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24. April 2025 "LA CAPITULATION ALLEMANDE DE MAI 1945" 24. April 2025 "KAPITULACJA NIEMIECKA W MAJU 1945 R." 27. April 2025 "КАПІТУЛЯЦЫЯ ГЕРМАНІІ Ў МАІ 1945 ГОДА" 02. Mai 2025 "DIE DEUTSCHE KAPITULATION IM MAI 1945" 02. Mая 2025 "КАПИТУЛЯЦИЯ ГЕРМАНИИ МАЙ 1945" 08. Mая 2025 "КАПІТУЛЯЦІЯ НІМЕЧЧИНИ У ТРАВНІ 1945 РОКУ" |
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Virtueller Rundgang durch das Museum:Rundgang historsiche Räume (Erdgeschoss)Rundgang Dauerausstellung (Ober- und Untergeschoss) |
DIE DEUTSCHE KAPITULATION IM MAI 1945 |
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| Brandenburger
Tor, Berlin, 2./3. Mai 1945 Foto: Iwan Schagin, Museum Berlin-Karlshorst |
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KRIEGSENDEDer Zweite Weltkrieg in Europa endete mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Mai 1945. Damit war die nationalsozialistische Gewaltherrschaft endgültig gebrochen. Die vollständige militärische und politische Niederlage des »Dritten Reiches« war seit Anfang 1943 das oberste Kriegsziel der verbündeten Gegner Deutschlands. Militärisch beschleunigte sich die deutsche Niederlage im Sommer 1944 rapide. Am 22. Juni begann die Rote Armee eine große Offensive, von der sich die Wehrmacht an der Ostfront nicht mehr erholte. Zwei Wochen zuvor, am 6. Juni, waren westalliierte Truppen in einer gigantischen Operation in Nordfrankreich gelandet. Deutschland stand nun in einem Zwei-Fronten-Krieg. Ab Oktober 1944 fanden Kampfhandlungen auf deutschem Boden statt. Am 25. April 1945 trafen sich amerikanische und sowjetische Verbände bei Torgau an der Elbe. Berlin wurde von der Roten Armee erobert. Mitte April begann der sogenannte Sturm auf Berlin. Nach erbitterten Straßenkämpfen mit vielen Toten auf beiden Seiten kapitulierte die deutsche Hauptstadt am 2. Mai 1945.
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| Weiße
»Fahnen« aus Laken, Handtüchern und
Ähnlichem als
Zeichen der Kapitulation, Berlin, April/Mai 1945 Foto: Arkadij Schaichet, Privatarchiv Marija Schotikowa |
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| Gruppenfoto
mit Siegessäule: Sowjetische Panzersoldaten nach der
Kapitulation Berlins, Berlin-Tiergarten, Anfang Mai 1945 Foto: Timofej Melnik, Museum Berlin-Karlshorst |
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KRIEGSENDE IN BERLINAm 21. April überschritten sowjetische Einheiten die östliche Stadtgrenze Berlins und rückten in Richtung Zentrum vor. Innerhalb des S-Bahnrings stießen sie auf verbissenen Widerstand. Der zehntägige Häuserkampf forderte eine hohe Zahl von Opfern. Etwa 80.000 Angehörige der Roten Armee starben. Auf deutscher Seite kamen etwa 20.000 Soldaten und 30.000 Zivilisten ums Leben. Bereits am 24. April wurde Generaloberst Bersarin zum sowjetischen Stadtkommandanten von Berlin ernannt. Als Hauptquartier diente ihm zunächst das Offizierskasino der Pionierschule in Karlshorst. Anfang Mai zogen er und sein Stab nach Friedrichsfelde um. Bersarin organisierte unverzüglich eine provisorische Lebensmittelversorgung und die Instandsetzung der Infrastruktur. Darüber hinaus sorgte er für den Aufbau einer neuen Stadtverwaltung und des kulturellen Lebens. Mit seinen Befehlen versuchte er, Übergriffe, Plünderungen und Vergewaltigungen durch sowjetische Soldaten zu unterbinden. Den Militärkommandanten, die in den einzelnen Stadtbezirken eingesetzt wurden, standen Exilkommunisten zur Seite, die als sogenannte Gruppe Ulbricht aus Moskau eingeflogen wurden. Anfang Juli übernahmen alle vier Siegermächte ihre Sektoren in Berlin. |
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| Verwundete
vor dem Hotel Adlon, Berlin, 2. Mai 1945 Im Hotel Adlon befand sich ein Notlazarett. Als es durch plündernde sowjetische Soldaten in Brand geriet, evakuierte sowjetisches und deutsches Sanitätspersonal die Verwundeten auf die Straße. Foto: Iwan Schagin, Museum Berlin-Karlshorst |
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| Der
sowjetische Stadtkommandant, Generaloberst Bersarin, beim Verlassen der
Kommandantur, Alt-Friedrichsfelde 1, Berlin, Mai 1945 Foto: Jewgenij Chaldej, bpk Bildagentur, Berlin |
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ERSTE UNTERZEICHNUNG DER KAPITULATION IN REIMSAdolf Hitler beging am 30. April 1945 in Berlin Selbstmord. Zuvor hatte er Großadmiral Dönitz zu seinem Nachfolger ernannt. Dönitz versuchte angesichts der militärisch aussichtslosen Lage eine Teilkapitulation gegenüber Großbritannien und den USA auszuhandeln. Er entsandte Generaloberst Jodl als Chef des Wehrmachtführungsstabes zum Hauptquartier der westalliierten Truppen in die französische Stadt Reims. Der amerikanische General Eisenhower sah darin jedoch nur den Versuch, das Bündnis der Alliierten zu sprengen. Er bestand auf der sofortigen und bedingungslosen Kapitulation vor allen verbündeten Truppen. Dönitz musste einlenken, sodass in den frühen Morgenstunden des 7. Mai in Reims die bedingungslose Kapitulation der gesamten deutschen Wehrmacht vereinbart wurde. Alle Beteiligten verständigten sich in einem zusätzlichen Protokoll darauf, dass die Kapitulation in einem zweiten Akt von höherrangigen deutschen Militärs ratifiziert werden sollte. Um die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen sicherzustellen, gaben der amerikanische Präsident Truman und der britische Premierminister Churchill am folgenden Tag die Kapitulation bekannt. Sie trat am 8. Mai 1945 um 23.01 Uhr mitteleuropäischer Zeit an allen Fronten in Kraft.
