
Erinnerungen sowjetischer Besatzungssoldaten an den ostdeutschen Nachkriegsalltag 1945–1949Aus
dem Buch Erinnerung an Diktatur und
Krieg
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In Russland haben neue Themen das öffentliche Gedächtnis an den Krieg erfasst. Themen wie die Schicksale von Ostarbeitern, Kriegsgefangenen und Angehörigen von
Strafeinheiten erschüttern die traditionell-patriotische
Rückschau, deren iden-
titätsstiftender Kern nach wie vor der Gedanke an die Opfer und den Sieg im Gro- ßen Vaterländischen Krieg gegen Deutschland ist. Doch obgleich Korrekturen am lange
dominierenden Geschichtsbild
zweifellos nötig sind und es weithin aner- kannte
Beweggründe gibt, zum Beispiel einzelne Entscheidungen
sowjetischer Militärs kritisch zu bewerten, die Haltung des sowjetischen Staates zur Masse an
In dieses kommunikative Gedächtnis an den Krieg hatte die unmittelbare Nach- kriegszeit als entbehrungsreiche Rückkehr in einen friedlichen Alltag früh Eingang gefunden. Es fällt aber auf, dass der Erinnerungstopos Nachkriegsdeutschland für die Sieger bald schon weitgehend ins Dunkel geriet. Während der Siegesrausch im öffentlichen Gedächtnis kultiviert wurde, sind Erinnerungen an die folgenden Ge- schehnisse im Besatzeralltag auf erobertem Gebiet als öffentlich geteilte Erfahrung bis heute sehr rar, obgleich diese Erfahrung als eine Massenerfahrung gelten kann. Bei denen, die keine eigenen Erlebnisse dort hatten, ist das Bild von der sowje- tischen Besatzungszone Deutschlands (SBZ) 1945 bis 1949 unter allen Topoi des kommunikativen Nachkriegsgedächtnisses besonders grob gerastert, politisch überzeichnet, klischeehaft. Regelrecht verkümmert scheint die Erinnerung aber auch bei den Akteuren von damals. Mögliche Ursachen für die „weißen Flecken“ sind verschiedentlich erörtert worden. Die Rolle der staatlichen Zensur betonend, erklärten sich Historiker das blasse, defizitäre öffentliche InSpracheSetzen dieser Erfahrung vor allem mit politischen Erwägungen der sowjetischen Führung und ihrer direkten Einflussnahme auf Medien und Kunst. Es wird argumentiert, es sei aus der Sicht der Herrschenden gefährlich gewesen, die Besatzererfahrung wach zu halten, denn es wären Erlebnisse mit offenen, kulturvollen, reichen Zivilisatio- nen gewesen, die die stalinistischen Strukturen in der UdSSR hätten in Frage stel- len können (These von den „Neodekabristen“).1 Diese These wird – direkt oder Wer die (ost)deutsche Literatur der Nachwendezeit in ihrem Bemühen um eine realistische öffentliche Erinnerung an Kriegsende und Nachkriegszeit verfolgt hat, wird nicht umhin können einzugestehen, wie schwierig eine ausgewogene Beur- teilung des sowjetischen Besatzers noch immer ist. Einseitiger, prosowjetischer Lobpreisung wurden – selbst in einigen wissenschaftlich ambitionierten Studien – nicht bloß eben anders einseitige, sondern gelegentlich auch bedenklich russopho- be Bilder mit argumentativen Anleihen aus NS-Arsenalen entgegengestellt.3 Wie die Publikationen von Silke Satjukow zeigen, ist dem kein noch so theorieschwe- rer kulturologischer Ansatz gewachsen, wenn er nicht zugleich soziologisch er- weitert wird und mit entsprechenden Quellen überzeugend umgesetzt werden kann.4 Alte Memoiren – neue Forschungsfragen
Für eine gemeinsame deutsch-russische Erinnerung ist diese Unterbelichtung der Besatzungszeit im sowjetischen und postsowjetischen Gedächtnis sehr bedauerlich. Die unmittelbare Nachkriegszeit war nämlich – auf der anderen, der deutschen Seite der Begegnung – für lange Zeit die Phase der intensivsten persönlichen Er Die Geschichte der weitgehenden Ausblendung des sowjetischen Besatzererleb- nisses aus der öffentlichen Rückschau in der UdSSR und im heutigen Russland wäre eine eigene Studie wert, die auf Zensurregelungen und politische Maßgaben eingehen, ideologische Argumentationen und Selbstbeschränkungen, aber gewiss auch einen hinlänglich tradierten alltäglichen Umgang mit Auslandserlebnissen in Rechnung stellen müsste. Für eine solche Forschung sind die Voraussetzungen nicht gegeben. Hier sei fürs erste bei der Beobachtung angesetzt, dass, wie jüngste Zeitzeugenbefragungen belegen, vom eroberten und befreiten Deutschland doch einiges in der persönlichen Erinnerung der damaligen Besatzer gespeichert blieb. Da erstaunt zunächst die Präsenz von Namen kleinerer Städte und Flüsse, die genaue Beschreibung fremder Landschaften, Architektur und Infrastruktur. In der Regel wird beeindruckender materieller Wohlstand erinnert. Aufrufbar sind auf Anhieb fremde Alltagsgegenstände (Arbeitsmittel, Kleidungsstücke), Arbeits- kommandos, Grußformeln, Namen. Auch Exotisches blieb im Gedächtnis: „Gibt es in Deutschland noch dieses Gemüse mit Namen Kohlrabi?“, fragte mich 1979 ein 1946 bei Halle stationierter Soldat. 33 Jahre nach seiner Rückkehr auf die hei- matliche Krim war ich die erste Deutsche, die ihm begegnete. Derlei ist aus den Erinnerungen von Ostarbeitern bekannt, die in der Regel etwa gleichlang in Deutschland lebten – im einzelnen mit unterschiedlich großem Bewegungsfrei- raum, eben wie die sowjetischen Besatzer später. Wollte man jedoch nach kom- plexeren Bildern suchen, bedürfte es längerer Gespräche, die Fragen nach der eigenen Identität einschlössen: Als was für ein Land blieb Deutschland, als was für Menschen blieben die Deutschen in Erinnerung; was unterschied sie vom eigenen Die Untersuchung von persönlicher Besatzererfahrung, so wie sie sich in auto- biografischen Selbstzeugnissen widerspiegeln könnte, stößt an einen eklatanten Quellenmangel. Hauptursache ist die erwähnte Leerstelle in der sowjetischen Er- innerungskultur, die schriftlich publizierte Memoiren bis heute in einer über- schaubaren Anzahl hält.5 Sowjetische Memoiren über Erlebnisse in der Sowjeti- schen Besatzungszone (SBZ) fanden in der DDR größere Verbreitung als in der Sowjetunion selbst, das meiste in Zeitungen, Zeitschriften und Heimatheften. Sie untermauerten alle das legendäre Freundschaftsverhältnis des neu entstandenen Staatenbündnisses DDR-UdSSR. Aus mit der Besatzungsmacht geteilten politi- schen Erwägungen ließ die SED negative Bilder von „den Freunden“, wie sie um Den Niederungen des Besatzungsalltags schenkten sie ohnehin nicht die vom Sozialhistoriker gewünschte Beachtung. Solche Memoiren belegen ein individuel- les (genauer: ein politisch zensiertes individuelles) Gedächtnis politischer und geisteswissenschaftlicher Eliten, nicht aber das kollektive Gedächtnis „der Besat- zer“. Es waren einzelne vormalig höhere Offiziere und leitende SMAD-Funktionä- re, denen von der sowjetischen Führung erlaubt wurde, Erinnerungen zu publi- zieren.7 Kern der Erzählungen war der Gedanke an den gemeinsamen schweren Anfang, einen von kommunistischer Politik geführten Neubeginn im Osten Deutschlands, für den man ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Siegern und Besiegten als Grundlage ansah; es sollte sich quasi aus dem kommunistisch- internationalistischen Verhältnis heraus auf die (ost)deutsche Gesellschaft aus- breiten. Bei den Motiven für solches Erinnern kann von einer Symbiose aus staat- lichem Bildungsauftrag und politischer Überzeugung ausgegangen werden, die bis in die Zeit nach 1991 hinein Früchte trug.8 Diese politische Aufgabe der Rück- schau wurde erst recht von jenen vormaligen Vertretern der SMAD mitgetragen, die in der Heimat die geisteswissenschaftlichen Paradigmen professionell mittru- gen (Alexander Dymšic, Sergej Tjulpanov, Aleksandr Galkin, Jakov Drabkin, Va Der historische Hintergrund, Dimensionen der Begegnung
Dafür bieten die Archive Material aus der Hinterlassenschaft der Besatzungsbe- hörde.9 Für eine noch unbestimmte Zeit militärischer Besetzung hatte die östliche Sie- germacht im Sommer 1945 auf ihrem Besatzungsgebiet ein dichtes Netz von Kommandanturen installiert.10 Jede deutsche Gemeinde mit mehr als 5000 Ein- wohnern erhielt einen solchen Stützpunkt mit regulär 17 bis 40 Mitarbeitern. Er hatte eine eigene Schutztruppe, die unabhängig von den stationierten Armeen befehligt wurde. Während die 1945/46 zunächst rund 700 000 und später rund 350 000 Besatzungssoldaten in den Garnisonen für die allermeisten Deutschen ge- sichts- und namenlos blieben, standen die insgesamt 70 000–80 000 Soldaten und Mitarbeiter der Kommandanturen den Deutschen leibhaftig und sehr markant vor Augen. Sie hatten umgekehrt den direkten Blick auf die Deutschen: am Ein- gang und auf dem Gelände der Kommandantur, auf Patrouillen, an Schlagbäumen und auf Wachen, als marschierende Truppe in der Stadt, auf Rangierbahnhöfen, bei Zugkontrollen und Razzien, verhandelnd und inspizierend in Betrieben und Transportunternehmen, an Sammelstellen für Agrarprodukte, bei Räumungsein- sätzen, auf Polizeidienststellen. Außerhalb des Dienstes bewegten sie sich auf Stra- ßen, in Geschäften und Bierstuben, in Kinos, an Badestellen, in Parks und Sportsta- dien. Krankenhäuser und Sanatorien betrieben die Besatzer getrennt von deutschen Patienten, doch die Versorgung dort oblag deutschen Arbeitskräften. Wohnraum musste ihnen auf Verlangen freigemacht werden. Die Kommandanturen waren militärisch gesicherte Festungen im Stadtbild, zugleich wichtigste Behörden mit zunächst vielen bürokratischen Alleinkompe- tenzen. Sie stellten einen Objektschutz vor die zahlreichen Besatzungseinrichtun Die Kommandanturen wirkten als Scharniere der Besatzungsherrschaft. Es gab Kreiskommandanturen in drei verschiedenen Größenordnungen, kleinere Ab- schnittskommandanturen (učastkovye), kreisfrei geführte Stadtkommandantu- ren, in großen Städten zusätzlich Stadtbezirkskommandanturen. Zeitweise exis- tierten übergeordnete Bezirkskommandanturen, Ende 1945 bestand das Netz aus insgesamt rund 650 Kommandanturen. Ihre Anzahl unterlag Reorganisationen und einer starken Reduzierung auf 342 (1946), 247 (1947) und 178 (1948) Kom- mandanturen, bis sie schließlich 1949 fast alle aufgelöst wurden. Zur Vervollständigung des Kontextes muss gesagt werden, dass noch eine Viel- zahl von kleineren, teils mobilen sowjetischen Einrichtungen bestand: Funkver- bindungsstellen, interne Post- und Bankfilialen, Hotels, Werkstätten, Krankenhäu- ser, Materiallager, Eisenbahn- und Hafen-Kontrollstellen, Demontagetrupps, Fil- trierungslager. Nicht zu vergessen die interalliierten Institutionen in Berlin, wo sowjetische Vertreter ein- und ausgingen. Hinzu kamen die Standorte der politi- schen Verfolgung wie Speziallager, Smersch-, NKVD(MVD)- und NKGB(MGB)- Filialen. Die wohl deutlichste Spur in der deutschen Wahrnehmung hinterließen die Kreiskommandanturen. Deren erste Belegung war natürlich noch Folge des Kriegs- verlaufs und der nachfolgenden Truppendislozierung. Die Bernauer Kreiskom- mandantur hatte beispielsweise im Sommer 1945 1 073 Mann (158 Offiziere, 239 Sergeanten, 676 Soldaten), die zum Sommer 1948 zahlenmäßig auf ein Achtel schrumpften: 137 Mann (32 Offiziere, 25 Sergeanten, 80 Soldaten). Die Kreis- kommandantur in Döbeln/Sachsen bestand im Januar 1948 aus rund 85 Mitar- beitern, darunter etwa 30 Offiziere und Sergeanten. Noch 1945 wurden im Zuge der allgemeinen Demobilisierung in zwei Schritten 14 000 Mann aus dem SMAD- und Kommandantur-Personal in die Heimat entlassen, zuerst die stark Versehrten und die ältesten Jahrgänge, dann die Jahr- gänge 1906–1915 sowie Hoch- und Fachschulabsolventen, Lehrer und Studenten der letzten Studienjahre, auch Männer, die Verwundungen erlitten hatten, Län- gerdienende, und sämtliche Frauen der unteren Dienstgrade. Ab März 1946 wur- den die Jahrgänge 1916–1922, insgesamt rund 8000 Mann, und im März 1947 Das kündet von einer beeindruckenden Dimension persönlicher und kollektiver Wahrnehmung des deutschen Nachkriegslebens durch Vertreter der Siegermacht. Zu den Erfahrungen gerade der Kommandantur-Besatzungen gehörte die Wahr- nehmung aller möglichen alltäglichen Konflikte zwischen Besatzern und Besetz- ten. Denn die Kommandanturen hatten sämtliche sowjetische Militärangehörige und Zivilisten der Region im Blick, die sich in die zivile Welt der besetzten Deut- schen hineinbegaben, d. h. den engen Dienstraum einer Kaserne/Militäreinheit verließen. Als polizeiliche Behörde erfassten sie außerordentliche Vorkommnisse jeder Art, nahmen Beschwerden der Deutschen entgegen, reagierten auf Ruhestö- rung, Feueralarm, politische Warnungen. Sie registrierten Versorgungsmissstände, Verkehrsunfälle, Havarien, Epidemien… ob nun Deutsche oder sowjetische Mili- tärangehörige, Zivilangestellte oder Fremdarbeiter, westalliierte Abordnungen oder Displaced Persons involviert waren. Auf diese Weise waren die Mitarbeiter der Kommandanturen besondere Beobachter und Protokolleure deutsch-sowjetischer Nachkriegsbegegnungen. Diese umfassten neben den dienstlichen Begegnungen natürlich auch private. Freundschafts- und Liebesverhältnisse gab es allerorts. Intime Partnerschaften wurden gelebt, Ehen geplant, private Reisen inkognito unternommen, gemeinsa- me Fluchtszenarien in den Westen entworfen und teils auch umgesetzt. Man traf sich in Parks, Kinos oder Wohnungen von Freunden. In Einzelfällen entstanden kurzzeitig regelrechte Familienbande. Private Lebenswelten
