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Was bisher geschah. Kriegsende 1945.
Hitlers letzte Offensive

 
22. April 2025      [01:16:20]
 
 

Was bisher geschah. Kriegsende 1945. Hitlers letzte Offensive

https://www.ffh.de/podcast

 

Kurz vor Weihnachten 1944, der Zweite Weltkrieg scheint für Deutschland eigentlich schon verloren. Doch Hitler hat andere Pläne: In den verschneiten Wäldern der Ardennen startet er seine letzte große Offensive. Während amerikanische GIs im Westen überrascht werden und erbitterten Widerstand leisten, bricht im Osten die gigantische Winteroffensive der Roten Armee los. Wir tauchen ein in die Schicksale von Männern, die an verschiedenen Fronten für das gleiche Ziel kämpfen – das Ende der Nazidiktatur. Wie ergeht es den einfachen Soldaten in diesen entscheidenden Kriegswochen? Warum ist Hitlers Ardennenoffensive von Anfang an zum Scheitern verurteilt? Und wie bestimmt der Vormarsch der Roten Armee im Januar 1945 den weiteren Verlauf des Krieges?

 

Quellen:

Tagebuch von Lee Otts
Tagebuch von Wladimir Gelfand
1945 Victory in the West von Peter Caddick-Adams
Guns at Last Light · The War in Western Europe, 1944-1945 von Rick Atkinson
The Second World War von Antony Beevor
The Third Reich at War von Richard J. Evans



Transkribiert von TurboScribe.ai

 

___________________

   

        

Es ist Weihnachten, in den ersten Stunden des 25. Dezember 1944. Wir befinden uns im östlichen Teil der Ardennen im luxemburgischen Grenzgebiet.

Und Lieutenant Lee Odds aus Alabama liegt auf dem Bauch im Schnee. Sein Körper, den presst er in einen flachen Graben, weil alle paar Minuten deutsche Maschinengewehrkugeln über ihn und seine Kameraden hinwegpfeifen. Dann folgt ein kurzer Moment der Stille, und dann heulen die nächsten Salven durch die eisige Luft.

Lieutenant Odds, der ist gerade mal 22 Jahre alt, aber er trägt die Verantwortung für 40 Männer. Und diese 40 Männer, die kauern in dieser heiligen Nacht in ihren Stellungen und warten auf den Befehl, endlich vorzurücken. Odds, der kriecht immer wieder durch diesen flachen Schützengraben, schaut nach seinen Leuten, gibt ihnen Ratschläge: bewegt eure Beine, bewegt eure Hände.

Weil wenn sie das nicht tun, dann drohen ihnen Erfrierungen an den Händen, an den Füßen, im Gesicht. Und so kommt es auch tatsächlich. Ich zoome mal raus jetzt aus dieser Szene.

Zu diesem Zeitpunkt tobt der Zweite Weltkrieg seit fast fünfeinhalb Jahren in Europa. Die Alliierten stehen mittlerweile an den Grenzen des Deutschen Reiches. Doch hier in den verschneiten Ardennen hat Adolf Hitler wenige Tage zuvor eine gewaltige Offensive gestartet.

Er hat über 200.000 Mann und hunderte Panzer zusammengezogen, versteckt in diesem dichten Waldgebiet. Dann haben die Deutschen losgeschlagen und die Amerikaner völlig überrascht. Also ganze Einheiten sind eingekesselt worden.

Lieutenant Odds und seine Kompanie sollen jetzt Gegenangriffe starten, um die Deutschen zurückzudrängen. Aber die Wehrmacht stößt immer weiter vor, und mittlerweile wölbt sich die Front nach außen wie eine große Beule. Und genau das hat dieser Schlacht ihren englischen Namen eingebracht: Battle of the Bulge.

Wir kennen sie unter einem anderen Namen: wir nennen sie die Ardennen-Offensive.

Um 6.30 Uhr kommt dann der erwartete Befehl. Odds führt seine Männer aus dem Graben heraus, und jeder Schritt im knirschenden Schnee könnte ihr letzter sein, denn sie sind leichte Ziele.

Also die Soldaten tragen braune Wintermäntel, verschneite Waldlandschaft – sie heben sich gut davon ab. Und das sehen natürlich auch die deutschen Maschinengewehrschützen. Odds zum Beispiel sieht einen seiner Soldaten getroffen zusammensacken, der versucht sich dann nochmal blutend aufzurichten, schreit in seiner Verzweiflung und seinem Schmerz nach seiner Mutter, und dann peitscht eine neue Salve durch den Wald und der Mann verstummt für immer.

Nils, es ist jetzt genau 80 Jahre her, dass der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen ist – der grausamste und schlimmste Krieg, den die Welt bis dahin gekannt hat. Mindestens 60 Millionen Menschen sind ihm zum Opfer gefallen.

Wir nehmen dieses Jubiläum, diesen Jahrestag, zum Anlass, etwas ganz Besonderes zu machen. Wir werden die Geschichte des Kriegsendes in sieben Folgen erzählen. Keine Angst, das wird nicht sieben Wochen dauern, sondern wir werden zwei Folgen pro Woche releasen.

Und wir machen das, weil wir finden, dass man an die letzten Wochen, Monate des Krieges und an diesen Neubeginn, die man sich dann nach dem Krieg erinnern muss, erinnern sollte, weil man da eine ganze Menge daraus lernen kann, oder?

Ja, auf jeden Fall. Es stellt sich ja immer die Frage, wie vergangen ist die Vergangenheit wirklich? Und beim Zweiten Weltkrieg ist das ja wirklich eine Frage des Alltags. So heißt es ja: Jeden Tag, irgendwo in Deutschland, werden irgendwelche Fliegerbomben entdeckt und ausgebuddelt und die Leute müssen ihre Häuser verlassen.

Und das Entschärfer-Team muss kommen. Das ist immer noch unser Alltag. Und das ist ein gutes Symbol dafür, dass sich diese Welt, diese Fragen, die sich am Ende des Krieges gestellt haben, bis heute stellen.

Also diese Weltaufteilung zwischen den Mächten. Unser Verhältnis zu den USA müssen wir jetzt ja wieder diskutieren. Verhältnis zur Sowjetunion und zu Russland.

Der Staat, in dem wir leben. Wir leben immer noch in der Bundesrepublik Deutschland. Die Bundesrepublik Deutschland.

Das ist diese machtpolitische Dimension, aber auch diese idealistische Dimension. Also das Grundgesetz.

Ja, genau.

Die Gründung der Bundesrepublik, das Grundgesetz. Die Gründung der Vereinten Nationen. Dieses ganze Idealistische, dieser Aufbruch.

Diese wertgesteuerte Politik. Das alles, das werden wir in diesen Folgen sehen, woher das kommt. Warum die Leute gesagt haben, wir wollen jetzt mal hier uns moralisch auf eine höhere Stufe zu entwickeln versuchen.

Und diese beiden Pole, die bis heute die Diskussion, Stichwort Ukraine-Krieg, prägen. Wir wollen nie wieder Krieg und wir wollen nie wieder Auschwitz. Als Symbol für all die Menschenrechtsverletzungen und Grausamkeiten, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die man 1945 entdeckt hat.

Diese beiden Pole prägen uns immer noch.

Das hast du sehr schön zusammengefasst. Wir leben in einer Welt, die in dieser Zeit sozusagen entstanden ist.

Die in gewissem Sinne auch die Lehren zieht aus diesen schrecklichen Ereignissen. Es sind sehr, sehr schreckliche Ereignisse. Das ist eine Binse, aber ich betone das an dieser Stelle nochmal, weil die sieben Folgen, die wir über das Kriegsende machen werden, die werden dementsprechend grausam.

Und das ist eben eine Geschichte, die man erzählen muss, die aber schwer zu ertragen ist. Also wer das nicht möchte, die Folgen überspringen. Aber wir finden eben, dass man auch das Leid, auch den Schrecken erzählen muss, um zu verstehen, welche Schlüsse die späteren Generationen daraus gezogen haben.

Wir beginnen im Winter 1944/45. Und zu diesem Zeitpunkt haben sich die Alliierten bereits bis zu den Grenzen des Deutschen Reiches vorgekämpft. Und die Niederlage des NS-Regimes, das diesen Krieg ja 1939 begonnen hat – darf man nicht vergessen –, die scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Doch Adolf Hitler, der versucht noch einmal, das Blatt zu wenden.

Ich bin Joachim Telgenbüscher.

Ich bin Nils Hinkmer.

Und das ist Was bisher geschah von Wondery. In der ersten Folge unserer siebenteiligen Serie zum Ende des Zweiten Weltkriegs, da geht es mitten hinein in den Alltag zweier Männer, die in unterschiedlichen Armeen für das gleiche Ziel kämpfen: das Ende der Nazi-Diktatur.

Wir erzählen, was die Wehrmacht im Dezember 1944 zu ihrer letzten großen Offensive treibt, wie einfache Soldaten die letzten Monate dieses Weltkriegs erleben und warum sich ausgerechnet in den verschneiten Ardennen Hitlers Schicksal endgültig entscheidet.

Achtung, überraschender Einstieg, lieber Nils. Ich würde gerne mal eine Folge über die Geschichte des Humors machen.

Ich habe allerdings so meine Zweifel, ob das bei dir und bei euch da draußen so gut ankommt, ob euch das so interessiert wie mich.

Ich bin dabei, doch, doch.

Sehr schön, du bist nochmal auf meiner Seite.

Humor im 16. Jahrhundert, ja. Ja, darüber lachten die alten Römer.

Ich habe schon einen ernsten Gedanken dabei, weil ich wirklich finde, dass die Witze, die sich Menschen früher erzählt haben, uns sehr viel über sie und auch über ihre Zeit verraten können. Manchmal auch komplett unverständlich. Also wenn es lange genug her ist, weiß man überhaupt nicht mehr, wo der Witz hat.

Ja, das kommt noch dazu. Also kann man diese Witze überhaupt verstehen oder gibt es vielleicht sozusagen Witzmodelle, die schon Jahrtausende alt sind? Also finde ich, wie gesagt, sehr faszinierend. Und das gilt auch für die letzten Kriegsmonate.

Das ist ja unser Thema in dieser Miniserie. Jetzt könnte man natürlich einwenden, die Leute damals hatten doch nun wirklich gar nichts zu lachen. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Gerade in finsteren Zeiten, da sehen wir uns nach dem, was die Briten Comic Relief nennen, also die erleichternde Komik, ein bisschen ja irgendwie lachen, um den Schrecken zu ertragen.

Und im Sommer 1944, da kursiert zum Beispiel dieser Witz in Deutschland: Ein kleiner Junge, der schaut sich mit seinem Vater einen Globus an.

Der Vater erklärt: Schau hier, diese riesige Fläche hier, das ist die Sowjetunion, mit der wir im Krieg sind.

Und was ist das, fragt dann der Junge und zeigt auf eine andere große Fläche.

Das ist das britische Empire, mein Sohn, erklärt der Vater, mit dem wir auch im Krieg sind.

Und diese gewaltige Fläche hier drüben, das sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Mit denen wir ebenfalls Krieg führen. Und dann denkt der Junge kurz nach und fragt dann: Und wo ist Deutschland? Und dann zeigt der Vater auf einen kleinen Fleck in Mitteleuropa.

Der Junge denkt noch mal kurz nach und fragt dann: Sag mal Papa, weiß der Führer, wie klein das ist?

Ich habe auch noch einen. Wann ist der Krieg vorbei, fragte man sich in Berlin 1944. Keine Ahnung.

Wenn der Göring in die Uniform von Goebbels passt.

Erzählte Josef Goebbels selbst gerne. Da muss man dazusagen, Göring eher ein beleibter Mensch.

Ein Mann, der allen Gelüsten, glaube ich, nicht abgeneigt war. Und Goebbels eher klein. Wir kommen später noch dazu.

Aber Göring verliert dann auch sehr viel Gewicht. Aber das ist eine andere Geschichte.

Dieser Witz, den ich da gerade erzählt habe, das ist eigentlich so ein Beispiel für Galgenhumor.

So ein bisschen die deutsche Übersetzung von Comic Relief, nicht ganz. Aber sozusagen das Lachen, wenn man eigentlich nichts mehr zu lachen hat. Und das stimmt sogar im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn für so einen Witz, wenn man den erzählte damals in Deutschland und das jemand gehört hat und man denunziert wurde, dann konnte man wegen Wehrkraftzersetzung, so hieß das damals, auch schnell den Kopf verlieren.

Aber er bringt eben die Lage Deutschlands zum Jahreswechsel 1944/1945 sehr gut auf den Punkt. Weil das Deutsche Reich ist extrem in die Enge getrieben.

Es war ja mal sehr viel größer, also der Machtbereich der Nationalsozialisten.

Ja, aber es hält sich natürlich noch eine ganze Weile. Wir denken immer, dass mit der Anlandung der alliierten Truppen in der Normandie die Sache im Grunde gelaufen ist.

Und nach dem Verlust der Schlacht von Stalingrad im Osten. Aber es zieht sich.

Ja, auch weil NS-Deutschland ein gewaltiges Gebiet unterworfen hat.

Also zeitweise reicht Hitlers Macht vom Atlantik bis zur Wolga.

Du hast die Schlacht von Stalingrad erwähnt.

Vom Polarkreis bis nach Nordafrika.

Aber das ist arg zusammengeschrumpft. Und jetzt 1944, 1945, in diesem Winter, da ist eigentlich nicht mehr so viel davon übrig. Also die Alliierten rücken im Westen wie im Osten vor.

Im Rheinland und in Ostpreußen haben sie sogar schon kleine Landstriche erobert. Was Hitler noch kontrolliert, das ist Dänemark und Norwegen im Norden. Norditalien im Süden.

Außerdem Gebiete in Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei und Österreich. Es ist für ihn ein Albtraum, weil er kämpft an mehreren Fronten. Das wollte er eigentlich so, glaube ich, am Anfang nicht.

Und dementsprechend schlecht läuft die ganze Sache für die Nationalsozialisten. Mittlerweile hat Deutschland das letzte Aufgebot mobilisiert. Im September 1944, da wurde die Wehrpflicht auf alle Männer zwischen 16 und 60 Jahren ausgeweitet.

Das hieß ja, auch wir beide hätten da noch irgendwie in den Krieg ziehen müssen.

Und dafür haben sich die Nazis den martialischen Namen Volkssturm ausgedacht. Das klingt ja sehr machtvoll.

Ist in Wahrheit natürlich ein schlecht ausgerüstetes und auch schlecht ausgebildetes letztes Aufgebot, dass sie da in den Tod schicken, glaube ich.

Das kann man so sagen. Und dann kommt noch die materielle Seite dazu.

Also Deutschland kann auch die Verluste an Panzern, Flugzeugen und so gar nicht mehr wirklich ersetzen, weil die USA kämpfen ja auch mit. Und die USA sind eine gewaltige Industrienation, die stärkste Wirtschaftsmacht der Welt. Und sie steigern sich dahin.

Sie steigern die Rüstungsposition. Sie stellen das völlig um auf industrielle Produktion von Kriegsgeräten.

Ja, die Fabriken, die man so kennt.

Also die Ford-Fabriken in Detroit sind die, glaube ich.

Die stellen Panzer her oder Flugzeuge und so weiter.

Ja, auch Frauen arbeiten zunehmend.

Die Deutschen steigern die Produktion auch, aber das reicht nicht mehr aus. Denn das ist ja ein moderner Krieg und in einem modernen Krieg ist das, was in den Fabriken passiert, mindestens genauso wichtig wie das, was auf dem Schlachtfeld geschieht.

So, das haben wir jetzt geklärt.

Jetzt schauen wir einmal auf die Westfront. Mitte Dezember, also am Vorabend dieser deutschen Adennen-Offensive, die ich eben schon angesprochen habe. Da stehen die Westalliierten an der deutschen Westgrenze.

Das sind US-Amerikaner, aber auch Briten, Kanadier und Franzosen, was dich ganz besonders freuen wird.

Charles de Gaulle hat es geschafft. Über den haben wir auch schon eine Folge gemacht.

Er ist dabei. Es sind auch französische Piloten über Aachen bei dieser Aktion beteiligt.

Und einer davon mein Großvater.

Als Aufklärer.

Sehr gut.

Die Telgenbüschers waren meines Wissens nicht beteiligt.

Aber das ist toll. Ich würde jetzt mal sagen, auf der richtigen Seite. Er hat das nie so betont, komischerweise.

Aber das werden wir vielleicht nochmal anders diskutieren. Das ist aber ein guter Punkt, weil wir werden in dieser siebenteiligen Serie natürlich immer auch wieder auf die eigenen Familiengeschichten zurückkommen. Weil es ist zwar 80 Jahre her, aber das ist noch nicht so lange her, dass all diese Geschichten sozusagen vergessen sind.

Es prägt immer noch vielleicht auch ein bisschen die Erinnerungen in der Familie. Zurück zu den Alliierten. Die haben eine deutsche Großstadt schon erobert.

Das ist Aachen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie sind die Alliierten überhaupt hergekommen? Warum kämpft ein Mann wie Lee Odds aus dem fernen Alabama jetzt in den Ardennen und muss sich da in diesem eisigen Winter mit Wehrmachtssoldaten auseinandersetzen? Das liegt daran, dass Adolf Hitler auch den USA den Krieg erklärt hat. Am 11. Dezember 1941 war das, kurz nachdem sein Verbündeter Japan den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor in Hawaii angegriffen hat.

Warum er das getan hat, warum er sich dafür entschieden hat, auch noch die größte Wirtschaftsmacht der Welt anzugreifen, das ist nicht so ganz geklärt. Ich würde sagen, es war ein Fehler, auf jeden Fall.

Bis dahin sind sie ja daran gewohnt, immer die Alliierten, und dann die Amerikaner als Erste zu nennen. Aber es hat ganz schön lange gedauert, bis sich die Amerikaner entschieden haben. Wir haben ja begonnen die Szene mit dem jungen Mann aus Alabama.

Das ist natürlich weit weg für die, die sich gefragt haben, was sollen wir uns da jetzt im Schnee erschießen lassen für Deutschland. Sollen doch die Europäer selber schauen, was sie da angerichtet haben. Das hat ganz schön lange gedauert.

So eine Figur wie Charles Lindbergh, der Atlantiküberquerer, der große Pilot, einer der berühmtesten Männer seiner Zeit, war strikt dagegen. Er hatte selber solche Nazi-Sympathien. Das heißt, es gab da eine ganz starke Bewegung, die gesagt hat, lasst einfach die Europäer da ihren Kram alleine machen.

Diese Bewegung hatte einen Namen, America First. Ja, hat ein zeitgenössisches Echo. Aktuellen Anklang, aber dann mit Pearl Harbor und der deutschen Kriegserklärung war das dann vorbei.

Dann stiegen die Amerikaner ein, aber das ist natürlich relativ spät. Also es gab ja viele Stimmen, die gesagt haben, auch von Churchill vor allem, Macht, helft uns endlich. Das Arsenal der Demokratie, das Zitat von Roosevelt, das wollten die Amerikaner sein.

Sie haben also schon vorher die Briten mit Kriegsgütern und so weiter unterstützt. Aber sozusagen Dezember 1941, da treten sie wirklich in den Krieg ein. Und danach kämpfen auch Deutsche gegen Amerikaner.

Also Nordafrika zum Beispiel, dann später in Italien, auch im Atlantik, also Seekrieg mit U-Booten. Und dann gibt es natürlich noch die US-Bomber, die Deutschland dann angreifen. War ganz schön knapp übrigens mit dieser U-Boot-Flotte.

Ich stationiert übrigens in Bordeaux, da ist eine Stadt in Frankreich, die ich ganz gut kenne, bis heute zu besichtigen, dieser U-Boot-Bunker, eine riesige Anlage, eine Werft, die auch nicht zu zerstören ist, heute ein Kunstzentrum ist. Ein riesiges Ding, so groß wie ein Stadtviertel. Und diese U-Boote aus Bordeaux hätten beinahe die Versorgungslinien zwischen den USA und Großbritannien gekappt.

Die haben diese Convoys, die ja auch aus Kanada kamen und so weiter, versenkt. Und die Amerikaner haben wirklich im letzten Augenblick, Churchill hatte schon diesen Albtraum, dass eben diese Leute verhungern einfach auf seiner Insel. Die Amerikaner haben es geschafft, diese U-Boote in Schach zu halten durch bestimmte Scheinwerfer.

Weiß ich, von John Keegan, dem Großmeister. Erst als sie diese Scheinwerfer entwickelt haben, mit denen die Flugzeuge diese U-Boote im Wasser orten konnten und abschießen konnten, konnten auch diese Versorgungsschiffsconvoys wieder fahren. Also manchmal hängt es auch an solchen Details.

In dieser Endphase des Zweiten Weltkriegs, es war doch viel knapper, als wir uns heute einreden. Eine ganz wichtige Sache auch noch: Die Briten haben es geschafft, die deutschen Codes zu knacken. Man würde sagen, Kopfarbeiter haben da auch einen ganz, ganz wichtigen Beitrag geleistet.

Die Codeknacker von Bletchley Park, das wäre auch eine tolle Folge. Aber du hast völlig recht, es war sehr knapp. Also da sind sich Deutschen und Amerikaner schon begegnet.

Wo sie sich noch nicht auf dem Schlachtfeld gegenübergestanden haben, war West- oder Mitteleuropa. Das ändert sich dann am 6. Juni 1944 mit dem D-Day. Davon habt ihr bestimmt alle schon mal gehört.

Das ist die große Landung in der Normandie. Und das ist eine absurde Anekdote, aber Adolf Hitler, der ist ja nicht nur Oberbefehlshaber der Wehrmacht, er ist auch ein notorischer Spätaufsteher gewesen, und der verschläft den Beginn dieser Invasion. Und seine Entourage zögert stundenlang, ihn zu wecken.

Er ist ja Oberbefehlshaber, eigentlich müsste er das natürlich sofort erfahren. Und der höchste deutsche General im Westen, Erwin Rommel, der ist zu dieser Zeit gerade auf Heimatbesuch. Seine Frau hat nämlich Geburtstag.

Also das ist von deutscher Seite, würde man heute sagen, ein Epic Fail. Aber aus alliierter Sicht natürlich ein ganz, ganz wichtiger Sieg. Denn es gelingt eben den Alliierten, wirklich eine ganze Armee an Land zu bringen.

Kriegsmaterial, Panzer und so weiter. Und sie setzen sich da fest. Sie erobern so einen Brückenkopf.

Das dauert dann zwei Monate, bis sie aus dieser ersten Basis ausbrechen. Aber danach geht es dann wirklich sehr schnell. Wichtige Rolle hier auch die französische Résistance, auch heldenhaft.

Also zu diesem Zeitpunkt dann etwas besser organisiert als zu Beginn des Krieges. Und natürlich unter großen Opfern von Männern und Frauen, die dann versuchen, die Wehrmachtskräfte und die Deutschen zu verwirren, in die Irre zu schicken, zu schwächen, Sabotageakte zu machen, die Züge auf das falsche Gleis zu locken und so weiter. Ganz harte Repressionen auch gegen die Zivilisten damals.

Ja, was ist der Moment, in dem Frankreich befreit wird? Also Ende August erreichen die Alliierten Paris und dann Nordfrankreich, Brüssel wird befreit. Und dann schließlich fällt auch Antwerpen. Das ist der wichtigste Hafen dann für die Alliierten.

Also vorher sind sie wirklich durch so Behelfshäfen, die sie in der Normandie gebaut haben, versorgt worden. Und dieser Hafen in Antwerpen, der wird in dieser Folge nochmal sehr wichtig werden. Also merkt euch den Namen.

Jetzt sind wir im Herbst 1944 und das ist auch der Moment, an dem Lieutenant Lee Odds, von dem wir ja zu Beginn dieser Folge gehört haben, in Frankreich ankommt. Der ist 22 Jahre alt, also junger Mann aus Alabama, frisch von der Uni, hat, glaube ich, Chemie studiert. Und der gehört zu einem Kontingent von US-Soldaten, die nach Europa geschickt werden, um die Verluste der vergangenen Monate auszugleichen.