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| Unterzeichnung
der deutschen Kapitulation, Reims, 7. Mai 1945 Der Chef des Wehrmachtführungsstabes, Generaloberst Jodl (Mitte, Vordergrund) mit dem Stabschef des westlichen Hauptquartiers, Generalleutnant Smith (am Tisch hinten 3. v. l.), dem sowjetischen Verbindungsoffizier, Generalmajor Susloparow (5. v. l.), und dem Vertreter der französischen Armee, Generalmajor Sevez (2. v. l.) Foto: unbekannt, bpk Bildagentur, Berlin |
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| Zusage
der Wiederholung des Kapitulationsaktes Bundesarchiv-Militärarchiv, Freiburg i. Br. |
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ZWEITE UNTERZEICHNUNG IN BERLINDer zweite Kapitulationsakt war der formal wichtigere Teil der Gesamtkapitulation Deutschlands. Denn in Reims hatten von deutscher Seite nicht diejenigen Generäle unterschrieben, die die tatsächliche Kommandogewalt über die Wehrmacht hatten. Vor allem die Briten befürchteten daher, dass die deutsche Militärführung versuchen könnte, die Verantwortung für den verlorenen Krieg abzuwälzen – so wie sie das am Ende des Ersten Weltkrieges bereits getan hatte. Die Ratifizierung der Kapitulation fand im sowjetischen Hauptquartier in Berlin statt. Marschall Schukow als Vertreter des sowjetischen Oberkommandos hatte seinen Stab im östlichen Stadtteil Karlshorst in einer unbeschädigten ehemaligen Pionierschule der Wehrmacht errichtet. Hierher lud er die Vertreter der alliierten Siegermächte ein, zu denen nun auch Frankreich gezählt wurde. Auch die Oberkommandierenden der deutschen Teilstreitkräfte wurden nach Berlin zitiert. |
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| Ehemaliges
Offizierskasino der Pionierschule 1 der Wehrmacht und Ort der
bedingungslosen Kapitulation in Berlin-Karlshorst, 8. Mai 1945 Foto: Timofej Melnik, Museum Berlin-Karlshorst |
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ANKUNFT IN TEMPELHOFIm Laufe des 8. Mai 1945 trafen alle am Kapitulationsakt Beteiligten am Flughafen Tempelhof ein. Auf Seiten der Alliierten landete am Morgen zunächst der sowjetische Staatssekretär Wyschinski. Mittags folgten der britische Luftmarschall Tedder und der Befehlshaber der amerikanischen Fernfliegerkräfte, General Spaatz. Am Nachmittag traf auch General de Lattre de Tassigny, der Oberbefehlshaber der französischen Armee, ein. Die deutsche Delegation wurde mit einem amerikanischen Flugzeug aus Flensburg eingeflogen. Dorthin hatte sich Anfang Mai die letzte deutsche Reichsregierung unter Großadmiral Dönitz zurückgezogen. Sowjetische Soldaten empfingen alle Gäste am Flughafen Tempelhof und fuhren sie quer durch die zerstörte Innenstadt in das nahezu unbeschädigte Villenviertel Karlshorst.
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| Die
Oberkommandierenden der deutschen Wehrmacht nach der Ankunft auf dem
Flughafen Tempelhof, Berlin, 8. Mai 1945 Foto: Iwan Schagin, Museum Berlin-Karlshorst |
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| Oberbaumbrücke
und Speicher, Berlin, 30. April 1945 Foto: Timofej Melnik, Museum Berlin-Karlshorst |
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| Rekonstruierte
Route der Delegationen von Tempelhof nach Karlshorst Grafik: Christine Kitta |
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VORBEREITUNGEN FÜR DIE UNTERZEICHNUNGDer große Saal des ehemaligen Offizierskasinos der Pionierschule war kurzfristig vorbereitet worden. Neben den Hauptpersonen kamen zahlreiche Journalisten, Angehörige der alliierten Militärstäbe, Übersetzer und Hilfskräfte zusammen. Die Zeremonie verschob sich allerdings um mehrere Stunden. Es musste noch eine russische Ausfertigung der bis dahin nur auf Englisch vorliegenden Urkunde erstellt werden. Dabei wurde um stilistische Anpassungen gerungen, der Inhalt des tags zuvor in Reims unterzeichneten Dokuments blieb aber unverändert. Die Abstimmung über Funk verlängerte den Prozess. Zudem fehlte an der Stirnseite des Saals noch eine französische Flagge. Montiert worden waren nur die sowjetische, britische und US-amerikanische Flagge, sodass die französische aus Stoffresten improvisiert und ergänzt werden musste. Letztlich dauerte es bis Mitternacht, bis alle Vorbereitungen abgeschlossen waren. |
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| Blick
in den Kapitulationssaal, Berlin-Karlshorst, 8. Mai 1945 Foto: unbekannt, Museum Berlin-Karlshorst |
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| Die
Abordnung des Oberkommandos der Wehrmacht wird zum
Kapitulationsgebäude geführt, Berlin-Karlshorst, 8.