Der idealtypische Besatzungssoldat lässt sich vorerst nicht rekonstruieren. Aus Archivakten der Besatzungsbehörde wissen wir dennoch schon einiges, zum Bei- spiel, dass ihre Soldaten und Offiziere in der Mehrzahl Kriegsteilnehmer waren. Der Nationalität nach waren die meisten Russen. Dienstränge lassen sich bestimmten Altersgruppen nicht genau zuordnen, doch Statistiken belegen, dass die unteren Ränge (Soldaten, Sergeanten) bald fast nur noch von sehr jungen Män- nern eingenommen wurden; als Folge des Krieges waren aber auch die Offiziers- posten insgesamt von recht jungen Männern ohne zivilen Beruf besetzt. Kaum Luxus gewohnt, hatten die meisten weit mehr Geld zur Verfügung als zu Hause, höhere Offizier und Generale waren hochentlohnt. Radios, Autos, Motorräder, Es ist schwierig, das Konsumverhalten der Männer zu rekonstruieren. Vieles erwarben sie entgeltlich in speziellen Warenlagern, in die Deutsche keinen Ein- blick hatten. Wir wissen von Containertransporten für Generalsfamilien, dem stehen Bilder von Demobilisierten mit kleinem Köfferchen entgegen. Überhaupt kann anhand der Akten schwerlich über Lebensziele und Werte geurteilt, geschweige denn ein Zusammenhang zu sozialen und kulturellen Dispositionen hergestellt werden. Mehr wissen wir über Freizeitinteressen, bei deren Steuerung die Besat- zungsbehörde ab etwa 1946 recht energisch vorging. Beliebt waren Sport und Kino. Hier wie auch in anderen Dingen verhielten sich Familien natürlich anders als junge Alleinstehende. Ende 1945 erhielten Offiziere und Generale die Erlaubnis, ihre Angehörigen nach Deutschland zu holen, Ehefrauen und Kinder wurden über das Militärver- sorgungssystem mit bedacht. Frauen reisten auch illegal in Deutschland ein bzw. ihren „Frontmännern“ hinterher. 1946 versuchte man in der UdSSR – insbeson- dere um Ordnung in die staatliche Fürsorge zu bekommen – gegen nicht regis- trierte Partnerschaften vorzugehen, die von nun an als illegale galten. Nur die staatlich sanktionierte Ehe wurde anerkannt und machte Frauen versorgungs- würdig. In der SBZ wurde ein Datum im Sommer 1946 gesetzt, bis zu dem gehei- ratet sein musste, oder die Partnerin und sowjetische Staatsbürgerin hatte Deutschland zu verlassen. Anfang 1947 klangen die Nachreisen der Angehörigen (bei höheren Generalen waren das oft auch erwachsene Kinder, Schwestern und Schwägerinnen, Schwiegermütter, gar Enkel, die ernährt werden mussten) aus. Es wurden dann auch für Posten auf der mittleren Ebene nur noch gezielt ledige Männer nach Deutschland geholt. Bis 1953 blieb das Nachreisen von Angehöri- gen untersagt. Solche Restriktionen waren vermutlich der Einsicht geschuldet, dass die Frauen und Kinder ihrer höheren Offiziere und Generale der Besatzungsbehörde zusätzli- che Bildungs- und medizinische Leistungen abverlangten, wobei sich die meisten Frauen keinesfalls mit eigenem Beschäftigungsinteresse zu engagieren gedachten. Im Gegenteil, viele von ihnen waren für bürgerliche Rollenzuschreibungen in der Familie sehr empfänglich. Zugleich wirkte die Anwesenheit der Ehefrauen nicht in jedem Fall wirklich harmonisierend. Im Gegenteil, ohne das gewohnte gesellschaft- liche Umfeld und die großfamiliären Beschwichtigungshilfen zerbrach manch eine vom Krieg belastete Partnerschaft gerade in der Fremde. Schließlich wurden für die Frauen besondere Beschäftigungs- und Bildungsprogramme erarbeitet. Die
Masse der
Besatzer-Männer war jedoch jung und unverheiratet und hatte Liebes- und Sexualerfahrungen auch erst im Krieg gemacht. Beziehungen zu deut- schen
Frauen, dauerhafte und auch
flüchtige bzw. bezahlte waren fast schon die Norm. Oft
waren solche Kontakte an Tauschbeziehungen gebunden, denn im deutschen
Alltag wurde überall
„organisiert“ und
„verscherbelt“. Bis Mitte 1946 wurde gegen
private Beziehungen nicht konsequent vorgegangen,
obgleich sie klar verboten waren. Deutsche machten sich zwar
strafbar, wenn sie
ungenehmigt Übernachtung
boten. Doch – mit oder ohne Übernachtung –
die Rotarmisten lebten
die ostdeutsche „Nachkriegsgesellschaft“ aktiv
mit und ersetzten zum
Teil die fehlenden jungen männlichen Familienmitglieder und Sexualpartner der Deutschen. Erst mit der Konzentration der Besatzereinrichtungen und der wohn- lichen
Einbindung aller SMAD- und Kommandanturmitarbeiter in
abgeriegelte Wohnstädtchen
ab Sommer
1947 wurden die Privatkontakte merklich einge- schränkt.
Disziplinarstrafen, die dann auch bald auf den politischen
Argumenten des
Kalten Krieges
aufbauten, begannen zu greifen. Gezielte Strafversetzung tat das übrige. Restlos unterbunden wurden private Kontakte aber nie.
Wir wissen aus den Akten, dass der Dienstablauf in den Kommandanturen for- mell überall gleich war: gleiche Dienst-, Rang- und Tagesordnungen, gleiche mili- tärische Grundausbildung, Übungen, Politveranstaltungen, Freizeitangebote. Wie auch zu Hause war das Dienstleben natürlich von den Lokalbedingungen gefärbt, waren die konkreten Aufgaben der Besatzungseinrichtungen im sozialen und Wirtschaftsbereich von den örtlichen Profilen geprägt. Die Berichte verdeutlichen jedoch, wie stark die Dienstumstände zugleich von den sowjetischen Leiterpersön- lichkeiten abhingen. 1945/46 waren viele Stadt- und Kreiskommandanten geistig, politisch, organisatorisch und mental stark überfordert mit der Lenkung eines mittelgroßen Verwaltungsraumes im fremden Nachkriegschaos. Sie konnten ihr Amt nur einigermaßen erfolgreich ausfüllen, wenn sie im Führen ihrer kleinen Truppe halbwegs erfahren und wenn sie selbst als Autorität anerkannt waren. Des Weiteren scheint es ein Nord-Süd-Gefälle in der Konfliktanreicherung gegeben zu haben, das wesentlich (aber nicht ausschließlich) aus den Geschehnissen bei Kriegs- ende folgte. Während Sachsen und Thüringen vergleichsweise konfliktarme Re- gionen bildeten, waren Berlin, Brandenburg und Mecklenburg/Vorpommern von anhaltenden Spannungen im Besatzeralltag geprägt. Hier hatten die alltäglichen Reibereien zwischen Besatzern und Besetzten größere Dimensionen, und hier hielt sich auch unter den Deutschen ein deutlich schwärzeres Russenbild als im Süden der späteren DDR. Gerade in den Gebieten mit vielen Zerstörungen und Zivilopfern richteten sich im Sommer 1945 auch noch Truppen ein, die (1.) noch mehrmals umgesetzt wurden, (2.) die Region wegen der geografischen Gegeben- heiten häufig für Manöver und Übungen nutzten, und wo (3.) die Soldaten durch die Abgeschiedenheit der Stationierungsorte zu illegalen Raubzügen regelrecht er- muntert wurden. Hinzu kommt, dass die nördlichen ländlichen Regionen 1945/46 zuerst als Getreide- und Viehrequirierungsregionen und dann auch als Schwer- punktgebiete der Bodenreform genau jene Gebiete waren, wo elementare deut- sche Interessen und sowjetische Interessen hart aufeinander stießen. Hier artikulierten sich antisowjetische Stimmungen deshalb deutlicher. Berlin bündelte mit seinem besonderen Status am Beginn der Systemkonfrontation die Konflikte na- türlich in besonderem Maße. Die Erfahrungen eines Besatzungssoldaten hingen also in mehrfacher Hinsicht auch vom Einsatzort ab. Die Fragen nach Mentalität, Selbstwertgefühl, Siegerbewusstsein sind natürlich am schwierigsten aus den Akten heraus zu synthetisieren. Aus Behördendokumen- ten schlagen uns ja vor allem negativ auffällige Verhaltensweisen entgegen, wobei eine befriedigende Gesamtstatistik, etwa über Disziplinverstöße, bislang nicht zu erstellen ist. Interna sprechen von rund 17% aller Militärdienstleistenden in Deutschland, die 1947 negativ auffielen, doch das Repertoire reichte von Verstö- ßen gegen die Kleiderordnung über die heimliche Benutzung des PKW des Chefs und Besuche in deutschen Restaurants bis hin zu unerlaubtem Fehlen und Ran- dale. Und wie viel blieb da unentdeckt und unbeschrieben? Das Ausmaß der De- sertionen ist aus den zugänglichen Akten bislang nicht herauszulesen. Erzählverhalten
Anhand von Archivquellen lassen sich also wichtige Aussagen zum Besatzeralltag treffen, subjektive Erfahrungen reflektieren sie aber kaum. Hier stellt sich natürlich die Frage nach den Möglichkeiten von Zeitzeugeninterviews. In Russland noch weitgehend ohne Lobby, leuchten „Besatzerberichte von unten“ dort nur hin und wieder auf, etwa in Zeugnissen vormaliger sowjetischer Kriegsgefangener. Ein nicht unerheblicher Teil von ihnen setzte nämlich nach dem Mai 1945 seinen re- gulären Wehrdienst in der SBZ fort. So erinnerte sich ein Kriegsveteran an die Zeit nach der Befreiung aus deutscher Gefangenschaft: Ich marschierte durch Berlin, über den Alexanderplatz. Ich habe die von den amerikanischen Barbaren in Schutt und Asche gelegte Stadt gesehen. Wir wohnten bei einer alten Frau, deren Sohn in Norwegen gefallen war. Sie schenkte uns sein Fernglas, wir gaben ihr Lebensmittel. Die Berliner hungerten, wenn die Streitkräfte auch halfen, wie sie konnten. Unsere Einheit war in Eberswalde stationiert, später in Bredereiche [Fürstenberg/Havel] und anderswo. Ich kann mich an eine Edith Jürgens aus Eberswalde erinnern, an Anna Hornung aus Bredereiche und an viele andere Deutsche, die uns gegenüber freundlich gesinnt waren. Als ich [nach einer Verwundung kurz vor Kriegsende] in die Einheit zurückkehrte, schenkten mir meine Freunde ein Akkordeon. In unserer Freizeit trafen wir uns mit den deutschen jungen Leuten zum Feiern im Café. Ich spielte unsere Lieder und Tänze. Besonders begeistert waren alle von den Strauss-Walzern und Tiroler Walzern.11 Diese auf deutsche Anfrage schriftlich formulierte und ohne speziellen Auftrag zeitlich über die Kriegsgefangenschaft hinausgreifende Erinnerung demonstriert das alltagsgeschichtliche Potenzial überkommener Bilder und richtet unser Augen- merk zugleich auf die Prägekraft emotionaler Erfahrungen. Derlei gilt es zu er- gründen, wobei Elite-Memoiren als Stichwortgeber und Vergleichsfolie genutzt Barbara Stelzl-Marx stützt sich in ihrer fulminanten Analyse der „Innensicht der sowjetischen Besatzung“ Österreichs auf sehr viele Interviews. Sie entstanden 2002 bis 2008 vor allem in Moskau. Stelz-Marx nutzt sie, um der Frage nach subjektiver Gewichtung und Verdrängung, Verklärung und Mythologisierung der Erinnerung nachzugehen.15 Im Ergebnis werden Befunde vorgelegt, die die Unternehmung „Interview“ ein wenig in Zweifel ziehen, denn die Beobachtungen reduzieren sich auf Folgendes: 1. Die Zeitzeugen reflektieren ihre Zeit im besetzten Österreich meist als bedeutsamen Lebensabschnitt mit aufregenden Begegnungen und Er- kundungen im Ausland. 2. Sie bedienen sich häufig gängiger Klischees zur Benen- nung ihres Haupteindrucks von den Menschen dort, nämlich Stereotype zur Cha- rakterisierung deutscher Nationaleigenschaften: Sauberkeit, Ordnung, Disziplin, Wohlerzogenheit, Fleiß. 3. Sehr häufig wird erinnert, welche modernen Waren dort zum ersten Mal gesehen und genutzt wurden. 4. Während relativ gelassen berichtet wird, dass und wie viele Besatzer geplündert haben (wobei sich die Zeitzeugen selbst in der Regel ausnehmen), wofür persönliche Opfer oder die allgemeine Ver- rohung im Krieg als Ursache genannt werden, werden Vergewaltigungen nicht er- innert bzw. wird sogar vehement ausgeschlossen, dass es sie gegeben hat. Stelzl- Marx spricht dabei von Tabuisierung. 