Warum sprechen wir ausgerechnet über Lee Odds? Weil er Tagebuch geführt hat. Und dieses Tagebuch, das gibt uns einen seltenen, direkten Einblick in den Alltag eines ganz normalen Soldaten. Wir wollen uns nämlich in dieser Miniserie nicht nur den großen Schlachten widmen, den Konferenzen der politischen Führer, den Verhandlungen, all das, was dazugehört, sondern wir wollen auch schauen, wie ganz einfache, normale Leute den Krieg erlebt haben, also Soldaten auf beiden Seiten, deutsche Zivilisten, aber auch die Opfer des NS-Regimes, zum Beispiel Häftlinge in den Konzentrationslagern.

Also all das erwartet euch in dieser Miniserie. Tagebuch führen ist immer eine gute Idee. Also wenn ihr Tagebuch schreibt, dann zukünftige Historiker und Historikerinnen werden sich sehr darüber freuen.

Dieser Lee Odds, der hat sein Tagebuch später überarbeitet, das muss man dazu sagen. Also er hat es nicht so aufgeschrieben, wie er das im Moment erlebt hat. Also vielleicht hat er da redigiert, Dinge weggelassen, Dinge hinzugefügt, aber wie dem auch sei, das ist wirklich eine wichtige Quelle.

Was ich bemerkenswert finde, ist, wie jung diese Männer sind, die da kämpfen. 22 Jahre. Ich weiß nicht, was du mit 22 Jahren gemacht hast.

Warst du an der Uni da wahrscheinlich gerade frisch?

Im AStA.

Im AStA, siehst du? Studentenpolitik. Ich war auch an der Uni und da ist man in diesem Alter schon eine Führungskraft.

Er ist ja Lieutenant, also er kommandiert 40 Mann. Er hat so ein bisschen, Kampferfahrung will ich nicht sagen, aber er weiß, wie man mit einem Gewehr umgeht. Er ist natürlich ausgebildet worden, ist aber auch schon früher in seiner Heimat regelmäßig zur Jagd gegangen.

Und am 18. November 1944, da stößt Lee Odds zu seiner neuen Einheit. Diese Einheit, die gehört zur Armee eines legendären amerikanischen Generals, nämlich George Patton.

Ja, einer der vielen, wie soll man sagen, natürlich Männer, wie es sie heute nicht mehr gibt.

Absolut ruchlos und dabei auch erfolgreich. Darum haben die Leute auch so eine Abneigung vor dem Krieg.

Egal auf welcher Seite, weil eben auch gerade solche Figuren nötig sind, damit man da Erfolge erzielt.

Schwierig, da so ein Label für ihn zu finden. Er ist ein harter Typ, er ist kompromisslos und er hat auch schon für Schlagzeilen, also für Unruhe in der US-Armee gesorgt.

Er hat nämlich 1943 während des Sizilien-Feldzugs zwei Soldaten im Lazarett geohrfeigt. Die sogenannten Slapping Incidents. Diese Männer, die waren im Lazarett, weil sie unter, wir würden heute sagen, PTSD leiden.

Post Traumatic Stress Disorder, also die Nachwirkung von extremem Stress und einer Traumatisierung.

Genau, Patton lässt das nicht gelten, der hält die für Feiglinge und traumatisiert, das ist für ihn eine Ausrede. Er gibt denen dann Ohrfeigen und das löst wirklich einen nationalen Skandal in den USA aus.

Aber Patton behält seinen Job, der wird gebraucht und im Herbst 1944 steht dann Pattons Armee in Lothringen, also kurz vor der deutschen Grenze. Auftrag ist, die deutschen Linien durchbrechen und dann bis ins Saarland vorzustoßen.

Wenn wir uns jetzt mal anschauen, was Lee Odds in dieser Zeit so in sein Tagebuch schreibt, also dazu zählen zum Beispiel Überlebenstipps, die ihm ein anderer Lieutenant mit auf den Weg gibt:

Regel Nummer 1, du darfst auf keinen Fall so aussehen auf dem Schlachtfeld wie ein Offizier, also das heißt, keine sichtbaren Insignien an der Uniform tragen, auch keine Offiziersmäntel, weil darauf achten die deutschen Scharfschützen als erstes, sie wollen sozusagen gezielt die Anführer ausschalten.

Die Amerikaner erzählen, dass die Deutschen angeblich für jeden erschossenen Offizier dann drei Tage Sonderurlaub bekommen.

Und der Tätigende wurde Beginn des Krieges einmal abgeschossen und hat dann zu seinem Missvergnügen feststellen müssen, dass in der Tat die Flugzeuge versucht haben, ihn und seine Kameraden zu erschießen, weil in der Tat die Überlegung war, dass man eben für die Pilotenausbildung, was mein Großvater war, viel länger braucht, als für die Herstellung eines Flugzeugs.

Deswegen, es war irgendwie rationaler, die Männer abzuschießen, hat mein Großvater dann instinktiv verstanden.

Naja, hat sich dann noch gerettet, also wenn man ihn dann erschossen hätte, als Gefangene, aber nicht als Gefangene.

Nee, er war am Boden und die haben ihn alle angeschossen, aber gut, darauf kam es damals schon auch nicht mehr.

Ein anderer Ratschlag, den Lee Odds bekommt: immer in Bewegung bleiben, wenn man angreift, denn, Zitat: "Wenn du anhältst und den Hainis Zeit gibst, ihre Mörser und Artillerie auf dich einzuschießen, bist du erledigt."

Hainis, auch Jerrys oder Krauts, die Mörser müssen tatsächlich, das hatte mir mal einer erzählt, der ausgebildet wurde, ein alter Verwandter, du schießt dann immer dreimal, um dein Ziel zu erreichen: einmal zu weit, also du näherst dich — die hatten ja damals nicht so gute Satellitenbilder —, sondern mussten sich tatsächlich so geometrisch, quasi mit dem Geodreieck so nähern, und dann schießen sie ein paar Mal, und das dritte Mal denkst du, die schießen ja immer daneben, und dann bist du aber dran beim letzten Mal. Und dann bist du dran bei den letzten Lebenstipps.

Was auch noch dazu zählt: Lieutenant Odds, der lernt auch, Geschosse der Deutschen am Klang zu erkennen, also noch bevor die einschlagen. Zum Beispiel erfährt er, dass die Granate eines 88-Millimeter-Geschützes ein besonderes Heulen macht, das klingt wie, Zitat: "das Schreien einer wahnsinnig gewordenen Frau." Also das sind so die Dinge, die er da on the job dann noch lernt und die wahrscheinlich sehr nützlich sind.

Wenn wir jetzt einmal noch die Vogelperspektive einnehmen und auf das Kriegsgeschehen schauen, kann man sich ja fragen, warum die Amerikaner im November 1944 überhaupt noch gegen die Deutschen kämpfen, weil damit haben sie ja nicht gerechnet. Weil der Vormarsch so gut lief, nachdem sie da in der Normandie aus dem Brückenkopf ausgebrochen sind. Wie gesagt, Paris befreit, und einige haben gedacht, also im Oktober spätestens ist dieser Krieg vorbei.

Das haben wir auch in unserer Folge über das Tagebuch der Anne Frank gesehen, dass auch die Familie Frank natürlich daran denkt und hofft, dass die Alliierten so schnell vorrücken, dass sie auch bald befreit werden.

Ja, dann stoßen sie allerdings auf ein großes Hindernis: den Westwall. Das ist so eine 600 Kilometer lange Verteidigungsanlage an der Westgrenze des Deutschen Reiches. Die hat Hitler schon ab 1936 errichten lassen.

Sie versuchen im September 1944 den Westwall nördlich zu umgehen, so einer gewaltigen Luftlandeoperation. Die geht allerdings schief.

Wer wissen will, warum, der sollte sich den Filmklassiker Die Brücke von Arnheim anschauen, da wird das erzählt. Also sie kämpfen sich da fest, da am Westwall. Besonders heftig sind die Kämpfe im Hürtgenwald südöstlich von Aachen.

Der gilt manchen Amerikanern, Zitat: "als der schlimmste Ort von allen." Dicht bewachsen, dunkel, steile Hänge. Also das ist ein albtraumhaftes Gelände, um da anzugreifen.

Und dementsprechend bezahlen die Amerikaner jeden Meter Boden, den sie da gut machen, mit enormen Verlusten.

Die Deutschen, die spielen wiederum auf Zeit. Das ist natürlich für uns Nachgeborene auch immer wieder so eine der Fragen, die sich in dieser Phase des Krieges stellen.

Warum geben die nicht auf? Es ist nicht mehr zu gewinnen. Da sieht man diese Macht von einerseits der Nazi-Ideologie und dann dem, was die Armee macht. Es gibt da keinen freien Willen.

Die rationale Entscheidung wäre zu sagen: "Okay, ich gebe auf, die Amerikaner werden mich schon gut behandeln." Aber du bist kein Individuum mehr, du bist so im Griff dieser Maschinen, dass du halt kämpfst, als ginge es um alles. Das ist der Unterschied zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg.

Wenn man die deutsche Führung betrachtet: Die Führung im Ersten Weltkrieg kämpft zwar auch sehr lange, aber dann, als es wirklich auf die deutschen Grenzen zugeht, schießen sie einfach im Stillstand. Und im Zweiten Weltkrieg die Nationalsozialisten, Adolf Hitler und so weiter, die machen weiter bis zum bitteren Ende und zwingen natürlich all diejenigen, die vielleicht aufgeben wollen.

Ja, das war ja die Lehre, die politische Lehre von Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg, der gesagt hat: "Okay, wir haben tapfer gekämpft, wir sind verraten worden, und beim nächsten Mal passiert mir das nicht." Das heißt, ich suche da Rache. Und die Franzosen haben den Kettenschluss gezogen.

Ja, das wird also jetzt durchexerziert: der Kampf bis zum bitteren Ende.

Hitler denkt aber: "Okay," plant er eine neue Offensive, und diese Offensive soll dann endgültig das Kriegsglück im Westen nochmal zu seinen Gunsten wenden.

Ein Gedanke, den ich hier noch anbringen will, weil ich ihn für sehr wichtig halte: Für uns Nachgeborene ist es sehr leicht, diese Kämpfe vom Ende her zu betrachten. Wir wissen heute, die Alliierten, die werden gewinnen, und wir kennen das Ende. Aber für die Soldaten, die da mittendrin stecken, also auch für Männer wie Lee Odds, sieht das ganz anders aus.

Die kennen das Ende noch nicht. In Todesangst. Sie wissen: Jeder falsche Schritt, der kann ihr Ende bedeuten.

Lee Odds, der empfindet den Krieg teilweise aber wie so ein großes Abenteuer. Den scheint das jetzt nicht so mitzunehmen, aber er beobachtet bei Kameraden schon so etwas, was er Battle Fatigue nennt, also eine Schlachtenmüdigkeit.

Die Nerven machen nicht mehr mit. Ein GI, der verliert zum Beispiel sofort die Fassung, wenn er ein deutsches Maschinengewehr hört. Ein anderer, der kauert in seinem Graben und weint.

Ja, auch die Überlebenden haben diese Erfahrung auf deutscher Seite nie mehr losgelassen. Ich kann mich irgendwie erinnern, als ich ein Kind war, dass wir viele Erwachsene hatten, Frauen wie Männer, die solche Marotten hatten.

Wir haben als Kinder darüber gelacht. Einer hat immer gesagt: "Ich kann kein Brot wegwerfen." Das haben alte Leute damals oft gesagt. "So ein Brot muss ich," — das war natürlich eine Folge dieser Hungererlebnisse.

Oder an Silvester: "Ich kann dieses Gebölle überhaupt nicht ertragen. Da geht es mir total schlecht." Da haben wir als Kinder gelacht: "Was sind das für Geschichten aus alter Zeit?" Aber das sind natürlich Begleiterscheinungen des Krieges.

Und auch das Männerbild: Viele in ihrer Familie haben gesagt: "Mein Vater, mein Großvater, der war so: Indianer kennen keinen Schmerz und reiß dich zusammen" und so was.

Das sind alles Überlieferungen, das sind Erbe aus dieser Kriegszeit, das bis in die Familien reicht. Es hat auch lange gedauert, bis man wirklich gelernt hat, was der Krieg mit Menschen macht.

Also PTSD, Post Traumatic Stress Disorder, ist erst 1980 offiziell als psychische Erkrankung anerkannt worden. Da spielt dann auch die Erfahrung des Vietnamkriegs eine wichtige Rolle.

Was ich in Odds' Bericht nicht finde, das ist Hass auf die Gegner. Und auch keine heroischen Reden über den Kampf gegen Hitler. Bei meinem Großvater auch nie, komischerweise.

Ich frage mich, ob das damals damit zu tun hat, dass diese ganze Tragweite der nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere die Konzentrationslager im Osten, auf die wir ja noch zu sprechen kommen, dass das erst so in die Öffentlichkeit kam, dass diese Soldaten jetzt gar nicht gekämpft haben, um diese Seite der Nazi-Herrschaft zu beenden, sondern im Wesentlichen einen klassischen Krieg geführt haben und gar nicht diese Menschenrechtsverbrechen.

Diese moralische Überlegenheit, die ja objektiv bestand, war für diese Handelssoldaten ganz selten nur ein Thema.

Man könnte auch sagen: "Na ja, er hatte anderes zu tun. Er befindet sich in einer Extremsituation."

Stimmt. Und er beschreibt dementsprechend auch so das Leben, das Überleben an der Front, einfach dieses tägliche Aushalten. Und vielleicht hat er gar nicht die Zeit, gar nicht die mentale Kapazität, sich noch Gedanken über die Deutschen zu machen.

Außerdem erlebt ja jeder Soldat nur einen winzigen Ausschnitt des Krieges. Und dazu gehören wahrscheinlich auch die deutschen Verbrechen. Und das große Ganze, das überblicken die Frontsoldaten eben kaum.

Das tun dann eventuell die Generäle oder halt sehr viel später die Historikerinnen und Historiker.

Mitte Dezember ist Lieutenant Odds dann immer noch in Lothringen stationiert. Weiter nördlich, also quasi zwischen Aachen und Lothringen im Süden, da liegt ein Frontsektor, der seit Monaten ruhig geblieben ist.

Das sind die Ardennen. Und die haben wir ja schon zu Beginn der Folge erwähnt. Dieser Sektor ist sogar so ruhig, dass die GIs ihn die Ghost Front nennen, also die Geisterfront.

Die Amerikaner rechnen überhaupt nicht, dass die Deutschen noch mal einen Großangriff starten können. Und erst recht nicht da in diesem schwierigen Gelände der Ardennen. Also, das ist so ein bisschen ihr blinder Fleck auf der Karte.

War schon 1940 so, als die Wehrmacht nach Frankreich angegriffen hat, sind sie ja auch über die Ardennen gekommen. Das war damals genau das Gleiche bei einem französischen Generalstab. Man hielt es für unmöglich, dass die die Ardennen überwinden.

Auch hier wieder Teil meiner Familiengeschichte und Folklore: Großvater war Aufklärungspilot gewesen. Einer seiner Kollegen war eben der Flieger, der gesagt hat: "Die Deutschen kommen aber gerade über die Ardennen."

Ich hab's gesehen, er landete gerade von so einem Flug. Die waren dabei in Metz stationiert, glaub ich, zu der Zeit. Und der Mann wurde beurlaubt, weil seine Vorgesetzten gesagt haben, es ist unmöglich.

Was du uns hier berichtest, offenbar brauchst du mal hier ein paar Tage frei. Er wurde dann straff versetzt und in den einstweiligen Ruhestand für einige Tage versetzt. Weil er eben diese angebliche Fehlmeldung gemacht hat.

Dauerte es nicht mehr lang. Genau auf diesen Überraschungseffekt setzt Hitler dann jetzt auch im Dezember 1944. Am 16. Dezember geht's dann wirklich los. Da starten drei deutsche Armeen ihren Angriff in den Ardennen. In dichtem Nebel und Schneetreiben.

Das ist wichtig, weil sie sozusagen gerade in der Luft unterlegen sind. Und wenn schlechtes Wetter herrscht, können die Alliierten ihre Flieger nicht in die Luft schicken. Wie groß diese deutsche Streitmacht ist, da variieren die Angaben in den Quellen etwas.

Aber es sind sicherlich um die 200.000 Soldaten und Hunderte Panzer. Denen gegenüber sind die US-Linien ziemlich dünn besetzt. Also, die Ausgangslage ist ziemlich gut.

Hitler hat über Monate im Geheimen an diesem letzten großen Schlag gearbeitet. Angeblich ist ihm die Idee dazu gekommen, als er mit Gelbsucht im Bett lag und irgendwie über einer Karte brütete. Und der Gedanke, diesen Sieg aus dem Mai 1940 noch mal zu wiederholen, das war wahrscheinlich sehr verführerisch für ihn.

Das Ziel dieser Offensive: schnell die Front durchstoßen, über die Maas setzen, so wie 1940. Und als Hitler in einer Besprechung mit hohen Generälen nach dem Endziel dieser Offensive gefragt wird, da platzt er nur mit einem einzigen Wort heraus: „Antwerpen.“

Unterschied ist halt zum Mai 1940, dass die französische Armee damals praktisch nicht mehr existiert, gar nicht die Möglichkeit hat, einen Gegenangriff zu starten. Und das ist natürlich da ganz anders, weil eine gewaltige amerikanische Militärmacht dahinter ... Etwas weiter halt, aber sie werden kommen.

Genau, absolut. Also, die Bedingungen sind überhaupt nicht zu vergleichen. Antwerpen, das ist ja der zentrale Hafen, über den der Nachschub der Alliierten läuft. Davon möchte Hitler also die Alliierten abschneiden.

Im Idealfall hofft er sogar, dass er die Briten, die im Norden kämpfen, und die Amerikaner, die etwas weiter südlich stehen, durch diese Offensive voneinander zu trennen, also die Briten quasi einzuschließen. Das wäre dann wirklich eine Wiederholung vom Mai 1940. Und wenn ihm das gelingt, so glaubt er, dann werden die Westalliierten mit NS-Deutschland einen Separatfrieden schließen.

Und dann können sie alle gemeinsam irgendwie gegen die Rote Armee im Osten kämpfen.

Du lachst. Ja, es ist so ein klassischer Fall von sich auf andere schließen, weil er hat ja auch seinen Pakt mit der Sowjetunion, den Hitler-Stalin-Pakt, gebrochen und die Sowjetunion angegriffen.

Das heißt, er unterstellt halt, dass alle so handeln wie er, dass jede Abmachung brechen, um machtpolitisch kurzfristige Interessen zu realisieren. Aber die Alliierten haben da ganz andere Absprachen getroffen und sind alle zusammen entschlossen, erst mal das Hitler-Regime zu Fall zu bringen. Das ist ja die eine Sache, die sie gemeinsam haben.

Diese sehr unterschiedlichen Verbündeten werden dadurch zusammengeschweißt, dass sie Hitler stürzen wollen. Er verkennt da komplett die Lage, hat auch wirklich eigentlich ein völlig falsches Bild von seinen Gegnern. Und selbst Hitlers eigene Generäle sind skeptisch.

Also, die wissen, Treibstoff und Munition ist viel zu knapp. Also, sie haben gar nicht genug Benzin, um die mehr als 200 Kilometer bis Antwerpen durchzuhalten. Sondern der Plan sieht vor, dass sie unterwegs von den Alliierten Treibstoffvorräte erbeuten und dann weiterfahren.

Also, da sind viele Unwägbarkeiten, viele Dinge, die da glattgehen müssen, damit dieser Plan aufgeht. Das große Problem dahinter, hinter diesem Plan, ist eigentlich, dass Hitler seinen Generälen überhaupt nicht mehr traut. Er hat auch ein bisschen Grund dazu.

Stauffenbergs Attentat vom 20. Juli 1944. Das ist erst ein paar Monate her.

Also, er denkt, die sind eh nicht mehr auf meiner Seite. Und dann kommt noch was dazu. Adolf Hitler ist einer von diesen Menschen, die glauben, dass sie alles am besten wissen.

Dass sie alles selber machen müssen. Typisch Chef halt. Typisch Chef, kommt noch dazu, dass er absolut keine militärische Erfahrung hat.

Und das Ergebnis ist eben diese wirklich sehr dumme Offensive. Meine Theorie, jeder hat ja so sein Bild von Hitler. Und meine Theorie ist, dass Hitler aber auch gewillt ist und diese ganze Clique schon genau wissen, was sie für Verbrechen begangen haben.

Und es sind halt Männer, die im Leben wenig zu erwarten hatten. Hitler hat ja irgendwie einen ganz eigenen Lebenslauf bis dahin. Und er denkt, Wahnsinn, wie weit ich schon gekommen bin.

Und er rettet sich von Woche zu Woche und denkt, dass man mich immer noch nicht aus dem Verkehr zieht. Ich glaube, dass diese Leute, dass sie auch mit Selbstmord enden, das überrascht überhaupt nicht, dass sie zum Schluss in dieser Falle sind. Aber er versucht, auf Zeit zu spielen.

Dieses Attentat war sehr, sehr wichtig am 20. Juli. Auch in den Berichten von seinem letzten Geburtstag, dann 45 am 20. April, wird immer wieder verzeichnet, dass die Leute quasi, um ihn zu trösten oder ihm zu schmeicheln, weil die Generäle machen ja doch jede Schweinerei noch mit bis zum Schluss, sagen: „Mein Führer, Sie haben ja den 20. Juli überlebt. Da hat doch sicher die Vorsehung – man sagt nicht mehr der liebe Gott, aber die Vorsehung – noch Großes mit Ihnen vor.“

Insofern ist er da völlig scheuklappenartig unterwegs und ist von Fakten überhaupt nicht mehr zu beeindrucken. Ja, er ist beratungsresistent und faktenresistent. Das können wir schon mal festhalten.

Immerhin, eins läuft: die Deutschen haben den Überraschungseffekt auf ihrer Seite. Die Alliierten, die werden völlig überrumpelt. Schon am Abend des ersten Tages müssen etwa 7.000 eingekesselte US-Soldaten sich ergeben.

Das ist die größte Massenkapitulation der Amerikaner in Europa während des gesamten Krieges. Also ein erster Erfolg.

Am zweiten Tag der Offensive, da kommt es zu einem der berüchtigsten Verbrechen, das deutsche Truppen an der Westfront begehen. Und zwar am 17. Dezember 1944.

Es ist ein kalter Sonntagmittag in Malmedy, ein verschlafenes Städtchen im Osten Belgiens. Und da ist ein Beobachtungsbataillon der US-Armee unterwegs. 140 Männer, 33 Fahrzeuge, die müssen in Erfahrung bringen, wo die deutsche Artillerie steht, das ist ihre Aufgabe.

Und sie haben gerade ihr Mittagessen beendet. Es gab Hackfleisch, Erbsen und Dosenananas. Du verziehst den Mund, aber das ist gar nicht schlecht.

Die Stimmung bei denen ist angespannt. Klar, sie sind ja in Frontnähe. Aber sie sind jetzt nicht sonderlich alarmiert.

Und sie sind unterwegs in Richtung Südosten. Da sollen sie eingesetzt werden. Und während diese Kolonne durch die winterlichen Straßen Malmedies rollt, da kommen belgische Zivilisten und versuchen, die Amerikaner zu warnen.

Also, die gestikulieren wild in ihre Richtung und rufen Bosch, Bosch. Du weißt, was das heißt. Das ist französische Schimpfwort für Deutsche.

Genau, sehr, sehr unfreundlich. Aber lost in translation, die GIs verstehen das nicht. Die denken, ach, das ist aber nett und winken freundlich zurück.

Und deswegen ahnen sie nicht, dass schon eine SS-Kampfgruppe auf sie wartet. Die steht unter dem Kommando von Obersturmbannführer Jochen Peiper, der mit seinen Männern tief in die amerikanischen Linien vorgestoßen ist. Und deswegen gehen die Amerikaner der SS in die Falle.

