016 eine Sonderausstellung im Archäologischen Landesmuseum im Paulikloster mit dem Titel „Zwischen Krieg und Frieden“ in Zusammenarbeit mit dem Museum Berlin-Karlshorst die neu entdeckten Hinterlassenschaften der Roten Armee. Bis heute – 2023 – wurde sie schon an 13 Stationen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Polen als eine der erfolgreichsten Ausstellungen des Landesmuseums präsentiert.
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Dieser Beitrag erschien unter dem Titel: Kersting, Thomas: Neue Bodendenkmale: Waldlager der Roten Armee 1945. In: Archäologie in Berlin und Brandenburg 2014. Darmstadt 2016, S. 171-173. LiteraturGelfand, Wladimir.: Deutschland-Tagebuch 1945-1946, hrsg. von Elke Scherstjanoi. Berlin 2008. Irrlinger, Walter: Dokumentation, Erfassung und öffentliche Darstellung der KZ und KZ-Aussenlager in Bayern. In: Geteilt Vereint! Denkmalpflege in Mitteleuropa zur Zeit des Eisernen Vorhangs und heute. ICOMOS Hefte des Dt. Nationalkomitees LIX (2015), S. 207-216. Kersting, Thomas / Meissner, Christoph / Scherstjanoi, Elke (Hrsg.): Waldlager der Roten Armee 1945/46 - Archäologie und Geschichte. Berlin 2022. Merridale, Catherine: Iwans Krieg. Frankfurt am Main 2006. Stieger, Klaus: Militärische Geheimnisse im Müncheberger Stadtwald I. In: Jahrbuch Märkisch Oderland 2016, S. 31-33. Wegener, W.: Amerikanische und deutsche Feldstellungen im Hürtgenwald, Kreis Düren. In: Kunow, J. (Hrsg.): Archäologische Kriegsrelikte im Rheinland. Führer zu archäologischen Denkmälern im Rheinland 5, 2014, S. 216-222.
AbbildungsnachweisAbb. 1, 4-7, 10 Th. Kersting. Abb. 2 Arch. Dokumentationszentrum BLDAM / LGB Brandenburg, Chr. Unglaub. Abb. 3 Merridale 2006. Abb. 8 D. Sommer, BLDAM. Abb. 9 Th. Bruns.
Empfohlene ZitierweiseKersting, Thomas: Waldlager der Roten Armee, publiziert am 03.11.2023; in: Historisches Lexikon Brandenburgs, URL: http://www.brandenburgikon.de (TT.MM.JJJJ) KategorienEpochen: Preußische
Provinz - Land
Brandenburg |
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| Archäologie der Zeitgeschichte | ||
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| Befund Grubenhütte in Grünefeld, Kr. Havelland, Foto 2014 | ||
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| Digitales Geländemodell Waldlager Hoppegarten, 2017 | ||
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| Bau einer „Semljanka“ durch Pioniere der Roten Armee, Foto 1943 | ||
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| Koppelschlösser und Stern-Schablone, Foto 2015 | ||
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| Tablett mit ausgestanztem Stern, Foto 2014 | ||
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| Auswahl Wertsachen aus Silber, Foto 2015 | ||
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| Nachbildung einer Fahnenspitze, Foto 2019 | ||
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| Selbstgemachte Blechschachtel mit Namens-Inschrift, Foto 2015 | ||
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| Henkelmann mit Namens-Inschriften, Foto 2019 | ||
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| Werksausweis der Märkischer Metallbau Oranienburg für einen „Ostarbeiter“, Foto 2021 |
| © Brandenburgikon |
Исторический словарь Бранденбурга |
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Лесные лагеря Красной армии |
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| 15.09.2024
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Thomas Kersting |
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Вступление |
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Спустя 70 лет после окончания Второй мировой войны земельное археологическое ведомство Бранденбурга уделяет особое внимание ранее неизвестным археологическим реликвиям, а именно «новым» военно-историческим находкам и объектам в лесах Бранденбурга. О них в специализированный отдел сообщили добровольцы. На протяжении десятилетий лесники, туристы, жители и другие люди, гуляющие в сельской местности, наверняка были знакомы с этими открытиями - но до сих пор никто не признавал, что это - исторические свидетельства в земле и, следовательно, археологические памятники. Об этом мы узнаем от «почетных комиссаров», обученных «археологов-хоббистов с удостоверениями личности», которые, как Зигхардт Вольтер из Бранденбурга при Хафеле, разъезжают по всей земле от имени ведомства, отыскивая археологические объекты разного рода и сообщая о них нам. Долгое время они также не знали, что земельное археологическое ведомство «недавно заинтересовалось подобными вещами» - ведь археология современной эпохи и даже новейшей истории уже давно пришла в Бранденбург (Kersting 2015). Потребовалось