5. Vergleichsweise offen gehen auf Übergrif- fe nur solche Zeitzeugen ein, die nicht Mitglieder von Veteranenkomitees sind. Einzig der letzte Befund zeigt den Ansatz einer quellengemäß narratologisch- historiografischen Auswertung, weil er Geschehnis, Gedächtnis, Lebenserfahrung und Jetztbefindlichkeit in Beziehung zueinander setzt. Das übrige ist Wiederho- lung von bereits Ermitteltem, Illustration (zur Beweisführung ist Oral History bekanntlich ungeeignet) einer Vorabmeinung, weil nicht als Entdeckungsreise in subjektive Orientierung angelegt. Es steht zu befürchten, dass wenig getan wurde, Lassen wir die Frage beiseite, ob das beeindruckende Erlebnis einer reichen, gut organisierten Gesellschaft mit beachtlichem Durchschnittswohlstand immer (und wenn nicht, ob dann für Erlebnisse in Deutschland und Österreich im Jahr 1945) den Terminus „Kulturschock“ rechtfertigt, dann bleibt doch festzustellen, dass die- ser Eindruck in einen Komplex von Fragen zu individueller und kollektiver Sinn- gebung damals, zwischenzeitlich und heute gestellt werden müsste. Insgesamt dür- fen Analysen von Erzählverhalten nicht bei der Diagnose „Ideologisierung“ und „Tabuisierungen“ stehen bleiben. Interviews mit Kriegsteilnehmern, die im besetzten Deutschland weiter gedient hatten16, geben zuallererst zu erkennen, dass das Erzählen über den Krieg leichter fällt als das Erzählen über die Besatzungszeit. Es fehlt den Zeitzeugen nicht etwa an Worten oder Bildern, sondern einfach an Übung und an Instinkt dafür, was denn aus dieser Zeit zu erzählen interessant und wichtig wäre. Das bestätigt ein übriges Mal die Einschätzung, wonach Gedächtnis nicht so sehr von der Tiefe des Eindrucks als vielmehr von seiner wiederholten (auch wandelbaren) Sinnzuschrei- bung beim Kommunizieren geformt wird. Es wird weder ohne Anlass noch zweck- frei erinnert und erzählt. Menschen tun das in dem Maße und in solchen Bildern, wie es zu gebrauchen ist, schreibt der Soziologe Harald Welzer.17 Die Zeitzeugen- aussagen künden also zunächst von einem lange Zeit auch privat kaum kommu- nizierten Gedächtnis. Dessen Dürftigkeit ist keinesfalls allein auf politischen Druck zurückzuführen, sondern vor allem darauf, dass diese Erinnerung lange Jahrzehn- te nicht gebraucht worden war. Wenn wir hier also von einer vergleichsweise beschränkten „narrativen Kompe- tenz“ sprechen müssen (die während eines Interviews von Intellektuellen durch rasche geistige Orientierung unter Umständen wettgemacht werden kann), was sagt das über die Möglichkeiten aus, anhand solcher Interviews „die Erlebens- und Handelnshorizonte vergangener Gesellschaftssysteme zu rekonstruieren“ (Albrecht Lehmann)18? Es erlegt uns sehr sorgsame, kritische Interpretation auf, wobei ge- gebenenfalls die besondere Schwierigkeit bikultureller Dialoge bedacht sein will. Der politisch sensible Zeitzeuge erfährt in Russland heute, dass eine öffentliche Wortmeldung zu Besatzungserlebnissen fasst immer zur Problematik der Gewalt |
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1
Die These fand in verschiedenen Einfärbungen
Verbreitung in der jüngeren russischen Ge- schichtsschreibung.
Eine extreme Position vertraten Gennadij Bordjugov und Aleksandr Afa- nas’ev 1990. Siehe dies.: Ukradennaja pobeda. In: Komsomol’skaja Pravda vom 5. Mai 1990, S.
1–2. Dagegen vgl. E[lke] Šerstjanoj:
„Neodekabristy“? K probleme
reformatorskogo poten-
ciala
v
sovetskom
poslevoennom
obščestve: M.V. Kirčanov (red.): Germanija: istorija i sovre- mennost’. Sb. st. pamjati prof. V.A. Artemova. Č. 1. Voronež 2006, S. 166–176.
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© Walter de Gruyter,
Berlin/Boston
© De Gruyter Oldenbourg
| Диктатура и война связывают историческую память в России и Германии и в то же время разъединяют их. 29 немецких и российских авторов исследуют центральные точки русской и немецкой культуры памяти и их травматические аспекты. Рассматриваются «классические» места памяти, такие как Сталинград, с двух разных точек зрения, а также специфические «групповые воспоминания», проблемы исторических мест и аспекты кинематографического рассмотрения истории германо-советской войны. Том является результатом четырехдневной конференции, проходившей в Академии наук в Москве и Институте современной истории в Мюнхене. | ||
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Воспоминания советских солдат-оккупантов о повседневной жизни в Восточной Германии после войны 1945-1949 гг.Aus
dem Buch Erinnerung an Diktatur und
Krieg
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В России новые темы захватили общественную память о войне. Такие темы, как судьба восточных рабочих, военнопленных и сотрудников штрафных частей, сотрясают традиционную патриотическую ретроспективу, стержнем которой остаётся мысль о жертвах и победе в Великой Отечественной войне против Германии. Хотя поправки к давно господствовавшему взгляду на историю несомненны и имеют общепризнанные причины — например, для критической оценки отдельных решений советских военных и осуждения отношения советского государства к массе "живой боевой техники" — изменить перспективу индивидуального опыта сложнее. Сложно разработать и в конечном итоге разрешить многие исторические образы — всегда останется важное различие между советской и постсоветской памятью и немецкой памятью о войне: красноармейцы, их современники и потомки могут помнить жертв войны и победу как достижение, которое ценят и отмечают во всём мире. В этом коммуникативном воспоминании о войне, а также о ближайшем послевоенном периоде как возвращении к мирной повседневности, полной лишений, нашлось своё отражение. Примечательно, однако, что топос памяти послевоенной Германии вскоре стал для победителей во многом неясным. В то время как порыв победы культивировался в общественной памяти, воспоминания о последующих событиях повседневной жизни оккупантов на завоёванной территории как общедоступный опыт до сих пор очень редки, хотя этот опыт можно считать массовым. Среди всех топосов коммуникативной послевоенной памяти образ советской оккупационной зоны Германии (СБЗ) с 1945 по 1949 год особенно грубо растрирован, политически преувеличен и клиширован теми, кто не имел там собственного опыта. Но память об актёрах того времени тоже кажется скудной. Возможные причины «белых пятен» обсуждались неоднократно. Подчёркивая роль государственной цензуры, историки объясняют бледное, недостаточное публичное выражение этого опыта прежде всего политическими соображениями советского руководства и его непосредственным влиянием на СМИ и искусство. Утверждается, что с точки зрения правителей было опасно сохранять оккупационный опыт, потому что именно опыт открытых, культурных, богатых цивилизаций мог поставить под сомнение сталинские структуры в СССР (Тезисы «нео-декабристы»)¹. Этот тезис прямо или косвенно поддерживают исследователи, подчёркивающие культурный опыт оккупантов как центральный опыт «на Западе»². С другой стороны, другие считали, что опасность чрезмерной памяти побудит к чрезмерно критическим взглядам и, прежде всего, к событиям конца войны — во время последней вспышки насилия, особенно против немецкого гражданского населения; положительные стороны были бы проигнорированы, и это одностороннее размышление должно было быть остановлено в интересах новых германо-советских отношений. Такого мнения придерживаются и сегодня многие ветераны войны в России. Всякий, кто следил за (восточно)германской литературой периода после воссоединения в её усилиях создать реалистическую общественную память об окончании войны и послевоенном периоде, не сможет не признать, насколько трудна взвешенная оценка советской оккупации до сих пор. Одностороннему, просоветскому восхвалению — даже в некоторых научно амбициозных исследованиях — противопоставлялись не только односторонние, но и порой сомнительные русофобские образы с аргументированными заимствованиями из нацистского арсенала³. Как показывают публикации Силке Сатюкова, это не так. Теоретико-культурологический подход, если он одновременно не расширяется социологически, может быть убедительно реализован с помощью соответствующих источников⁴. Старые воспоминания — новые исследовательские вопросы Для совместной немецко-российской памяти такая недоэкспозиция периода оккупации в советской и постсоветской памяти вызывает большое сожаление. С другой стороны, для немецкой стороны ближайший послевоенный период долгое время был фазой наиболее интенсивного личного общения с советскими гражданами, по крайней мере для немцев, живших тогда в центральной и восточной Германии. Первые годы оккупации принесли СБЗ беспрецедентно интенсивную встречу с восточноевропейско-советской культурой, а также очень специфическую встречу между гражданской и военной жизнью, между победителями и побеждёнными. В период с 1945 по 1949 годы в советской зоне среди немцев и с немцами проживало несколько десятков тысяч советских граждан. История обширного подавления опыта советской оккупации в общественной ретроспективе в СССР и в сегодняшней России заслуживала бы отдельного исследования, включающего в себя цензурные правила и политические стандарты, идеологические аргументы и самоограничения, но безусловно и достаточно традиционное житейское исследование — дело с опытом за границей придётся учитывать. Предпосылок к такому исследованию не приводится. Первое, с чего следует начать здесь, — это наблюдение, что, как показывают последние опросы очевидцев, часть завоёванной и освобождённой Германии сохранилась в личных воспоминаниях оккупантов того времени. Во-первых, поражает наличие названий небольших городов и рек, точное описание чужих ландшафтов, архитектуры и инфраструктуры. Как правило, запоминается внушительный материальный достаток. Незнакомые бытовые предметы (техника, предметы одежды), рабочие задания, приветствия, имена могут быть вызваны сразу. Вспомнилась и экзотика: «Есть ли ещё в Германии эти овощи, называемые кольраби?» — спросил меня в 1979 году солдат, стоявший под Галле в 1946 году. Через 33 года после того, как он вернулся в родной Крым, я была первым немцем, встретившим его. Такого рода вещи известны из воспоминаний остарбайтеров, которые вообще примерно столько же времени жили в Германии — с разной степенью свободы передвижения, как и советские оккупанты позднее. Однако если вы хотите искать более сложные образы, вам потребуются более длинные беседы, включающие вопросы о вашей собственной идентичности: в какой стране находилась Германия, каких людей помнили немцы? Что отличало их от их собственного советского существования? Как вы поладили? Исследование личного опыта оккупации, отражённого в автобиографических свидетельствах, наталкивается на вопиющую нехватку источников. Основная причина заключается в упомянутом выше пробеле в советской культуре памяти, которая до сих пор имеет ограниченное количество мемуаров, опубликованных в письменной форме.⁵ Советские мемуары о событиях в советской оккупационной зоне (СБЗ) были более распространены в ГДР, чем в Советском Союзе, в основном в газетах, журналах и местных изданиях. Все они лежали в основе легендарной дружбы новообразованного государственного союза ГДР и СССР. Из-за политических соображений, общих с оккупационной властью, СЕПГ не допускала негативного изображения «друзей», как их называли в просторечии, а также в повседневном политическом немецком языке. Недопустимо было и сообщать, что пребывание в оккупированной стране может ослабить связи с родиной. Официально именуемые с 1950 года символом «освободители», гражданские лица и солдаты Советского Союза были в первую очередь включены в историю «нерушимой дружбы» как политические эмиссары дружественной страны, помощники, советники и культурные посредники. В 1970-е годы в ГДР, в контексте официальной интерпретации прошлого, предпринимались немногочисленные (но и недостаточные) попытки сделать освободителя менее монументальным и более гуманно приемлемым как элемент управляемой ретроспективы. Такие усилия прекратились в 1980-х годах. Мемуары известных «культурных деятелей»⁶, впервые представляемые немецкому читателю в этот период, уже не были обязательными с точки зрения образовательной политики в ГДР и давали мало нового для современной исторической науки и исследовательской работы. Во всяком случае, они не обращали внимания, которого хотели социальные историки, на смирение повседневных занятий. Такие мемуары документируют индивидуальную (точнее: политически цензурированную индивидуальную) память политической и гуманитарной элиты, а не коллективную память «оккупантов». Советское руководство разрешило опубликовать свои мемуары нескольким бывшим старшим офицерам и ведущим служащим СВАД⁷. Сердцевиной рассказов была мысль о трудном общем начале, новом начале в Восточной Германии под руководством коммунистической политики, в основе которого видели дружеские отношения между победителями и побеждёнными; предполагалось, что оно распространится за пределы коммунистически-интернационалистических отношений на (восточно) немецкое общество. Можно предположить, что мотивами такого упоминания является симбиоз государственного просветительского мандата и политических убеждений, которые принесли свои плоды и в период после 1991 г.