SS bis zum Schluss ihrem grausigen Ruf treu. Hitler in seinem Misstrauen der Wehrmacht gegenüber setzt auch gegen Kriegsende immer stärker auf die SS und deren Kampfgruppen. Und sie sind, ja, sie sind so brutal und grausam wie anderswo auch.

Als diese amerikanische Einheit dann auf die SS-Männer trifft, ist der Zusammenstoß plötzlich, überraschend, brutal. Die Amerikaner sind völlig unvorbereitet. Maschinengewehre schießen auf sie, Panzer schießen auf sie.

Und dieser ungleiche Kampf, der dauert nur zwei Minuten. Dann befiehlt Peiper ziemlich wütend seinen Leuten, das Feuer einzustellen. Weil es sind zu diesem Zeitpunkt schon 15 nagelneue US-Lastwagen zerstört worden.

Und der denkt sich halt, na ja, das ist eine Verschwendung. Diese Wagen können die Deutschen gut gebrauchen. Sie haben ja, wie gesagt, zu wenig Material.

Nach diesem Gefecht liegen viele Amerikaner tot im Schnee. Anderen gelingt die Flucht. Die setzen sich ab in die Wälder oder in einen nahen Graben.

Viele andere müssen sich aber auch ergeben. Und diese Gefangenen, die werden mit erhobenen Händen auf ein schneebedecktes Feld getrieben. Dort stellen SS-Männer sie in acht Reihen auf, durchsuchen sie, so Ringe, Zigaretten, Uhren, Handschuhe, alles, was irgendwie Wert hat, wird konfisziert.

Was dann passiert, ist nicht ganz klar. Wir wissen nur, dass die SS irgendwann das Feuer auf diese Gefangenen eröffnet. Und auch danach durch dieses blutige Feld schreiten und Überlebenden noch in den Kopf schießen.

Rufen irgendwie: „Da kriegt noch einer Luft.“ Oder: „Dieser hier atmet noch.“ Insgesamt erschießen diese SS-Männer beim sogenannten Malmedy-Massaker gut 80 amerikanische Kriegsgefangene.

Aber eben nicht alle. Ein Dutzend GIs, die stellen sich tot. Und die harren dann mehr als zwei Stunden lang regungslos zwischen den Leichen aus, bis dann die SS genug hat und sich verzieht.

Das sind unsere Zeugen für später. Das sind die Zeugen. Es gibt immer wieder diese Debatte, war die Waffen-SS nur eine Erweiterung der Wehrmacht? War das das Gleiche, immer wieder, wenn Täter aus der SS später ... Günter Grass war so ein Fall, wo man gesagt hat, er war SS-Mitglied.

Im Grunde war es nicht so schlimm. Und Überlebende wie Louis Begley im Osten haben gesagt, wir wussten genau, wenn wir uns verstecken wollten, wenn die SS uns findet, ist das das Ende. Nur bei normalen Wehrmachtsoldaten konnte man manchmal darauf hoffen, dass der einen laufen lässt.

Aber das ist eben der Geist der SS, den wir hier sehen, so kurz vor Schluss diese Männer dahin zu richten. Die Beteiligten an diesem Massaker, die werden später vor Gericht gestellt nach dem Krieg. Auch Obersturmbannführer Jochen Peiper.

Der wird auch zum Tode verurteilt. Aber das ist eine Geschichte, die wir zum Beispiel in unserer Folge über Dr. Werner Best gehört haben. Er wird zwar verurteilt, aber er kommt später frei.

Dann arbeitet er sogar für Porsche eine Zeit lang und für einen Stuttgarter Verlag. Peiper stirbt erst 1976, und zwar unter sehr mysteriösen Umständen. Und zwar bei einem Brandanschlag auf sein Haus in Frankreich.

Also, man könnte auch sagen: Karma is a bitch. Also, ihn erwischt es dann irgendwie doch. Aber es ist schon bemerkenswert, dass er, der da die Verantwortung trägt, seine Strafe nicht bekommt.

Die Nachricht von diesem Blutbad, die läuft klar durch die amerikanischen Linien. Und unterdessen marschiert die Wehrmacht weiter Richtung Westen vor und kesselt rund 12.000 amerikanische Soldaten in Bastogne ein. Das ist eine belgische Kleinstadt.

Das ist eine richtige Katastrophe, weil die abgeschnittenen Amerikaner haben keine Winterkleidung. Es ist minus 20 Grad. Die Munition geht ihnen aus.

Das heißt, sie brauchen Hilfe, und zwar schnell. Deshalb werden Lieutenant Otz und seine Männer praktisch über Nacht in Trucks und Jeeps verfrachtet und in Richtung Front geschickt. Am Tag des Malmedie-Massakers, da marschieren Zehntausende von US-Soldaten in die Ardennen.

Später kommen da noch 100.000 weitere. Für Adolf Hitler und die Deutschen wird's jetzt eng. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen das Wetter.

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Mitte Dezember 1944. Da läuft Hitlers letzte große Offensive. Das ist der verzweifelte Versuch, das Glück an der Westfront doch noch zu wenden.

Ziel des Angriffs ist der Hafen von Antwerpen. Aber die deutschen Armeen kommen viel langsamer voran als geplant. Auch weil die Amerikaner an vielen Punkten zähen Widerstand leisten.

Zum Beispiel in der Stadt Bastogne, wo mehr als 10.000 GIs eingeschlossen worden sind von der Wehrmacht. Der Mann, durch dessen Augen wir ja diese Schlacht miterlebt haben, Lieutenant Lee Odds, und seine Kameraden, die gehören zu den Truppen, die diese eingekesselten Amerikaner in Bastogne befreien sollen. Sie sollen vor allem die Flanke der Division decken, die dann zu den Belagerten vorstoßen wird.

Der kommandierende US-General George Patton, der notiert am 25. Dezember 1944 in seinem Tagebuch: „A clear, cold Christmas, lovely weather for killing Germans.“
Ein klarer, kalter Weihnachtstag, herrliches Wetter, um Deutsche zu töten.

Patton haben wir schon eben kennengelernt. Die Worte passen zu ihm, oder?
Ja, absolut. Der klare Himmel sorgt natürlich, er meint damit, die Hoheit und Luftunterstützung, die sie bei diesem Vorhaben dann, auf die sie zählen können.

An diesem Weihnachtstag, da ereignet sich auch die Szene, die wir zu Beginn dieser Folge gehört haben.
Ja, diese Kämpfe in diesem verschneiten Wald in den Ardennen. Die Gefechte sind hart, Verluste sind hoch.

In dieser Nacht ziehen sich die Deutschen aus dem Ort zurück. Und die Amerikaner besetzen ihn. Lieutenant Otz, der schreibt später: „Wären die Kämpfe nicht gewesen, hätte das eines der schönsten Weihnachtsfeste sein können, die ich je erlebt habe. Die sanften Hügel, die schneebedeckten Felder machen es trotz der Kämpfe zu einem Weihnachtsfest, das ich nie vergessen werde.“

Es gibt auch einen anderen Zeitzeugen, Georg Stefan Troller, der Journalist, der immer noch lebt, wenn wir das hier aufnehmen. Der erinnert sich auch an diese Zeit.

Er war Wiener Jude und mit der amerikanischen Armee vorgerückt. Der wollte unbedingt auf deutschem Gelände einen Tannenbaum fällen. Hat er auch gemacht, lebensgefährliche Aktion, aber er dachte, er musste aus Deutschland sein.

Am 26. Dezember wird Lieutenant Otz' Regiment die Reserve abgezogen. Die Schlacht geht natürlich weiter.

An diesem Tag gelingt den Amerikanern der entscheidende Durchbruch. Sie knacken den Belagerungsring um Bastogne, erreichen die Stadt, befreien ihre Kameraden. Die Verteidiger haben kaum noch Munition zu diesem Zeitpunkt, aber sie haben durchgehalten.

Bastogne ist jetzt in amerikanischer Hand. Das ist wirklich der Wendepunkt der Schlacht, das ist der Wendepunkt der Ardennen-Offensive. Weil Hitler hat ja auf schlechtes Wetter gesetzt.

Solange es bewölkt ist, es schneit, können die Alliierten ihre Luftüberlegenheit nicht zum Tragen bringen. Aber schon am 23., 24. Dezember ist es aufgeklart.

Ein deutscher Soldat schreibt später: „Ein klarer blauer Himmel verhieß nichts Gutes.“
Also, ab jetzt können die Alliierten wieder ihre gefürchteten Flugzeuge einsetzen. Sie können die Nachschubwege bombardieren, die Treibstofflager zerstören.

Und das schnürt dieser deutschen Offensive die Luft ab. Die Deutschen erreichen ihr Ziel Antwerpen nicht. Das war von Anfang an natürlich auch sehr unrealistisch.

Aber damit ist klar, die Offensive ist gescheitert. Anfang Januar 1945, da geht die Initiative endgültig auf die Amerikaner über. Und die greifen dann auch dank massiver Verstärkung die deutschen Verbände von mehreren Seiten an.

Wir erinnern uns: Battle of the Bulge, die Schlacht an der Beule, die haben ja diesen keilförmigen Frontvorsprung da geschaffen. Und dementsprechend natürlich auch können die von beiden Seiten dann angegriffen werden. Am 8. Januar 1945 tut Hitler dann das, was er eigentlich sehr ungern tut.

Er ordnet den Rückzug an. Und am 25. Januar wird diese Offensive dann offiziell für beendet erklärt.

Und wie das so manchmal ist im Krieg, also, es ist ja dieser besondere Wahnsinn, verläuft dann die Front genau wieder dort, wo sie vor der Offensive lag. Also, natürlich sind dabei sehr viele Menschen gestorben. Also, man nimmt an, vermutlich 80.000 Deutsche und 70.000 US-Soldaten sind entweder getötet, verwundet oder als vermisst gemeldet worden.

Für die Amerikaner sind diese Verluste zu ersetzen. Für die Deutschen nicht. Und Hitler hatte ja so ein bisschen diese Vision, die Geschichte zu wiederholen, seinen Triumph vom Mai 1940.

Dieser Vorstoß, dieser überraschende Angriff durch die Ardennen, das hat sich als Hirngespinst erwiesen. Die Wehrmacht hat nicht triumphiert, sondern sie hat eigentlich eine Niederlage erlitten, die das Ende des NS-Regimes sogar noch beschleunigt. Also, es war ein verrückter Plan, würdest du mir zustimmen?
Ja, und das ist eben das Erschütternde, was auch bis heute daran bedrückt und deprimiert ist, dass natürlich niemand — wir sagen immer, es war Hitlers Plan — aber er hat es natürlich nicht alleine machen können.

Sondern dass wir eben sehen, wie stark die Wehrmacht und alle Truppenteile noch da mitgemacht haben. Obwohl sie längst auf Distanz waren. Wir haben es ja vorhin schon kurz angedeutet, dass es da auch wirkliche Differenzen gab zwischen dem Führer und seinen Generälen.

Und dass niemand gesagt hat, jetzt ist hier mal Schluss, und wir beenden das. Sondern dass sie bis zum Schluss gekämpft haben und das Leben von 80.000 Menschen geopfert haben für eine von vornherein aussichtslose militärische Operation. Wir hatten ja den Witz, aber wenn man jeder eine Karte lesen kann, konnte sehen, dass das irgendwie insgesamt dem Innen zugeht.

Dass man nicht sagt, okay, wir machen einen Waffenstillstand, wir lassen diese Leute noch am Leben. Denn wir haben ja die Front, und wir haben ja dann im Osten dazu, werden wir später noch kommen, auch immer noch diese Massenmorde an den europäischen Juden. Die ganze Mordmaschinerie läuft ja gerade in diesen Wochen noch mal zu Hochtouren auf.

Dass da niemand gesagt hat, oder auch aus anderen Trägerschichten des Reiches, jetzt ist Schluss, das kommt so strafverschärfend hinzu. Deswegen hat es, glaube ich, nach dem Krieg auch so lange gedauert, bis es in Deutschland wieder eine gewisse Stabilität, bis Deutschland wieder Vertrauen in der Weltgemeinschaft genossen hat. Du hast ja eben diese Theorie aufgestellt, dass Adolf Hitler bewusst ist, worauf das hinausläuft, und dass das alles nur Versuche sind, das Unausweichliche hinauszuzögern.

Ich sehe es, glaube ich, ein bisschen anders. Ich bin eher überzeugt, dass Hitler wirklich geglaubt hat, bis zuletzt natürlich wahnhaft, dass er das Ruder noch herumreißen kann. Dass die Vorsehung, hast du ja eben auch schon erwähnt, ihm dann doch noch irgendwie zu Hilfe eilen wird.

Und man sieht bei der Ardennen-Offensive ganz besonders gut, auch so, was er für ein Typ ist. Er ist wirklich ein Spieler. Also, diese ganze Offensive ist wie so, noch mal alles Geld nehmen, alle Jetons, man hat im Casino noch mal zusammenkratzen und sie dann irgendwie, weiß nicht, auf Rot setzen oder alles auf Schwarz.

Also wirklich noch mal das Glück herausfordern. Und bei Hitler ist es eben so, dass er denkt, weil er 1940 so diesen großen Erfolg hatte, wird ihm das jetzt wieder gelingen. Also, dass er irgendwie vom Schicksal auserwählt ist oder dass er auch eine besondere Gabe hat, die seine Generäle nicht besitzen.

Genau, man muss auch sagen, dass er schon seit vielen Jahren natürlich immer nur im Bunker lebt und immer nur von diesen Jasageren und Speichelleckern umgeben ist, die auch wirklich sagen, ja, ja, mein Führer, da ist was ... Die wahre Lage kommt natürlich sehr, sehr gefiltert zu ihm. Den Rest blendet er aus. Also, man kann sich so was ganz gut vorstellen, wie das dann zugeht.

Aber dass eben wie gesagt auch Figuren wie Albert Speer, auf dessen Rolle wir vielleicht auch noch mal kommen, immer wieder einen Weg finden, auch seinen Wahnsinn noch eine Weile laufen zu lassen. Noch eine Woche. Jemand wie Goebbels sagt schon mal in vertrauter Runde: „Wir haben so viel auf dem Kerbholz, wir können uns auf keine Gnade verlassen, der Sieger, wir sind dran.“

Die Bedeutung der Ardennen-Offensive in diesem Zusammenhang ist, für mich ist das, sie einfach zeigt, dass Hitler da einem Wahn unterliegt. Und dass sie einfach am Ende sind. Und schon dieser Plan ist ja abstrus, der kann ja nur funktionieren, wenn ganz viele Eventualitäten dann sozusagen zu deutschen Gunsten ausfallen.

Also, wenn sie den Treibstoff der Alliierten erbeuten und so weiter. Wenn das Wetter schlecht bleibt. Und nach der Offensive ist dann wirklich klar, die Wehrmacht ist eigentlich ausgeblutet.

Die Panzerwaffe ist schwer dezimiert. Die Treibstoffvorräte, die wenigen, die es gab, die sind verbrannt. Und die Amerikaner stoßen dann im Februar 1945 auch durch den Hürtgenwald dann vor.

Das sind ja diese schlimmen Gefechte, die ich schon erwähnt hab. Sie durchbrechen den Westwall. Und ja, es geht Richtung Rhein.

Und damit wird die Verwüstung, die die Wehrmacht anderen Ländern zugefügt hat, nun auch Deutschland selbst treffen. In einem ganz anderen Maße, das muss man dazu sagen. Die Deutschen führen ja keinen Vernichtungskrieg.

Aber der Krieg kommt nach Hause. Lieutenant Otz zieht auch weiter, und zwar an die Saar. Der soll den Widerstand westlich des Rheins brechen.

Und diese Tage sind eigentlich für ihn die nervenaufreibendsten des ganzen Krieges. Er schreibt in seinem Tagebuch, dass er manchmal den deutschen Stellungen so nahe kommt, dass er in stillen Momenten die Stimmen der feindlichen Soldaten hören kann, die sich da miteinander unterhalten. Eine Erfahrung, die man eigentlich aus dem Ersten Weltkrieg kennt, dem Grabenkrieg.

Im März wird er verletzt. Ein Granatsplitter, der reißt ihm ein, „etwa dollargroßes Loch ins Gesicht“. Und dann wird er noch von einer Kugel in die Schulter getroffen.

Die Wunden sind nicht tödlich, aber schon schwer. Und damit erfüllen sie die Kriterien dessen, was man im Soldatenjargon einen Heimatschuss nennt. Also, für ihn ist der Krieg vorbei.

Lee Otts wird erst nach Großbritannien ausgeflogen und dann später in die USA zurückverlegt. Und noch im Lazarett, da lernt er eine junge Amerikanerin kennen, eine Rotkreuzschwester. Und die wechselt ihm wahrscheinlich die Verbände und kümmert sich um ihn.

Und da entwickelt sich eine tiefe Zuneigung. Und die beiden werden 1948 heiraten und später auch vier Töchter bekommen. Und ja, Lee Otts, der stirbt erst 2015.

Krieg als Vater aller Dinge. Den Heimatschuss gab's auch auf der anderen Seite der Front. Viele deutsche Soldaten haben versucht, sich so einen beizubringen.

Einer davon ist der spätere Finanzminister Hans Matthofer. Schreibt das in seinen Erinnerungen, dass er irgendwie den Trick sich angehört, sich durch ein leibtrockenes Brot ins Bein zu schießen. Und dann würde man irgendwie grade so einen Schuss bekommen, dass man ja nicht stirbt und Dings.

Das hat er gemacht und kam heim, hat geklappt. Ja, auch eine fürchterliche Vorstellung, dass man sich selber verstümmelt, um noch schlimmeren Dingen zu entgehen. Eine gefährliche Angelegenheit auch, weil natürlich geprüft wurde, hat ein Soldat das selbst gemacht.

Oder war das wirklich ein feindlicher Schuss? Und darauf stand eben auch ... standen hohe Strafen. Also dafür kam er vor das Kriegsgericht. Zurück zur Ardennen-Offensive.

Die hat also Hitler nicht den erhofften Sieg gebracht. Ganz im Gegenteil, die hat seine Armee massiv geschwächt. Und das macht sich vor allem die Rote Armee zunutze.

Den Kriegsalltag der Amerikaner, den haben wir jetzt kennengelernt, der war fürchterlich. Aber der Krieg im Osten, der ist anders. Der ist schlimmer, gewaltiger, blutiger.

Kein Land der Welt hat, wenn man das an den absoluten Opferzahlen misst, Schlimmeres durchlebt als die Sowjetunion. Und für viele ihrer Soldaten ist jetzt die Zeit der Rache gekommen. So, wir wechseln jetzt die Seite.

Von der Westfront zur Ostfront, von den Amerikanern zu den Sowjets. Denn während Adolf Hitler Anfang Januar 1945 seinen Vorstoß in den Ardennen endgültig ablässt, da bereitet die Rote Armee ihrerseits eine gewaltige Offensive vor. Und die, so viel kann ich hier schon verraten, wird nicht scheitern.

Kurze geografische Einordnung. Zu dieser Zeit steht die Rote Armee bereits am Rand von Ostpreußen. Etwas weiter südlich, da ist sie bis zur Weichsel vorgedrungen.

Und Warschau befindet sich in Reichweite. Also eigentlich stehen sie am anderen Ufer des Flusses. Wir erinnern uns, das hat alles damit angefangen, dass Adolf Hitler befohlen hat, im Juni 1941 die Sowjetunion zu überfallen.

Er selbst hat mit einem schnellen Sieg gerechnet. Und dachte sich, dass er nur da die Tür eintreten muss. Operation Barbarossa.

Unternehmen Barbarossa. Und sein Ziel war ja letztlich, also immer seiner Ideologie zufolge, diesen jüdisch-bolschewistischen Staat zu vernichten. Für die Deutschen Lebensraum zu erobern.

Was auch heißt, Millionen von Menschen zu vertreiben, zu ermorden, sie verhungern zu lassen. Es ist also kein normaler Krieg, den die Wehrmacht da im Osten führt, sondern ein rassenideologischer Vernichtungskrieg. Genau, weil nicht nur die Juden, sondern auch die Polen und die Russen, die slawische Untervölker sind für die Nazis.

Hitler irrt sich ja häufig. Auch da hat er sich getäuscht. Denn die Sowjetunion war gar nicht so ein morsches Gebäude, wie er sich das vorgestellt hat.

Sondern sie hält stand. Wen das interessiert, wir haben ja auch eine Trilogie über Stalin gemacht. Da erzählen wir das ein bisschen ausführlicher.

Und dann spätestens, so ab der Niederlage bei Stalingrad, also Januar, Februar 1943, da bringt die Rote Armee die Wehrmacht immer weiter zurück. Das ist ein extrem blutiger Krieg. Die meisten deutschen Soldaten fallen an der Ostfront, also mit Abstand.

Was würdest du sagen? Bedeutet das auch, dass die Rote Armee so was wie die eigentliche Siegerin über Hitler ist? Ja, ohne die Niederlage bei Stalingrad vor allem wäre es sehr schwer gewesen, alleine über den Westen Hitler zu besiegen. Das heißt, man brauchte schon auf dem Kontinent die Hilfe der Roten Armee. Daran gibt's, glaub ich, wenig Zweifel.

Und das hatte einen enormen Preis. Es hatten ja auch Stalin im Rücken. Das heißt, in Wahrheit waren diese Männer in einer historischen, ganz schrecklichen Zwangssituation.

Aber klar, wir haben ihnen viel zu verdanken. Sie haben ja auch ihr Vaterland verteidigt. Das war natürlich auch Motivation.

Klar ist, dass die Sowjetunion den höchsten Blutzoll bezahlt hat. Trotzdem, finde ich, eigentlich hat uns die Rote Armee befreit und nicht der Amerikaner in Anführungsstrichen. Das greift auch ein bisschen zu kurz, weil sie sind Verbündete.

Ja, genau. Die Sowjetunion ist in dieser Zeit vor allem auf die materielle Unterstützung der Westalliierten angewiesen. Also, da werden Tausende von Jeeps, Lkws, auch Panzer vor allem auch, glaub ich, über diese Polarroute, also per Schiff in die Sowjetunion gebracht.

Das war dann zur Zeit des Kalten Krieges so eine Geschichte, die man dann in der Sowjetunion nicht mehr so gerne erzählt hat. Und es ist aber die historische Wahrheit. Und das hat auch der Marschall Georgi Schukow, also den werden wir nachher auch nochmal treffen, den Eroberer sozusagen von Berlin, der hat das auch zugegeben. Also er hat 1963 in einem vertraulichen Gespräch also gesagt, dass es ohne diese Hilfe aus dem Westen für die Sowjetunion also unmöglich gewesen wäre, diesem deutschen Angriffskrieg standzuhalten. Ja, das war dann auch so dieser gewisse idealistische Moment zwischen den Alliierten, wo man, wo man gemeinsame Sache gemacht hat.

Und es ist wichtig, sich auch an den zu erinnern und das nicht nur aus der Brille des Kalten Krieges später zu sehen. Ich hatte mal, als ich in den USA war, schon eine Weile her zufällig beim Zeppin im Fernsehen, tatsächlich so einen damaligen Film über das Leben von Stalin gesehen und völlig positiv. Also das heißt in den USA und auch lange, es war ja auch ein bisschen bevor man über diese stalinistischen Verbrechen so viel wusste, galt Stalin und auch in Frankreich auch bei vielen Intellektuellen auf der Linken, galt Stalin als guter Verbündeter.

Da, das ist nochmal ein anderes Thema, da war auch sehr viel sozusagen Blindheit im Spiel, also was Stalins Terrorherrschaft angeht. Aber militärisch im Zweiten Weltkrieg zu diesem Zeitpunkt kämpfen die zusammen und das heißt eben auch, dass Rotarmisten mit einem Jeep amerikanischer Bauart durchs Land fahren. Wenn wir jetzt in den Januar 1945 schauen, also zum Beginn dieser sowjetischen Offensive, da sind insgesamt 6,7 Millionen sowjetische Soldaten auf der gesamten Länge der Ostfront aufmarschiert.