Mai 1945 v. l.: Generaloberst Stumpff, Generalfeldmarschall Keitel, Generaladmiral von Friedeburg Foto: Timofej Melnik, Museum Berlin-Karlshorst |
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DER KAPITULATIONAKT VOM 8./9. MAIErst um Mitternacht kamen alle Beteiligten zu der mit Spannung erwarteten Unterzeichnung zusammen. Am 9. Mai um etwa 0.45 Uhr unterzeichneten die deutschen Oberkommandierenden von Heer, Marine und Luftwaffe – Generalfeldmarschall Keitel, Generaladmiral von Friedeburg und Generaloberst Stumpff (als Vertreter des Oberbefehlshabers Generalfeldmarschall von Greim) – die auf den 8. Mai datierte Kapitulationsurkunde. Keitel war zudem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW). Anschließend setzten Luftmarschall Tedder für das westalliierte und Marschall Schukow für das sowjetische Oberkommando ihre Unterschriften unter das Dokument. Als Zeugen zeichneten der amerikanische Luftwaffengeneral Spaatz sowie der französische General de Lattre de Tassigny. Die ganze Zeremonie dauerte etwa eine Dreiviertelstunde. Politische Erklärungen wurden nicht abgegeben. Es blieb bei der nüchternen Unterzeichnung. Nachdem die deutsche Delegation den Saal verlassen hatte, hielt Schukow eine kurze Rede. Das dann folgende Festbankett zog sich bis in den Morgen hinein.
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| Die
deutsche Delegation betritt den Saal, Berlin-Karlshorst, 9. Mai 1945 Generalfeldmarschall Keitel hebt seinen Marschallstab zum Gruß. Foto: Iwan Schagin, Museum Berlin-Karlshorst |
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| Die
Oberkommandierenden der Wehrmacht, sitzend v. l.: Generaloberst
Stumpff, Generalfeldmarschall Keitel, Generaladmiral von Friedeburg Foto: Timofej Melnik, Museum Berlin-Karlshorst |
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| Unterzeichnung
durch Luftmarschall Tedder und Marschall Schukow Foto: Timofej Melnik, Museum Berlin-Karlshorst |
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| Beim
Bankett, sitzend v. l.: Luftmarschall Tedder, Marschall Schukow,
General Spaatz Foto: unbekannt, Museum Berlin-Karlshorst |
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DIE KAPITULATIONSURKUNDE |
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| Kapitulationsurkunde In Karlshorst wurden Exemplare in englischer, russischer und deutscher Sprache unterzeichnet. Bundesarchiv-Militärarchiv, Freiburg i. Br. |
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ERINNERUNGEN»Die Photographen und Kameramänner geraten aus dem Häuschen. Sie springen auf die Tische, pressen ihre Bäuche gegen die Schultern der Generäle und knipsen, knipsen, knipsen … Einer unserer Kameramänner streift mit seinem Apparat einen amerikanischen Admiral am Kopf. Der Admiral, der die Hektik der Berichterstatter offenbar gewohnt ist, lacht gutmütig und winkt ab: ›Okay!‹ Unsere Ordner aber, denen diese Atmosphäre unbekannt ist, würden den armen Kerl am liebsten vor die Tür setzen.« Konstantin M. Simonow, Kriegstagebücher, 2. Bde., Berlin/DDR 1988, Bd. II, S. 805 »Mit einem feindseligen Blick auf das Präsidium erhob sich Keitel rasch von seinem Platz, dann senkte er die Augen, nahm langsam seinen Marschallstab vom Tisch und kam mit unsicheren Schritten auf unseren Tisch zu. Sein Monokel fiel herunter und baumelte an der Schnur, das Gesicht bedeckte sich mit roten Flecken. … Nach der Unterzeichnung stand Keitel auf, streifte den rechten Handschuh über und suchte wieder den strammen Militär zu markieren. Das misslang ihm jedoch, und still ging er an den für ihn bestimmten Tisch zurück.« Georgi K. Schukow, Erinnerungen und Gedanken, 2 Bde., Berlin/DDR 1983, Bd. II, S. 363 »Und plötzlich weicht die gestaute Spannung aus dem Saal. Sie verfliegt, als hätten alle lange den Atem angehalten, der nun bei allen gleichzeitig der Brust entströmt. Ein allgemeiner Seufzer der Erleichterung und Erschöpfung bricht sich Bahn. Die Kapitulation ist besiegelt, der Krieg zu Ende.« Konstantin M. Simonow, Kriegstagebücher, 2. Bde., Berlin/DDR 1988, Bd. II, S. 807 »Eine Stunde später kehrten wir in den Saal, in dem die Kapitulation unterzeichnet worden war, zurück und fanden die Tische perfekt gedeckt für ein großes Bankett, und das bedeutete mindestens sechs Stunden. Neben jedem Gedeck standen Flaschen: Rotwein, Weißwein, Champagner, Wodka und Cognac – eine Dosis, so tödlich wie nur vorstellbar. Es war nicht verwunderlich, dass es eine Anzahl von alkoholbedingten Verlusten gab. Ich war froh, darunter keine britischen Vertreter zu finden.« Arthur Tedder, With Prejudice. The War Memoirs of Marshal of the Royal Air Force Lord Tedder, London 1966, S. 686 »Das Festessen endete am Morgen mit Liedern und Tänzen. Dabei waren sowjetische Generale einfach nicht zu schlagen. Auch ich konnte schließlich nicht mehr an mich halten, fühlte mich wieder jung und gab einen russischen Volkstanz zum Besten.« Georgi K. Schukow, Erinnerungen und Gedanken, 2 Bde., Berlin/DDR 1983, Bd. II, S. 364
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| Fotografen
dokumentieren die Unterzeichnung der Kapitulation durch