⁸ Эта политическая задача ретроспективы была ещё более поддержана теми бывшими представителями СМАД, которые профессионально поддерживали гуманитарные парадигмы дома (Александр Дымшич, Сергей Тюльпанов, Александр Галкин, Яков Драбкин, Вадим Чубинский, Юрий Басистов). Однако характер их воспоминаний не был обусловлен исключительно идеологическими установками. Редкость культурно-антропологических высказываний в них в немалой степени была обусловлена ограниченностью научного интереса во времена, когда «повседневность» ещё не была историографическим термином. Ввиду этого заслуживают внимания немногочисленные живописные фрагменты в мемуарах элиты, имеющие отношение к повседневной жизни. Им просто не очень доверяют и подозревают приукрашивание. В принципе, конечно, каждое воспоминание должно соизмеряться с другой, объективируемой традицией. Исторический фон, масштабы встречи В архивах представлены материалы из наследия оккупационных властей⁹. Летом 1945 года на неопределённый срок военной оккупации победившая восточная держава развернула на своей оккупированной территории плотную сеть штабов¹⁰. Каждая немецкая община с населением более 5000 человек получила такую базу с постоянным штатом от 17 до 40 человек. У неё были свои силы защиты, которыми командовали независимо от размещённых армий. В то время как примерно 700 000, а затем около 350 000 солдат-оккупантов в гарнизонах в 1945–1946 годах оставались безликими и безымянными для подавляющего большинства немцев, в общей сложности 70 000–80 000 солдат и служащих командных пунктов стояли перед немцами лично и были очень заметны. Наоборот, они имели прямой вид на немцев: в подъездах и на территории штабов, в дозоре, на заставах и в караулах, как марширующие войска в городе, на сортировочных станциях, в диспетчерских и рейдовых, переговорных и инспекциях заводов и транспортных предприятий, в пунктах приёма сельхозпродукции, при проведении таможенных операций, в полицейских участках. Когда они не были на дежурстве, они бродили по улицам, в магазинах и пивных, в кинотеатрах, купальнях, парках и на спортивных стадионах. Оккупанты содержали больницы и санатории отдельно от немецких больных, но за уход в них отвечали немецкие рабочие. Жильё должно было предоставляться им по запросу. Комендатуры были защищёнными в военном отношении крепостями в городском пейзаже, в то же время важнейшими органами власти с изначально многими бюрократическими единоличными полномочиями. Они обеспечивали охрану объектов перед многочисленными оккупационными объектами, являлись сотрудниками правоохранительных органов в смысле полиции и криминальной полиции. Вначале они также были самодостаточными учреждениями, управляющими фермами, предприятиями пищевой промышленности и складами. Их сотрудники не только инструктировали и контролировали немцев, но также официально были арендаторами, изучали языки, были работодателями и клиентами, и не в последнюю очередь покупателями и пользователями услуг. В свободное время они любили охотиться и рыбачить. Члены семей старших офицеров свободно передвигались в штатском, выезжали на экскурсии небольшими группами, посещали чёрные рынки. В семьях оккупантов рождались дети, а погибших после войны хоронили в Германии. В 1945–1946 годах «русские» безжалостно вторгались во многие немецкие квартиры, во многие дворы, в некоторых случаях более или менее в качестве гостей, иногда в качестве помощников и миротворцев. «Русские» были участниками бесчисленных дорожно-транспортных происшествий. Многие из них были активны в подпольных преступных группировках. Командные пункты действовали как шарниры оккупационной власти. Были районные штабы трёх разных размеров, меньшие штабы участков (участковые), самостоятельные городские штабы, а в крупных городах были также районные штабы. Иногда существовали окружные комендатуры более высокого уровня, и к концу 1945 года сеть насчитывала в общей сложности около 650 комендатур. Их количество подлежало реорганизации и резкому сокращению до 342 (1946 год), 247 (1947 год) и 178 (1948 год) командных пунктов, пока в 1949 году почти все не были окончательно распущены. Для полноты контекста необходимо сказать, что существовало ещё большее количество более мелких, отчасти мобильных советских объектов: узлы радиосвязи, внутренние почтовые и банковские отделения, гостиницы, мастерские, госпитали, материальные склады, железнодорожные и портовые посты управления, демонтажные отряды, фильтрационные лагеря. Не говоря уже о межсоюзнических учреждениях в Берлине, куда приезжали и уезжали советские представители. К этому добавились места политических преследований, такие как спецлагеря, Смерш, отделения НКВД (МВД) и НКГБ (МГБ). Наверное, самый яркий след в немецком восприятии оставил штаб округа. Конечно, первое их заселение было следствием хода войны и последующего развертывания войск. Летом 1945 года, например, командование округа Бернау имело 1073 человека (158 офицеров, 239 сержантов, 676 солдат), а летом 1948 года оно сократилось до одной восьмой: 137 человек (32 офицера, 25 сержантов, 80 солдат). В январе 1948 года командование округа в Дёбельне (Саксония) насчитывало около 85 сотрудников, в том числе около 30 офицеров и сержантов. Ещё в 1945 году в рамках всеобщей демобилизации 14 000 человек из СМАД и штаба были отпущены домой в два этапа: сначала тяжело больные и представители старших возрастных групп, затем выпускники техникумов 1906–1915 годов рождения, преподаватели и старшие, в том числе раненые, ветераны и все женщины младших чинов. С марта 1946 года около 8000 мужчин 1916–1922 годов рождения, а в марте 1947 года ещё 10 000 мужчин 1922 года рождения были отправлены домой. Поскольку содержание штаба требовало кровопускания, некоторым кандидатам на увольнение было предложено добровольно продлить срок службы. Часть ушедших заменили добровольными вольнонаёмными из рядов остарбайтеров или бывших военнопленных (некоторые из которых ещё числились проходящими военную службу). В 1947 году на службу в штаб было призвано 5000 человек из частей группы советских оккупационных войск. В начале 1948 года в Германию прибыли первые 3200 новоприбывших из возрастной группы без фронтового опыта. Это говорит о впечатляющем масштабе личного и коллективного восприятия послевоенной жизни Германии представителями державы-победительницы. Одним из переживаний командных экипажей, в частности, было восприятие разного рода бытовых конфликтов между оккупантами и оккупируемыми. Поскольку командование имело на примете всех советских военнослужащих и гражданское население региона, вступавших в гражданскую жизнь оккупированных немцев, то есть час, когда они покидали тесное дежурное помещение казармы или воинской части. Как полицейский орган, они фиксировали всевозможные чрезвычайные происшествия, получали жалобы от немцев, реагировали на нарушения общественного порядка, пожарные тревоги и политические предупреждения. Они регистрировали плохое снабжение, дорожно-транспортные происшествия, несчастные случаи, эпидемии… В этих процессах были вовлечены немецкие и советские военные, гражданские служащие и иностранные рабочие, делегации западных союзников или перемещённые лица. Таким образом, сотрудники командных пунктов были специальными наблюдателями и регистраторами немецко-советских послевоенных столкновений. Помимо официальных встреч, естественно, существовали и частные. Везде были дружеские и любовные связи. Проживались интимные отношения, планировались браки, совершались частные поездки инкогнито, разрабатывались и в некоторых случаях реализовывались сценарии совместного побега на Запад. Люди встречались в парках, кинотеатрах или у друзей. В отдельных случаях настоящие родственные связи складывались ненадолго. Частные жизненные миры Идеально-типического оккупационного солдата пока нельзя реконструировать. Тем не менее, известно из архивных дел оккупационных властей, что большинство солдат и офицеров были ветеранами. По национальности большинство были русскими. Звания нельзя точно присвоить конкретным возрастным группам, но статистика показывает, что более низкие звания (солдаты, сержанты) занимали почти исключительно очень молодые люди; однако в результате войны офицерские должности заняли и совсем молодые люди, не имеющие гражданской профессии. Едва привыкшие к роскоши, у большинства в распоряжении было гораздо больше денег, чем дома, включая высокооплачиваемых старших офицеров и генералов. Радиоприёмники, автомобили, мотоциклы, изысканная одежда, музыкальные инструменты, охотничье оружие, столовые сервизы и украшения, а также издания классических книг на русском языке можно было приобрести довольно легко. Даже унтер-офицер легко мог накопить денег на дорогие сувениры. Зарплата или заработная плата первоначально выплачивались в основном в марках, в меньшей степени — в рублях (которые многие откладывали или отправляли домой); в 1948 году касса изменила порядок выплат. Кроме того, немецкая послевоенная экономика давала возможность для чёрного рынка и спекуляции. Трудно реконструировать потребительское поведение мужчин. Многие вещи они приобретали за деньги на специальных складах, которые немцы не могли видеть. Известны контейнерные перевозки для общих семей, но есть фотографии демобилизованных с маленькими чемоданами. Вообще, на основании документов трудно судить о жизненных целях и ценностях, не говоря уже о том, чтобы установить связь с социальными и культурными установками. Мы знаем больше о развлечениях, в которые оккупационные власти предпринимали энергичные действия для контроля примерно с 1946 года. Были популярны спорт и кино. Здесь, как и в других вещах, конечно, семьи вели себя иначе, чем молодые одинокие люди. В конце 1945 года офицеры и генералы получили разрешение на вывоз своих родственников в Германию, а их жёны и дети были включены в систему военного снабжения. Женщины также въезжали в Германию нелегально или следовали за своими «подставными лицами». В 1946 году в СССР были предприняты попытки принять меры против незарегистрированных товариществ, которые отныне считались незаконными, в частности в целях наведения порядка в государственном благосостоянии. Только брак, санкционированный государством, признавался и делал женщин достойными обеспечения. В СБЗ была установлена дата летом 1946 года, к которой брак должен был быть завершён, либо партнёр и советский гражданин должны были покинуть Германию. В начале 1947 года последовали разъезды родственников (у высших генералов это часто были и взрослые дети, родные и невестки, свекрови, даже внуки, которых нужно было кормить). Затем в Германию на должности среднего звена намеренно привозили только одиноких мужчин. Вплоть до 1953 года родственникам не разрешалось путешествовать с ними. Такие ограничения, вероятно, были связаны с тем, что жёны и дети старших офицеров и генералов требовали от оккупационных властей дополнительных образовательных и медицинских услуг, хотя большинство женщин не собирались заниматься собственными служебными интересами. Наоборот, многие из них были очень восприимчивы к буржуазным ролям в семье. В то же время присутствие жён не всегда имело действительно гармонизирующий эффект. Без знакомой социальной среды и успокаивающей помощи расширенной семьи многие партнёрские отношения, напряжённые войной, распались за границей. Наконец, для женщин были разработаны специальные программы трудоустройства и образования. Однако основная часть
мужчин-оккупантов была молодыми и неженатыми и имела только любовный и
сексуальный опыт во время войны. Отношения с немками, как длительные,
так и мимолётные или оплачиваемые, были почти нормой. Такие контакты
часто были связаны с обменными отношениями, потому что в повседневной
жизни в Германии всё было «организовано» и
«торговано». До середины 1946 года никаких строгих мер
против личных отношений не принималось, хотя они и были явно запрещены.