несколько бесед и презентаций находок в рамках регулярного курса обучения «волонтеров», чтобы все стороны поняли, о чем идет речь. Именно поэтому здесь необходимо дать некоторые пояснения по поводу критики источников, без которой невозможно обойтись с научной точки зрения и которая становится понятной на этом фоне. Например, находки собирались в течение длительного времени из разных мест, которые сегодня уже невозможно разделить (это касается, в частности, серебряных «ценностей»), потому что «добровольцы» не понимали, что правила для «обычных» археологических мест, изученные на курсах, применимы и к этому материалу и к этому периоду. Как «местные жители», они были знакомы с тем, что было общеизвестно в восточных землях Германии и передавалось старшим поколением современных очевидцев: «Русские были там, в лесу» - эту поговорку все здесь слышали от своих бабушек, дедушек или родителей. В лесах Бранденбурга крупные подразделения войск размещались в обычных лесных лагерях, состоящих из традиционных бревенчатых срубов, вкопанных в землю (Kersting 2016). Видимые результатыМестами встречаются целые группы прямоугольных ям, теперь заросших травой и частично заросших деревьями, размером примерно 3x6 метров, которые все еще находятся на глубине примерно по пояс и почти всегда имеют пандус с одной узкой стороны (рис. 1). Они обычно выстроены вдоль лесных троп с «военной точностью», часто в несколько рядов, иногда их всего несколько, но иногда до нескольких десятков или даже сотен в одном месте (рис. 2, цифровая модель местности лесного лагеря Хоппегартен). Эти рвы представляют собой остатки полузасыпанных срубов, известных в русском языке как «семлянка» (земляная изба, или вообще военная землянка). Сходство с ямными домами, известными в славянских контекстах, возраст которых в этой стране составляет не менее 1200 лет, несомненно. Не исключено, а также очевидно, что строительная традиция опирается на тот же источник. Однако на (редких) современных фотографиях (рис. 3), а также в археологических находках видно, что наряду с бревенчатой конструкцией использовались и стабилизирующие столбы; иногда они даже сегодня наполовину воткнуты в свои столбовые ямы, как это иногда можно наблюдать. Для закрепления конструкций на вертикальных деревьях использовались также большие железные скобы, которые могут сохраниться на месте или быть обнаружены в находках. По всей видимости, эти сооружения были построены «по уставу», так как в военном пособии того времени «Спутник партизана», которое можно найти в русском Интернете, есть строительный чертеж, хорошо соответствующий сегодняшним останкам. Точные границы земляной хижины, вход в нее с узкой стороны и ступенчатая внутренняя структура видны практически без раскопок. Продольные и поперечные профили нескольких раскопов, сделанных с помощью зондажа, еще более облегчили понимание этого, а также дополнительные детали, такие как расположение столбов в зоне входа и в центре длинных сторон. Распространение этих «лесных лагерей» в настоящее время документировано в основном на северо-западе и западе Бранденбурга, а также к северу и востоку от Берлина, хотя неизвестно, сколько остается мест еще не обнаруженных в лесу. Котлованы очень характерны и довольно однородны как по типу конструкции отдельных из них, так и по способу их группировки: почти всегда строго линейно вдоль существующих лесных троп и строго параллельными рядами, в случае более крупных сооружений также группами, к которым приписаны более мелкие ямы. Поэтому их можно относительно надежно отличить на месте и на цифровой модели местности от аналогичных раскопок военного характера, которые нередко встречаются в бранденбургских лесах, например, орудийных позиций, мест стоянок техники и т.д. Предполагаемая связь между этими раскопками и (старыми и более поздними) военными полигонами, которыми богат Бранденбург, также может быть исключена; все они расположены за пределами известных мест, а окружающий лесной массив во всех случаях совершенно не нарушен и не тронут, что можно заметить не в последнюю очередь на цифровой модели местности. Известно,
что подобные объекты не существуют вне лесов. Поскольку
лесной массив в стране почти на 100 % означает неровную, волнистую, и
даже холмистую местность, это характеризует и выбор места: практически
всегда на склоне, часто у подножия склона у внутреннего края лесного
массива, видимо, для того, чтобы иметь вид на открытое поле (рядом). В
каталог находок вошли как те места, о которых в настоящее время узнали
и сообщили волонтеры, большинство из которых дополнительно подкреплены
соответствующими находками, так и те, которые были обнаружены на
«экране» и почти наверняка являются его частью.