Generalfeldmarschall Keitel, Berlin-Karlshorst, 9. Mai 1945 Foto: Georgi Petrussow, Bundesarchiv, Bild 183-J0422-0600-002 |
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REAKTIONENDie Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Mai 1945 bedeutete das Ende des Krieges in Europa. Der Zweite Weltkrieg endete aber erst mit der Kapitulation Japans Anfang September 1945. Nach der Verkündung der deutschen Kapitulation am 8. Mai feierten die Menschen weltweit den Sieg über den deutschen Faschismus. In vielen Städten kam es zu spontanen Jubelparaden. So auch am 9. Mai in Moskau, wo die Kapitulation erst nach der Unterzeichnung in Berlin-Karlshorst bekanntgegeben wurde. Das offizielle Kriegsende in Europa bedeutete aber nicht das Ende des Leids. Noch bis in die 1950er Jahre hinein gab es im östlichen Europa bewaffnete Auseinandersetzungen, vor allem gegen eine sowjetische Vorherrschaft. Auf dem gesamten Kontinent waren die Kriegsfolgen enorm. Viele Regionen waren verwüstet. Fast überall herrschten Hunger und Not. Der Krieg hatte 60 Millionen Opfer gefordert. Allein die Sowjetunion verlor mehr als 27 Millionen Menschen, darunter etwa 14 Millionen Zivilistinnen und Zivilisten. Während die materiellen Schäden in den folgenden Jahren nach und nach behoben wurden, beeinflussen die physischen und psychischen Folgen des Zweiten Weltkrieges die Menschen und Gesellschaften bis heute.
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| Improvisierte
Siegesfeier sowjetischer Soldaten im Innenhof der Reichskanzlei am
Morgen nach der Unterzeichnung der Kapitulation, Berlin, 9. Mai 1945 Foto: unbekannt, bpk Bildagentur, Berlin Berlin |
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| Feiernde
auf dem Roten Platz in Moskau, 9. Mai 1945 Foto: Timofej Melnik, Museum Berlin-Karlshorst |
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| V-E-Day
(Victory in Europe Day) in London, 8. Mai 1945 Foto unbekannt: bpk Bildagentur, Berlin |
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| »Gestern
Morgen ist das Unvergessliche geschehen. Die Deutschen haben in die
vollständige, bedingungslose Kapitulation eingewilligt. Das
haben
die Zeitungen knapp, aber feierlich berichtet.« Tagebucheintrag vom 10. Mai 1945, aus: Wladimir Gelfand, Deutschland-Tagebuch 1945–1946. Aufzeichnungen eines Rotarmisten, Berlin 2005, S. 85 »Am 8. Mai erhielten wir die gute Nachricht, dass der Krieg zu Ende sei und die Deutschen kapituliert hätten, genau drei Jahre nach der Vernichtung des Ghettos in Schaludok. Alle waren sehr erregt, nur wir nicht, die wenigen Flüchtlinge in der Stadt. Für uns und in uns breitete sich allmählich eine Tragödie aus. Wir wanderten ziellos umher zwischen den Feiernden. Ich selbst war überaus beunruhigt. Würde ich überhaupt noch jemanden von meiner Familie lebend antreffen?« Moshe Beirach, Aus dem Ghetto in die Wälder. Bericht eines jüdischen Partisanen 1939–1945, Frankfurt a.M., S. 184 f. »Ein paar Tage nach unserer Rückkehr fing abends eine Schießerei an, wie in den schlimmsten Zeiten. Ich begann am ganzen Leib zu zittern. Den Krieg über hatte ich mich wunderbar gehalten, ich hatte immer die Ruhe behalten, immer nur das Nötigste eingepackt, wenn wir in den Keller gingen. Jetzt – dachte ich – kommt die Front zurück. […] Ich kann gar nicht sagen, wie schrecklich mir zumute war. Da brüllte jemand vom Hof hoch: ›Die Russen machen Feuerwerk!‹ Da haben sie nun mit allem, was sie zum Schießen hatten, in die Luft geballert – ein Feuerwerk – ein Friedensfeuerwerk.« Erinnerungen einer Frau aus Prenzlauer Berg, zitiert nach: Antonia Meiners, Berlin 1945. Eine Chronik in Bildern, Berlin 2005, S. 70
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| Siegesfeiern
in Frankreich, 8. Mai 1945 Foto: unbekannt, akg images, Berlin |
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| V-E-Day
in New York, 8. Mai 1945 Foto: unbekannt, akg images, Berlin |
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LEGENDEN UND FAKTENNach 1945 beeinflusste der Kalte Krieg die Bewertung der beiden Kapitulationsakte in Reims und Berlin-Karlshorst. Dabei pflegte jede Seite ihre eigene Sicht auf die Geschichte. Bis heute halten sich hartnäckig bestimmte Fehlinformationen und Legenden. Die deutsche Wehrmacht habe am 7. Mai in Reims vor den westalliierten, am 8. Mai in Karlshorst vor den sowjetischen Streitkräften kapituliert. Beide Akte erfolgten vor Vertretern aller Alliierten, also der britischen, US-amerikanischen und sowjetischen Streitkräfte, mit Vertretern der französischen Streitkräfte als Zeugen. In Reims sei keine Kapitulation, sondern nur ein vorbereitendes Protokoll unterzeichnet worden. Der wirkliche Kapitulationsakt sei erst am 8. Mai in Karlshorst erfolgt. Die Kapitulation in Reims war rechtswirksam. Das wurde auch von der Sowjetunion so gesehen, im Kalten Krieg aber verschwiegen. Stalins Weigerung, die Reimser Kapitulation anzuerkennen, und sein Protest hätten zu einer zweiten, für die Öffentlichkeit bestimmten, Zeremonie in Karlshorst geführt. Bereits in Reims unterzeichnete die deutsche Delegation ein zusätzliches Protokoll, das die Ratifizierung der