Немцы подлежали судебному преследованию, если предлагали ночлег без
разрешения. Но — с ночёвкой или без — красноармейцы активно
жили в восточногерманском «послевоенном обществе» и
частично заменяли пропавших без вести молодых членов семьи мужского
пола и сексуальных партнёров немцев. Лишь с концентрацией оккупационных
объектов и размещением всего СМАД и комендатуры в оцеплённых жилых
городках с лета 1947 года частные контакты заметно ограничились.
Дисциплинарные наказания, вскоре основанные на политических аргументах
холодной войны, начали применяться. Остальное сделали адресные
карательные передачи. Но частные контакты никогда полностью не
прекращались. Из документов известно, что распорядок дня в штабе формально везде был одинаков: одни и те же службы, чины и повестки, одни и те же основные боевые учения, политические мероприятия и досуг. Как и дома, на срок службы, конечно, влияли местные условия, а конкретные задачи оккупационных объектов в социальной и экономической сферах формировались местными профилями. Однако отчёты дают понять, насколько сильно обстоятельства службы зависели от советских руководителей. В 1945–1946 годах многие городские и районные начальники были политически, организационно и морально перегружены управлением средним административным районом в заграничном послевоенном хаосе. Они могли выполнять свои обязанности с какой-то степенью успеха только в том случае, если имели некоторый опыт руководства своим небольшим отрядом и если сами были признаны авторитетом. Кроме того, по всей видимости, имел место градиент эскалации конфликта с севера на юг, что во многом (но не исключительно) было результатом того, что произошло в конце войны. В то время как Саксония и Тюрингия были регионами с относительно низким уровнем конфликтов, Берлин, Бранденбург и Мекленбург/Западная Померания характеризовались постоянной напряжённостью в повседневной жизни оккупантов. Здесь бытовых трений между оккупантами и оккупированными было больше, а у немцев представление о России было гораздо более мрачным, чем на юге того, что впоследствии стало ГДР. Летом 1945 года, особенно в районах с большими разрушениями и жертвами среди гражданского населения, были выставлены войска, которые¹ несколько раз перемещались,² часто использовали район для манёвров и учений в связи с географическими условиями³ и где удалённость мест дислокации фактически побуждала солдат к совершению незаконных рейдов. Кроме того, северные сельские районы в 1945–1946 годах, сначала как районы реквизиции зерна и скота, а затем как очаги земельной реформы, были как раз теми районами, где жёстко сталкивались элементарные немецкие и советские интересы. Поэтому антисоветские настроения здесь были выражены более отчётливо. Имея особый статус в начале системного противостояния, Берлин, конечно, в определённой степени связывал конфликты. Опыт оккупационного солдата во многом зависел от места дислокации. Вопросы о менталитете, самооценке и ощущении победы, конечно, труднее всего синтезировать из документов. Мы сталкиваемся с негативным поведением из официальных документов, хотя до сих пор не удалось собрать удовлетворительную общую статистику, например, о нарушениях дисциплины. Внутренние данные говорят о том, что около 17% всех проходящих военную службу в Германии привлекли к себе негативное внимание в 1947 году, но репертуар варьировался от нарушений дресс-кода до тайного использования машины начальства и посещения немецких ресторанов до несанкционированных отлучек и беспорядков. А сколько осталось неоткрытым и неописанным? Масштабы дезертирства пока не могут быть прочитаны из доступных исследователям документов. Повествовательное поведение Важные утверждения о повседневной жизни оккупантов можно сделать на основе архивных источников, но вряд ли они отражают субъективные переживания. Это, конечно, поднимает вопрос о возможности опроса очевидцев. В России, по большей части ещё не имеющей лобби, «донесения оккупантов снизу» появляются лишь изредка, например, в показаниях бывших советских военнопленных. Немалое их количество продолжило срочную военную службу в СБЗ после мая 1945 года. Вот как ветеран войны вспоминал время после освобождения из немецкого плена: *Я прошёл через Берлин, через Александерплац. Я видел, как американские варвары превратили город в руины. Мы остановились у пожилой женщины, сын которой умер в Норвегии. Она дала нам его бинокль, мы дали ей продукты. Берлинцы голодали, хотя вооружённые силы помогали, чем могли. Наша часть дислоцировалась в Эберсвальде, позже в Бредайхе [Фюрстенберг/Хафель] и в других местах. Я помню Эдит Юргенс из Эберсвальде, Анну Хорнунг из Бредерайха и многих других немцев, которые относились к нам дружелюбно. Когда я вернулся в часть [после ранения в конце войны], друзья подарили мне аккордеон. В свободное время мы встречались с немецкой молодёжью, чтобы отпраздновать в кафе. Я играл наши песни и танцы. Все были особенно увлечены вальсами Штрауса и тирольскими вальсами.*¹¹ Это воспоминание, написанное по просьбе немцев и выходящее за пределы периода плена без специального поручения, демонстрирует повседневно-исторический потенциал традиционных образов и в то же время обращает наше внимание на формообразующую силу эмоциональных переживаний. Такие материалы необходимо исследовать, при этом мемуары элиты можно использовать как ключевые слова и как основу для сравнительного анализа. В постсоветский период также появлялись воспоминания оккупантов низших чинов¹², которые, конечно, в основном принадлежали поздней интеллигенции, с большим количеством отсылок к повседневной жизни¹³. Единственный полный и подлинный дневник — оккупанта Владимира Гельфанда¹⁴. Барбара Штельцль-Маркс основывает свой блестящий анализ австрийского «Внутреннего взгляда на советскую оккупацию» на многочисленных интервью, проведённых в период с 2002 по 2008 год, преимущественно в Москве. Стельцль-Маркс использует их для исследования вопросов субъективного взвешивания и вытеснения, преображения и мифологизации памяти¹⁵. Немного сомневаюсь в категории «интервью», поскольку наблюдения сводятся к следующему:
Лишь последняя находка демонстрирует подход источниковедческой, нарратологической и историографической оценки, поскольку соотносит события, память, жизненный опыт и текущее душевное состояние. Остальное представляет собой повторение того, что уже было определено, иллюстрацию (устная история, как известно, не годится для доказательств) предварительных мнений, так как не задумывалось как путешествие открытия в субъективную ориентацию. Следует опасаться, что мало что было сделано для поощрения действительно свободного, обширного повествования, и что вновь были подняты только топосы западной ретроспективы: грабеж и насилие. Подтверждением своего тезиса о культурном шоке автор видит факт признания свидетелями-современниками того, что они, как советские граждане, поняли: капиталисты продвинулись дальше, чем мы. Если оставить в стороне вопрос о том, оправдывает ли термин «культурный шок» впечатление от богатого, хорошо организованного общества с немалым средним достатком (а если нет, то действительно ли опыт Германии и Австрии 1945 года можно назвать таковым), то следует отметить, что это впечатление должно было бы быть помещено в комплекс вопросов об индивидуальном и коллективном значении тогда, в настоящее время и сейчас. В целом анализ нарративного поведения не следует использовать для диагностики «идеологизации», а табу остаются в силе. Интервью с участниками войны, продолжавшими службу в оккупированной Германии¹⁶, свидетельствуют прежде всего о том, что о войне легче рассказывать, чем об оккупационном периоде. У современных свидетелей нет недостатка ни в словах, ни в картинках, а просто в практике и чутье на то, что было бы интересно и важно рассказать об этом времени. Это подтверждает оценку, что память формируется не столько глубиной впечатления, сколько повторным (также изменчивым) присвоением ему смысла в процессе общения. Его не вспоминают и не рассказывают без причины или цели. Социолог Харальд Вельцер пишет, что люди делают это в той степени и в таких образах, как это необходимо¹⁷. Свидетельства очевидцев вначале говорят о воспоминании, которое долгое время почти не сообщалось, даже в частном порядке. Нищета его вызвана отнюдь не одним только политическим давлением, а прежде всего тем, что это напоминание не использовалось многие десятилетия. Итак, если здесь приходится говорить о сравнительно ограниченной «нарративной компетентности» (которую интеллектуалы, возможно, могут компенсировать во время интервью быстрой мысленной ориентацией), что это говорит о возможностях использования таких интервью для «выявления опыта и реконструкции горизонтов действия социальных систем прошлого» (Альбрехт Леманн)¹⁸? Это навязывает нам очень осторожную, критическую интерпретацию, которая, возможно, должна учитывать особую сложность бикультурных диалогов. В России политически чувствительный современный свидетель сегодня обнаружил, что публичное высказывание об опыте оккупации почти всегда приводит к проблеме насильственных преступлений против немецкого гражданского населения. Непредубеждённая Евгения Кацева, которая после войны была переводчиком СМАД, а затем лектором и признанным редактором Böll в своей стране, совершенно отчаялась от повторяющихся вопросов об изнасилованиях в Германии в 2005 году и с недоверием осознала, что спрашивают, вероятно, только немцы. Но русскоязычная интернет-аудитория также обсуждала дневниковые записи оккупационного офицера Гельфанда почти исключительно с точки зрения того, что достоверно или неправдоподобно сообщается о насилии над немецкими женщинами. Это результат длительного табу, но в то же время нового, опять же одностороннего медийного насилия. Учёные должны помешать этому ограничению общественной памяти, например, вопросами о рабочих контактах и профессиональном опыте. Тезис о культурном шоке должен быть подвергнут сомнению в отношении того, какое поведение немцев или австрийцев было отвратительным в то время или оставалось постоянно неприемлемым или сомнительным, что наблюдалось с любопытством за границей, но никогда не практиковалось дома и тому подобное. Выпускники технических и университетских вузов часто описывают свои годы в Германии как самые интересные в своей жизни, поэтому имеет смысл выяснить, что конкретно полезного они увезли с собой, начиная с научных, технико-технических и бытовых знаний об образе жизни и мудрости. На вопрос современника-свидетеля один из них сообщил, что по возвращении он разбил перед своим домом небольшой палисадник «как в Германии»… |