Die ist natürlich riesig, zieht sich durch ganz Europa, von Nord nach Süd ungefähr grob, aber das ist eine riesige Streitmacht, also das ist mehr als das Doppelte von der Armee, mit der Hitler 1941 die Sowjetunion überfallen hat. Da merkt man, wie sich das Blatt gewendet hat. Einer dieser 6,7 Millionen Soldaten, der heißt Wladimir Gelfand, der ist 22 Jahre alt, ein junger Mann mit vollen Wangen und dunklem Haar.

Genauso alt wie Lieutenant Lee Odds, den wir eben kennengelernt haben. Die beiden werden sich aber niemals begegnen. Trotzdem, sie haben eine Gemeinsamkeit.

Sie haben beide Tagebuch geschrieben und ich habe es eben schon erwähnt, das gibt uns einen möglichst authentischen Blick auf das Kriegsgeschehen. Viele Deutsche haben ja damals und tun es vielleicht auch noch heute sozusagen die Rote Armee als den Russen, sozusagen subsumiert. Das greift aber viel zu kurz, denn die Rote Armee ist ja die Armee der Sowjetunion und die Sowjetunion ist ein Vielvölkerstaat mit, ich weiß nicht, habe jetzt nicht nachgezählt, aber ich glaube es sind so einige Dutzende Nationen, Ethnien.

Natürlich Russland, die Russen sind die größte und aber es ist eben ein Vielvölkerstaat und ein gutes Beispiel dafür ist auch dieser Wladimir Gelfand. Der kommt aus der Ukraine, ist zudem noch Jude, also er gehört genau zu den Menschen, die die Nationalsozialisten ermorden wollen, bis zum letzten Säugling. Er hat auch schon in der Schlacht bei Stalingrad mitgekämpft, da wird er schwer verwundet.

Möglicherweise rettet ihn das das Leben, weil er dadurch die blutigste Phase der Kämpfe 1943 verpasst. In dieser Zeit erfährt er, dass die Deutschen fast seine gesamte Familie väterlicherseits ausgerottet umgebracht haben. Also dieser Wladimir Gelfand hat eigentlich allen Grund, die Deutschen zu hassen, die Menschen gegen die er kämpft.

Das erklärt auch sehr gut, diese Erfahrung haben ja viele gemacht, warum der Zweite Weltkrieg eben diese besondere symbolische Bedeutung hat im Bewusstsein der Bevölkerung dort. Es ist der große Vaterländische Krieg und es gibt ja immer wieder diese Paraden dann am 9. Mai und es ist eben so ein Echo der Gründe, die man hatte, diesen Krieg zu führen. Zwar die Verteidigung der Heimat, aber es ist eben auch so eine Selbstbehauptung gegen diesen absoluten Mord, um zu sagen, ihr wolltet uns zu Untermenschen machen und wir lassen uns das nicht gefallen und wir schlagen zurück.

Und das ist ein ganz wichtiger natürlich historischer Moment der Selbstbehauptung, der Selbstermächtigung, der bis heute fortwirkt. Das ist auch der vielleicht wichtigste Unterschied zwischen diesem sowjetischen Offizier Gelfand und dem amerikanischen Lieutenant Lee Odds. Odds hat ja nicht erleben müssen, was es heißt, wenn die Wehrmacht die eigene Heimat verwüstet, wenn der Aggressor die Verwandtschaft ermordet und er gilt eben auch nicht als Untermensch in den Augen der Deutschen.

Also da, ja, sie führen beide Tagebuch, ja, sie kämpfen beide gegen das nationalsozialistische Deutschland, aber es gibt da auch ganz, ganz wichtige Unterschiede. Am 12. Januar 1945, da geht dann diese große sowjetische Winteroffensive los.

Dieser Angriff, der läuft gestaffelt an, also es marschieren nicht alle auf einmal los, sondern drei Wellen an drei Tagen hintereinander. Jedes Mal gibt es erstmal vorne weg ein gewaltiges Trommelfeuer, also Artilleriebeschuss und es geht im Norden Richtung Ostpreußen, dann im Süden folgen Angriffe auf Krakau und Breslau und dann ist der zentrale Abschnitt dran unter dem Kommando von Marschall Georgi Schukow, eben schon kurz erwähnt. Der will, wie alle, nach Berlin.

Er ist derjenige, der dann auch die Stadt erobern wird. Was ihn dann auch zum Rivalen von Stalin werden lässt. Ja, absolut.

Aber er überlebt. Also da hatten andere Männer weniger Glück. Wladimir Gelfand, der kämpft in dieser zentralen Front, heißt das sozusagen im Jargon der Roten Armee.

Und auch so vom Typ unterscheidet er sich ein bisschen von dem Amerikaner Lee Odds. Also der war ja eher so der Abenteurer aus Alabama. Gelfand ist eher der nachdenkliche Typ, der, wenn er jetzt nicht in diesem Krieg kämpfen müsste, lieber als Schriftsteller oder Dichter arbeiten würde.

Und das merkt man auch. Am 14. Januar, kurz vor dem Angriff, da sitzt Gelfand in einem Tunnel bei seiner Feuerstellung.

Draußen schlagen deutsche Granaten ein, aber er bleibt ruhig und er schreibt in sein Tagebuch:

4.50 Uhr morgens. Draußen herrscht noch undurchdringliche Finsternis und der Fritz, das sind die Deutschen, setzt uns mit wütenden Angriffen zu. Das Herz schlägt bis zum Hals und die Gedanken finden keine Ruhe. Es ist die Hölle. Ringsum donnern die Geschosse, heulen, pfeifen und bellen.

Und du sitzt da zwischen Leben und Tod und kannst nur warten, wie das Schicksal, das ja schon einige Male in dein Leben eingegriffen hat, entscheiden wird. Das Licht erlischt mit jedem Geschoss, das explodiert. Erde rieselt auf mich nieder.

Auch sie hängt wie ein grauer Albtraum über meinem Kopf. Wir sind in Sichtweite des Feindes. Die Soldaten fluchen, ihnen ist fürchterlich zumute.

Ich jedoch schweige, zeige nicht, dass ich Angst habe. Denn ein Offizier muss eiserne Nerven bewahren. Unsere Artillerievorbereitung hat noch nicht begonnen.

Ich habe mir die Karte mit den deutschen Verteidigungsstellungen angeschaut. Es ist unglaublich, aber unsere Kräfte sind dreimal so stark. Wieder ein Angriff.

Das Licht ist ausgegangen. Ich schreibe im Dunkeln und die Geschosse dröhnen, heulen wütend, höhnen. Wenn das Licht wieder an ist, wird man sehen, wer das Nachsehen hat.

Mit Licht ist einem auch leichter ums Herz. Der Deutsche ist ein Vollidiot und feuert. Soll er doch.

Unsere Beobachter werden anhand der Blitze seine Feuerstellung ausmachen und dann werden unsere Kanonen dort alles ausradieren.

Ganz gut geschrieben. Ja, auch wenn man bedenkt, unter welchen Bedingungen das entstanden ist.

Es ist kein Wunder, dass solche seelischen Spätfolgen auch zeitig entstehen, wenn man unter Beschuss liegt, weil wir ja normalerweise darauf programmiert sind, entweder zu kämpfen oder zu fliehen. Und wenn du da ausharren musst, wie er das sehr gut beschreibt, erwischst du mich jetzt oder nicht. Das sind natürlich Erinnerungen, die sich eigentlich dein Leben lang einschreiben und dich dein Leben lang nicht mehr loslassen.

Ja, und diese Tatenlosigkeit. Also er schreibt nun Tagebuch. Vielleicht macht er es auch, um sich abzulenken.

Denn es ist ja etwas anderes, als mitten im Gefecht zu sein, also im Eifer des Gefechts, wo man vielleicht voll ist mit Adrenalin. Sondern ja, es ist eine Warterei auch unter schrecklichen Bedingungen. Bald darauf geht es dann los.

Dann feuert auch die sowjetische Artillerie aus allen Rohren. Wahrscheinlich auch mit diesen Katyushas. Das sind diese frühen Raketenwerfer.

Die heulen auch beim Abschuss wie Sirenen. Sehr eindrücklicher Sound. Und die Deutschen nennen sie deswegen Stalinorgeln.

Und nach dieser Artillerievorbereitung, nennt das Gelfand, also nach diesem Trommelfeuer, stürmt dann die Rote Armee los. Die Deutschen haben dem erstmal wenig entgegenzusetzen. Die Wehrmachtseinheiten werden überrannt.

Und der Vormarsch, der geht Tag und Nacht weiter. So schnell, dass Panzerfahrer oft unterwegs am Steuer einschlafen. Was sicherlich keine gute Sache ist.

Am 17. Januar fällt dann schon Warschau. Zwei Tage später Krakau.

Wladimir Gelfand, der ist mittendrin und offenbar schwer beschäftigt. Weil normalerweise schreibt er ziemlich viel in sein Tagebuch. Aber in diesen Tagen kaum etwas.

Kann man ihm nicht verdenken. Erst am 19. Januar, da schreibt er wieder ausführlicher.

Unter anderem das hier:

Hier ist sehr viel Beute verstreut. Rundum lodern Brände.

Die Deutschen haben die Lager angezündet und versucht, alles Wertvolle zu vernichten. Es gelingt ihnen jedoch nur selten.

Gelfands Tagebuch, das erzählt aber auch vom Frontalltag.

Also von Kämpfen, Frust und manchmal einfach vom schlechten Essen.

Zitat:

Man hat Frühstück gebracht.

Mir hängen diese Graupen dermaßen zum Hals heraus, dass ich sie nicht einmal erwähnen will.

Oder er lästert über seinen Chef.

Der Kompaniechef ist ein Rotzbengel.

Da merkt man, dass er keinen Brief in die Heimat schreibt, sondern in sein Tagebuch für den privaten Gebrauch. Sonst wäre sowas natürlich der Zensur zum Opfer gefallen. Hätte ihn vielleicht sogar in Schwierigkeiten gebracht.

Das ist ein harter Kampf, auch weil die Sowjetführung ja deutlich weniger Rücksicht auf Menschenleben nimmt als die Westalliierten zum Beispiel. Manchmal setzen sie auf so brutale Sturmangriffe, wo einfach die Soldaten nach vorne stürmen müssen und dementsprechend viele Menschen sterben dabei. Einfach die Masse.

Manchmal sogar in bestimmten Situationen auch völlig ohne Bewaffnung, also ohne Schutz, sondern einfach nur mit Ästen oder sowas gegen MG-Stellungen, wo die Schützen gar nicht mehr nachkommen und nur dann Pause machen, weil ihr Gewehr überhitzt ist. Tag und Nacht ballern sie auf die Menschen. Das sind schon ganz extreme Szenen und Erfahrungen.

Also ein Menschenleben ist da billig, und schätzungsweise kommen am Ende auf jeden toten Deutschen vier gefallene Rotarmisten.

Also das ist extrem verschwenderisch, extrem auch menschenverachtend, wie die Generalität da vorgeht. Aber es hat Erfolg.

Am 28. Januar erreicht Gelfands Einheit dann deutsches Gebiet. Der Empfang ist eisig, also jetzt im doppelten Sinne. Es herrscht Schneegestöber, starker Wind, die Dörfer sind leer.

Gelfand schreibt:

Die Leute hier, die Deutschen, fürchten den Zorn des Russen. Sie fliehen und lassen all ihr Hab und Gut zurück.

Denn das ist eine Folge dieser Winteroffensive: die Flucht der Deutschen aus den deutschen Ostgebieten.

Da werden wir jetzt nicht mehr so viel drüber sprechen, weil wir in einer anderen Folge nochmal darauf zurückkommen werden.

Zwei Tage später, also am 30. Januar, ausgerechnet an dem Tag von Hitlers Ernennung zum Reichskanzler, stehen Marschall Schukows Panzer an der Oder. Genauer gesagt bei Küstrin, dieser alten preußischen Festungsstadt, die, wenn ich mich richtig entsinne, heute immer noch eine Art Lost Place ist. Also nach dem Krieg nie wieder richtig aufgebaut.

Eine Destination für eine Expedition, die wir machen könnten.

Ja, meine Großmutter hat da einige Jahre in ihrer Kindheit verbracht, und ich müsste es nochmal checken, aber ich glaube, heute liegt es in Polen und ist damals zerstört worden.

Und ja, Hitler, der hält an diesem Tag, also dem 30. Januar 1945, seine letzte Radioansprache. Auf den Tag zwölf Jahre nach seiner Machtübernahme bleibt ihm nur noch eins: Durchhalteparolen.

Wie schwer auch die Krise im Augenblick sein mag, sie wird durch unseren unabhängigen Willen, durch unsere Opferbereitschaft und durch unsere Fähigkeiten am Ende trotz alledem gemeistert werden. Wir werden auch diese Not überstehen. Es wird auch in diesem Kampf nicht in Asien siegen, sondern Europa und an der Spitze jene Nation, die seit eineinhalbtausend Jahren Europa als Vormacht gegen den Osten vertreten hat und in aller Zukunft vertreten wird: unser großdeutsches Reich, die deutsche Nation.

Wie soll man das nennen? Ich würde sagen, Realitätsverleugnung trifft es ganz gut. Also diese Überzeugung, ob nun ernst gemeint oder gespielt, dass das am Ende alles noch gut ausgehen wird – ja, es ist wirklich wahnhaft. Anders kann man es nicht nennen.

Ja, er hat sich zu dieser Ansprache ja angeblich auch überreden lassen von Josef Goebbels. Er war schon zu dem Zeitpunkt im Grunde zurückgezogen, trat ja gar nicht mehr in der Öffentlichkeit auf. Man hat sich da – ich glaube nicht, dass es groß noch verfangen hat.

Ja, wie gewöhnliche Deutsche die Chancen in diesem Krieg zu diesem Zeitpunkt einschätzen, da kommen wir dann in einer anderen Folge nochmal drauf. Es ist einfach abstrus, weil die Realität Hitler natürlich längst überholt hat.

Gelfand und Millionen anderer Soldaten der Roten Armee sind ja im Begriff, den Krieg dorthin zurückzubringen, wo er begonnen hat.

Ende Januar 1945 steht die Rote Armee tief im Deutschen Reich, wie so ein Keil, der direkt auf Berlin zeigt. Die Winteroffensive ist ein voller Erfolg und bereitet damit auch den Boden für die letzten großen Schlachten in Europa.

Die Verluste sind unfassbar.

Im Januar 1945 verliert die Wehrmacht insgesamt über 450.000 Soldaten. Das sind mehr Tote in einem Monat, als die USA im ganzen Krieg verlieren.

Wahnsinn.

Und wenn man sich diese Kurve der deutschen Verluste anguckt, also über die Jahre des Krieges, das geht steil nach oben. Also es werden immer mehr Menschen verheizt, anders kann man das glaube ich nicht nennen, je aussichtsloser dieser Krieg ist. Darum hat man eben diese ganze Clique damals um Hitler herum und das ganze System hinterher so verurteilt.

Deswegen hat niemand mit denen Sankt Frieden machen wollen oder eine Aufentstellung machen wollen, weil sie sich alle in dieses kriminelle System so haben verstricken lassen. Diese Menschen, die die Familien ja trauern zu Hause, die sich das nicht ausgesucht haben, im Januar 1945 dann noch verheizt zu werden, die sind ja umsonst gestorben. Ja, das stimmt.

Wladimir Gelfand, der überlebt den Krieg aber und nimmt später auch noch an der Schlacht um Berlin teil, arbeitet dann glaube ich später als Berufsschullehrer und stirbt 1983. Ganz zum Schluss noch ein letzter Tagebucheintrag von ihm, der ist vom 28. Januar, also dem Tag, an dem er deutschen Boden betritt.

Deutschland steht in Flammen und es stimmt einen irgendwie froh, diesem bösen Schauspiel beizuwohnen. Tod um Tod, Blut um Blut, mir tun diese Menschenhasser, diese Tiere nicht leid. Ungewöhnlich scharfe Worte für Gelfand, der in seinen Aufzeichnungen sonst ja fast sowas wie Mitgefühl für die Deutschen gezeigt hat.

Er schreibt das aber nur einen Tag, nachdem andere Soldaten der Roten Armee in das Gebiet westlich von Krakau vorgedrungen sind und da stoßen sie auf einen riesigen Lagerkomplex und auf die Spuren unvorstellbarer Gewalt und auf wenige Überlebende dieser Verbrechen. Und was diese Soldaten da entdeckt haben, das wird die Welt für immer verändern. Und vielleicht erklärt das auch die Härte in Gelfands Worten.

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Die Quellen, die wir dafür benutzt haben, findest du in den Show Notes. Wenn sie dir gefallen hat, dann freuen wir uns über einen Kommentar oder eine gute Bewertung auf deiner Podcast-Plattform. Außerdem freuen wir uns über deine Nachricht auf Instagram etwasbishergeschah.podcast. Was bisher geschah ist eine Produktion von Wondery und OnePodWonder.

Wir sind Joachim Telgenbüscher und Nils Minkma. Samuel Rieth, Andreas Sedlmeier und Moritz Hoffmann haben bei der Recherche unterstützt. Für OnePodWonder, Redaktion Lukas Sam Schreiber, Sounddesign und Video, Tim Kleikamp und Vincent Oliva.

Für Wondery, Series-Producer Simone Terbrak, Executive-Producer Tim Kehl und Marshall Louis.

 

  
     
 
 
 
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German

What Happened Before: The End of the War, 1945

Hitler's Last Offensive

22 April 2025 · [01:16:20]

Was bisher geschah: Kriegsende 1945 – Hitlers letzte Offensive

Hit Radio FFH / “Was bisher geschah”: The End of the War, 1945 — Hitler's Last Offensive

Shortly before Christmas 1944, the Second World War seemed already lost for Germany. Hitler, however, had other plans. In the snow-covered forests of the Ardennes he launched his last major offensive. While American soldiers in the West were caught by surprise and resisted fiercely, an enormous Red Army winter offensive erupted in the East. This episode follows men fighting on different fronts for the same ultimate goal — the end of the Nazi dictatorship. What did ordinary soldiers experience during these decisive weeks? Why was Hitler's Ardennes offensive doomed from the outset? And how did the Red Army's January 1945 offensive shape the final course of the war?

Sources

Lee Otts's diary; Vladimir Gelfand's diary; Peter Caddick-Adams, 1945: Victory in the West; Rick Atkinson, The Guns at Last Light: The War in Western Europe, 1944–1945; Antony Beevor, The Second World War; Richard J. Evans, The Third Reich at War.

Sources for the podcast episode

The source list shown with the podcast episode.

It is Christmas, in the first hours of 25 December 1944. We are in the eastern Ardennes, near the Luxembourg border. Lieutenant Lee Otts from Alabama is lying on his stomach in the snow. He presses his body into a shallow trench because every few minutes German machine-gun bullets whistle over him and his comrades. A brief silence follows, and then the next bursts howl through the icy air.

Lieutenant Otts is only twenty-two, but he is responsible for forty men. On this holy night those forty men crouch in their positions, waiting for the order to advance at last. Otts keeps crawling along the shallow trench, checking his men and advising them: move your legs, move your hands. Otherwise they risk frostbite to their hands, feet and faces. And that is indeed what happens.

Let me zoom out from this scene. By now the Second World War has been raging in Europe for almost five and a half years. The Allies have reached the borders of the German Reich. But here, in the snow-covered Ardennes, Adolf Hitler launched a massive offensive a few days earlier. He assembled more than 200,000 men and hundreds of tanks, concealed in the dense forest. Then the Germans struck, taking the Americans completely by surprise. Entire units were encircled. Lieutenant Otts and his company are now supposed to counterattack and drive the Germans back. But the Wehrmacht keeps advancing, and the front now bulges outward. That is precisely what gave this battle its English name: the Battle of the Bulge. We know it by another name: the Ardennes Offensive.

At 6:30 a.m. the long-awaited order arrives. Otts leads his men out of the trench. Every step through the crunching snow could be their last, because they are easy targets. Their brown winter coats stand out clearly against the snowy forest, as the German machine-gunners can see. Otts watches one of his soldiers collapse after being hit, then try to get up again, bleeding and crying out for his mother in pain and desperation. Another burst lashes through the forest, and the man falls silent forever.

Nils, it is now exactly eighty years since the end of the Second World War, the cruelest and most terrible war the world had yet known. At least sixty million people died. We are marking this anniversary with something special: seven episodes telling the story of the war's end. Do not worry, it will not take seven weeks; we will release two episodes a week. We think we must remember those last weeks and months, and the new beginning afterward, because there is so much to learn from them. Would you agree?

Yes, absolutely. The question is always: how far in the past is the past, really? With the Second World War, that is literally an everyday question. Somewhere in Germany, aerial bombs are discovered and dug up every day. People have to leave their homes and the bomb-disposal team has to come. That is still our daily reality. It is also a good symbol of how the world and the questions that emerged at the end of the war remain with us: the division of the world between the powers, our relationship with the United States, which we must discuss again now, our relationship with the Soviet Union and Russia, and the state in which we live. We still live in the Federal Republic of Germany.

The Federal Republic: that is the dimension of power politics, but there is an idealistic dimension too. The Basic Law.

Exactly: the founding of the Federal Republic, the Basic Law, the founding of the United Nations. All that idealism, that fresh start, that politics guided by values. These episodes will explore where it all came from, why people said they wanted to try to reach a higher moral level. And there are the two poles that still shape discussion, including discussion of the war in Ukraine: never again war, and never again Auschwitz, as a symbol of all the human-rights abuses, atrocities and crimes against humanity uncovered in 1945. Those two poles still shape us.

You have summed that up beautifully. We live in a world that emerged at that time and, in a sense, drew lessons from those terrible events. They were truly terrible. That is obvious, but I stress it here because our seven episodes about the end of the war will be correspondingly grim. This is a story that must be told but is difficult to bear. Anyone who does not want that should skip these episodes. We nevertheless believe the suffering and horror must be told if we are to understand the conclusions later generations drew.

We begin in the winter of 1944–1945. The Allies have already fought their way to the German Reich's borders. Defeat for the Nazi regime, which began this war in 1939—something we must not forget—seems only a matter of time. But Adolf Hitler tries once more to turn the tide.

I am Joachim Telgenbüscher.

I am Nils Minkmar.

And this is Was bisher geschah from Wondery. In the first episode of our seven-part series on the end of the Second World War, we enter the daily lives of two men fighting in different armies for the same objective: the end of the Nazi dictatorship. We explain what drove the Wehrmacht to its last major offensive in December 1944, how ordinary soldiers experienced the war's final months, and why Hitler's fate was finally sealed in the snowy Ardennes.

Here is a surprising opening, dear Nils. I would like to make an episode about the history of humor. I am not sure whether you, or our listeners, would enjoy that as much as I would.

I am in, absolutely.

Excellent, you are on my side. Humor in the sixteenth century, perhaps.

Yes: what the ancient Romans laughed at.

There is a serious idea behind it. The jokes people told in the past can reveal a great deal about them and their time.

Sometimes they are completely incomprehensible. After enough time has passed, you cannot even see where the joke is.

That too. Can we understand these jokes at all? Or are there perhaps joke patterns thousands of years old? I find it fascinating. And it applies to the last months of the war, our subject in this miniseries. You might object that people then had nothing to laugh about. But the opposite is true. In dark times especially, we long for what the British call comic relief: a little laughter to make the horror bearable.

In the summer of 1944, for example, this joke circulated in Germany. A little boy is looking at a globe with his father. The father explains: “Look, this enormous area is the Soviet Union. We are at war with it.” “And what is that?” the boy asks, pointing to another large area. “The British Empire, my son. We are at war with that too. And this huge area over here is the United States of America, which we are also fighting.” The boy thinks, then asks: “And where is Germany?” His father points to a little patch in Central Europe. The boy thinks again: “Tell me, Papa, does the Führer know how small it is?”

I have another. In Berlin in 1944 people asked: “When will the war end?”

No idea.

“When Göring fits into Goebbels's uniform.” Joseph Goebbels himself liked telling it. We should explain that Göring was rather corpulent, a man not averse to life's pleasures, while Goebbels was small. Göring later lost a great deal of weight, but that is another story.