Kapitulation durch den Oberkommandierenden der Wehrmacht und die Oberbefehlshaber der Teilstreitkräfte festlegte. Insbesondere die Briten bestanden darauf, die Unterschrift des Chefs des Wehrmachtführungsstabes Jodl, eines Offiziers ohne Kommandogewalt, durch die Unterschriften der Inhaber der Kommandogewalt zu bekräftigen. Streitigkeiten der Alliierten über den Text hätten zur Unterzeichnung nach Mitternacht geführt. Die Verschiebung der Unterzeichnung vom Nachmittag des 8. Mai auf Mitternacht hatte technische Gründe: In Reims war nur ein englischsprachiges Dokument unterzeichnet worden. Die Übermittlung der russischen Übersetzung gelang zunächst nur bruchstückhaft. Die Unterzeichnung fand etwa 0.45 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit statt. Nach westeuropäischer Zeit war es 23.45 Uhr, nach Moskauer Zeit schon 2.45 Uhr. Das Datum der Verkündung der Kapitulation in Moskau am 9. Mai gilt dort als offizielles Kriegsende. KARLSHORST
ALS MUSEUMSSTANDORT
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| Das
Foyer des Museums, 1967, 1995 und 2013 Fotos: Jürgen Querbach (1991/92), Margot Blank (1995/96), Thomas Bruns (2013), Museum Berlin-Karlshorst |
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| Blick
auf das Museumsgebäude, Mai 2022 Foto: Harry Schnitger, Museum Berlin-Karlshorst |
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IMPRESSUMMuseum
Berlin-Karlshorst |
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© Museum Berlin-Karlshorst
THE GERMAN SURRENDER IN MAY 1945![]() Brandenburg Gate, Berlin, 2/3 May 1945. Photo: Ivan Shagin, Museum Berlin-Karlshorst. THE END OF THE WARThe Second World War in Europe ended with the surrender of the German armed forces in May 1945, marking the final defeat of the National Socialist dictatorship. The complete military and political defeat of the “Third Reich” had been the supreme objective of Germany’s Allied opponents since early 1943. In the summer of 1944, Germany’s military defeat accelerated rapidly. On 22 June the Red Army launched a major offensive from which the German army on the Eastern Front never recovered. Two weeks earlier, on 6 June, Allied forces had landed in Normandy in a gigantic operation. Germany was now caught between two fronts. From October 1944 onward, fighting took place on German territory. On 25 April 1945, American and Soviet troops met near Torgau on the Elbe. Berlin was captured by the Red Army. The assault on Berlin began in mid-April. After fierce street fighting, with heavy losses on both sides, the German capital surrendered on 2 May 1945. ![]() White “flags” made from sheets, towels and similar materials as signs of surrender, Berlin, April/May 1945. Photo: Arkady Shaikhet, private archive of Maria Shotikova. ![]() Group photograph at the Victory Column: Soviet soldiers in front of their tanks after the surrender of Berlin, Berlin-Tiergarten, early May 1945. Photo: Timofey Melnik, Museum Berlin-Karlshorst. THE END OF THE WAR IN BERLINOn 21 April Soviet units entered Berlin from the east and gradually penetrated to the very center of the city. At the inner ring road they met fierce resistance. Ten days of urban fighting caused heavy casualties. About 80,000 Red Army soldiers were killed. On the German side, about 20,000 soldiers and 30,000 civilians died. On 24 April Colonel General Nikolai Berzarin was appointed the first Soviet city commandant of Berlin. He initially established his headquarters in the officers’ mess of the military engineering school in Karlshorst. At the beginning of May he and his staff moved to Friedrichsfelde. Berzarin immediately set about organizing emergency food supplies and restoring infrastructure. He also ensured that a new city administration and cultural life were established. He issued orders intended to prevent assaults, looting and rape by Soviet soldiers. Military commandants appointed in the various districts were supported by communist exiles brought from Moscow under the name “Ulbricht Group.” At the beginning of July the four victorious powers took control of their respective occupation sectors in Berlin. ![]() Wounded people outside the Hotel Adlon, 2 May 1945. The hotel housed an emergency hospital. When it caught fire during an incursion by Soviet soldiers, Soviet and German medical personnel evacuated the wounded into the street. Photo: Ivan Shagin, Museum Berlin-Karlshorst. ![]() Soviet city commandant Colonel General Berzarin leaving the commandant’s office, Alt-Friedrichsfelde 1, Berlin, May 1945. Photo: Yevgeny Khaldei, bpk Bildagentur, Berlin. THE FIRST SIGNING OF THE SURRENDER IN REIMSAdolf Hitler committed suicide in Berlin on 30 April 1945. He had previously named Grand Admiral Karl Dönitz as his successor. Because the military situation was hopeless, Dönitz tried to negotiate a partial surrender to Great Britain and the United States. He sent General Alfred Jodl, Chief of the Operations Staff of the German Armed Forces High Command, to the headquarters of the Western Allies in Reims, France. American General Dwight D. Eisenhower regarded this as an attempt to split the