Интенсивный
поиск таких объектов ведется с 2015 года и тот факт, что их внешний вид
/ профиль стал известен всем волонтерам и нижестоящим органам охраны
памятников, значительно увеличил их количество, но не
их равномерное распределение по стране. Фондовые материалыАрхеологическая служба земли Бранденбург недавно обнаружила многочисленные артефакты из лесных лагерей Красной армии 1945 года, где, очевидно, были оставлены предметы быта, снаряжение и т. д. В этих «лесных лагерях» (термин был придуман в связи с известным военным термином «полевой лагерь») проходила повседневная жизнь солдат Красной армии вдали от продолжающихся боев вокруг «столицы рейха» - и, конечно, в течение некоторого времени после этого. С одной стороны, здесь сравнительно мало военных предметов, знаков отличия и медалей, значков, технических предметов, редко касок, деталей машин и оружия. С другой стороны, чаще встречаются предметы, относящиеся к зданиям и быту: инструменты, дверная и оконная фурнитура, «предметы обстановки», такие как лампы из гильз, листовой металл всех видов, военная посуда, а также кувшины, кружки, кастрюли, столовые приборы и многое другое. На некоторых предметах выгравированы кириллические надписи, которые, по-видимому, являются персонализированной утварью, например ложками или столовыми приборами. Небольшие алюминиевые пластины с именами, очевидно, были прикреплены к уздечкам лошадей, поскольку на них явно написаны трогательные лошадиные имена. На других, явно присвоенных материалах часто выбиты советские звезды. Для этого специально изготавливались трафареты из толстого листа металла (рис. 4 Навесные замки и трафарет звезды). Как правило, свастики, например, на пряжках ремней вермахта, стирались, что видно на фотографиях того времени. Советские звезды также часто выбивали или выпиливали из листового металла (рис. 5), но неясно, что с ними делали: может быть, их носили, дарили или просто делали как развлечение? Регулярно встречаются и гражданские предметы - от деталей велосипедов и разобранной сантехники (краны, душевые лейки) до многочисленных остатков часов и всевозможных ценностей (серебряные столовые приборы, бритвы и зажигалки, портсигары, ювелирные украшения) (рис. 6) и других мелких предметов, явно отобранных у гражданского населения. Изредка встречаются фарфор, стеклянные пивные кружки с оловянными крышками, утюги, фрагменты музыкальных инструментов, граммофонные звукосниматели и пластинки. Есть и реликвии нацистского режима: Значки, такие как медали или кресты матери, вплоть до (как уже упоминалось) пряжек ремней вермахта. Немецкие, польские и, реже, советские монеты с датами чеканки 1930-1940-х годов, а также табличка с датой 22 апреля 1945 года, подписанная кириллицей, свидетельствуют о том, что находки относятся к периоду окончания войны. Находки, среди которых, очевидно, есть выброшенные «военные трофеи», предметы быта с надписями, самодельные (но и обычные) предметы снаряжения и остатки самих убежищ с аксессуарами, очевидно, реквизированными в окрестностях (например, дверная фурнитура и многое другое), вызывают множество вопросов, на очень немногие из которых пока невозможно найти ответ. Вероятно, в лесу остались только те остатки, которые уже не представляли никакой ценности (и которые мы находим сегодня), после того как население окрестных деревень (заново) забрало все, что еще можно было использовать после ухода войск в казармы - среди прочего, конечно, прежде всего древесину (Stieger 2016). Что касается критики источников, то следует отметить, что находки поразительно почти исключительно сделаны из металла - в отличие от всех других «обычных» археологических периодов. Несомненно, это связано и с особыми предпочтениями и подходом волонтеров-металлоискателей, которым, например, «битый» фарфор кажется неинтересным. Однако в ходе официальных раскопок было обнаружено лишь небольшое количество других, неметаллических материалов. Но, конечно, есть и единичные осколки фарфора и стекла, очевидно, из гражданских домов, в то время как красноармейцы, очевидно, использовали только оловянную/эмалированную посуду. Таким образом, предпочтения и интересы добровольцев сыграли здесь роль фильтра при отборе находок, прежде чем всем стало ясно, что все находки представляют интерес для государственного археологического управления. Юбилейный год - 70 лет со дня окончания войныВ связи с 70-летием окончания войны в 2015 году эти выводы, конечно, особенно актуальны. Реакция общественности была соответственно положительной: радиовещательная компания Berlin-Brandenburg неоднократно сообщала об этом, а также DPA, Märkische Allgemeine и другие печатные издания; не в последнюю очередь известный научный журналист Гвидо Кнопп использовал возможность снять сцены текущих раскопок для своей передачи «Час Ноль» для телеканала Phoenix. На сегодняшний день известно о более 80 подобных «лесных лагерей», начиная с 2014 года, многие из которых принесли находки. Кроме того, некоторые места на протяжении многих лет посещают нелегальные искатели металла, причем медали со свастикой, очевидно, являются особенно привлекательными объектами для поиска. Это, конечно, связано с тем, что эти места бессистемно «разворовываются» и разрушаются до того, как государственные археологические органы отнесут их к памятникам истории и поставят под охрану. Разрушение происходит и при обычном лесопользовании - стоит лесному плугу «наехать» на такую стоянку, как все будет разрушено. Поэтому у нас нет причин оставлять исследования на будущее, ведь вскоре может не остаться ничего, что можно было бы исследовать. Конечно, в принципе это относится ко всем археологическим памятникам. Только когда мы достаточно хорошо осознаем новую категорию памятников (например, лесные лагеря Красной армии), мы сможем с полным основанием взять их под охрану, чтобы сохранить для будущего. Историческая справкаНовые находки и открытия относятся к историческому моменту «Битвы за Берлин». Они проливают свет на повседневную жизнь «красноармейцев» сразу после боев