The joke I just told is an example of gallows humor, roughly the German equivalent of comic relief: laughing when you have nothing left to laugh about. In this case it was literally gallows humor. If someone overheard you telling such a joke in Germany and denounced you, you could quickly lose your head for what was called Wehrkraftzersetzung—undermining military morale.

But the joke captures Germany's situation at the turn of 1944–1945 very well. The German Reich was under extreme pressure. The Nazis' sphere of power had once been much larger.

Yes, although it still held out for quite a while. We tend to think that after the Allied landings in Normandy and the defeat at Stalingrad in the east, it was essentially over. But it dragged on.

Partly because Nazi Germany had conquered an immense territory. At one point Hitler's power stretched from the Atlantic to the Volga—you mentioned Stalingrad—and from the Arctic Circle to North Africa. That had shrunk enormously. By the winter of 1944–1945 there was not much left. The Allies were advancing from both west and east. They had already captured small areas in the Rhineland and East Prussia. Hitler still controlled Denmark and Norway in the north, northern Italy in the south, and territories in Poland, Hungary, Czechoslovakia and Austria. It was a nightmare for him because he was fighting on several fronts, something he had not wanted at the outset. Things were going correspondingly badly for the Nazis.

Germany had now mobilized its last reserves. In September 1944 conscription was extended to all men between sixteen and sixty. Even the two of us would have had to go to war. The Nazis invented the martial name Volkssturm for this force. It sounds powerful, but in reality it was a poorly equipped and poorly trained last levy being sent to its death.

That is fair to say.

Then there is the material side. Germany could no longer replace its losses in tanks, aircraft and so on. The United States was in the war: an enormous industrial nation, the world's strongest economic power, increasing armaments production and converting its economy to the industrial manufacture of military equipment.

The familiar factories—the Ford factories in Detroit, I think—were making tanks or aircraft. More women were working too.

The Germans also increased production, but it was no longer enough. This was a modern war, and in modern war what happens in factories is at least as important as what happens on the battlefield.

Now let us look at the Western Front in mid-December, on the eve of the Ardennes Offensive I mentioned. The Western Allies stood on Germany's western border: Americans, but also British, Canadians and French, which will especially please you. Charles de Gaulle had managed it. We have made an episode about him too. France was involved. French pilots took part in operations over Aachen.

One of them was my grandfather, a reconnaissance pilot.

Very good. As far as I know, the Telgenbüschers were not involved. But that is wonderful. On the right side, I would say.

Strangely, he never stressed that. We may discuss it another time.

It is a good point, because in this seven-part series we will repeatedly return to our family histories. Eighty years have passed, but not so long that all those stories have been forgotten. They may still shape family memories.

Back to the Allies. They had already captured a major German city, Aachen. How had they reached this point? Why was a man like Lee Otts from faraway Alabama now fighting Wehrmacht soldiers in the freezing Ardennes?

Because Adolf Hitler had also declared war on the United States, on 11 December 1941, shortly after his ally Japan attacked the American naval base at Pearl Harbor in Hawaii. Why he chose to attack the world's strongest economy as well is not entirely clear.

I would certainly call it a mistake. We are used to saying “the Allies” and naming the Americans first, but it took a long time for the Americans to decide. We began with that young man from Alabama. For Americans it was far away: why get shot in the snow over Germany? Let the Europeans sort out the mess they had made. Charles Lindbergh, the great transatlantic aviator, one of the most famous men of his time, strongly opposed intervention. He had Nazi sympathies himself. A powerful movement argued that Europeans should be left to handle their own affairs.

That movement had a name: America First.

Yes, which has a contemporary echo.

But Pearl Harbor and Germany's declaration of war ended that. The Americans entered, relatively late. Many voices, especially Churchill's, had been pleading: do something, help us at last. The Americans wanted to be Roosevelt's “arsenal of democracy.” They had already supplied Britain with war materials. But in December 1941 they actually entered the war.

After that, Germans and Americans fought each other: in North Africa, later in Italy, and in the Atlantic naval war against the U-boats. American bombers also attacked Germany.

It was a close-run thing with that U-boat fleet. Some were based in Bordeaux, a French city I know well. You can still visit the submarine bunker, an enormous, virtually indestructible shipyard now used as an arts center, the size of a city district. The U-boats from Bordeaux almost cut the supply routes between the United States and Britain, sinking convoys from Canada and elsewhere. Churchill was already having nightmares about people starving on his island. At the last moment the Americans managed to contain the submarines by developing special searchlights. I learned that from the great historian John Keegan. Only when aircraft could use those lights to locate submarines in the water and attack them could the supply convoys sail again. Sometimes everything turns on details like that. It was much closer than we like to imagine today.

Another vital factor was that the British cracked the German codes. The intellectual workers made an enormously important contribution too. Bletchley Park's codebreakers would make another excellent episode. But you are absolutely right: it was very close.

Germans and Americans had therefore already encountered each other. Where they had not yet faced one another on the battlefield was Western or Central Europe. That changed on 6 June 1944, D-Day, the great Normandy landings you have surely heard about. Here is an absurd anecdote: Adolf Hitler was not only commander-in-chief of the Wehrmacht but a notoriously late riser. He slept through the beginning of the invasion, and his entourage hesitated for hours to wake him. As commander-in-chief, he should naturally have been informed immediately. The highest German commander in the west, Erwin Rommel, was visiting home because it was his wife's birthday. From the German perspective, we would call it an epic fail today. From the Allied perspective, it was an extremely important victory: they brought an entire army ashore, with tanks and other war material, established themselves and secured a bridgehead. Breaking out from that initial base took two months, but then things moved very quickly.

The French Resistance played an important, heroic role. By then it was better organized than at the beginning of the war. Men and women made enormous sacrifices trying to confuse and misdirect the German forces, weaken them, commit sabotage, send trains onto the wrong tracks and so on. Civilians suffered brutal repression too.

When was France liberated? The Allies reached Paris at the end of August, then northern France; Brussels was liberated, and eventually Antwerp fell too. It became the Allies' most important port. Until then they had depended on makeshift harbors built in Normandy. Antwerp will become important again in this episode, so remember the name.

We are now in autumn 1944, when Lieutenant Lee Otts, whom we met at the beginning, arrives in France. He is a twenty-two-year-old from Alabama, fresh from university, where I believe he studied chemistry. He belongs to a contingent of American soldiers sent to Europe to replace the losses of recent months. Why focus on him? Because he kept a diary, giving us a rare, direct insight into an ordinary soldier's daily life. In this miniseries we want to cover not just major battles, leaders' conferences and negotiations, but how ordinary people experienced the war: soldiers on both sides, German civilians and victims of the Nazi regime, such as concentration-camp prisoners. All that lies ahead.

Keeping a diary is always a good idea. Future historians will be grateful if you do. We must mention that Lee Otts later revised his diary. It is not simply an untouched record made at the time: he may have edited things out or added material. Nevertheless, it is an important source.

What strikes me is how young these fighting men were. Twenty-two. What were you doing at twenty-two? Starting university, perhaps?

Serving on the student executive committee.

Student politics, you see. I was at university too, whereas he was already a leader, a lieutenant commanding forty men. I would not call him combat-experienced, but he knew how to handle a rifle. He had received training and had regularly hunted back home.

On 18 November 1944 Lee Otts joined his new unit, part of the army of the legendary American general George Patton.

One of those men you do not see anymore: utterly ruthless, yet successful. That is one reason people recoil from war, whichever side they are on: success requires figures like that.

It is difficult to put a label on him. He was tough and uncompromising and had already made headlines and caused unrest in the American army. During the Sicily campaign in 1943, he slapped two soldiers in hospital, the so-called Slapping Incidents. These men were suffering from what we would now call PTSD, post-traumatic stress disorder, the aftermath of extreme stress and trauma.

Patton would not accept that. He regarded them as cowards and trauma as an excuse. His slapping them caused a national scandal in the United States. Yet he kept his job because he was needed. In autumn 1944 his army stood in Lorraine, near the German border, with orders to break through the German lines and advance into the Saarland.

Otts's diary records survival advice from another lieutenant. Rule number one: never look like an officer on the battlefield. No conspicuous rank insignia or officers' coats. German snipers look for those first because they want to eliminate the leaders. Americans said the Germans supposedly received three days' special leave for every officer shot.

My grandfather was shot down early in the war and discovered, to his dismay, that aircraft then tried to shoot him and his comrades on the ground. The reasoning was that training a pilot took much longer than building an aircraft. He instinctively understood that killing the men was therefore more rational. He nevertheless managed to escape.

So they would have shot him as a prisoner?

No, he was on the ground and they were firing at him. But distinctions like that no longer counted for much.

Another piece of advice Otts received was to keep moving during an attack: “If you stop and give the Heinies time to range their mortars and artillery on you, you're finished.”

Heinies, also called Jerries or Krauts. An older relative trained in this once told me how mortars find their target: one shot goes too far, then you adjust. They did not have good satellite pictures; they had to work geometrically, almost with a set square. After a few shots you think they always miss, but the last one gets you.

That brings us to the remaining survival tips. Lieutenant Otts also learned to identify German projectiles by sound before they struck. An 88-millimeter shell, for example, made a distinctive howl, “like the scream of a woman gone mad.” These were things he learned on the job and probably found very useful.

Looking again from above, we might ask why the Americans were still fighting the Germans in November 1944. They had not expected to. After breaking out of Normandy, their advance had gone so well: Paris was liberated, and some thought the war would be over by October at the latest. Our episode about Anne Frank's diary showed that her family hoped the Allies would advance quickly enough to liberate them soon too.

But the Allies encountered a major obstacle: the Westwall, a defensive system about 600 kilometers long along the Reich's western frontier, which Hitler had begun building in 1936. In September 1944 they tried to bypass it to the north with a massive airborne operation. That failed. The classic film A Bridge Too Far explains why. They became bogged down at the Westwall, with particularly fierce fighting in the Hürtgen Forest southeast of Aachen, which some Americans called “the worst place of all”: dense vegetation, darkness and steep slopes, nightmarish terrain to attack. Every meter gained cost enormous losses.

The Germans were playing for time. For later generations, that is a recurring question about this stage of the war: why did they not give up? They could no longer win. It shows the power of Nazi ideology and the military machine. There was no free will. The rational decision would have been: “I surrender; the Americans will treat me decently.” But you were no longer an individual; you were so caught in the machinery that you fought as though everything depended on it.

That distinguishes the First and Second World Wars. The German leadership in the First fought for a long time too, but as the fighting approached Germany's borders, it concluded an armistice. In the Second, the Nazis and Hitler went on to the bitter end and forced those who might have wanted to surrender to continue.

That was Hitler's political lesson from the First World War: “We fought bravely, we were betrayed, and next time it will not happen to me.” He wanted revenge.

The French drew the opposite conclusion.

Now the fight to the bitter end was being put into practice. Hitler planned another offensive to turn the fortunes of war in the west decisively in his favor.

There is another important thought. We can easily view these battles knowing the outcome. We know the Allies won. The soldiers in the middle of them, including Lee Otts, did not know the ending.

They were terrified of death.

They knew any wrong step could be their last. Otts sometimes experienced war as a great adventure. He seemed less affected himself, but he observed what he called battle fatigue among his comrades: their nerves failed. One GI immediately lost control whenever he heard a German machine gun. Another crouched in his trench and wept.

Survivors on the German side never escaped these experiences either. As a child I remember adults, both women and men, with habits we laughed at. “I cannot throw bread away,” older people often said—a consequence of starvation. Or at New Year: “I cannot bear those explosions; they make me feel terrible.” We children laughed at those stories from long ago, but they were aftereffects of war. Images of masculinity came from it too: fathers and grandfathers saying, “Indians feel no pain,” or “Pull yourself together.” This wartime inheritance reaches deep into families.

It also took a long time to understand what war does to people. PTSD was not officially recognized as a mental illness until 1980, with the Vietnam War experience playing an important part. What I do not find in Otts's account is hatred of the enemy, or heroic speeches about fighting Hitler.

Nor in my grandfather's, strangely. Perhaps the full extent of Nazi crimes, particularly the camps in the east, which we will discuss, was only then becoming public. These soldiers may not have been fighting to end that aspect of Nazi rule, but essentially fighting a conventional war, rather than consciously confronting those human-rights crimes.

That moral superiority, which objectively existed, was rarely a subject for these fighting soldiers.

You could also say he had other things to do. He was in an extreme situation.

True. Accordingly, he describes life and survival at the front, the daily endurance. Perhaps he had neither the time nor the mental capacity to think about the Germans as well. Every soldier experiences only a tiny portion of the war, probably including German crimes. Front-line soldiers can hardly see the whole picture. Perhaps generals can, or historians much later.

In mid-December Lieutenant Otts was still stationed in Lorraine. Farther north, between Aachen and Lorraine, lay a sector that had been quiet for months: the Ardennes, which we mentioned at the beginning. It was so quiet the GIs called it the Ghost Front. The Americans did not believe the Germans could launch another major attack, especially in that difficult terrain. It was a blind spot on their map.

It had been the same in 1940, when the Wehrmacht attacked France through the Ardennes. The French General Staff had considered crossing them impossible. Here is another piece of my family history and folklore. My grandfather, a reconnaissance pilot, had a colleague who reported: “The Germans are coming through the Ardennes. I saw them.” He had just landed from a flight. I think they were stationed at Metz then. His superiors said it was impossible: “From what you are reporting, you apparently need a few days off.” They sent him on compulsory leave for his supposedly false report. It was not long before the truth became clear.

Hitler relied on the same surprise in December 1944. On 16 December, three German armies attacked in thick fog and driving snow. That mattered because they were inferior in the air, and bad weather grounded Allied aircraft. Figures vary, but the Germans certainly had around 200,000 soldiers and hundreds of tanks against thinly held American lines. The initial position was therefore favorable.

Hitler had secretly worked for months on this final great blow. Supposedly he conceived it while ill in bed with jaundice, poring over a map. Repeating the victory of May 1940 must have been tempting. The plan was to break rapidly through the front and cross the Meuse, as in 1940. Asked by senior generals about the ultimate objective, Hitler burst out with one word: “Antwerp.”

The difference was that in May 1940 the French army had practically ceased to exist and could not counterattack. Now a huge American military force stood behind the front. Farther away, perhaps, but it would come.

Absolutely. The conditions were incomparable. Antwerp was the central port through which Allied supplies arrived. Hitler wanted to cut that route. Ideally he hoped to separate the British fighting in the north from the Americans farther south, effectively encircling the British. That really would repeat May 1940. If he succeeded, he believed the Western Allies would make a separate peace with Nazi Germany and then join forces against the Red Army in the east. You are laughing.

It is a classic case of projecting one's own behavior onto others. He had broken his own Hitler–Stalin Pact and attacked the Soviet Union. He assumed everyone would break any agreement to pursue short-term power-political interests. But the Allies had made different arrangements and were determined to overthrow Hitler first. That was the one thing these very different partners shared. He completely misread the situation and his opponents.

Even Hitler's generals were skeptical. They knew fuel and ammunition were too scarce. They did not have enough petrol for the more than 200 kilometers to Antwerp. The plan depended on capturing Allied fuel supplies along the way. Many uncertainties had to work out for it to succeed.

The deeper problem was that Hitler no longer trusted his generals. He had some reason: Stauffenberg's assassination attempt on 20 July 1944 was only months earlier. He thought they were no longer on his side. Besides, Hitler was someone who thought he knew best and had to do everything himself.

A typical boss.

A typical boss, with absolutely no military experience to add to it. The result was this very stupid offensive.

Everyone has their own picture of Hitler. My theory is that he and his whole clique knew exactly what crimes they had committed. They were men who had expected little from life. Hitler had followed a very particular path, and perhaps thought: “Incredible how far I have come.” He survived from week to week, amazed no one had yet put him out of action. Their ending in suicide, trapped at last, does not surprise me. He was trying to play for time. The assassination attempt was important. Accounts of his last birthday, 20 April 1945, repeatedly describe people consoling or flattering him—generals who still went along with every atrocity—by saying: “My Führer, you survived 20 July. Providence must still have great things in store for you.” Not the good Lord anymore, but Providence. He wore such blinkers that facts no longer affected him.

Impervious to advice and facts: we can agree on that. Nevertheless, one thing worked. The Germans achieved complete surprise. By the evening of the first day, about 7,000 encircled Americans had to surrender, the largest American mass surrender in Europe during the war. An initial success.

On the offensive's second day, 17 December 1944, German troops committed one of their most notorious crimes on the Western Front. It was a cold Sunday lunchtime at Malmedy, a sleepy town in eastern Belgium. An American observation battalion—140 men and thirty-three vehicles—was on the move, tasked with locating German artillery. They had just finished lunch: minced meat, peas and canned pineapple. You are pulling a face, but that is not bad. They were tense, being close to the front, but not especially alarmed, and were heading southeast to their assigned area.

As the column passed through Malmedy's winter streets, Belgian civilians tried to warn them, gesticulating wildly and shouting “Boches! Boches!” You know what that means.

The French insult for Germans.

Exactly, very unfriendly. But it was lost in translation. The GIs did not understand, thought the people were being kind and waved back. They had no idea an SS battle group was waiting, commanded by Obersturmbannführer Jochen Peiper, whose men had penetrated deep into American lines. The Americans fell into an SS trap.

The SS remained true to its dreadful reputation to the end. Hitler's mistrust of the Wehrmacht led him to rely increasingly on SS battle groups, and they were as brutal and cruel here as elsewhere.

The encounter was sudden, unexpected and brutal. Machine guns and tanks fired on the completely unprepared Americans. The unequal fight lasted just two minutes before an angry Peiper ordered his men to stop firing. Fifteen brand-new American trucks had already been destroyed. He regarded that as waste: the Germans badly needed vehicles and equipment.

Many Americans lay dead in the snow. Some escaped into the woods or a nearby ditch, but many surrendered. Hands raised, they were driven onto a snow-covered field. SS men arranged them in eight rows, searched them and confiscated anything valuable: rings, cigarettes, watches and gloves.

What happened next is not entirely clear. We know the SS eventually opened fire on the prisoners, then walked across the bloodied field shooting survivors in the head, calling, “That one's still breathing,” or “This one is still alive.” In the Malmedy massacre they shot more than eighty American prisoners of war, but not all. A dozen GIs pretended to be dead, remaining motionless among the bodies for over two hours until the SS had had enough and left. They became the later witnesses.

There is a recurring debate about whether the Waffen-SS was merely an extension of the Wehrmacht, essentially the same. When former SS members emerged later—Günter Grass was one example—people said it had not really been so bad. Survivors in the east, such as Louis Begley, said they had known exactly: if the SS found them hiding, that was the end. Only with ordinary Wehrmacht soldiers could one sometimes hope to be allowed to go. Executing these men so near the end shows the spirit of the SS.

The perpetrators were tried after the war, including Obersturmbannführer Jochen Peiper. He was sentenced to death, but, as in the story we heard in our episode on Dr. Werner Best, he was later released. He even worked for Porsche for a time and for a Stuttgart publisher. Peiper died only in 1976, in mysterious circumstances, when his house in France was firebombed. You could say karma is a bitch: he was finally caught by something. Still, it is remarkable that the man responsible did not serve the punishment imposed on him.

News of the bloodbath spread through the American lines. Meanwhile the Wehrmacht advanced westward and encircled around 12,000 Americans in the small Belgian town of Bastogne. It was a catastrophe. The trapped men lacked winter clothing, temperatures were minus twenty, and ammunition was running out. They needed help quickly. Lieutenant Otts and his men were practically overnight loaded into trucks and jeeps and sent toward the front. Tens of thousands of American soldiers marched into the Ardennes on the day of the massacre; another 100,000 followed later. Hitler and the Germans were running out of room. A race against time and weather began.

Nils, what is the DAX doing?

Good question. We live in a time when business and the news are changing rapidly. It shapes everyday life and worries many people. Keeping an overview in this flood of information is a real challenge.

That is where the new podcast Business Update from Kampf der Unternehmen comes in. Business journalists Alexander Langer and Max Schieritz bring order to the news chaos.

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Mid-December 1944: Hitler's last great offensive is underway, a desperate attempt to reverse events on the Western Front. The objective is Antwerp, but the German armies advance much more slowly than planned because the Americans resist stubbornly in many places, including Bastogne, where more than 10,000 GIs are trapped. Lieutenant Otts, through whose eyes we have followed the battle, and his comrades are among the troops sent to relieve them. Their particular task is to protect the flank of the division advancing to the besieged men.

On 25 December 1944 General George Patton wrote in his diary: “A clear, cold Christmas, lovely weather for killing Germans.” We have already met Patton. Those words fit him, do they not?

Absolutely.

The clear sky meant air superiority and the air support on which they could rely. That Christmas Day brought the scene we heard at the beginning: hard fighting in the snowy Ardennes forest and heavy casualties. That night the Germans withdrew from the village and the Americans occupied it. Otts later wrote: “Without the fighting, it could have been one of the most beautiful Christmases I ever experienced. Despite the fighting, the gentle hills and snow-covered fields made it a Christmas I shall never forget.”

Another witness was the journalist Georg Stefan Troller, still alive as we record this. A Viennese Jew advancing with the American army, he remembered desperately wanting to cut down a Christmas tree on German soil. He did it, risking his life, because he felt the tree had to come from Germany.

On 26 December Otts's regiment was withdrawn into reserve. The battle continued. That day the Americans achieved the decisive breakthrough, breaking the siege of Bastogne, reaching the town and freeing their comrades. The defenders had almost no ammunition left but had held out. Bastogne was now in American hands: the turning point of the battle and the Ardennes Offensive.

Hitler had relied on bad weather. Cloud and snow prevented the Allies from exploiting air superiority. But the skies had cleared on 23–24 December. A German soldier later wrote: “A clear blue sky boded no good.” The Allies could again deploy their feared aircraft, bomb supply routes and destroy fuel depots. That choked the German offensive. They never reached Antwerp, an unrealistic objective from the start. The offensive had failed.

In early January 1945 the initiative passed decisively to the Americans. With massive reinforcements they attacked German formations from several directions. Remember the Battle of the Bulge: the wedge-shaped salient could be attacked from both sides. On 8 January Hitler did something he disliked: he ordered a retreat. On 25 January the offensive was officially declared over. In that peculiar madness of war, the front ended up exactly where it had been before the offensive. Yet many people had died. Estimates put German casualties at about 80,000 and American casualties at 70,000, killed, wounded or missing. The Americans could replace those losses; the Germans could not.

Hitler's vision of repeating his triumph of May 1940, a surprise thrust through the Ardennes, proved a fantasy. The Wehrmacht suffered a defeat that accelerated the Nazi regime's end. Would you agree it was a mad plan?

Yes. What remains shocking and depressing is that, although we call it Hitler's plan, he could not have carried it out alone. The Wehrmacht and all the armed formations continued participating even after distancing themselves from him. We mentioned the real differences between the Führer and his generals. Yet no one said: enough, let us stop. Instead they fought on, sacrificing 80,000 lives to a military operation hopeless from the beginning. We had that joke earlier, but anyone who could read a map could see things were ending. Why not conclude an armistice and let these people live? Alongside the front, mass murder of European Jews continued in the east; the killing machine was working at full speed in these very weeks. That no one, including other pillars of the Reich, called a halt is an aggravating circumstance. I think that is one reason stability and international trust took so long to return to Germany after the war.

You proposed that Hitler understood where things were heading and merely tried to postpone the inevitable. I see it differently. I think he really believed, delusionally to the end, that he could turn the tide and Providence would come to his aid. The Ardennes Offensive reveals his character particularly clearly: he was a gambler. It was like scraping together every last casino chip and putting everything on red or black, challenging fortune one more time. Because he had succeeded in 1940, he believed he would succeed again, chosen by destiny or possessing a special gift his generals lacked.

Exactly. He had spent years in bunkers, surrounded by yes-men and sycophants saying, “Yes, my Führer.” The truth reached him heavily filtered; he blocked out the rest. It is easy to imagine that atmosphere. Figures such as Albert Speer, whose role we may discuss, repeatedly found ways to let the madness continue another week. In private Goebbels would say: “We have so much on our conscience, we cannot expect mercy from the victors. We are finished.”