alliance. He continued to demand the immediate and unconditional surrender of all German forces. Dönitz had to yield, and early on 7 May an agreement on the unconditional surrender of the entire German armed forces was reached in Reims. In supplementary protocols all participants agreed that the surrender should be ratified in a second act by Germany’s highest-ranking military officers. To ensure an immediate end to the fighting, U.S. President Harry S. Truman and British Prime Minister Winston Churchill announced the surrender the next day. It took effect on all fronts at 23:01 Central European Time on 8 May 1945. ![]() Signing of the German surrender, Reims, 7 May 1945. German General Alfred Jodl (center foreground), Allied Chief of Staff General Walter Bedell Smith (at the rear table, third from left), Soviet liaison officer Major General Ivan Susloparov (fifth from left), and French representative Major General François Sevez (second from left). Photo: unknown, bpk Bildagentur, Berlin. ![]() Undertaking to sign the Act of Military Surrender. Federal Archives–Military Archives, Freiburg im Breisgau. THE SECOND SIGNING IN BERLINThe second act of surrender was the most formally important stage of Germany’s complete capitulation. At Reims, the German signatories were not the commanders who bore actual operational responsibility for the German armed forces. The British in particular feared that German military leaders might later be tempted to shift responsibility for defeat, as had happened after the First World War. The surrender was therefore ratified at the Soviet headquarters in Berlin. Marshal Georgy Zhukov, representing the Soviet Supreme Command, had established his headquarters in Karlshorst, a district east of the city, in the undamaged former engineering school of the German army. He invited representatives of the victorious Allied powers, now including France. The commanders-in-chief of the different branches of the German armed forces were summoned to Berlin. ![]() Former officers’ mess of Wehrmacht Engineering School No. 1 and the site of Germany’s unconditional surrender in Berlin-Karlshorst, 8 May 1945. Photo: Timofey Melnik, Museum Berlin-Karlshorst. ARRIVAL AT TEMPELHOFOn 8 May 1945 all of the signatories to the surrender arrived at Tempelhof Airport. On the Allied side, Soviet Deputy Foreign Minister Andrei Vyshinsky landed in the morning. At noon he was joined by British Air Chief Marshal Arthur Tedder and U.S. Army Air Forces General Carl Spaatz. In the afternoon the commander-in-chief of the French Army, General Jean de Lattre de Tassigny, also arrived. The German delegation flew from Flensburg aboard an American aircraft. The last government of the German Reich under Grand Admiral Dönitz had operated from there in early May. Soviet soldiers received all of the guests at Tempelhof and drove them through the devastated city center to the largely intact residential district of Karlshorst. ![]() The senior command of the German Wehrmacht after arrival at Tempelhof Airport, Berlin, 8 May 1945. Photo: Ivan Shagin, Museum Berlin-Karlshorst. ![]() Oberbaum Bridge and warehouses, Berlin, 30 April 1945. Photo: Timofey Melnik, Museum Berlin-Karlshorst. ![]() Reconstructed route taken by the delegations between Tempelhof and Karlshorst. Illustration: Christine Kitta. PREPARING THE SIGNINGThe large hall of the former officers’ mess of the engineering school was prepared at the last moment. In addition to the principal participants, numerous journalists, members of Allied military staffs, interpreters and assistants assembled there. The ceremony was delayed for several hours. A Russian version of the document, which until then had existed only in English, had to be prepared. Stylistic adjustments were required, but the content of the document signed the previous day in Reims remained unchanged. Radio consultations prolonged the process. There was also still no French flag at the rear of the hall. Only the Soviet, British and American flags had been installed, so the French flag had to be improvised from available pieces of fabric. In the end, all preparations were completed only around midnight. ![]() View of the surrender hall, Berlin-Karlshorst, 8 May 1945. Photo: unknown, Museum Berlin-Karlshorst. ![]() The delegation of the German High Command is led to the building where the surrender will be signed, Berlin-Karlshorst, 8 May 1945. THE ACT OF SURRENDEROnly at midnight were all participants finally able to assemble for the long-awaited signing. At about 00:45 on 9 May, the commanders-in-chief of Germany’s land, naval and air forces — Field Marshal Wilhelm Keitel, Admiral Hans-Georg von Friedeburg and Colonel General Hans-Jürgen Stumpff, representing Luftwaffe commander Field Marshal Robert Ritter von Greim — signed the Act of Military Surrender dated 8 May. Keitel was also head of the Armed Forces High Command (OKW). The document was then signed by Air Chief Marshal Tedder for the Supreme Allied Command and Marshal Zhukov for the Soviet Supreme Command. U.S. Air Force General Spaatz and French General de Lattre de