за «столицу Рейха» и, конечно, в течение (более длительного) времени после них. Следы и наследие «маленького человека» сегодня можно найти в бранденбургских лесах в виде археологических находок, которые рассказывают о времени, характеризующемся борьбой и насилием, присвоением и искоренением, преодолением и переформированием в больших и малых масштабах, в конкретном физическом смысле, а также в символическом и идеологическом контексте. Об этом убедительно свидетельствуют такие находки, как пряжки ремней вермахта со стертой свастикой и выгравированной на ней советской звездой и вообще многочисленные, тщательно проработанные, вырезанные из листового металла советские звезды - они, очевидно, символизируют ярко выраженную потребность солдат украсить себя символом победы - также с мотивом серпа и молота - для самоутверждения и запечатлеть его на военных трофеях (рис. 7). Все это представляет собой интереснейший материал, который можно интерпретировать как свидетельство присвоения и преодоления, как в конкретном, так и в переносном смысле - ведь солдата Красной армии годами тренировали и психологически готовили к тому, чтобы одолеть и уничтожить нацистский режим. Для этого он прошел весь путь до Берлина, перенес нечеловеческие лишения и страдания, за которые те, кто «дошел» до этого момента, считали себя правыми отомстить как своим военным противникам, так и гражданскому населению. Эти события были подробно задокументированы и исследованы современными очевидцами и историческими исследователями. Однако, похоже, практически нет исторических исследований о временном размещении большого количества войск в лесу, по крайней мере, насколько это возможно с помощью обычных и цифровых методов. Например, должны были существовать понятные, поддающиеся проверке военные решения о размещении войск - очевидно, временном - в лесах, но такого рода военные источники в настоящее время нам недоступны. Имеет смысл обратиться за помощью в Германо-Российский музей Берлин-Карлсхорст (ныне Музей Карлсхорста), как хранитель истории Красной армии на немецкой земле, а также к нашим коллегам из Института современной истории в Мюнхене/Берлине. Книга Кэтрин Мерридейл «Война Ивана» (2006) хотя бы дает общую информацию об общих условиях, но только на основе достоверных свидетельств очевидцев-современников. Однако есть показательная фотография строительства так называемой «Семлянки» регулярными советскими войсками в 1943 году, еще на русской земле (см. рис. 3); на ней видно, как солдаты, экипированные для этой цели, возводят в лесу из срубленных деревьев массивный, наполовину углубленный сруб, который во всех узнаваемых деталях соответствует нашим находкам. В «Дневнике Германии 1945-1946 г.» бывшего красноармейца Владимира Гельфанда также содержится некоторая информация о положении и условиях жизни рядовых солдат в то время (Гельфанд, 2008). Он меньше сообщает о землянках, но детально сообщает о хорошо известных усилиях красноармейцев по «организации» часов и велосипедов - и то и другое запечатлено на очень выразительных снимках благодаря его увлечению фотографией в качестве красивого молодого офицера (http://www.gelfand.de/). Находки, такие как явно выброшенные военные трофеи, предметы быта с надписями (рис. 8, 9), самодельные (но и обычные) предметы снаряжения и остатки самих убежищ с аксессуарами, очевидно, взятыми из окрестностей (например, дверная фурнитура и многое другое), вызывают множество вопросов, на немногие из которых уже можно ответить, и которые предстоит исследовать в ближайшем будущем с помощью коллег-историков. Судя по всему, эти лесные лагеря были созданы для того, чтобы снизить противостояние красноармейцев с гражданским населением города. Но почему они были распределены так неравномерно - не только к востоку от Берлина, то есть на главном направлении 1-го Белорусского фронта, но зачастую и к западу от Берлина, в направлении Эльбы? Почему некоторые не совсем бесполезные вещи были «отсортированы» и оставлены, и было ли это сделано по приказу? Почему так много самодельного снаряжения? Видимо, Красная армия, что неудивительно, была на пределе своих возможностей. Как получилось, что помимо устава «Спутника партизана», идентичные чертежи конструкции есть в современных немецких уставах Зимней войны 1942 года? В конце концов, есть параллели с «нашими» находками, явно связанными с Красной армией, из отдаленных районов, где это можно исключить, например, из Эрдинга в Баварии в районе крупного лагеря принудительного труда (Irrlinger 2014) или в районе «поля урожая Рейха» на Бюккеберге (сообщение государственного археологического управления Нижней Саксонии). Другие раскопки, например, проведенные американцами в боевых условиях в Рейнской области, выглядят совсем иначе (Wegener 2014). Очевидно, что вермахт быстро учился у противника. Как долго существовали эти лесные лагеря - учитывая их «импровизированный» характер, большинство из них, вероятно, использовались только в 1945 году, но существуют аэрофотоснимки, сделанные во время первой систематической советской аэрофотосъемки в 1953 году, на которых все еще видны нетронутые строения. Судя по находкам, которые можно однозначно отнести к подневольным рабочим (рис. 10), мы знаем, что лесные лагеря также использовались для сбора бесчисленных подневольных рабочих и военнопленных из западной части немецкого рейха, которые возвращались домой после окончания войны. Здесь они, конечно же, выбрасывали инкриминирующие материалы, поскольку их считали «предателями» их товарищи по Красной армии. Несмотря на вопросы, оставшиеся без ответа, с апреля 2016 года в Государственном археологическом музее в Пауликлостере под названием «Между войной и миром» в сотрудничестве с Музеем Берлин-Карлсхорст была организована специальная выставка, представляющая вновь обнаруженное наследие Красной армии. На сегодняшний день - 2023 год - она уже была представлена в 13 местах в Берлине, Бранденбурге, Саксонии-Анхальт и Польше, что делает ее одной из самых успешных выставок Государственного музея.