For me the Ardennes Offensive shows Hitler's delusion and that they had reached the end. The plan could work only if countless contingencies favored Germany: capturing Allied fuel, continuing bad weather and so forth. Afterward the Wehrmacht was bled dry, its armored force badly depleted, its few fuel reserves burned up. In February 1945 the Americans advanced through the Hürtgen Forest after those terrible battles, broke the Westwall and moved toward the Rhine. The devastation the Wehrmacht had brought to other countries would now reach Germany itself, though in a different form: this was not a war of annihilation against Germany. The war was coming home.

Lieutenant Otts advanced to the Saar, to break resistance west of the Rhine. These were his most nerve-racking days of the war. His diary describes coming so close to German positions that, in quiet moments, he could hear enemy soldiers talking: an experience reminiscent of the First World War's trenches.

In March he was wounded. A shell fragment tore “a hole about the size of a dollar” in his face; then a bullet hit his shoulder. The wounds were serious but not fatal, meeting the soldiers' definition of a “ticket home.” His war was over. He was flown to Britain and later returned to the United States. In hospital he met a young American Red Cross nurse who changed his dressings and cared for him. Deep affection developed. They married in 1948 and had four daughters. Lee Otts died in 2015.

War as the father of all things. The ticket home existed on the other side too. Many German soldiers tried to inflict such wounds on themselves. The future finance minister Hans Matthöfer described in his memoirs learning the trick of shooting through a piece of stale bread into his leg, producing a survivable wound. He did it and got home; it worked.

A terrible thought: mutilating yourself to escape something worse. Dangerous too, because investigators checked whether a wound was self-inflicted or really caused by enemy fire. Severe penalties and a court-martial could follow.

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Back to the Ardennes Offensive. Far from bringing Hitler victory, it severely weakened his army, something the Red Army especially exploited. We have seen the terrible daily experience of American soldiers. War in the east was different: worse, larger and bloodier. In absolute numbers of victims, no country suffered more than the Soviet Union. For many of its soldiers, the time for revenge had come.

We now switch sides, from the Western to the Eastern Front, from Americans to Soviets. As Hitler finally abandoned his Ardennes thrust in early January 1945, the Red Army prepared a massive offensive of its own, one which, I can tell you now, would not fail.

Geographically, the Red Army already stood on the edge of East Prussia. Farther south it had reached the Vistula, with Warsaw within reach across the river. Remember how it began: Hitler ordered the invasion of the Soviet Union in June 1941, expecting a swift victory, believing he merely had to kick the door in.

Operation Barbarossa.

His ideological objective was to destroy the “Jewish-Bolshevik state” and conquer Lebensraum for Germans, meaning expelling, murdering or starving millions. The Wehrmacht was waging not an ordinary war in the east but a racial and ideological war of annihilation.

Exactly. The Nazis regarded not only Jews but Poles, Russians and other Slavic peoples as inferior. Hitler was often wrong, and wrong here too. The Soviet Union was not the rotten structure he imagined; it held out. Our trilogy about Stalin tells this in more detail. By the defeat at Stalingrad in January–February 1943 at the latest, the Red Army was driving the Wehrmacht ever farther back. It was extraordinarily bloody. By far the largest number of German soldiers died on the Eastern Front.

Would you say that makes the Red Army the real victor over Hitler?

Without Stalingrad in particular, defeating him from the west alone would have been very difficult. The Red Army's help on the continent was necessary; there is little doubt. It cost enormously. These men also had Stalin behind them, placing them in a terrible historical predicament. But we owe them a great deal. They defended their homeland too, a natural motivation. The Soviet Union paid the highest price in blood.

Still, saying “the Red Army liberated us, not the Americans” is too simple, because they were allies.

Exactly. The Soviet Union then depended especially on Western material support. Thousands of jeeps, lorries and tanks were shipped there, particularly, I think, along the Arctic route. During the Cold War, the Soviet Union preferred not to tell that story, but it is historical truth. Marshal Georgy Zhukov, whom we will meet again as the conqueror of Berlin, acknowledged it. In a confidential conversation in 1963 he said that without Western help, the Soviet Union could not have withstood Germany's war of aggression.

There was also an idealistic moment of Allied common purpose. It matters to remember that, rather than viewing everything through the later Cold War. Years ago, channel-surfing in the United States, I came across a contemporary film about Stalin's life that was entirely positive. Before Stalinist crimes were widely known, he was regarded as a good ally in the United States and, for a long time, among many left-wing French intellectuals too.

That is another subject, involving much blindness to Stalin's terror. Militarily, however, they fought together at this point, so Red Army men drove American-built jeeps across the country. In January 1945, at the beginning of the Soviet offensive, 6.7 million Soviet soldiers were deployed along the entire Eastern Front.

That front was enormous, stretching roughly north to south across Europe. The force was more than twice the size of the army with which Hitler invaded the Soviet Union in 1941. It shows how the tide had turned.

One of those 6.7 million soldiers was Vladimir Gelfand, twenty-two years old, with full cheeks and dark hair, the same age as Lieutenant Lee Otts. They would never meet, but both kept diaries, giving us as authentic a view of the fighting as possible.

Many Germans then, and perhaps still today, lumped the Red Army together as “the Russians.” That is much too simple. It was the Soviet Union's army, and the Soviet Union was a multinational state with, I have not counted, probably several dozen nations and ethnic groups. Russians were the largest group, but it was multinational. Gelfand is a good example: he came from Ukraine and was Jewish, one of the very people the Nazis wanted to murder down to the last infant.

He had fought at Stalingrad and been seriously wounded. That may have saved his life by keeping him out of the bloodiest fighting in 1943. During this time he learned the Germans had murdered almost his entire paternal family. He had every reason to hate the people he was fighting.

Many shared that experience, which explains the Second World War's special symbolic importance in popular consciousness there. It is the Great Patriotic War, commemorated in the 9 May parades: an echo of the reasons for fighting. It was defense of the homeland, but also self-assertion against complete extermination: you wanted to make us subhuman, but we will not accept it; we will fight back. That historical moment of self-assertion and empowerment still matters today.

It may be the most important difference between Gelfand and Otts. Otts had not experienced the Wehrmacht devastating his homeland and murdering his relatives, nor was he considered subhuman by the Germans. Both kept diaries and fought Nazi Germany, but their experiences differed profoundly.

The great Soviet winter offensive began on 12 January 1945. The attack started in stages, three waves on three successive days, each preceded by a tremendous artillery barrage. In the north the advance went toward East Prussia, in the south toward Kraków and Breslau, then in the central sector under Marshal Georgy Zhukov. Like everyone, he wanted to reach Berlin; he would conquer the city.

Which made him Stalin's rival.

Absolutely. But he survived; others were less fortunate. Gelfand fought on this central “front,” as the Red Army called it. He differed in temperament from the adventurous Alabamian Otts. Gelfand was reflective, a man who would rather have been a writer or poet if not forced to fight. You can tell. On 14 January, shortly before the attack, he sat in a dugout near his firing position. German shells exploded outside, but he remained calm and wrote:

“4:50 in the morning. Outside there is still impenetrable darkness, and the Fritz—the Germans—are subjecting us to furious attacks. My heart pounds in my throat and my thoughts find no peace. It is hell. All around, shells thunder, howl, whistle and bark. You sit between life and death and can only wait to see what fate, which has already intervened in your life several times, will decide.

“The light goes out with every exploding shell. Earth trickles down on me; it too hangs over my head like a gray nightmare. We are within sight of the enemy. The soldiers curse and feel terrible. I remain silent, not showing my fear, because an officer must keep iron nerves. Our artillery preparation has not yet begun.

“I examined the map of the German defensive positions. Incredible, but our forces are three times stronger. Another attack. The light has gone out. I write in darkness, while the shells thunder, howl angrily and mock us. When the light returns, we shall see who has come off worse.

“With light the heart feels easier too. The German is a complete idiot, firing away. Let him. Our observers will locate his firing position by the flashes, and our guns will wipe everything out there.”

Quite well written.

Especially considering the conditions. No wonder psychological aftereffects develop under shellfire. We are normally programmed to fight or flee, but here you must wait, as he describes so well: will it get me now or not? Such memories become inscribed for life and never leave you.

And the inactivity. He writes his diary, perhaps to distract himself. It is different from being in the thick of battle, full of adrenaline. This is waiting in terrible conditions.

Soon afterward the Soviet artillery opened with every gun, probably including Katyushas, the early rocket launchers whose siren-like howl at launch was so distinctive the Germans called them Stalin's organs. After this “artillery preparation,” as Gelfand calls it, the Red Army charged. The Germans initially had little answer. Wehrmacht units were overrun, and the advance continued day and night, so fast that tank drivers often fell asleep at the controls—not a good thing.

Warsaw fell on 17 January, Kraków two days later. Gelfand was in the middle of it, apparently very busy: normally he wrote extensively, but hardly anything during these days. Understandably. On 19 January he wrote at greater length again:

“A great deal of booty is scattered here. Fires blaze all around. The Germans set the warehouses on fire, trying to destroy everything valuable. They rarely succeed.”

His diary also describes ordinary front-line life: fighting, frustration and sometimes simply bad food. “They brought breakfast. I am so sick of this pearl barley that I do not even want to mention it.” Or he mocks his superior: “The company commander is a snot-nosed brat.” Clearly this was a private diary, not a letter home. Otherwise censorship would have removed such remarks, perhaps even getting him into trouble.

It was a hard fight, partly because the Soviet leadership showed much less regard for human life than the Western Allies. Sometimes it relied on brutal frontal assaults in which soldiers simply had to charge forward and enormous numbers died. Sheer mass. In some situations men even attacked machine-gun positions unarmed, without protection, with branches or something of the kind. The machine-gunners could barely keep up, stopping only when their guns overheated, shooting people day and night. These were extreme experiences. Human life was cheap. Estimates put the final ratio at four fallen Red Army men for every German dead. The generals were extraordinarily wasteful and contemptuous of human life. But it worked.

On 28 January Gelfand's unit reached German territory. The welcome was icy in both senses: blowing snow, strong wind and empty villages. He wrote: “The people here, the Germans, fear the Russian's anger. They flee, leaving all their possessions behind.” The flight from Germany's eastern territories was a consequence of this offensive. We will return to it in another episode rather than discuss it at length now.

Two days later, on 30 January, the anniversary of Hitler's appointment as chancellor, Zhukov's tanks stood on the Oder near Küstrin, the old Prussian fortress town. If I remember correctly it is still something of a lost place, never properly rebuilt after the war. Perhaps a destination for an expedition we could make.

My grandmother spent some childhood years there. I would need to check, but I think it is in Poland now and was destroyed then.

On 30 January 1945 Hitler delivered his last radio address. Exactly twelve years after taking power, he had only exhortations to hold out:

“However grave the present crisis may be, in the end, despite everything, it will be overcome through our independent will, our willingness to sacrifice and our abilities. We shall overcome this hardship too. In this struggle it will not be Asia that triumphs, but Europe, led by the nation that for fifteen hundred years has represented Europe as its foremost power against the east and will do so in all the future: our Greater German Reich, the German nation.”

What should one call that? Denial of reality seems apt. Whether sincere or performed, the belief that everything would still turn out well was delusional. There is no other word.

Joseph Goebbels supposedly persuaded him to give the address. By then he had largely withdrawn and no longer appeared publicly. I doubt it had much effect.

Another episode will examine how ordinary Germans assessed their chances at this point. It was absurd: reality had long overtaken Hitler. Gelfand and millions of other Red Army soldiers were bringing the war back to where it began.

By late January 1945 the Red Army was deep inside the Reich, a wedge pointing straight toward Berlin. The successful winter offensive prepared the final great European battles. The losses were unimaginable. In January alone the Wehrmacht lost over 450,000 soldiers, more dead in one month than the United States lost throughout the war.

Madness.

The curve of German losses climbs steeply through the war. More and more people were being sacrificed as the war became increasingly hopeless. That is why Hitler's entire clique and the system were condemned afterward, why no one wanted to make peace or an arrangement with men so entangled in a criminal system. The families at home mourned people who had not chosen to be thrown away in January 1945. They died for nothing.

True. Gelfand survived, later fought in the Battle of Berlin, worked afterward, I believe, as a vocational-school teacher, and died in 1983. Finally, one last diary entry, from 28 January, the day he entered German territory:

“Germany is in flames, and somehow it gladdens the heart to witness this evil spectacle. Death for death, blood for blood; I feel no pity for these haters of humanity, these beasts.”

Unusually harsh words for Gelfand, whose writing otherwise showed almost sympathy for Germans. But he wrote them only a day after other Red Army soldiers advanced west of Kraków and encountered an enormous camp complex, traces of unimaginable violence and a few survivors. What those soldiers discovered would change the world forever. Perhaps it also explains his harsh words.

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That is all for this episode of Was bisher geschah. Our sources are in the show notes. If you enjoyed it, we would appreciate a comment or a good rating on your podcast platform, and a message on Instagram at etwasbishergeschah.podcast.

Was bisher geschah is a Wondery and OnePodWonder production. We are Joachim Telgenbüscher and Nils Minkmar. Research assistance: Samuel Rieth, Andreas Sedlmeier and Moritz Hoffmann. For OnePodWonder: editor Lukas Sam Schreiber; sound design and video, Tim Kleikamp and Vincent Oliva. For Wondery: series producer Simone Terbrak; executive producers Tim Kehl and Marshall Louis.