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¹ Этот тезис в различных оттенках распространялся в новейшей отечественной историографии. Крайнюю позицию заняли Геннадий Бордюгов и Александр Афанасьев в 1990 году. См.: Украденная победа. В: Комсомольская правда от 5 мая 1990 г. С. 1–2. С другой стороны, Эльке Шерстяной: «Неодекабристы»? К проблемам реформаторского потенциала в советском послевоенном обществе: М.В. Кирчанов (ред.): Германия: история и современность. сб.ул. память проф. В.А. Артемова. в. 1. Воронеж, 2006. С. 166–176. ² В этом контексте вывод о «культурном шоке» часто распространяется довольно небрежно. Также Барбара Штельцль-Маркс: Сталинские солдаты в Австрии: взгляд изнутри на советскую оккупацию 1945–1955 гг. Vienna/Munich 2012, подхватывает это со ссылкой на Нормана Наймарка (стр. 313), а затем, основываясь на свидетельствах современных свидетелей, подтверждает это как «глубокий «культурный шок»» (стр. 720). ³ Например, язык и искусство — аргументации историка/социолога/философа/врача 1969 года рождения, получившей докторскую степень в 2008 году в Свободном университете Берлина и сегодня работающей научным сотрудником в офисе парламента Берит Ольшевски: "Друзья, я враг страны. Красная армия и немецкое послевоенное общество в бывшем Великом Герцогстве Мекленбург-Стрелицкое, 1945–1953 гг. Берлин 2009 г." Она так описывает район своего исследования: «До декабря 1945 года советские русские свирепствовали там особенно сильно. […] Будет показано [это не указано в вашем отчете], что чем больше коммунистов и комсомольцев в духе Сталина [что это значит?] было в отряде, тем больше преступлений совершалось против немецкого населения» (стр. 54). ⁴ Силке Сатюков: Оккупанты. «Русские» в Германии 1945–1994 гг. Геттинген, 2008 г.; это: Освобождение? Восточные немцы и 1945 год. Лейпциг 2009. ⁵ Кстати, это касается и воспоминаний о времени, когда Австрия была оккупирована с 1945 по 1955 год. См. Штельцль-Маркс, Сталинские солдаты, стр. 739–742. ⁶ См. Александр Дымщиц: Незабываемая весна. Литературные портреты и воспоминания. Берлин 1970; Владимир Сергеевич Галл: Мой путь в Галле. Берлин 1988; расширенное издание под названием: Москва — Шпандау — Галле. Этапы жизненного пути. Берлин 2000 г.; Сергей И. Тюльпанов: Воспоминания немецких друзей и товарищей. Берлин 1984; там же: Германия после войны (1945–1949). Воспоминания офицера Советской армии. С послесловием Стефана Дернберга. Берлин 1986; ders., Эльфрида Ребайн, Герхард Ребайн: Основы работы SMAD и ее развитие. перепечатать. Ok — Дрезден, 1975 г.; Ахим Рошер: Время для нового начала. Беседа с Сергеем Тюльпановым. В: Новая немецкая литература. 27 (1979). Ч. 9, стр. 41–62; Г.К. Жуков: Воспоминания и мысли. Берлин 1969 г. ⁷ Следует лишь отметить, что сообщения о перебежчиках, опубликованные на Западе, были столь сомнительно мотивированы, что и сегодня они почти не используются в качестве источников для обсуждения повседневной истории. См. Григорий Климов: Берлинский Кремль. Кельн/Берлин, 1951 г. ⁸ Владимир Сергеевич Семенов: От Сталина до Горбачева. Полвека в дипломатической миссии 1939–1991 гг. Берлин 1995; Вадим Чубинский: Моя "оккупация" Германии. Русский офицер в Берлине и на округе. 1946–1950 гг. Санкт-Петербург 2005. ⁹ Акты SMAD хранятся в Государственном архиве Российской Федерации (ГАРФ) и широко доступны. Повседневная перспектива отражается в отчетах о настроении. Имеются также документы о нарушениях дисциплины, чрезвычайных происшествиях, состоянии здоровья, вознаграждениях и льготах, правилах службы и программах обучения, а также жалобы населения Германии. ¹⁰ О структурной истории Хорст Мёллер (ред.): SMAD-Handbuch. Советская военная администрация в Германии 1945–1949 гг. редакция Ян Фойцик. Мюнхен 2009. ¹¹ Из письма в «Контакте-Контакты» от января 2011 г., автор: Кузьмин Александр Павлович, г. Кировоград. Url: www.kontakte-kontakty.de ¹² См. например Евгений Плимак: На войне и после войны. Записки ветеранов. Москва 2005. ¹³ Обычно они касались первого года оккупации. Олег Будницкий взялся за старые и новые мемуары, но опять же обслуживал только историко-союзные фокусы: «еврейские чувства среди оккупантов» и «насилие над немецким мирным населением». См. Олег Будницкий, Сьюзен Рупп: Интеллигенция встречает врага. Образованные советские офицеры в разгромленной Германии, 1945 год. В: Критика. Исследования по истории России и Евразии. Том 10, № 3 (лето 2009 г.), стр. 629–682. ¹⁴ См. Владимир Гельфанд: Дневник Германии 1945–1946 гг. Записки красноармейца. Избрано и прокомментировано Эльке Шерстяной. Берлин, 2005 г. Также опубликовано в мягкой обложке в 2008 г. ¹⁵ Штельцль-Маркс, Сталинские солдаты в Австрии, стр. 703–738. В библиографии перечислены 64 устных исторических интервью, 18 из которых были взяты самим Штельцль-Марксом, а остальные группой русских интервьюеров. Обстоятельства и ход встреч не представлены. Попутно в тексте узнаём, что были интервью «перед камерой» (стр. 738). ¹⁶ Мои рассуждения восходят примерно к двадцати таким разговорам и интервью. Они проводились параллельно и в дополнение к историческому исследованию повседневной жизни советской зоны. Естественно, эти самосвидетельства не могут претендовать на репрезентативную достоверность. ¹⁷ Харальд Вельцер: Почему мы помним? Некоторые вопросы к историческим наукам. В: Австрийский журнал исторической науки 16 (2005), H. 1, стр. 10–35, здесь стр. 15. ¹⁸ Альбрехт Леманн: структура повествования и биографические данные. Автобиографические исследования. Франкфурт/Нью-Йорк, 1983 г., стр. 93. ¹⁹ Мы встретились на мероприятии в Evangelische Bildungsstätte Schwanenwerder недалеко от Берлина в феврале 2005 года, где она отказала мне в интервью из-за своего разочарования. Летом 2005 года госпожа Качева скончалась. В 1994 году SFB записала ее устные рассказы. Ульрике Люкерманн, Магдалена Кемпер: «Мы жили как родственники». После окончания войны советские офицеры были расквартированы у немцев. [Радио Культуртермин, 7 июня 2006, РББ]. (Сценарий был любезно предоставлен мне). См. также Евгения Казева: Мои личные военные трофеи. история жизни. Берлин 2010. |
In Russia, new themes have entered the public memory of the war. Subjects such as the fate of Ostarbeiter, prisoners of war, and members of penal units unsettle the traditional patriotic retrospective, whose central theme remains sacrifice and victory in the Great Patriotic War against Germany. Revisions to the long-dominant view of history are undeniable and have generally recognized reasons — for example, the critical reassessment of individual Soviet military decisions and condemnation of the Soviet state's treatment of the masses as “living military material.” Yet changing the perspective of individual experience is more difficult. Many historical images are difficult to develop and ultimately resolve. An important difference will always remain between Soviet and post-Soviet memory and German memory of the war: Red Army soldiers, their contemporaries, and their descendants can remember both the victims of the war and victory as an achievement valued and celebrated throughout the world.
This communicative memory of the war also includes the immediate postwar period as a return to peaceful everyday life, albeit one full of deprivation. It is striking, however, that the memory topos of postwar Germany soon became largely indistinct for the victors. While the momentum of victory was cultivated in public memory, recollections of the occupiers' subsequent everyday life in conquered territory as a broadly shared experience remain very rare, even though that experience can be regarded as a mass phenomenon.
Among all the topoi of communicative postwar memory, the image of the Soviet Occupation Zone of Germany from 1945 to 1949 is especially coarsely rasterized, politically exaggerated, and stereotyped by those who had no personal experience there. Yet the memory of the actors of that time also appears sparse. Possible reasons for these “blank spots” have repeatedly been discussed. Emphasizing the role of state censorship, historians explain the pale and inadequate public expression of this experience primarily through the political considerations of the Soviet leadership and its direct influence on the media and the arts. It has been argued that, from the rulers' point of view, preserving the occupation experience was dangerous because direct experience of open, cultured, materially prosperous societies might have called Stalinist structures in the USSR into question — the so-called “neo-Decembrist” thesis. This thesis is supported directly or indirectly by researchers who emphasize the occupiers' cultural experience as a central experience “in the West.” Others, by contrast, have argued that the danger of excessive remembrance lay in encouraging overly critical views, especially of the final phase of the war and the last outbreak of violence, particularly against German civilians. Positive aspects would then be ignored, and this one-sided reflection had to be stopped in the interests of new German-Soviet relations. Many war veterans in Russia still hold this view today.
Anyone who has followed East German and German literature after reunification in its attempts to create a realistic public memory of the end of the war and the postwar period cannot fail to recognize how difficult a balanced assessment of the Soviet occupation remains. One-sided pro-Soviet praise — even in some academically ambitious studies — was opposed not only by equally one-sided, but at times dubious Russophobic images whose arguments borrowed from the Nazi arsenal. As Silke Satjukow's publications show, however, this is not inevitable. A cultural-theoretical approach, provided it is also broadened sociologically, can be implemented convincingly with suitable sources.
For a shared German-Russian memory, the underexposure of the occupation period in Soviet and post-Soviet remembrance is deeply regrettable. For the German side, by contrast, the immediate postwar period was for a long time the phase of the most intensive personal contact with Soviet citizens, at least for Germans then living in central and eastern Germany. The first years of occupation brought the Soviet Occupation Zone an unprecedentedly intensive encounter with East European and Soviet culture, as well as a highly specific encounter between civilian and military life, between victors and defeated. Between 1945 and 1949, several tens of thousands of Soviet citizens lived among and alongside Germans in the Soviet zone.
The history of the extensive suppression of the Soviet occupation experience in public retrospection in the USSR and today's Russia would deserve a separate study, one that included censorship rules and political standards, ideological arguments and self-restraint, but also quite traditional everyday mechanisms for dealing with experience abroad. The prerequisites for such a study are not laid out here. A first point of departure, however, is the observation that, as recent eyewitness interviews show, part of conquered and liberated Germany survived in the personal memories of the occupiers of that time.
First of all, one is struck by the persistence of the names of small towns and rivers, and by precise descriptions of unfamiliar landscapes, architecture, and infrastructure. Impressive material abundance is generally remembered. Unfamiliar everyday objects — appliances, items of clothing — work assignments, forms of greeting, and names can be recalled immediately. Exotic details were also remembered. “Do they still have those vegetables in Germany called kohlrabi?” a soldier who had been stationed near Halle in 1946 asked me in 1979. Thirty-three years after he had returned to his native Crimea, I was the first German he had met. Things of this kind are familiar from the memories of Ostarbeiter, who likewise spent roughly comparable lengths of time in Germany, though with very different degrees of freedom of movement from the Soviet occupiers who came later. But if one seeks more complex images, longer conversations are required, including questions about identity: what kind of country was Germany? What people were remembered as “the Germans”? What distinguished them from one's own Soviet existence? How did people get along with one another?