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Эта статья была опубликована под названием: Kersting, Thomas: Neue Bodendenkmale: Waldlager der Roten Armee 1945. в: Археология в Берлине и Бранденбурге, 2014. Darmstadt 2016, p. 171-173. ЛитератураГельфанд, Владимир: Deutschland-Tagebuch 1945-1946, под редакцией Эльке Шерстяной. Берлин 2008.Иррлингер, Вальтер: Документация, запись и публичная презентация концентрационных лагерей и лагерей-сателлитов в Баварии. В книге: Разделенные едины! Охрана памятников в Центральной Европе во времена железного занавеса и сегодня. Буклеты ИКОМОС Немецкого национального комитета LIX (2015), с. 207-216. Керстинг, Томас / Майсснер, Кристоф / Шерстяной, Эльке (ред.): Лесные лагеря Красной армии 1945/46 - археология и история. Берлин, 2022. Мерридейл, Кэтрин: Война Ивана. Франкфурт-на-Майне 2006. Штигер, Клаус: Военные тайны в городском лесу Мюнхеберга I. In: Yearbook Märkisch Oderland 2016, стр. 31-33. Вегенер, В.: Американские и немецкие полевые позиции в Хюртгенвальде, район Дюрен. In: Kunow, J. (ed.): Archaeological war relics in the Rhineland. Путеводитель по археологическим памятникам Рейнской области 5, 2014, стр. 216-222.
ИзображенияРис. 1, 4-7, 10 Th. Kersting.Рис. 2 Арх. Центр документации BLDAM / LGB Brandenburg, Chr. Unglaub. Рис. 3 Мерридейл, 2006. Рис. 8 D. Sommer, BLDAM. Рис. 9 Th. Bruns.
Рекомендуемое цитированиеКерстинг, Томас: "Лесной лагерь Красной армии", опубликовано 03.11.2023; в: Исторический словарь Бранденбурга, URL: http://www.brandenburgikon.de КатегорииЭпохи: Preußische
Provinz - Land
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| Археология современной истории | ||
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| Находка ямы в Грюнефельде, округ Гавеланд, фото 2014 г. | ||
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| Цифровая модель местности лесного лагеря Хоппегартен, 2017 г. | ||
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| Строительство «Семлянки» пионерами Красной армии, фото 1943 г. | ||
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| Муфтовые замки и шаблон звезды, фото 2015 г. | ||
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| Поднос с высеченной в нем звездой, фото 2014 г. | ||
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| Подборка серебряных ценностей, фото 2015 г. | ||
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| Фрагмент флагштока, фото 2019 г. | ||
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| Самодельная жестяная коробка с именной надписью, фото 2015 г. | ||
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| Кружка с именной надписью, фото 2019 г. | ||
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| Пропуск на работы от компании Märkischer Metallbau - металлургической фабрики Ораниенбурга для «восточного рабочего», фото 2021 г. |
September 15, 2024
Thomas Kersting
Seventy years after the end of the Second World War, Brandenburg state archaeology has turned its attention to archaeological remains that had previously been completely unknown: “new” finds and features relating to military history in Brandenburg’s forests. They were reported to the specialist authority by attentive volunteer fieldworkers. Their appearance must in fact have been familiar for decades to foresters, hikers, local residents, and other people who move through the countryside; until now, however, nobody recognized that they were historical evidence preserved in the ground and therefore archaeological monuments. We learn about them through “honorary representatives,” trained “licensed amateur archaeologists” who, like Sieghardt Wolter from Brandenburg an der Havel, travel throughout the state on behalf of the authority looking for archaeological sites of all kinds and reporting them to us.