Tassigny signed as witnesses. The ceremony lasted roughly three quarters of an hour. There were no political declarations; the act consisted solely of the signing. After the German delegation left the hall, Zhukov delivered a short speech. The banquet that followed continued until the early morning. ![]() The German delegation enters the hall, Berlin-Karlshorst, 9 May 1945. Field Marshal Keitel salutes with his marshal’s baton. Photo: Ivan Shagin, Museum Berlin-Karlshorst. ![]() Commanders of the Wehrmacht. Seated from left: Colonel General Stumpff, Field Marshal Keitel, Admiral von Friedeburg. Photo: Timofey Melnik, Museum Berlin-Karlshorst. ![]() Air Chief Marshal Tedder and Marshal Zhukov sign the Act of Surrender. Photo: Timofey Melnik, Museum Berlin-Karlshorst. ![]() During the banquet. Seated from left: Air Chief Marshal Tedder, Marshal Zhukov, General Spaatz. Photo: unknown, Museum Berlin-Karlshorst. THE ACT OF SURRENDERCopies of the Act of Surrender in English, Russian and German were signed at Karlshorst. The original documents are preserved in the Bundesarchiv-Militärarchiv, Freiburg im Breisgau. ![]() Act of Surrender. Copies in English, Russian and German were signed at Karlshorst. ![]() Act of Surrender. Copies in English, Russian and German were signed at Karlshorst. ![]() Act of Surrender. Copies in English, Russian and German were signed at Karlshorst. ![]() Act of Surrender. Copies in English, Russian and German were signed at Karlshorst. ![]() Act of Surrender. Copies in English, Russian and German were signed at Karlshorst. ![]() Act of Surrender. Copies in English, Russian and German were signed at Karlshorst. ![]() Act of Surrender. Copies in English, Russian and German were signed at Karlshorst. ![]() Act of Surrender. Copies in English, Russian and German were signed at Karlshorst. SOUVENIRS“The photographers and cameramen have forgotten all restraint. They jump onto the tables, press their stomachs against the generals’ shoulders and fire away at them without stopping like machine guns… One of our cameramen strikes the head of an American admiral with his camera. The admiral, apparently accustomed to reporters’ excitement, chuckles and makes a dismissive gesture: ‘All right!’ But members of our security service, unfamiliar with these habits, would probably have thrown the poor fellow out.” Excerpt from Konstantin M. Simonov, War Diaries, 2 vols., Berlin/GDR 1988, vol. II, p. 805. “Keitel rose quickly, casting a hostile glance toward the presidium, then looked down, slowly picked up his marshal’s baton from the table and walked toward our table with an uncertain gait. His monocle fell and dangled from its cord; his face was covered with red blotches. … After signing, Keitel stood up, put on his right glove and again tried to assume the bearing of a dashing soldier. He did not succeed, and he silently returned to the table assigned to him.” Excerpt from Georgy K. Zhukov, Memoirs and Reflections, 2 vols., Berlin/GDR 1983, vol. II, p. 363. “And suddenly the tension that had been building breaks. It evaporates, as if they had all been holding their breath for a long time and now let it escape from their chests at the same moment. Everyone sighs with relief and exhaustion. The surrender is sealed; the war is over.” Excerpt from Konstantin M. Simonov, War Diaries, vol. II, p. 807. “An hour later we returned to the room where the surrender had been signed and found all the tables splendidly laid for a great banquet — enough food for at least six hours. Beside each table stood bottles: red wine, white wine, champagne, vodka and cognac, a quantity so lethal that it is hard to imagine. It was therefore not surprising that there were so many alcohol-related casualties. I was glad that not a single representative of Great Britain was among them.” Excerpt from Arthur Tedder, With Prejudice: The War Memoirs of Marshal of the Royal Air Force Lord Tedder, London 1966, p. 686. “The banquet ended early in the morning with songs and dancing. In this the Soviet generals are incomparable. In the end I myself stopped resisting, felt younger, and successfully demonstrated a Russian folk dance.” Excerpt from Georgy K. Zhukov, Memoirs and Reflections, vol. II, p. 364. ![]() Photographers document Field Marshal Keitel’s signing of the surrender, Berlin-Karlshorst, 9 May 1945. Photo: Georgy Petrusov, Bundesarchiv, Bild 183-J0422-0600-002. REACTIONSThe surrender of the German armed forces in May 1945 brought only the war in Europe to an end. The Second World War itself ended only after Japan surrendered at the beginning of September 1945. After Germany’s surrender was announced on 8 May, people around the world celebrated victory over German fascism. Spontaneous parades of jubilation took place in many cities — for example, in Moscow on 9 May, where the surrender was announced only after the signing in Berlin-Karlshorst. Yet the official end of the war in Europe did not mean an end to suffering. Armed conflicts continued in Eastern Europe into the 1950s, particularly resistance to Soviet rule. The consequences of the war were immense across