Research into personal occupation experience reflected in autobiographical testimony encounters an acute shortage of sources. The principal reason lies in the gap in Soviet memory culture mentioned above, which to this day has produced only a limited number of written memoirs. Soviet recollections of events in the Soviet Occupation Zone were more common in the GDR than in the Soviet Union, mainly in newspapers, magazines, and local publications. All of them helped sustain the legendary friendship of the newly formed state alliance between the GDR and the USSR. For political reasons shared with the occupation power, the SED did not permit negative depictions of the “friends,” as they were colloquially and politically called in East German usage. Nor was it permissible to report that a stay in an occupied country might weaken ties to the homeland. From 1950 onward, civilians and soldiers of the Soviet Union, officially designated as “liberators,” were included above all in the history of “indestructible friendship” as political emissaries of a friendly country, helpers, advisers, and cultural mediators. In the 1970s the GDR made a few, still insufficient, attempts within the framework of its official interpretation of the past to make the liberator less monumental and more humanly approachable as part of a managed retrospective. Such efforts ceased in the 1980s. Memoirs of well-known “cultural figures,” first presented to German readers in this period, were no longer obligatory in terms of the GDR's educational policy and offered little that was new for contemporary historical scholarship and research.
In any case, they paid little attention to the humble routines of everyday activity that social historians would have wanted. Such memoirs document the individual — or, more precisely, politically censored individual — memory of a political and humanitarian elite, not the collective memory of the “occupiers.” The Soviet leadership permitted several former senior officers and leading employees of the Soviet Military Administration in Germany (SMAD) to publish memoirs. The core of these accounts was the idea of a difficult common beginning, a new start in East Germany under communist political leadership, based on friendly relations between victors and defeated and intended to extend beyond communist-internationalist ties into East German society. It can be assumed that the motives for this form of recollection were a symbiosis of a state educational mission and political conviction, which continued to bear fruit even after 1991. This political task of retrospection was reinforced further by former SMAD representatives whose professional work at home supported humanitarian paradigms — Alexander Dymschitz, Sergei Tyulpanov, Alexander Galkin, Yakov Drabkin, Vadim Chubinsky, Yuri Basistov. Yet the character of their memories was not determined solely by ideological attitudes. The scarcity of cultural-anthropological observations in them was also due in no small part to the limited range of scholarly interests at a time when “everyday life” was not yet a historiographical concept. For this reason the few vivid fragments concerning everyday life in elite memoirs deserve attention. They are simply not trusted very much and are often suspected of embellishment. In principle, of course, every recollection must be measured against other, more objectively verifiable traditions.
The archives preserve material from the legacy of the occupation authorities.
In the summer of 1945, with the duration of military occupation still undefined, the victorious eastern power deployed a dense network of command headquarters across its occupation territory. Every German community with more than 5,000 inhabitants received such a base with a permanent staff of between 17 and 40 people. Each had its own guard force, commanded independently of the armies stationed nearby. While approximately 700,000 and later about 350,000 occupation soldiers in garrisons in 1945–1946 remained faceless and anonymous to the overwhelming majority of Germans, a total of 70,000–80,000 soldiers and staff members of command posts stood before Germans personally and were highly visible. Conversely, they had a direct view of Germans: at entrances and on command-post premises, on patrol, at checkpoints and guards, as troops marching through towns, at marshalling yards, in dispatch and raid offices, in negotiations and factory and transport-company inspections, at agricultural collection points, during customs operations, and in police stations. When off duty, they wandered through streets, shops and beer halls, cinemas, bathing establishments, parks and sports grounds. The occupiers maintained hospitals and sanatoriums separately from German patients, but German workers were responsible for much of the care. Housing had to be provided to them on request.
The commandant's offices were militarily protected strongholds in the urban landscape and at the same time the most important organs of authority, initially endowed with many individual bureaucratic powers. They guarded numerous occupation facilities and acted as law-enforcement bodies in the sense of both police and criminal police. At first they were also self-sufficient institutions operating farms, food-processing enterprises, and warehouses. Their personnel not only instructed and supervised Germans; they were also, officially, tenants, language learners, employers and customers, and not least consumers and users of services. In their free time they liked hunting and fishing. Family members of senior officers moved about freely in civilian clothing, went on small-group excursions, and visited black markets. Children were born in occupation families, and those who died after the war were buried in Germany. In 1945–1946 the “Russians” intruded relentlessly into many German apartments and courtyards, sometimes more or less as guests, sometimes as helpers and peacemakers. “Russians” were involved in countless traffic accidents. Many also participated in underground criminal groups.
The command posts functioned as hinges of occupation authority. There were district headquarters of three different sizes, smaller sector headquarters, autonomous city headquarters, and, in large cities, additional borough headquarters. At times there were also higher-level regional commandant's offices. By the end of 1945 the network comprised about 650 command posts. Their number was repeatedly reorganized and sharply reduced to 342 in 1946, 247 in 1947, and 178 in 1948, until almost all were finally dissolved in 1949.
For completeness, one must add an even greater number of smaller, partly mobile Soviet facilities: radio communication nodes, internal postal and banking offices, hotels, workshops, hospitals, supply depots, railway and port control posts, dismantling units, and filtration camps. This is not to mention inter-Allied institutions in Berlin, where Soviet representatives came and went. There were also sites of political persecution such as special camps, SMERSH offices, and branches of the NKVD/MVD and NKGB/MGB.
The district headquarters probably left the strongest mark on German perceptions. Their initial staffing was naturally a consequence of the course of the war and the subsequent deployment of troops. In the summer of 1945, for example, the Bernau district command had 1,073 personnel — 158 officers, 239 sergeants, and 676 soldiers. By the summer of 1948 it had fallen to one eighth of that: 137 people — 32 officers, 25 sergeants, and 80 soldiers. In January 1948 the district command in Döbeln, Saxony, had around 85 employees, including approximately 30 officers and sergeants.
As early as 1945, within the general demobilization, 14,000 people from SMAD and headquarters staffs were sent home in two stages: first the seriously ill and older age groups, then graduates of technical schools born between 1906 and 1915, teachers, older personnel, including wounded veterans, and all women in junior ranks. From March 1946 roughly 8,000 men born between 1916 and 1922 were released, and in March 1947 another 10,000 men born in 1922 were sent home. Because the operation of the headquarters suffered heavily from these reductions, some candidates for discharge were offered voluntary extensions of service. Some of those leaving were replaced by voluntary civilian employees recruited from among Ostarbeiter or former prisoners of war, some of whom were still formally counted as being in military service. In 1947, 5,000 men from units of the Group of Soviet Occupation Forces were assigned to headquarters duty. At the beginning of 1948 the first 3,200 newcomers from an age cohort without front-line experience arrived in Germany.
This indicates the impressive scale of personal and collective exposure to postwar German life among representatives of the victorious power. One particular experience of command-post personnel was witnessing all kinds of everyday conflicts between occupiers and occupied. The command offices had oversight of Soviet military personnel and the civilian population of the region whenever they entered the civilian life of occupied Germans — that is, whenever they left the confined duty rooms of barracks or military units. As police bodies they recorded all manner of extraordinary incidents, received German complaints, responded to public-order violations, fire alarms and political warnings. They registered poor supplies, traffic accidents, injuries, epidemics and more. German and Soviet military personnel, civilian employees and foreign workers, Western Allied delegations, and displaced persons could all be involved in these processes. Command-post employees thus became special observers and recorders of German-Soviet postwar encounters.
Alongside official encounters, there were of course private ones. Friendships and love affairs existed everywhere. Intimate relationships were lived out, marriages planned, private trips made incognito, and plans for joint escapes to the West devised and in some cases carried out. People met in parks, cinemas, or at friends' homes. In individual cases, genuine family-like ties briefly developed.
An ideal-typical occupation soldier cannot yet be reconstructed. Nevertheless, files of the occupation authorities show that most soldiers and officers were veterans. Most were Russian by nationality. Ranks cannot be assigned precisely to particular age groups, but statistics show that lower ranks — soldiers and sergeants — were occupied almost exclusively by very young men; because of the war, however, officer positions were also held by very young men who had no civilian profession. Accustomed to little luxury, most had far more money at their disposal than at home, especially well-paid senior officers and generals. Radios, cars, motorcycles, elegant clothing, musical instruments, hunting weapons, tableware and jewelry, as well as editions of classics in Russian, could be acquired relatively easily. Even a noncommissioned officer could save enough for expensive souvenirs. Salaries and wages were initially paid mainly in marks and to a lesser extent in rubles, which many saved or sent home; in 1948 the pay system was changed. In addition, the German postwar economy offered opportunities for black-market trading and speculation.
It is difficult to reconstruct the men's consumer behavior. They acquired many things for money in special stores that Germans could not enter. Container shipments for entire families are documented, but there are also photographs of demobilized men carrying only small suitcases. In general, documents make it difficult to judge life goals and values, let alone relate them to social and cultural attitudes. We know more about leisure, which the occupation authorities energetically sought to regulate from about 1946 onward. Sport and cinema were popular.
Here, as in other matters, families naturally behaved differently from young single men.
At the end of 1945 officers and generals were permitted to bring relatives to Germany, and their wives and children were incorporated into the military supply system. Women also entered Germany illegally or followed their partners under false arrangements. In 1946 the USSR attempted to act against unregistered unions, which from then on were regarded as illegal, particularly in order to bring order to state welfare provision. Only a marriage sanctioned by the state was recognized and entitled a woman to support. In the Soviet Occupation Zone a deadline was set in the summer of 1946 by which the marriage had to be formalized; otherwise the partner and Soviet citizen had to leave Germany. At the beginning of 1947 relatives began to depart. In the case of senior generals these often included adult children, sons- and daughters-in-law, mothers-in-law, and even grandchildren who had to be fed. Thereafter, middle-ranking posts in Germany were deliberately filled only with single men. Until 1953 relatives were not allowed to accompany them.
Such restrictions were probably connected with the fact that wives and children of senior officers and generals placed additional demands on the occupation authorities and tended to form relatively closed family circles. At the same time, many women who had come to Germany experienced emancipation through life abroad. Special employment and educational programs were eventually developed for women.
The majority of male occupiers, however, were young and unmarried and had only wartime experience of love and sexuality. Relationships with German women — long-term, fleeting, or paid — were almost normal. Such contacts were often tied to exchange, because in everyday postwar Germany almost everything was “organized” and “traded.” Until the middle of 1946 no strict measures were taken against personal relationships, although they were clearly prohibited. Germans could be prosecuted if they offered overnight accommodation without permission. Yet, with or without overnight stays, Red Army soldiers took an active part in East German “postwar society” and in some cases replaced missing young male family members and sexual partners among Germans. Only after occupation institutions were concentrated and SMAD and command staffs were moved into sealed residential compounds from the summer of 1947 did private contacts noticeably decline. Disciplinary punishments, soon justified with political arguments of the Cold War, began to be used. Selective punitive transfers did the rest. Even so, private contact never ceased completely.
The documents show that the formal daily routine at headquarters was everywhere the same: the same duties, ranks and agendas, the same basic military exercises, political activities and leisure arrangements. As at home, local conditions naturally affected service, and the specific tasks of occupation facilities in the social and economic spheres were shaped by local profiles. Yet the reports make clear how strongly conditions of service depended on Soviet leaders. In 1945–1946 many city and district commandants were politically, organizationally and morally overwhelmed by the task of governing a medium-sized administrative district amid foreign postwar chaos. They could perform their duties with any degree of success only if they had some experience leading their small detachment and if they themselves were accepted as authorities. There also appears to have been a gradient of conflict escalation from south to north, due in large part — though not exclusively — to what had happened at the end of the war. Saxony and Thuringia were regions with relatively low levels of conflict, while Berlin, Brandenburg, and Mecklenburg-Western Pomerania were characterized by constant tension in the occupiers' everyday lives. There was more everyday friction between occupiers and occupied in the north, and Germans there held a much darker image of Russia than in the southern parts of what later became the GDR. In the summer of 1945, especially in districts that had suffered extensive destruction and civilian casualties, troops were stationed that were repeatedly redeployed, often used the area for maneuvers and exercises because of geographical conditions, and whose remote billets in practice encouraged soldiers to undertake unauthorized raids. In addition, the northern rural districts in 1945–1946 — first as areas for requisitioning grain and livestock and later as centers of land reform — were precisely the places where elementary German and Soviet interests collided most sharply. Anti-Soviet sentiment was therefore more pronounced there. Berlin, with its special status at the beginning of the emerging systemic confrontation, naturally concentrated conflicts to some extent. The experience of an occupation soldier thus depended greatly on where he was stationed.