For a long time, even these volunteers did not realize that state archaeology had “recently begun to take an interest in this sort of thing.” Archaeology of the modern period, and even of contemporary history, has in fact long since arrived in Brandenburg (Kersting 2015). A number of conversations and presentations of finds during the regular training course for volunteers were needed before both sides understood what was involved. This is also why a few explanations concerning source criticism, indispensable to scholarly work, are necessary here. For example, material from several different sites was accumulated over a long period and can no longer be separated today (this applies especially to silver “valuables”), because the volunteers had not understood that the rules learned in their training for “normal” archaeological sites also applied to this material and this period.
As locals, they were familiar with something that has been common knowledge in the eastern federal states, passed down by the older generation of eyewitnesses: “the Russians were camped back there in the woods” is a phrase almost everyone here has heard from parents or grandparents. Large troop formations stayed in Brandenburg’s forests in regularly laid-out forest camps consisting of dug-in traditional log huts (Kersting 2016).
In places there are whole groups of rectangular pits, now overgrown and in some cases covered by trees, measuring about 3 × 6 meters. They are still roughly waist-deep and almost always have an access ramp on one short side (Fig. 1). They are usually arranged with almost “military precision” along forest roads, often in several rows: sometimes only a few, but at some locations several dozen or even hundreds (Fig. 2, digital terrain model of the Hoppegarten forest camp).
These depressions are the remains of semi-subterranean log huts, known in Russian as a zemlyanka (an earth hut, or more generally a military dugout). Their resemblance to pit houses familiar from Slavic archaeological contexts—although those found here are at least about 1,200 years older—is immediately obvious. It is quite possible, indeed plausible, that the building tradition drew on the same source.
Rare contemporary photographs (Fig. 3), as well as the archaeological evidence, show that stabilizing posts were used in addition to log construction. In isolated cases, half-decayed posts can still be found in their postholes. Standing trees were also used to anchor the structures with large iron staples, some of which can still be found in situ or among the finds.
These structures were evidently built “according to regulations.” A military handbook of the period, the Sputnik partisana (“The Partisan’s Companion”), which could be found on the Russian Internet, contains a construction drawing that corresponds closely to the remains visible today.
Even without excavation, one can therefore recognize the precise limits of an earth hut, the entrance on a short side, and the stepped arrangement of its interior. Longitudinal and transverse sections from several trial excavations made these details even clearer, as well as such individual features as post positions in the entrance area and in the middle of the long walls.
The distribution of these “forest camps” has so far been demonstrated primarily in northwestern and western Brandenburg and north and east of Berlin; it is still unclear how many locations remain undiscovered in the forest.
The depressions are very distinctive and fairly uniform, both in the construction of the individual features and in the way they are grouped: almost always in strict lines along existing forest roads and in rigorously parallel rows; in larger installations, they form groups to which smaller pits are assigned. This makes it possible, both on the ground and in digital terrain models, to distinguish them with relative confidence from other military earthworks, which are by no means uncommon in Brandenburg’s forests, such as gun positions and dug-in vehicle emplacements. A suspected connection with older or more recent military training grounds—of which Brandenburg has many—can also be ruled out. All the camps lie outside known training areas, and the surrounding forest is completely undisturbed in every case, as can also be seen in the digital terrain model. No such installations are known outside woodland. Since forest in this region almost always means uneven, rolling, or even hilly ground, that also describes the choice of location: practically always on a slope, often near its foot and close to the inner edge of the forest, apparently to maintain a view across nearby open country. The site catalogue includes places so far recognized and reported by volunteers, usually supported by characteristic finds, together with additional locations identified “on screen” that almost certainly belong to the same category. Intensive searches since 2015, and the circulation of a profile of these features to volunteers and lower heritage-protection authorities, have greatly increased the number of known sites, but not altered their uneven distribution across the state.
Brandenburg state archaeology has recently acquired numerous finds from these Red Army forest camps of 1945, where everyday objects, pieces of equipment, and other material were evidently left behind. Daily life for Red Army soldiers took place in these “forest camps” (a term coined by analogy with the established military term “field camp”), away from the still ongoing fighting for the “Reich capital,” and certainly for some time afterward as well.
Relatively few explicitly military objects occur: insignia and decorations, signs, technical objects, occasionally a helmet, or parts of vehicles and weapons. Objects connected with the structures and with daily life are more common: tools, door and window fittings, “furnishings” such as lamps made from shell casings, sheet metal of all kinds, military mess kits, jugs, cups, pots, cutlery, and much more.
Some objects bear scratched Cyrillic inscriptions and were evidently personal utensils such as spoons or mess tins. Small aluminum tags with names apparently belonged to horse harness, since, rather touchingly, they seem to carry horses’ names.
Other material, apparently appropriated, was frequently overwritten with scratched Soviet stars. Special stencils were made from heavy sheet metal for this purpose (Fig. 4, belt buckles and star stencil). Swastikas on Wehrmacht belt buckles were typically obliterated, after which the buckles were worn by Red Army soldiers themselves, as contemporary photographs show. Soviet stars were also frequently punched or sawn from sheet metal (Fig. 5). What was done with them is unclear: perhaps they were worn, given away, or simply made to pass the time.