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  •     Wiesbadener Tagblatt "Reflexionen, Textcollagen und inhaltlicher Zündstoff"
  •     Deutschlandradio Kultur  "Krieg und Kriegsende aus russischer Sicht"
  •     Berliner Zeitung  "Die Deutschen tragen alle weisse Armbinden"
  •     MDR  "Deutschland-Tagebuch eines Rotarmisten"
  •     Jüdisches Berlin  "Das Unvergessliche ist geschehen" / "Личные воспоминания"
  •     Süddeutsche Zeitung  "So dachten die Sieger"
  •     Financial Times Deutschland  "Aufzeichnungen aus den Kellerlöchern"
  •     Badisches Tagblatt  "Ehrliches Interesse oder narzisstische Selbstschau?"
  •     Freie Presse  "Ein Rotarmist in Berlin"
  •     Die Berliner Literaturkritik "Politik, Geschichte, Kunst und Philosophie"
  •     Nordkurier/Usedom Kurier  "Aufzeichnungen eines Rotarmisten ungefiltert"
  •     Nordkurier  "Tagebuch, Briefe und Erinnerungen"
  •     Ostthüringer Zeitung  "An den Rand geschrieben"
  •     Potsdamer Neueste Nachrichten  "Hier gibt es Mädchen"
  •     NDR Info. Forum Zeitgeschichte "Features und Hintergründe"
  •     Deutschlandradio Kultur. Politische Literatur. "Lasse mir eine Dauerwelle machen"
  •     Konkret "Watching the krauts. Emigranten und internationale Beobachter schildern ihre Eindrücke aus Nachkriegsdeutschland"
  •     Cicero "Voodoo Child. Die verhexten Kinder"
  •     Dagens Nyheter  "Det oaendliga kriget"
  •     Utopie-kreativ  "Des jungen Leutnants Deutschland - Tagebuch"
  •     Neues Deutschland  "Berlin, Stunde Null"
  •     Webwecker-bielefeld  "Aufzeichnungen eines Rotarmisten"
  •     Südkurier  "Späte Entschädigung"
  •     Online Rezension  "Das kriegsende aus der Sicht eines Soldaten der Roten Armee"
  •     Saarbrücker Zeitung  "Erstmals: Das Tagebuch eines Rotarmisten"
  •     Neue Osnabrücker Zeitung  "Weder Brutalbesatzer noch ein Held"
  •     Thüringische Landeszeitung  "Vom Alltag im Land der Besiegten"
  •     Das Argument "Wladimir Gelfand: Deutschland-Tagebuch 1945-1946. Aufzeichnungen eines Rotarmisten"
  •     Deutschland Archiv: Zeitschrift für das vereinigte Deutschland  "Betrachtungen eines Aussenseiters"
  •     Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte  "Von Siegern und Besiegten"
  •     Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst "Deutschland-Tagebuch 1945-1946. Aufzeichnungen eines Rotarmisten"
  •     Online Rezensionen. Die Literaturdatenbank
  •     Literaturkritik  "Ein siegreicher Rotarmist"
  •     RBB Kulturradio  "Ein Rotarmist in Berlin"
  •     Українська правда  "Нульовий варiант" для ветеранiв вiйни" / Комсомольская правда "Нулевой вариант" для ветеранов войны"
  •     Dagens Nyheter. "Sovjetsoldatens dagbok. Hoppfull läsning trots krigets grymheter"
  •     Ersatz  "Tysk dagbok 1945-46 av Vladimir Gelfand"
  •     Borås Tidning  "Vittnesmåil från krigets inferno"
  •     Sundsvall (ST)  "Solkig skildring av sovjetisk soldat frеn det besegrade Berlin"
  •     Helsingborgs Dagblad  "Krigsdagbok av privat natur"
  •     2006 Bradfor  "Conference on Contemporary German Literature"
  •     Spring-2005/2006/2016 Foreign Rights, German Diary 1945-1946
  •     Flamman / Ryska Posten "Dagbok kastar tvivel över våldtäktsmyten"
  •     INTERPRES "DAGBOG REJSER TVIVL OM DEN TYSK-REVANCHISTISKE “VOLDTÆGTSMYTE”
  •     Expressen  "Kamratliga kramar"
  •     Expressen Kultur  "Under våldets täckmantel"
  •     Lo Tidningen  "Krigets vardag i röda armén"
  •     Tuffnet Radio  "Är krigets våldtäkter en myt?"
  •     Norrköpings Tidningar  "En blick från andra sidan"
  •     Expressen Kultur  "Den enda vägens historia"
  •     Expressen Kultur  "Det totalitära arvet"
  •     Allehanda  "Rysk soldatdagbok om den grymma slutstriden"
  •     Ryska Posten  "Till försvar för fakta och anständighet"
  •     Hugin & Munin  "En rödarmist i Tyskland"
  •     Theater "Das deutsch-russische Soldatenwörtebuch" / Театр  "Русско-немецкий солдатский разговорник"
  •     SWR2 Radio "Journal am Mittag"
  •     Berliner Zeitung  "Dem Krieg den Krieg erklären"
  •     Die Tageszeitung  "Mach's noch einmal, Iwan!"
  •     The book of Paul Steege: "Black Market, Cold War: Everyday Life in Berlin, 1946-1949"
  •     Телеканал РТР "Культура":  "Русско-немецкий солдатский разговорник"
  •     Аргументы и факты  "Есть ли правда у войны?"
  •     RT "Russian-German soldier's phrase-book on stage in Moscow"
  •     Утро.ru  "Контурная карта великой войны"
  •     Коммерсантъ "Языковой окоп"
  •     Телеканал РТР "Культура"  "Широкий формат с Ириной Лесовой"
  •     Museum Berlin-Karlshorst  "Das Haus in Karlshorst. Geschichte am Ort der Kapitulation"
  •     Das Buch von Roland Thimme: "Rote Fahnen über Potsdam 1933 - 1989: Lebenswege und Tagebücher"
  •     Das Buch von Bernd Vogenbeck, Juliane Tomann, Magda Abraham-Diefenbach: "Terra Transoderana: Zwischen Neumark und Ziemia Lubuska"
  •     Das Buch von Sven Reichardt & Malte Zierenberg: "Damals nach dem Krieg Eine Geschichte Deutschlands - 1945 bis 1949"
  •     Lothar Gall & Barbara Blessing: "Historische Zeitschrift Register zu Band 276 (2003) bis 285 (2007)"
  •     Wyborcza.pl "Kłopotliwy pomnik w mieście z trudną historią"
  •     Kollektives Gedächtnis "Erinnerungen an meine Cousine Dora aus Königsberg"
  •     Das Buch von Ingeborg Jacobs: "Freiwild: Das Schicksal deutscher Frauen 1945"
  •     Wyborcza.pl "Strącona gwiazda wdzięczności"
  •     Закон i Бiзнес "Двічі по двісті - суд честі"
  •     Радио Свобода "Красная армия. Встреча с Европой"
  •     DEP "Stupri sovietici in Germania /1944-45/"
  •     Дніпропетровський національний історичний музей ім. Яворницького "Музей і відвідувач: методичні розробки, сценарії, концепції. Листи з 43-го"
  •     Explorations in Russian and Eurasian History "The Intelligentsia Meets the Enemy: Educated Soviet Officers in Defeated Germany, 1945"
  •     DAMALS "Deutschland-Tagebuch 1945-1946. Gedankenwelt des Siegers"
  •     Das Buch von Pauline de Bok: "Blankow oder Das Verlangen nach Heimat"
  •     Das Buch von Ingo von Münch: "Frau, komm!": die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45"
  •     Das Buch von Roland Thimme: "Schwarzmondnacht: Authentische Tagebücher berichten (1933-1953). Nazidiktatur - Sowjetische Besatzerwillkür"
  •     История государства  "Миф о миллионах изнасилованных немок"
  •     Das Buch Alexander Häusser, Gordian Maugg: "Hungerwinter: Deutschlands humanitäre Katastrophe 1946/47"
  •     Heinz Schilling: "Jahresberichte für deutsche Geschichte: Neue Folge. 60. Jahrgang 2008"
  •     Jan M. Piskorski "WYGNAŃCY: Migracje przymusowe i uchodźcy w dwudziestowiecznej Europie"
  •     Wayne State "The Cultural Memory Of German Victimhood In Post-1990 Popular German Literature And Television"
  •     Deutschlandradio "Heimat ist dort, wo kein Hass ist"
  •     Journal of Cold War Studies "Wladimir Gelfand, Deutschland-Tagebuch 1945–1946: Aufzeichnungen eines Rotarmisten"
  •     ЛЕХАИМ "Евреи на войне. Солдатские дневники"
  •     Частный Корреспондент "Победа благодаря и вопреки"
  •     Перспективы "Сексуальное насилие в годы Второй мировой войны: память, дискурс, орудие политики"
  •     Радиостанция Эхо Москвы & RTVi "Не так" с Олегом Будницким: Великая Отечественная - солдатские дневники"
  •     Books Llc "Person im Zweiten Weltkrieg /Sowjetunion/ Georgi Konstantinowitsch Schukow, Wladimir Gelfand, Pawel Alexejewitsch Rotmistrow"
  •     Das Buch von Jan Musekamp: "Zwischen Stettin und Szczecin - Metamorphosen einer Stadt von 1945 bis 2005"
  •     Encyclopedia of safety "Ladies liberated Europe in the eyes of Russian soldiers and officers (1944-1945 gg.)"
  •     Азовские греки "Павел Тасиц"
  •     Newsland "СМЯТЕНИЕ ГРОЗНОЙ ОСЕНИ 1941 ГОДА"
  •     Wallstein "Demokratie im Schatten der Gewalt: Geschichten des Privaten im deutschen Nachkrieg"
  •     Вестник РГГУ "Болезненная тема второй мировой войны: сексуальное насилие по обе стороны фронта"
  •     Das Buch von Jürgen W. Schmidt: "Als die Heimat zur Fremde wurde"
  •     ЛЕХАИМ "Евреи на войне: от советского к еврейскому?"
  •     Gedenkstätte/ Museum Seelower Höhen "Die Schlacht"
  •     The book of Frederick Taylor "Exorcising Hitler: The Occupation and Denazification of Germany"
  •     Огонёк "10 дневников одной войны"
  •     The book of Michael Jones "Total War: From Stalingrad to Berlin"
  •     Das Buch von Frederick Taylor "Zwischen Krieg und Frieden: Die Besetzung und Entnazifizierung Deutschlands 1944-1946"
  •     WordPress.com "Wie sind wir Westler alt und überklug - und sind jetzt doch Schmutz unter ihren Stiefeln"
  •     Олег Будницкий: "Архив еврейской истории" Том 6. "Дневники"
  •     Åke Sandin "Är krigets våldtäkter en myt?"
  •     Michael Jones: "El trasfondo humano de la guerra: con el ejército soviético de Stalingrado a Berlín"
  •     Das Buch von Jörg Baberowski: "Verbrannte Erde: Stalins Herrschaft der Gewalt"
  •     Zeitschrift fur Geschichtswissenschaft "Gewalt im Militar. Die Rote Armee im Zweiten Weltkrieg"
  •     Ersatz-[E-bok] "Tysk dagbok 1945-46"
  •     The book of Michael David-Fox, Peter Holquist, Alexander M. Martin: "Fascination and Enmity: Russia and Germany as Entangled Histories, 1914-1945"
  •     Елена Сенявская "Женщины освобождённой Европы глазами советских солдат и офицеров (1944-1945 гг.)"
  •     The book of Raphaelle Branche, Fabrice Virgili: "Rape in Wartime (Genders and Sexualities in History)"
  •     (סקירה   צבאית נשים של אירופה המשוחררת דרך עיניהם של חיילים וקצינים סובייטים (1944-1945
  •     БезФорматаРу "Хоть бы скорей газетку прочесть"
  •     ВЕСТНИК "Проблемы реадаптации студентов-фронтовиков к учебному процессу после Великой Отечественной войны"
  •     Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 60 (2012), 12
  •     Все лечится "10 миллионов изнасилованных немок"
  •     Симха "Еврейский Марк Твен. Так называли Шолома Рабиновича, известного как Шолом-Алейхем"
  •     Nicolas Bernard "La Guerre germano-soviétique: 1941-1945 (Histoires d'aujourd'hui) E-Book"
  •     Annales: Nathalie Moine "La perte, le don, le butin. Civilisation stalinienne, aide étrangère et biens trophées dans l’Union soviétique des années 1940"
  •     Das Buch von Beata Halicka "Polens Wilder Westen. Erzwungene Migration und die kulturelle Aneignung des Oderraums 1945 - 1948"
  •     Das Buch von Jan M. Piskorski "Die Verjagten: Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhundert"
  •     "آسو  "دشمن هرگز در نمی‌زن
  •     Уроки истории. ХХ век. Гефтер. "Антисемитизм в СССР во время Второй мировой войны в контексте холокоста"
  •     Ella Janatovsky "The Crystallization of National Identity in Times of War: The Experience of a Soviet Jewish Soldier"
  •     Word War II Multimedia Database "Borgward Panzerjager At The Reichstag"
  •     Militaergeschichtliche Zeitschrift "Buchbesprechungen"
  •     Всеукраинский еженедельник Украина-Центр "Рукописи не горят"
  •     Ljudbok / Bok / eBok: Niclas Sennerteg "Nionde arméns undergång: Kampen om Berlin 1945"
  •     Das Buch von Michaela Kipp: "Großreinemachen im Osten: Feindbilder in deutschen Feldpostbriefen im Zweiten Weltkrieg"
  •     Петербургская газета "Женщины на службе в Третьем Рейхе"
  •     Володимир Поліщук "Зроблено в Єлисаветграді"
  •     Германо-российский музей Берлин-Карлсхорст. Каталог постоянной экспозиции / Katalog zur Dauerausstellung
  •     Clarissa Schnabel "The life and times of Marta Dietschy-Hillers"
  •     Alliance for Human Research Protection "Breaking the Silence about sexual violence against women during the Holocaust"
  •     Еврейский музей и центр толерантности. Группа по работе с архивными документами
  •     Эхо Москвы "ЦЕНА ПОБЕДЫ: Военный дневник лейтенанта Владимира Гельфанда"
  •     Bok / eBok: Anders Bergman & Emelie Perland "365 dagar: Utdrag ur kända och okända dagböcker"
  •     РИА Новости "Освободители Германии"
  •     Das Buch von Miriam Gebhardt "Als die Soldaten kamen: Die Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs"
  •     Petra Tabarelli "Vladimir Gelfand"
  •     Das Buch von Martin Stein "Die sowjetische Kriegspropaganda 1941 - 1945 in Ego-Dokumenten"
  •     Książka Beata Halicka "Polski Dziki Zachód. Przymusowe migracje i kulturowe oswajanie Nadodrza 1945-1948"
  •     The German Quarterly "Philomela’s Legacy: Rape, the Second World War, and the Ethics of Reading"
  •     MAZ LOKAL "Archäologische Spuren der Roten Armee in Brandenburg"
  •     Tenona "Как фашисты издевались над детьми в концлагере Саласпилс. Чудовищные исторические факты о концлагерях"
  •     Deutsches Historisches Museum "1945 – Niederlage. Befreiung. Neuanfang. Zwölf Länder Europas nach dem Zweiten Weltkrieg"
  •     День за днем "Дневник лейтенанта Гельфанда"
  •     BBC News "The rape of Berlin" / BBC Mundo / BBC O`zbek / BBC Brasil / BBC فارْسِى "تجاوز در برلین" 
  •     Echo24.cz "Z deníku rudoarmějce: Probodneme je skrz genitálie"
  •     The Telegraph "The truth behind The Rape of Berlin"
  •     BBC World Service "The Rape of Berlin"
  •     ParlamentniListy.cz "Mrzačení, znásilňování, to všechno jsme dělali. Český server připomíná drsné paměti sovětského vojáka"
  •     WordPress.com "Termina a Batalha de Berlim"
  •     Dnevnik.hr "Podignula je suknju i kazala mi: 'Spavaj sa mnom. Čini što želiš! Ali samo ti"
  •     ilPOST "Gli stupri in Germania, 70 anni fa"
  •     上海东方报业 有限公司 70年前苏军强奸了十万柏林妇女?很多人仍在寻找真相
  •     연합뉴스 "BBC: 러시아군, 2차대전때 독일에서 대규모 강간"
  •     세계일보 "러시아군, 2차대전때 독일에서 대규모 강간"
  •     Telegraf "SPOMENIK RUSKOM SILOVATELJU: Nemci bi da preimenuju istorijsko zdanje u Berlinu?"
  •     Múlt-kor "A berlini asszonyok küzdelme a szovjet erőszaktevők ellen"
  •     Noticiasbit.com "El drama oculto de las violaciones masivas durante la caída de Berlín"
  •     Museumsportal Berlin "Landsberger Allee 563, 21. April 1945"
  •     Caldeirão Político "70 anos após fim da guerra, estupro coletivo de alemãs ainda é episódio pouco conhecido"
  •     Nuestras Charlas Nocturnas "70 aniversario del fin de la II Guerra Mundial: del horror nazi al terror rojo en Alemania"
  •     W Radio "El drama oculto de las violaciones masivas durante la caída de Berlín"
  •     La Tercera "BBC: El drama oculto de las violaciones masivas durante la caída de Berlín"
  •     Noticias de Paraguay "El drama de las alemanas violadas por tropas soviéticas hacia el final de la Segunda Guerra Mundial"
  •     Cnn Hit New "The drama hidden mass rape during the fall of Berlin"
  •     Dân Luận "Trần Lê - Hồng quân, nỗi kinh hoàng của phụ nữ Berlin 1945"
  •     Český rozhlas "Temná stránka sovětského vítězství: znásilňování Němek"
  •     Historia "Cerita Kelam Perempuan Jerman Setelah Nazi Kalah Perang"
  •     G'Le Monde "Nỗi kinh hoàng của phụ nữ Berlin năm 1945 mang tên Hồng Quân"
  •     BBC News 코리아 "베를린에서 벌어진 대규모 강간"
  •     Эхо Москвы "Дилетанты. Красная армия в Европе"
  •     Der Freitag "Eine Schnappschussidee"
  •     باز آفريني واقعيت ها  "تجاوز در برلین"
  •     Quadriculado "O Fim da Guerra e o início do Pesadelo. Duas narrativas sobre o inferno"
  •     Majano Gossip "PER NON DIMENTICARE.... LE PORCHERIE COMUNISTE!!!"
  •     非中国日报网 "柏林的强奸"
  •     Constantin Film "Anonyma - Eine Frau in Berlin. Materialien zum Film"
  •     Русская Германия "Я прижал бедную маму к своему сердцу и долго утешал"
  •     De Gruyter Oldenbourg "Erinnerung an Diktatur und Krieg. Brennpunkte des kulturellen Gedächtnisses zwischen Russland und Deutschland seit 1945"
  •     Memuarist.com "Гельфанд Владимир Натанович"
  •     Πανεπιστημίου Ιωαννίνων "Οι νόμοι του Πλάτωνα για την υβριστική κακολογία και την κατάχρηση του δημοσίου"
  •     Das Buch von Nicholas Stargardt "Der deutsche Krieg: 1939 - 1945" / Николас Старгардт "Мобилизованная нация. Германия 1939–1945"
  •     FAKEOFF "Оглянуться в прошлое"
  •     The book of Nicholas Stargardt "The German War: A Nation Under Arms, 1939–45"
  •     The book of Nicholas Stargardt "The German War: A Nation Under Arms, 1939–45"
  •     Книга "Владимир Гельфанд. Дневник 1941 - 1946"
  •     BBC Русская служба "Изнасилование Берлина: неизвестная история войны" / BBC Україна "Зґвалтування Берліна: невідома історія війни"
  •     Virtual Azərbaycan "Berlinin zorlanması"
  •     Гефтер "Олег Будницкий: «Дневник, приятель дорогой!» Военный дневник Владимира Гельфанда"
  •     Гефтер "Владимир Гельфанд. Дневник 1942 года"
  •     BBC Tiếng Việt "Lính Liên Xô 'hãm hiếp phụ nữ Đức'"
  •     Nicolas Bernard "La Guerre germano-soviétique, 1941-1943" Tome 1
  •     Nicolas Bernard "La Guerre germano-soviétique, 1943-1945" Tome 2
  •     Эхо Москвы "ЦЕНА ПОБЕДЫ: Дневники лейтенанта Гельфанда"
  •     Renato Furtado "Soviéticos estupraram 2 milhões de mulheres alemãs, durante a Guerra Mundial"
  •     Вера Дубина "«Обыкновенная история» Второй мировой войны: дискурсы сексуального насилия над женщинами оккупированных территорий"
  •     Еврейский музей и центр толерантности "Презентация книги Владимира Гельфанда «Дневник 1941-1946»"
  •     Еврейский музей и центр толерантности "Евреи в Великой Отечественной войне"
  •     Сидякин & Би-Би-Си. Драма в трех действиях. "Атака"
  •     Сидякин & Би-Би-Си. Драма в трех действиях. "Бой"
  •     Сидякин & Би-Би-Си. Драма в трех действиях. "Победа"
  •     Сидякин & Би-Би-Си. Драма в трех действиях. Эпилог
  •     Труд "Покорность и отвага: кто кого?"
  •     Издательский Дом «Новый Взгляд» "Выставка подвига"
  •     Katalog NT "Выставка "Евреи в Великой Отечественной войне " - собрание уникальных документов"
  •     Вести "Выставка "Евреи в Великой Отечественной войне" - собрание уникальных документов"
  •     Радио Свобода "Бесценный графоман"
  •     Вечерняя Москва "Еще раз о войне"
  •     РИА Новости "Выставка про евреев во время ВОВ открывается в Еврейском музее"
  •     Телеканал «Культура» Выставка "Евреи в Великой Отечественной войне" проходит в Москве
  •     Россия HD "Вести в 20.00"
  •     GORSKIE "В Москве открылась выставка "Евреи в Великой Отечественной войне"
  •     Aгентство еврейских новостей "Евреи – герои войны"
  •     STMEGI TV "Открытие выставки "Евреи в Великой Отечественной войне"
  •     Национальный исследовательский университет Высшая школа экономики "Открытие выставки "Евреи в Великой Отечественной войне"
  •     Независимая газета "Война Абрама"
  •     Revista de Historia "El lado oscuro de la victoria aliada en la Segunda Guerra Mundial"
  •     יעיתון סינאתלה  גביש הסמל ולדימיר גלפנד מספר על חיי היומיום במלחמה , על אורח חיים בחזית ובעורף
  •     Лехаим "Война Абрама"
  •     Elhallgatva "A front emlékezete. A Vörös Hadsereg kötelékében tömegesen és fiatalkorúakon elkövetett nemi erőszak kérdése a Dél-Vértesben"
  •     Libertad USA "El drama de las alemanas: violadas por tropas soviéticas en 1945 y violadas por inmigrantes musulmanes en 2016"
  •     НГ Ex Libris "Пять книг недели"
  •     Брестский Курьер "Фамильное древо Бреста. На перекрестках тех дорог…"
  •     Полит.Ру "ProScience: Олег Будницкий о народной истории войны"
  •     Олена Проскура "Запiзнiла сповiдь"
  •     Полит.Ру "ProScience: Возможна ли научная история Великой Отечественной войны?"
  •     Книга "Владимир Гельфанд. Дневник 1941 - 1946"
  •     Ahlul Bait Nabi Saw "Kisah Kelam Perempuan Jerman Setelah Nazi Kalah Perang"
  •     北京北晚新视 觉传媒有限公司 "70年前苏军强奸了十万柏林妇女?"
  •     Преподавание истории в школе "«О том, что происходило…» Дневник Владимира Гельфанда"
  •     Вестник НГПУ "О «НЕУБЕДИТЕЛЬНЕЙШЕЙ» ИЗ ПОМЕТ: (Высокая лексика в толковых словарях русского языка XX-XXI вв.)"
  •     Fotografias da História "Memórias esquecidas: o estupro coletivo das mulheres alemãs"
  •     Archäologisches Landesmuseum Brandenburg "Zwischen Krieg und Frieden" / "Между войной и миром"
  •     Российская газета "Там, где кончается война"
  •     Народный Корреспондент "Женщины освобождённой Европы глазами советских солдат: правда про "2 миллиона изнасилованых немок"
  •     Fiona "Военные изнасилования — преступления против жизни и личности"
  •     军情观察室 "苏军攻克柏林后暴行妇女遭殃,战争中的强奸现象为什么频发?"
  •     Независимая газета "Дневник минометчика"
  •     Независимая газета "ИСПОДЛОБЬЯ: Кризис концепции"
  •     East European Jewish Affairs "Jewish response to the non-Jewish question: “Where were the Jews during the fighting?” 1941–5"
  •     Niels Bo Poulsen "Skæbnekamp: Den tysk-sovjetiske krig 1941-1945"
  •     Olhar Atual "A Esquerda a história e o estupro"
  •     The book of Stefan-Ludwig Hoffmann, Sandrine Kott, Peter Romijn, Olivier Wieviorka "Seeking Peace in the Wake of War: Europe, 1943-1947"
  •     Walter de Gruyter "Germans into Allies: Writing a Diary in 1945"
  •     Blog in Berlin "22. Juni – da war doch was?"
  •     Steemit "Berlin Rape: The Hidden History of War"
  •     Estudo Prático "Crimes de estupro na Segunda Guerra Mundial e dentro do exército americano"
  •     Громадське радіо "Насильство над жінками під час бойових дій — табу для України"
  •     InfoRadio RBB "Geschichte in den Wäldern Brandenburgs"
  •     "شگفتی های تاریخ است "پشت پرده تجاوز به زنان برلینی در پایان جنگ جهانی دوم
  •     Das Buch Hans-Jürgen Beier gewidmet "Lehren – Sammeln – Publizieren"
  •     The book of Miriam Gebhardt "Crimes Unspoken: The Rape of German Women at the End of the Second World War"
  •     Русский вестник "Искажение истории: «Изнасилованная Германия»"
  •     凯迪 "推荐《柏林女人》与《五月四日》影片"
  •     Vix "Estupro de guerra: o que acontece com mulheres em zonas de conflito, como Aleppo?"
  •     Universidad del Bío-Bío "CRÍMENES DE GUERRA RUSOS EN LA SEGUNDA GUERRA MUNDIAL (1940-1945)"
  •     "المنصة  "العنف ضد المرأة.. المسكوت عنه في الحرب العالمية الثانية
  •     Книга. Олег Шеин "От Астраханского кремля до Рейхсканцелярии. Боевой путь 248-й стрелковой дивизии"
  •     Cambridge University Press "Of Loss and Loot: Stalin-Era Culture, Foreign Aid, and Trophy Goods in the Soviet Union during the 1940s"
  •     Sodaz Ot "Освободительная миссия Красной Армии и кривое зеркало вражеской пропаганды"
  •     Sodaz Ot "Советский воин — освободитель Европы: психология и поведение на завершающем этапе войны (II)"
  •     企业头条 "柏林战役后的女人"
  •     Sántha István "A front emlékezete"
  •     腾讯公司   "二战时期欧洲, 战胜国对战败国的十万妇女是怎么处理的!"
  •     El Nuevo Accion "QUE LE PREGUNTEN A LAS ALEMANAS VIOLADAS POR RUSOS, NORTEAMERICANOS, INGLESES Y FRANCESES"
  •     Periodismo Libre "QUE LE PREGUNTEN A LAS ALEMANAS VIOLADAS POR RUSOS, NORTEAMERICANOS, INGLESES Y FRANCESES"
  •     DE Y.OBIDIN "Какими видели европейских женщин советские солдаты и офицеры (1944-1945 годы)?"
  •     Magyar Tudományos Akadémia "Váltóállítás: Diktatúrák a vidéki Magyarországon 1945-ben"
  •     歷史錄 "近1萬女性被強姦致死,女孩撩開裙子說:不下20個男人戳我這兒"
  •     Cyberpedia "Проблема возмездия и «границы ненависти» у советского солдата-освободителя"
  •     NewConcepts Society "Можно ли ставить знак равенства между зверствами гитлеровцев и зверствами советских солдат?"
  •     搜狐 "二战时期欧洲,战胜国对战败国的妇女是怎么处理的"
  •     Ranker "14 Shocking Atrocities Committed By 20th Century Communist Dictatorships"
  •     Эхо Москвы "Дилетанты. Начало войны. Личные источники"
  •     Журнал "Огонёк" "Эго прошедшей войны"
  •     이창남 외 공저 "폭력과 소통 :트랜스내셔널한 정의를 위하여"
  •     Уроки истории. XX век "Книжный дайджест «Уроков истории»: советский антисемитизм"
  •     Свободная Пресса "Кто кого насиловал в Германии"
  •     EPrints "Взаємовідносини червоноармійців з цивільним населенням під час перебування радянських військ на території Польщі (кінець 1944 - початок 1945 рр.)"
  •     Pikabu "Обратная сторона медали"
  •     Озёрск.Ru "Война и немцы"
  •     Імекс-ЛТД "Історичний календар Кіровоградщини на 2018 рік. Люди. Події. Факти"
  •     יד ושם - רשות הזיכרון לשואה ולגבורה "Vladimir Gelfand"
  •     Atchuup! "Soviet soldiers openly sexually harass German woman in Leipzig after WWII victory, 1945"
  •     Книга Мириам Гебхардт "Когда пришли солдаты. Изнасилование немецких женщин в конце Второй мировой войны"
  •     Coffe Time "Женщины освобождённой"
  •     Дилетант "Цена победы. Военный дневник лейтенанта Владимира Гельфанда"
  •     Feldgrau.Info - Bоенная история "Подборка"
  •     Вечерний Брест "В поисках утраченного времени. Солдат Победы Аркадий Бляхер. Часть 9. Нелюбовь"