Questions of mentality, self-assessment, and the feeling of victory are of course the hardest to synthesize from documents. Official records confront us above all with negative behavior, although it has not yet been possible to assemble satisfactory overall statistics on disciplinary violations. Internal data suggest that around 17 percent of all those serving in Germany attracted negative attention in 1947, but the repertoire ranged from dress-code violations and secretly using a superior's car or visiting German restaurants to unauthorized absences and disorderly conduct. And how much remained undiscovered and unrecorded? The scale of desertion still cannot be reconstructed from the documents available to researchers.
Archival sources make it possible to say important things about the occupiers' everyday life, but they hardly reflect subjective experience. This naturally raises the question of whether eyewitnesses can be interviewed. In Russia, where such testimony still largely lacks an institutional lobby, “reports from occupiers below” appear only occasionally, for example in testimony by former Soviet prisoners of war. A considerable number of them continued compulsory military service in the Soviet Occupation Zone after May 1945. One war veteran remembered the period after his release from German captivity as follows:
I passed through Berlin, through Alexanderplatz. I saw how the American barbarians had turned the city into ruins. We stayed with an elderly woman whose son had died in Norway. She gave us his binoculars; we gave her food. Berliners were starving, although the armed forces helped as much as they could. Our unit was stationed in Eberswalde, later in Brederiche [Fürstenberg/Havel], and in other places. I remember Edith Jürgens from Eberswalde, Anna Hornung from Brederiche, and many other Germans who treated us in a friendly way. When I returned to the unit after being wounded at the end of the war, friends gave me an accordion. In our free time we met German young people to celebrate in cafés. I played our songs and dances. Everyone was especially fond of Strauss waltzes and Tyrolean waltzes.
This recollection, written at the request of Germans and extending beyond the period of captivity without any special assignment, demonstrates the potential of traditional images for everyday history while also drawing attention to the formative power of emotional experience. Such material needs to be investigated, with elite memoirs used as key words and a basis for comparative analysis. In the post-Soviet period, memories of lower-ranking occupiers also appeared; these authors naturally mostly belonged to the later intelligentsia, and their accounts contain many references to everyday life. The only complete and authentic diary is that of occupation soldier Vladimir Gelfand.
Barbara Stelzl-Marx bases her excellent analysis of the Austrian “inside view of the Soviet occupation” on numerous interviews conducted between 2002 and 2008, primarily in Moscow. She uses them to investigate subjective weighting and repression, transformation and mythologization of memory.
I have some doubts about the category “interview,” because the observations can be summarized as follows:
Only the last finding offers an approach to a source-critical, narratological, and historiographical assessment because it relates events, memory, life experience, and present emotional state. The rest largely repeats what had already been established and illustrates preconceived views — oral history, as is well known, is not suited to simple proof — because the interviews were not conceived as a journey of discovery into subjective orientation. One must fear that little was done to encourage genuinely free and extensive narration, and that once again only the topoi of Western retrospection — looting and violence — were raised. The author sees confirmation of her thesis about culture shock in the fact that contemporary witnesses admitted that, as Soviet citizens, they realized that the capitalists had advanced farther than “we” had.
If one leaves aside the question of whether the term “culture shock” is justified by the impression made by a wealthy, well-organized society with considerable average prosperity — and, if not, whether the experience of Germany and Austria in 1945 can really be called that — it should be noted that such impressions would have to be placed within a broader set of questions about their individual and collective meaning then, in subsequent years, and today. In general, analysis of narrative behavior should not be used simply to diagnose “ideologization,” while taboos themselves remain intact.
Interviews with war participants who continued serving in occupied Germany show above all that it is easier to talk about the war than about the occupation period. Eyewitnesses today do not lack words or images; rather, they lack practice and a sense of what would be interesting or important to tell about that time. This supports the view that memory is shaped not so much by the depth of an impression as by repeated — and changing — assignments of meaning to it in communication. Something is not remembered and narrated without a reason or purpose. Sociologist Harald Welzer writes that people do so to the extent and in the images that are needed. Eyewitness testimony first of all points to a memory that for a long time was scarcely communicated even in private. Its poverty was caused not only by political pressure, but above all by the fact that this memory had gone unused for many decades.
If, therefore, one must speak here of comparatively limited “narrative competence” — which intellectuals may perhaps compensate for in interviews by rapid mental orientation — what does this say about the possibility of using such interviews to “identify experience and reconstruct the horizons of action of past social systems,” in Albrecht Lehmann's phrase? It imposes a very cautious and critical interpretation that may also need to take account of the particular complexity of bicultural dialogue.
In Russia, a politically sensitive contemporary witness today finds that speaking publicly about occupation experience almost always leads to the issue of violent crimes against German civilians. Evgenia Katseva, who after the war worked as a SMAD interpreter and later became a respected editor of Heinrich Böll in her country, was utterly exasperated by repeated questions about rape in Germany in 2005 and realized with disbelief that it seemed to be almost the only thing Germans wanted to ask about. Yet the Russian-language internet audience likewise discussed the diary entries of occupation officer Gelfand almost exclusively in terms of what was credible or implausible in reports of violence against German women. This is the result of a long-standing taboo, but at the same time of a new and once again one-sided media pressure. Scholars should resist this narrowing of public memory, for example by asking about work contacts and professional experience. The culture-shock thesis should be tested by asking what German or Austrian behavior was repellent at the time or remained permanently unacceptable or questionable, what was observed abroad with curiosity but never practiced at home, and similar questions. Graduates of technical institutes and universities often describe their years in Germany as the most interesting of their lives. It therefore makes sense to investigate what useful things they actually brought home with them, from scientific and technical knowledge to everyday ideas about ways of life and practical wisdom. Asked by a contemporary witness, one man said that after returning home he laid out a small front garden before his house “as in Germany.”
1. This thesis, in various shades, became widespread in more recent Russian historiography. An extreme position was taken by Gennady Bordyugov and Alexander Afanasyev in 1990. See “The Stolen Victory,” Komsomolskaya Pravda, 5 May 1990, pp. 1–2. See also Elke Scherstjanoi, “Neo-Decembrists? On the Reform Potential of Soviet Postwar Society,” in M. V. Kirchanov, ed., Germany: History and the Present, memorial volume for Professor V. A. Artemov, issue 1, Voronezh, 2006, pp. 166–176.
2. In this context the conclusion about a “culture shock” is often repeated rather casually. Barbara Stelzl-Marx, Stalin's Soldiers in Austria: An Inside View of the Soviet Occupation, 1945–1955, Vienna/Munich, 2012, also takes it up with reference to Norman Naimark (p. 313) and later, on the basis of eyewitness testimony, confirms it as a “profound ‘culture shock’” (p. 720).
3. An example is the language and argumentation used by Berit Olschewski, a historian/sociologist/philosopher/physician born in 1969, who received her doctorate from the Free University of Berlin in 2008 and later worked as a research associate in a parliamentary office: Friends, I Am the Enemy of the Country. The Red Army and German Postwar Society in the Former Grand Duchy of Mecklenburg-Strelitz, 1945–1953, Berlin, 2009. She describes her research area as follows: “Until December 1945 Soviet Russians raged there particularly violently. […] It will be shown [this is not stated in your report] that the more communists and Komsomol members in the spirit of Stalin [what does that mean?] there were in a unit, the more crimes were committed against the German population” (p. 54).
4. Silke Satjukow, Occupiers: The “Russians” in Germany, 1945–1994, Göttingen, 2008; and Liberation? East Germans and the Year 1945, Leipzig, 2009.
5. Incidentally, this also applies to memories of the period in which Austria was occupied from 1945 to 1955. See Stelzl-Marx, Stalin's Soldiers, pp. 739–742.
6. See Alexander Dymschitz, Unforgettable Spring: Literary Portraits and Memories, Berlin, 1970; Vladimir Sergeyevich Gall, My Road to Halle, Berlin, 1988, expanded edition under the title Moscow — Spandau — Halle: Stages of a Life, Berlin, 2000; Sergei I. Tyulpanov, Memories of German Friends and Comrades, Berlin, 1984; idem, Germany After the War, 1945–1949: Memoirs of a Soviet Army Officer, with an afterword by Stefan Doernberg, Berlin, 1986; Tyulpanov, Elfriede Rehbein, Gerhard Rehbein, Foundations of SMAD Work and Its Development, reprint, Dresden, 1975; Achim Roscher, “A Time for a New Beginning: A Conversation with Sergei Tyulpanov,” Neue Deutsche Literatur 27 (1979), no. 9, pp. 41–62; G. K. Zhukov, Memories and Reflections, Berlin, 1969.
7. Reports by defectors published in the West were so questionably motivated that even today they are hardly used as sources in discussions of everyday history. See Grigory Klimov, The Berlin Kremlin, Cologne/Berlin, 1951.
8. Vladimir Sergeyevich Semyonov, From Stalin to Gorbachev: Half a Century in Diplomatic Service, 1939–1991, Berlin, 1995; Vadim Chubinsky, My “Occupation” of Germany: A Russian Officer in Berlin and the District, 1946–1950, St Petersburg, 2005.
9. The SMAD files are held in the State Archive of the Russian Federation (GARF) and are widely accessible. An everyday-life perspective is reflected in reports on public mood. There are also documents concerning disciplinary violations, extraordinary incidents, health conditions, rewards and benefits, service regulations and training programs, as well as complaints from the German population.
10. On institutional history, see Horst Möller, ed., SMAD-Handbuch: The Soviet Military Administration in Germany, 1945–1949, edited by Jan Foitzik, Munich, 2009.
11. From a letter to Kontakte-Kontakty, January 2011, by Alexander Pavlovich Kuzmin, Kirovograd. URL: www.kontakte-kontakty.de
12. See, for example, Yevgeny Plimak, In the War and After the War: Veterans' Notes, Moscow, 2005.
13. Such accounts usually concerned the first year of occupation. Oleg Budnitsky took up old and new memoirs, but again focused only on historically allied themes: “Jewish feelings among the occupiers” and “violence against German civilians.” See Oleg Budnitsky and Susan Rupp, “The Intelligentsia Meets the Enemy: Educated Soviet Officers in Defeated Germany, 1945,” Kritika: Explorations in Russian and Eurasian History, vol. 10, no. 3 (Summer 2009), pp. 629–682.
14. See Vladimir Gelfand, Germany Diary 1945–1946: Notes of a Red Army Soldier, selected and annotated by Elke Scherstjanoi, Berlin, 2005; also published in paperback in 2008.
15. Stelzl-Marx, Stalin's Soldiers in Austria, pp. 703–738. The bibliography lists 64 oral-history interviews, 18 conducted by Stelzl-Marx herself and the remainder by a group of Russian interviewers. The circumstances and course of the encounters are not described. The text mentions in passing that some were interviews “in front of the camera” (p. 738).
16. My reflections are based on roughly twenty such conversations and interviews. They were conducted alongside and as a supplement to historical research into everyday life in the Soviet zone. Naturally, these personal testimonies cannot claim representative validity.
17. Harald Welzer, “Why Do We Remember? Some Questions for the Historical Sciences,” Austrian Journal of Historical Studies 16 (2005), no. 1, pp. 10–35, here p. 15.
18. Albrecht Lehmann, Narrative Structure and Biographical Data: Autobiographical Research, Frankfurt/New York, 1983, p. 93.
19. We met at an event at the Protestant educational center Schwanenwerder near Berlin in February 2005, where she declined an interview because of her disappointment. Ms Katseva died in the summer of 2005. In 1994 SFB recorded her oral recollections. Ulrike Lückermann and Magdalena Kemper, “We Lived Like Relatives: After the End of the War Soviet Officers Were Billeted with Germans,” Radio Kulturtermin, 7 June 2006, RBB. The script was kindly made available to me. See also Evgenia Katseva, My Personal War Trophies: A Life Story, Berlin, 2010.
The cover and title pages identify the volume as Memory of Dictatorship and War: Focal Points of Cultural Memory Between Russia and Germany Since 1945, edited by Andreas Wirsching, Jürgen Zarusky, Alexander Tschubarjan, and Viktor Ischtschenko. The scanned title and copyright pages contain bibliographic and publishing information for the De Gruyter Oldenbourg edition; the substantive chapter translated above is the part relevant to this page.