Civilian material also occurs regularly, ranging from bicycle parts and removed bathroom fittings such as taps and shower heads, through numerous remains of watches, to all kinds of valuables—silver cutlery, shaving and cigarette lighters, cigarette cases, jewelry (Fig. 6)—and other small objects that had evidently been taken from civilians. Porcelain is occasionally present as well, together with glass beer mugs with pewter lids, irons, fragments of musical instruments, gramophone horns, and records.
Relics of the Nazi regime are also present: insignia such as decorations or Mother’s Crosses, as well as the Wehrmacht belt buckles already mentioned.
That the finds belong to the period around the end of the war is demonstrated by German, Polish, and occasionally Soviet coins dated to the 1930s and 1940s, as well as by a sign with a Cyrillic inscription dated April 22, 1945.
The finds—apparently including discarded “war booty,” inscribed everyday objects, improvised and standard items of equipment, and the remains of the shelters themselves with fittings apparently requisitioned nearby, such as door hardware—raise a great many questions, few of which can yet be answered. Probably only the objects that no longer had any value remained in the forests and are the ones we find today. After the troops moved from the camps into barracks, inhabitants of the surrounding villages presumably retrieved everything still usable, above all the construction timber (Stieger 2016).
From the standpoint of source criticism, it is striking that the finds consist almost entirely of metal, unlike those from other “conventional” archaeological periods. This undoubtedly reflects, in part, the preferences and methods of volunteer metal-detectorists, who may regard “broken” porcelain as uninteresting. Yet official trial excavations have likewise produced only small quantities of non-metallic material. There is nevertheless some porcelain and glass, evidently from civilian households, whereas the Red Army seems normally to have carried only sheet-metal or enamel tableware. The preferences and interests of volunteers therefore acted as a filter in the selection of finds until it was made clear to them that state archaeology is interested in all archaeological material.
During the 2015 anniversary marking seventy years since the end of the war, these finds were naturally especially topical. The public response was correspondingly strong. Rundfunk Berlin-Brandenburg reported on them several times, as did DPA, the Märkische Allgemeine, and other print media. The well-known science journalist Guido Knopp also used the opportunity to film current excavation scenes for his production Die Stunde Null for the Phoenix television channel.
Since 2014 we have identified more than eighty such “forest camps,” many of which have produced finds. Some sites have also been visited for years by illegal metal detectorists, for whom decorations bearing swastikas are evidently especially attractive targets. As a result, the sites are being unsystematically “looted” and destroyed before state archaeology can classify them as monuments and place them under protection. Damage is also being caused by ordinary forestry: once a forestry plow has driven across such a camp, everything is destroyed.
There is therefore no reason to leave research to the future, because there may soon be nothing left to investigate. That is, of course, true in principle of all archaeological monuments preserved in the ground. Only when we know a new category of monument reasonably well—as we are now learning to know the Red Army forest camps—can we justify protecting it and preserve it for the future.
The new finds and features come from the historical moment of the “Battle for Berlin.” They illuminate the everyday life of ordinary Red Army soldiers immediately after the fighting for the “Reich capital,” and certainly for some—perhaps longer—period thereafter.
In Brandenburg’s forests, archaeological finds now preserve the traces and possessions of the “ordinary man.” They tell of a period shaped by fighting and violence, by appropriation and erasure, overcoming and overwriting, on both a large and a small scale, in a physically concrete as well as a symbolic and ideological sense.
This is vividly illustrated by objects such as Wehrmacht belt buckles from which the swastika was erased and over which a Soviet star was scratched, as well as by the very numerous Soviet stars sawn, filed, or punched from sheet metal. They seem to testify to a strong need among the soldiers to affirm themselves by displaying their symbol of victory—sometimes also the hammer-and-sickle motif—and by stamping it onto war booty (Fig. 7).
The material as a whole is extremely interesting and can be interpreted as evidence of appropriation and overcoming in both a literal and a figurative sense. For years the Red Army soldier had been trained and psychologically prepared to overcome and destroy the Nazi regime. That was the purpose for which he had come all the way to Berlin, enduring inhuman hardships and suffering. Those who had “made it” this far believed they were entitled to compensate themselves at the expense both of the military enemy and of the civilian population.
These processes have been extensively recorded by eyewitnesses and researched by historians. Yet historical scholarship appears to contain almost nothing about the temporary billeting of large numbers of troops in forests, at least as far as current research using conventional and digital methods has been able to establish. There must, for example, have been traceable and documented military decisions to place troops—apparently temporarily—in forest camps, but this type of military source is currently beyond our reach. It was therefore natural to ask the German-Russian Museum Berlin-Karlshorst (today Museum Karlshorst), as a custodian of the history of the Red Army on German soil, for assistance, along with colleagues at the Institute of Contemporary History in Munich/Berlin.