the continent. Many regions were devastated; hunger and hardship prevailed almost everywhere. The war caused about 60 million deaths. The Soviet Union alone lost more than 27 million people, including roughly 14 million civilians. Although physical destruction was gradually repaired in the following years, the bodily and psychological consequences of the Second World War continue to affect people and societies to this day. ![]() Improvised Victory Day celebration by Soviet soldiers in the courtyard of the Reich Chancellery on the morning after the surrender was signed, Berlin, 9 May 1945. Photo: unknown, bpk Bildagentur, Berlin. ![]() Crowds celebrating on Red Square in Moscow, 9 May 1945. Photo: Timofey Melnik, Museum Berlin-Karlshorst. ![]() Victory in Europe Day in London, 8 May 1945. Photo: unknown, bpk Bildagentur, Berlin. “Yesterday morning the unforgettable happened. The Germans accepted complete and unconditional surrender. The newspapers reported it briefly, but solemnly.” Thus wrote a Russian soldier in his diary on 10 May 1945. Excerpt from Vladimir Gelfand, Deutschland-Tagebuch 1945–1946. Aufzeichnungen eines Rotarmisten, Berlin 2005, p. 85. “On 8 May we received the joyful news that the war was over and Germany had surrendered, exactly three years after the destruction of the Zhaludok ghetto. Everyone was very happy except us, the few refugees in the town. For us, and in our hearts, a tragedy was unfolding. We wandered aimlessly among the celebrating people. I was terribly anxious. Would I find anyone from my family alive? I had received not a single reply to the letters I had written, although four months had already passed since the liberation of my country. My fears grew with every minute.” Moshe Beirach, account of a Jewish partisan, From the Ghetto into the Forests: Report of a Jewish Partisan 1939–1945, Frankfurt am Main, p. 184 ff. “A few days after our return we heard shooting in the evening, like in the worst times. I began to tremble like a leaf. During the war I had behaved bravely, always remained calm, taking only what was essential when we went down to the cellar. And now, I thought, the front has returned. The Germans are coming back. And here we are again. I stuffed everything into a backpack. I cannot describe the state I was in. Someone shouted in the courtyard: ‘The Russians are setting off fireworks!’ They were firing everything they had into the air — fireworks, peaceful fireworks.” Recollection of a woman from Prenzlauer Berg, quoted in Antonia Meiners, Berlin 1945: A Chronicle in Photographs, Berlin 2005, p. 70. ![]() Victory celebrations in France, 8 May 1945. Photo: unknown, akg images, Berlin. ![]() Victory in Europe Day in New York, 8 May 1945. Photo: unknown, akg images, Berlin. LEGENDS AND FACTSAfter 1945, the Cold War influenced interpretations of the two surrender ceremonies — in Reims and in Berlin-Karlshorst. Each side developed its own view of history. Some false claims and legends have persisted stubbornly to the present day. Legend: The German armed forces surrendered on 7 May in Reims to the Western Allies and on 8 May in Karlshorst to the Soviet forces. Legend: No surrender act was signed in Reims, only a
preliminary protocol; the “real” act was signed only on 8
May in Karlshorst. Legend: Stalin’s refusal to recognize the Reims
surrender and his protests forced a second Karlshorst ceremony for
public-relations reasons. Legend: Disagreements among the Allies over the wording of the act caused the signing to be delayed until after midnight. KARLSHORST: BIRTHPLACE OF THE MUSEUMIn 1967 a museum opened at the historic site where the surrender had been signed. After 1945 the Soviet Army continued to use the former officers’ club. The building, known as the “Museum of the Surrender,” was created for Soviet servicemen stationed in the GDR, but it was also open to the general public. With the withdrawal of Soviet/Russian forces, the Federal Republic of Germany and the Russian Federation jointly decided in 1994 to preserve the museum building. The exhibition, however, was to be fundamentally reconceived. The new museum opened in May 1995 under the auspices of an association initially comprising German and Russian institutions. In the following years, museums concerned with the history of Ukraine and Belarus during the Second World War joined the partnership. Since 24 February 2022, when Russia dramatically expanded its war against Ukraine in violation of international law, the museum has faced fundamental questions: What should a durable institutional foundation look like in the future? What conceptual and substantive changes are necessary? These questions are currently the subject of active reflection. ![]() Museum foyer in 1967, 1995 and 2013. Photos: Jürgen Querbach (1991/92), Margot Blank (1995/96), Thomas Bruns (2013), Museum Berlin-Karlshorst. ![]() Museum foyer in 1967, 1995 and 2013. ![]() Museum foyer in 1967, 1995 and 2013. ![]() View of the museum building, May 2022. Photo: Harry Schnitger, Museum Berlin-Karlshorst. IMPRINTMuseum Berlin-Karlshorst Virtual tour of the museum: |