Catherine Merridale’s book Ivan’s War (2006) at least provides general information on the conditions, based on authentic eyewitness testimony. It also contains an informative photograph showing regular Soviet troops building a so-called zemlyanka in 1943, still on Russian soil (Fig. 3). Properly equipped soldiers can be seen using trees felled in the forest to construct a massive, semi-subterranean log hut that corresponds in every visible detail to the features found in Brandenburg.
Wladimir Gelfand’s Germany Diary 1945–1946, written by a former Red Army soldier, also contains material on the situation and living conditions of ordinary soldiers at the time (Gelfand 2008). He reports less about shelters than about the well-known efforts of Red Army soldiers to “organize” watches and bicycles. Thanks to his enthusiasm for photography, both are documented in revealing photographs of him as a handsome young officer (http://www.gelfand.de/).
The finds—such as apparently discarded booty, inscribed everyday objects (Figs. 8 and 9), improvised and standard equipment, and the remains of the shelters themselves with fittings apparently requisitioned in the surrounding area—raise many questions, most of which cannot yet be answered and will have to be investigated in the near future with the help of historian colleagues.
The forest camps were apparently established in order to reduce confrontations with the civilian population in towns. But why is their distribution so uneven—not only east of Berlin, in the main direction of advance of the 1st Belorussian Front, but frequently west of Berlin as well, toward the Elbe?
Why were objects that were in some cases by no means worthless “sorted out” and left behind? Was this done on orders?
Why is so much improvised, homemade equipment found? The Red Army had evidently, and unsurprisingly, reached the limits of its resources.
How can it be that, alongside the instructions in the Sputnik partisana (“The Partisan’s Companion”), identical construction drawings appear in the contemporary German 1942 service manual for winter warfare? There are parallels with “our” features, which are unmistakably connected with the Red Army, in remote areas where such a connection can be excluded—for example at Erding in Bavaria near the large forced-labor camp there (Irrlinger 2014), or around the “Reich Harvest Thanksgiving Field” at Bückeberg (information from Lower Saxony state archaeology). Other earthworks, such as those dug by Americans under combat conditions in the Rhineland, look different (Wegener 2014). The Wehrmacht evidently learned quickly from its opponent.
How long did these forest camps exist? Given their “improvised” character, most were probably used only in 1945, yet aerial photographs from the first systematic Soviet survey flight in 1953 still show intact structures.
Finds that can clearly be assigned to forced laborers (Fig. 10) show that the forest camps also received the countless forced laborers and prisoners of war moving homeward from the western part of the German Reich after the end of the war. They presumably discarded incriminating material there, because their comrades in the Red Army regarded them as “traitors.”
Despite—or precisely because of—the unanswered questions, a special exhibition at the Archaeological State Museum in the Paulikloster, entitled Between War and Peace, began presenting the newly discovered remains of the Red Army in April 2016 in cooperation with Museum Berlin-Karlshorst. By 2023 it had already been shown at thirteen venues in Berlin, Brandenburg, Saxony-Anhalt, and Poland, making it one of the state museum’s most successful exhibitions.
This contribution originally appeared under the title: Kersting, Thomas: “Neue Bodendenkmale: Waldlager der Roten Armee 1945.” In: Archäologie in Berlin und Brandenburg 2014. Darmstadt 2016, pp. 171–173.
Figs. 1, 4–7, 10: Th. Kersting.
Fig. 2: Archaeological Documentation Center BLDAM / LGB Brandenburg, Chr. Unglaub.
Fig. 3: Merridale 2006.
Fig. 8: D. Sommer, BLDAM.
Fig. 9: Th. Bruns.
Kersting, Thomas: “Waldlager der Roten Armee,” published November 3, 2023; in: Historisches Lexikon Brandenburgs, URL: http://www.brandenburgikon.de (DD.MM.YYYY).
Periods: Prussian Province – State of Brandenburg
Topics: Archaeology and Settlement – Military – Archaeology of Contemporary History
Fig. 1: Pit-house feature in Grünefeld, Havelland district, photograph 2014.
Fig. 2: Digital terrain model of the Hoppegarten forest camp, 2017.
Fig. 3: Construction of a zemlyanka by Red Army pioneers, photograph 1943.
Fig. 4: Belt buckles and star stencil, photograph 2015.
Fig. 5: Tray with punched-out star, photograph 2014.
Fig. 6: Selection of silver valuables, photograph 2015.
Fig. 7: Reconstruction of a flag finial, photograph 2019.
Fig. 8: Homemade sheet-metal box with name inscription, photograph 2015.
Fig. 9: Mess tin with name inscriptions, photograph 2019.
Fig. 10: Factory pass issued by Märkischer Metallbau Oranienburg to an “Eastern worker,” photograph 2021.
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