  •     Геннадий Красухин "Круглый год с литературой. Квартал четвёртый"
  •     Аргументы недели "Всю правду знает только народ. Почему фронтовые дневники совсем не похожи на кино о войне"
  •     Fanfics.me "Вспомним подвиги ветеранов!"
  •     VietInfo "Hồng quân, Nỗi kinh hoàng của phụ nữ Berlin năm 1945"
  •     Книга: Виталий Дымарский, Владимир Рыжков "Лица войны"
  •     Birthe Kundrus "Dieser Krieg ist der große Rassenkrieg": Krieg und Holocaust in Europa
  •     Dozor "Про День Перемоги в Кіровограді, фейкових ветеранів і "липове" примирення"
  •     East European Jewish Affairs "Review of Dnevnik 1941-1946, by Vladimir Gel’fand"
  •     The book of Harriet Murav, Gennady Estraikh "Soviet Jews in World War II: Fighting, Witnessing, Remembering"
  •     TARINGA! "Las violaciones masivas durante la caída de Berlín"
  •     ВолиньPost "Еротика та війна: спогади про Любомль 1944 року"
  •     Anews "Молодые воспринимают войну в конфетном обличии"
  •     RTVi "«Война эта будет дикая». Что писали 22 июня 1941 года в дневниках"
  •     Tribun Manado "Nasib Kelam Perempuan Jerman Usai Nazi Kalah, Gadis Muda, Wanita Tua dan Hamil Diperkosa Bergantian"
  •     The book of Elisabeth Krimmer "German Women's Life Writing and the Holocaust: Complicity and Gender in the Second World War"
  •     ViewsBros  "WARTIME VIOLENCE AGAINST WOMEN"
  •     Xosé Manuel Núñez Seixas "El frente del Este : historia y memoria de la guerra germano-soviética, 1941-1945"
  •     اخبار المقطم و الخليفه " إغتصاب برلين الكبير"
  •     Русская семерка "В чьем плену хуже всего содержались женщины-военные на Второй мировой"
  •     Nicholas Stargardt "La guerra tedesca. Una nazione sotto le armi 1939-1945"
  •     Mail Online "Mass grave containing 1,800 German soldiers who perished at the Battle of Stalingrad is uncovered in Russia - 75 years after WWII's largest confrontation claimed 2 mln lives"
  •     PT. Kompas Cyber Media "Kuburan Massal 1.800 Tentara Jerman Ditemukan di Kota Volgograd"
  •     Công ty Cổ phần Quảng cáo Trực tuyến 24H "Nga: Sửa ống nước, phát hiện 1.800 hài cốt của trận đánh đẫm máu nhất lịch sử"
  •     LGMI News "Pasang Pipa Air, Tukang Temukan Kuburan Masal 1.837 Tentara Jerman"
  •     Quora "¿Cuál es un hecho sobre la Segunda Guerra Mundial que la mayoría de las personas no saben y probablemente no quieren saber?"
  •     "مجله مهاجرت  "آنچه روس‌ها در برلین انجام دادند!
  •     Музейний простiр  "Музей на Дніпрі отримав новорічні подарунки під ялинку"
  •     Бэла Гельфанд. Как в Берлине убивали жену красноармейца Владимира Гельфанда  .. ..
  •     The book of Paul Roland "Life After the Third Reich: The Struggle to Rise from the Nazi Ruins"
  •     O Sentinela "Dois Milhões de Alemãs: O Maior Estupro em Massa da História foi um Crime Aliado-Soviético"
  •     Stratejik Güvenlik "SAVAŞ DOSYASI : TARİHTEN BİR KARE – 2. DÜNYA SAVAŞI BİTİMİNDE ALMANYA’DA KADINLARA TOPLU TECAVÜZLER"
  •     Агентство новостей «Хакасия-Информ» "Кто остановит шоу Коновалова?"
  •     Isralike.org "Цена победы. Военный дневник лейтенанта Владимира Гельфанда"
  •     Robert Dale “For what and for whom were we fighting?”: Red Army Soldiers, Combat Motivation and Survival Strategies on the Eastern Front in the Second World War
  •     "طرفداری "پایان رویای نازیسم / سقوط امپراطوری آدولف هیتلر
  •     Воспоминания фронтовиков Великой Отечественной "Нам дороги эти позабыть нельзя"
  •     Das Buch von Kerstin Bischl "Frontbeziehungen: Geschlechterverhältnisse und Gewaltdynamiken in der Roten Armee 1941-1945"
  •     Русская семерка "Красноармейцы или солдаты союзников: кто вызывал у немок больший страх"
  •     Kibalchish "Фрагменты дневников поэта-фронтовика В. Н. Гельфанда"
  •     History Magazine "Sõjapäevik leitnant Vladimir Gelfand"
  •     Magazine online "Vojnový denník poručíka Vladimíra Gelfanda"
  •     theБабель "Український лейтенант Володимир Гельфанд пройшов Другу світову війну від Сталінграда до Берліна"
  •     Znaj.UA "Жорстокі знущання та масові вбивства: злочини Другої світової показали в моторошних кадрах"
  •     Gazeta.ua "Масові вбивства і зґвалтування: жорстокі злочини Другої світової війни у фотографіях"
  •     PikTag "Знали вы о том, что советские солдаты ИЗНАСИЛОВАЛИ бессчетное число женщин по пути к Берлину?"
  •     Kerstin Bischl  "Sammelrezension: Alltagserfahrungen von Rotarmisten und ihr Verhältnis zum Staat"
  •     Конт "Несколько слов о фронтовом дневнике"
  •     Livejournal "Уникальный дневник солдата Сталина"
  •     Sherstinka "Német megszállók és nők. Trófeák Németországból - mi volt és hogyan"
  •     Олег Сдвижков "Красная Армия в Европе. По страницам дневника Захара Аграненко"
  •     X-True.Info "«Русские варвары» и «цивилизованные англосаксы»: кто был более гуманным с немками в 1945 году"
  •     Veröffentlichungen zur brandenburgischen Landesarchäologie "Zwischen Krieg und und Frieden: Waldlager der Roten Armee 1945"
  •     Sherstinka "Szovjet lányok megerőszakolása a németek által a megszállás alatt. Német fogságba esett nők"
  •     Dünya Haqqinda "Berlin zorlanmasi: İkinci Dünya Müharibəsi"
  •     Dioxland "NEMŠKIM VOJAKOM JE BILO ŽAL RUSKIH ŽENSK. VSE KNJIGE SO O: "VOJAŠKIH SPOMINIH NEMŠKEGA..."
  •     Actionvideo "Gewalt gegen deutsche Frauen durch Soldaten der Roten Armee. Entsetzliche Folter und Hinrichtungen durch japanische Faschisten während des Zweiten Weltkriegs!"
  •     Maktime "Was machten die Nazis mit den gefangenen sowjetischen Mädchen? Wer hat deutsche Frauen vergewaltigt und wie sie im besetzten Deutschland gelebt haben"
  •     Музей «Пам’ять єврейського народу та Голокост в Україні» отримав у дар унікальні експонати
  •     Sherstinka "Что творили с пленными женщинами фашисты. Жестокие пытки женщин фашистами"
  •     Bidinvest "Brutalitäten der Sowjetarmee - Über die Gräueltaten der sowjetischen "Befreier" in Europa. Was haben deutsche Soldaten mit russischen Frauen gemacht?"
  •     Русский сборник XXVII "Советские потребительские практики в «маленьком СССР», 1945-1949"
  •     Academic Studies Press. Oleg Budnitskii: "Jews at War: Diaries from the Front"
  •     Gazeta Chojeńska "Wojna to straszna trauma, a nie fajna przygoda"
  •     Historiadel.net "Crímenes de violación de la Segunda Guerra Mundial y el Ejército de EE. UU."
  •     화요지식살롱     "2차세계대전 말, 소련에게 베를린을 점령당한 '독일 여자들'이 당한 치욕의 역사"
  •     The Global Domain News "As the soldiers did to captured German women"
  •     Quora "Você sabe de algum fato da Segunda Guerra Mundial que a maioria das pessoas não conhece e que, provavelmente, não querem saber?"
  •     MOZ.de "Als der Krieg an die Oder kam – Flucht aus der Festung Frankfurt"
  •     Музей "Пам'ять єврейського народу та Голокост в Україні". "1 березня 1923 р. – народився Володимир Гельфанд"
  •     Wyborcza.pl "Ryk gwałconych kobiet idzie przez pokolenia. Mało kto się nim przejmuje"
  •     Cноб "Женщина — военный трофей. Польский историк о изнасилованиях в Европе во время Второй мировой"
  •     Refugo "O estupro da Alemanha"
  •     Historia National Geographic "la batalla de berlín durante la segunda guerra mundial"
  •     Politeka "Росіянам напередодні 9 травня нагадали про злочини в Німеччині: «Заплямували себе...»"
  •     Акценты "Советский офицер раскрыл тайны Второй мировой: рассказал без прикрас"
  •     БелПресса "Цена Победы. Какой была военная экономика"
  •     Lucidez "75 años de la rendición nazi: Los matices del “heroísmo” soviético"
  •     UM CANCERIANO SEM LAR "8 de Maio de 1945"
  •     Lasteles.com "La Caída de la Alemania Nazi: aniversario de la rendición de Berlin"
  •     Cloud Mind "Violence Against Women: The Rape Of Berlin WW2"
  •     Музей "Пам'ять єврейського народу та Голокост в Україні" "8 ТРАВНЯ – ДЕНЬ ПАМ’ЯТІ І ПРИМИРЕННЯ"
  •     Lunaturaoficial "LIBROS QUE NO HICIERON HISTORIA: EL DIARIO DE LOS HORRORES"
  •     CUERVOPRESS "El drama oculto de las violaciones masivas durante la caída de Berlín"
  •     EU Today "The Rape of Berlin: Red Army atrocities in 1945"
  •     Издательство Яндекс + История будущего "Настоящий 1945"
  •     Вне строк "Похищение Берлина: зверства Красной армии в 1945 году"
  •     Frankfurter Allgemeine Zeitung "Erlebt Russland eine neue Archivrevolution?"
  •     The book of Beata Halicka "The Polish Wild West: Forced Migration and Cultural Appropriation in the Polish-german Borderlands, 1945-1948"
  •     Twentieth-Century Literature “A World of Tomorrow”: Trauma, Urbicide, and Documentation in A Woman in Berlin: Eight Weeks in the Conquered City
  •     Märkische Onlinezeitung "Sowjetische Spuren in Brandenburgs Wäldern"
  •     Revue Belge de Philologie et d’Histoire "Soviet Diaries of the Great Patriotic War"
  •     Der Spiegel "Rotarmisten und deutsche Frauen: "Ich gehe nur mit anständigen Russen"
  •     ReadSector "Mass grave of WWII Nazi paratroopers found in Poland contains 18 skeletons and tools with swastikas"
  •     ИноСМИ "Der Spiegel (Германия): «Я гуляю только с порядочными русскими»
  •     Actionvideo "Jak naziści szydzili z rosyjskich kobiet. Gwałt w Berlinie: nieznana historia wojny"
  •     Вера Дубина "Сексуальное насилие в памяти о Второй мировой войне"
  •     Graf Orlov 33 "ДНЕВНИК В. ГЕЛЬФАНДА советского офицера РККА"
  •     Deutsche Welle  "Послевоенная Германия в дневниках и фотографиях"
  •     Deutsche Welle  "За что немки любили в 1945 году лейтенанта Красной армии?"
  •     Elke Scherstjanoi "Sieger leben in Deutschland: Fragmente einer ungeübten Rückschau. Zum Alltag sowjetischer Besatzer in Ostdeutschland 1945-1949"
  •     SHR32 "Rus əsgərləri alman qadınlarına necə istehza etdilər. Alman qadınlarını kim zorlayıb və onlar işğal olunmuş Almaniyada necə yaşayıblar"
  •     Детектор медіа "«Гра тіней»: є сенс продовжувати далі"
  •     Historia provinciae "Повседневная жизнь победителей в советской зоне оккупации Германии в воспоминаниях участников событий"
  •     Portal de Prefeitura "Artigo: “FRAU, KOMM!” O maior estupro coletivo da história"
  •     Pikabu "Извращение или традиция, потерявшая смысл?"
  •     Русская Семерка "Владимир Гельфанд: от каких слов отказался «отец» мифа об изнасиловании немок советскими солдатами"
  •     Институт российской истории РАН "Вторая мировая и Великая Отечественная: к 75-летию окончания"
  •     Kozak UA "Як "діди" німкень паплюжили в 1945 році"
  •     Dandm "Cómo los nazis se burlaron de las mujeres rusas. Mujeres rusas violadas y asesinadas por los alemanes"
  •     Permnew.Ru "«Диван» Федора Вострикова. Литобъединение"
  •     Neurologystatus "Violence women in the Second World War. Shoot vagas: why soldiers rape women"
  •     Brunilda Ternova "Mass rapes by Soviet troops in Germany at the end of World War II"
  •     The book Stewart Binns "Barbarossa: And the Bloodiest War in History"
  •     Reddit "Did the Soviet Army really raped 2 million women during WW2? Are the numbers correct?"
  •     Новое литературное обозрение: Будницкий Олег "Люди на войне"
  •     Леонід Мацієвський "9 травня – День перемоги над здоровим глуздом. Про згвалтовану Європу та Берлін"
  •     Полит.Ру "Люди на войне"
  •     #CОЦИАЛЬНАЯ ИСТОРИЯ #ПАМЯТЬ "Владимир Гельфанд: месяц в послевоенном Берлине"
  •     Новое литературное обозрение "Ирина Прохорова, Олег Будницкий, Иван Толстой: Люди на войне"
  •     JoyReactor "Зверства советских солдат во время Великой Отечественной войны"
  •     Georgetown University "Explorations in Russian and Eurasian History": "Emotions and Psychological Survival in the Red Army, 1941–42"
  •     Forum24 "Co se dělo se zajatými rudoarmějkami? Jaký byl osud zajatých žen z Wehrmachtu?"
  •     Quora, Inc. "Which was the cruelest army in WW2 and WW1?"
  •     Радио Свобода "Война и народная память"
  •     Лехаим "Двадцать второго июня…"
  •     Русская семёрка "Как изменилось отношение немок к красноармейцам в 1945 году"
  •     Исторический курьер "Героизм, герои и награды: «героическая сторона» Великой Отечественной войны в воспоминаниях современников"
  •     Коммерсантъ "Фронт и афронты"
  •     גלובוס / Globus „Война и народная память“
  •     Русская семёрка "Владимир Гельфанд: что не так в дневниках автора мифа об «изнасилованной» Германии"
  •     Medium "The Brutal Rapes of Every German Female from Eight to Eighty"
  •     One News Box "How German women suffered largest mass rape in history by foreign solders"
  •     "نیمرخ "نقش زنان در جنگها - قسمت اول: زنان به مثابه قربانی جنگ
  •     Bolcheknig "Що німці робили з жінками. Уривок з щоденника дівчини, яку німці використовували як безкоштовну робочу силу. Життя в таборі"
  •     Nrgaudit "Рассказы немецких солдат о войне с русскими. Мнения немцев о русских солдатах во время Второй мировой войны"
  •     Музей "Пам'ять єврейського народу та Голокост в Україні "На звороті знайомого фото"
  •     Новое литературное обозрение. Книга: Козлов, Козлова "«Маленький СССР» и его обитатели. Очерки социальной истории советского оккупационного сообщества"
  •     Sattarov "Mga babaeng sundalo sa pagkabihag ng Aleman. Kabanata limang mula sa librong "Pagkabihag. Ito ang ginawa ng mga Nazi sa mga nahuling kababaihan ng Soviet"
  •     Política Obrera "Sobre “José Pablo Feinmann y la violación en manada"
  •     Эхо Москвы "Цена победы. Люди на войне"
  •     SHR32 "How Russian soldiers mocked German women. Trophies from Germany - what it was and how. Who raped German women and how they lived in occupied Germany"
  •     Олег Сдвижков: "«Советских порядков не вводить!»  Красная армия в Европе 1944—1945 гг."
  •     Livejournal "Чья бы мычала"
  •     Newton Compton Editori. Stewart Binns "Operazione Barbarossa. Come Hitler ha perso la Seconda guerra mondiale"
  •     Kingvape "Rosa Kuleshovs Belichtung. Rosa Kuleshov ist die mysteriöseste Hellseherin der Sowjetzeit. Zwischen rot und grün"
  •     Kfdvgtu الجوائز من ألمانيا - ما كان عليه وكيف. الذين اغتصبوا الألمانية وكيف عاش في ألمانيا المحتلة
  •     nc1 "Αναμνήσεις στρατιωτών πρώτης γραμμής για Γερμανίδες. Οι απόψεις των Γερμανών για τους Ρώσους στρατιώτες κατά τον Β' Παγκόσμιο Πόλεμο"
  •     ik-ptz "Was haben deutsche Soldaten mit russischen Mädchen gemacht? Das haben die Nazis mit gefangenen sowjetischen Frauen gemacht"
  •     مراجعة عسكرية  نساء أوروبا المحررات من خلال عيون الجنود والضباط السوفيت (1944-1945)
  •     nc1 "Scrisori de soldați ruși despre germani. Cum au șocat femeile sovietice pe ocupanții germani"
  •     中 新健康娱乐网 "柏林战役德国女人 70年前苏军强奸了十万柏林妇女?"
  •     "پورتال برای دانش آموز. خودآموزی،  "نازی ها با زنان اسیر چه کردند؟ نحوه آزار نازی ها از کودکان در اردوگاه کار اجباری سالاسپیلس
  •     Русская Семерка "Каких штрафников в Красной Армии называли «эсэсовцами»"
  •     Голос Народу "Саша Корпанюк: Кто и кого изнасиловал в Германии?"
  •     Gorskie "Новые источники по истории Второй мировой войны: дневники"
  •     TransQafqaz.com "Fedai.az Araşdırma Qrupu"
  •     Ik-ptz "What did the Nazis do with the captured women. How the Nazis abused children in the Salaspils concentration camp"
  •     Евгений Матонин "22 июня 1941 года. День, когда обрушился мир"
  •     Ulisse Online "Per non dimenticare: orrori contro i bambini"
  •     Наука. Общество. Оборона "«Изнасилованная Германия»: из истории современных ментальных войн"
  •     Quora "Por que muitos soldados estupram mulheres durante guerras?"
  •     Das Buch von Stefan Creuzberger "Das deutsch-russische Jahrhundert: Geschichte einer besonderen Beziehung"
  •     პორტალი სტუდენტისთვის "როგორ დასცინოდნენ რუსი ჯარისკაცები გერმანელებს"
  •     Зеркало "Где и когда русское воинство ЧЕСТЬ потеряло?"
  •     WordPress.com Historywithatwist  "How Russia has used rape as a weapon of war"
  •     Mai Khôi Info "Lính Liên Xô 'hãm hiếp phụ nữ Đức'"
  •     EU Political Report "Russia is a Country of Marauders and Murderers"
  •     "بالاترین  "روایت ستوان روس «ولادیمیر گلفاند» از «تجاوز جنسی» وحشیانه‌ی ارتش سرخ شوروی به «زنان آلمانی»/عکس
  •     CyberLeninka "Повседневная жизнь победителей в советской зоне оккупации Германии в воспоминаниях участников событий"
  •     TCH "Можемо повторити": як радянські солдати по-звірячому і безкарно ґвалтували німецьких жінок
  •     인사이트 "2차 세계 대전 때에도 독일 점령한 뒤 여성 200만명 성폭행했던 러시아군"
  •     Robert Lansing Institute "War crimes to reflect the essence of Russians"
  •     Pravda.Ru "Fake news about fake rapes in Ukraine to ruin Russian solder's image"
  •     Alexey Tikhomirov "The Stalin Cult in East Germany and the Making of the Postwar Soviet Empire, 1945-1961"
  •     Дилетант "Олег Будницкий / Человек на фоне эпох / Книжное казино. Истории"
  •     The Sault Star "OPINION: Suffering of children an especially ugly element of war"
  •     El Español "Por qué la Brutalidad del Ejército Ruso se Parece más a una Novela de Stephen King que de Orwell"
  •     Ratnik.tv "Одесса. Еврейский вопрос. Дорогами смерти"
  •     Алексей Митрофанов "Коммунальная квартира"
  •     Militaergeschichtliche Zeitschrift "Evakuierungs‑ und Kriegsschauplatz Mark Brandenburg"
  •     Raovatmaytinh "Phim cấp 3 tội ác tra tấn tình dục và hiếp dâm của phát xít đức phần 1
  •     Apollo.lv "Kā Otrais pasaules karš noslēdzās ar PSRS armijas veiktu masveida izvarošanas kampaņu Vācijā"
  •     Как ў Беларусі "Who raped whom in Germany" / "Кто кого насиловал в Германии"
  •     Konkretyka "Діди-ґвалтівники, або міф про «воїнів-освободітєлєй»"
  •     LinkedIn "Grandfathers-rapists, or the myth of "warriors-liberators"​. Typical Russian imperial character"
  •     Danielleranucci "Lit in the Time of War: Gelfand, Márquez, and Ung"
  •     Смоленская газета "Истинная правда и её фальшивые интерпретации"
  •     Дзен "Я влюбился в портрет Богоматери..." Из фронтовых дневников лейтенанта Владимира Гельфанда
  •     Дзен "Праздник Победы отчасти горек для меня..." Зарубежные впечатления офицера Красной армии Гельфанда
  •     UkrLineInfo "Жiноча смикалка: способи самозахисту від сексуального насилля в роки Другої світової війни"
  •     Memo Club. Владимир Червинский: "Одесские истории без хэппи энда"
  •     Thomas Kersting, Christoph Meißner, Elke Scherstjanoi "Die Waldlager der Roten Armee 1945/46: Archäologie und Geschichte"
  •     Jean Lopez, Lasha Otkhmezuri "Barbarossa - 1941: La guerre absolue"
  •     Дилетант "Дневники военного времени"
  •     Goldenfront "Самосуд над полицаями в Одессе в 1944 году: что это было"
  •     Gedenkstätten Buchenwald "Nach dem Krieg. Spuren der sowjetischen Besatzungszeit in Weimar 1945-50: Ein Stadtrundgang"
  •     Historia National Geographic "la segunda guerra mundial al completo, historia del conflicto que cambió el mundo"
  •     સ્વર્ગારોહણ  "કેવી રીતે રશિયન સૈનિકોએ જર્મન લોકોની મજાક ઉડાવી"
  •     Absorbwell "Causas Y Consecuencias De La Segunda Guerra Mundial Resumen"
  •     לחימה יהודית  א. יהודים בצבא האדום
  •     Український світ "«Можем повторіть» — про звірства російських солдат під час Другої світової війни"
  •     Oleg Budnitskii, David Engel, Gennady Estraikh, Anna Shternshis: "Jews in the Soviet Union: A History: War, Conquest, and Catastrophe, 1939–1945"
  •     Andrii Portnov "Dnipro: An Entangled History of a European City"
  •     Татьяна Шишкова "Внеждановщина. Советская послевоенная политика в области культуры как диалог с воображаемым Западом"
  •     The Chilean "Roto". "VIOLADA"
  •     Дзен "Немок сажайте на мохнатые мотороллеры". Что сделали с пленными немками в Советском Союзе"
  •     ProNews "Σιλεσία 1945: Με εθνοκάθαρση η πρώτη τιμωρία των Γερμανών για τα εγκλήματα τους στο Β΄ ΠΠ"
  •     Livejournal "Одесситы - единственные в СССР - устроили самосуд в 1944 году"
  •     Scribd "Estupro em Massa de Alemãs"
  •     Музей «Пам’ять єврейського народу та Голокост в Україні» ЦЬОГО ДНЯ – 100-РІЧЧЯ ВІД ДНЯ НАРОДЖЕННЯ ВОЛОДИМИРА ГЕЛЬФАНДА
  •     Davidzon Radio "Владимир Гельфанд. Шокирующий дневник войны". Валерия Коренная в программе "Крылья с чердака"
  •     Імекс ЛТД "Історичний календар Кіровоградщини 2023 рік. Люди. Події. Факти"
  •     Quora "Open to the weather, lacking even primitive sanitary facilities, underfed, the prisoners soon began dying of starvation and disease"
  •     Infobae "El calvario de las mujeres tras la caída de Berlín: violaciones masivas del Ejército Rojo y ola de suicidios"
  •     Научная электронная библиотека "Военные и блокадные дневники в издательском репертуаре современной России (1941–1945)"
  •     Historywithatwist "How Russia has used rape as a weapon of war"
  •     Інститут історії України "Романтичні стосунки дівчат і жінок із солдатами ворожих армій у роки німецько-радянської війни"
  •     Я "Масові зґвалтування радянськими військовими німецьких жінок в Берліні під час Другої світової війни"
  •     Periodista Digital "Las terribles violaciones ocultas tras la caída de Berlín"
  •     Tạp chí Nước Đức "Hồng quân Liên Xô, nỗi kinh hoàng của phụ nữ Berlin năm 1945"
  •     "زیتون | سایت خبری‌ تحلیلی زیتون "بدن زن؛ سرزمینی که باید فتح شود!
  •     Enciclopedia Kiddle Español "Evacuación de Prusia Oriental para niños"
  •     Ukraine History "Діди-ґвалтівники, або міф про «воїнів-визволителів». Типовий російський імперський характер"
  •     LWL Landesmuseum Herne "Sterne im Wald - Soldaten der Roten Armee zwischen Krieg und Frieden 1945"
  •     Локальна  Історiя "Жаске дежавю: досвід зустрічі з "визволителями"
  •     Tamás Kende "Class War or Race War The Inner Fronts of Soviet Society during and after the Second World War"
  •     museum-digital berlin "Vladimir Natanovič Gel'fand"
  •     니콜라스 스타가르트 저 "독일인의 전쟁 1939-1945"
  •     知乎 "苏联红军在二战中的邪恶暴行"
  •     Вестник Омского Университета "ВЕЛИКАЯ ОТЕЧЕСТВЕННАЯ ВОЙНА В ЧЕЛОВЕЧЕСКОМ ИЗМЕРЕНИИ"
  •     Mast.al "Silesia 1945: Spastrimin Etnik, Dënimi i Parë i Gjermanëve për Krimet e Tyre në L2B"
  •     Quora "History of World War 2 and its aftermath"
  •     Засновано на реальних подіях: "Ґвалтували КОЖНУ від 8 до 80..!" - свідчення "подвигів" червоноармійців у Німеччині, Польщі та СРСР
  •     Teletype "И три дня на разграбление…"
  •     Еврейский музей и центр толерантности "По следам дневников Гельфанда"
  •     Jornal de Psicanálise "Homens homenageados usurpam os corpos de mulheres violadas, e a guerra não tem rosto de mulher: apenas corpos"
  •     Brandenburgikon "Waldlager der Roten Armee"
  •     Bertrada.uno "Apa yang Terjadi pada Mayat-mayat di Pertempuran Berlin?" /  Grunge "What Happened To The Bodies At The Battle Of Berlin?"
  •     Сноб Медиа «Истоки советской фотографии» в Еврейском музее
  •     Das Buch von Volker Heise "1945"
  •     Regioactive "Anonyma (i. e. Marta Hillers) und Wladimir N. Gelfand. Doppelporträts und exemplarische Texte"
  •     United24 Media "Sexual Violence as a Tool Of Russian Warfare, From World War II to Today in Ukraine"
  •     Музей "Пам'ять єврейського народу та Голокост в Україні": "Мрія бути письменником"
  •     Еврейская община Днепра "Єврейський Музей уперше опублікував уривки зі знаменитого щоденника Володимира Гельфанда"
  •     "خبرفوری "رازهای مگوی جنگ جهانی دوم؛ ماجرای تجاوز ارتش سرخ شوروی به زنان آلمانی چه بود؟ / از سربازان پیر تا همسایگان خاموش
  •     Medium "80 Years After World War II: Love and Hatred in the Ruins — Vladimir Gelfand’s Diaries as a Mirror of Soviet Memory"
  •     Hit Radio FFH "Was bisher geschah. Kriegsende 1945. Hitlers letzte Offensive"
  •     Jewish "В Еврейском музее откроется выставка в честь 80-летия Победы"
  •     Museum Berlin-Karlshorst "LA CAPITULATION ALLEMANDE DE MAI 1945" / "KAPITULACJA NIEMIECKA W MAJU 1945 R."
  •     Will und Roswitha Quadflieg »Ich will lieber schweigen«: Das Tagebuch eines Schauspielers aus den Jahren 1945/46 und die Fragen seiner Tochter
  •     Storica National Geographic "La Seconda Guerra Mondiale nella sua interezza: storia di un conflitto che ha cambiato il mondo"
  •     Deutsche Welle "2 de maio de 1945: a queda da Berlim nazista"
  •     Museum Berlin-Karlshorst "DIE DEUTSCHE KAPITULATION IM MAI 1945"
  •     Ukraine History "Діди-ґвалтівники, або міф про «воїнів-визволителів». Типовий російський імперський характер"
  •     Copernico "Völkerwanderung. Der Schauplatz Reetz (Neumark) 1945"
  •     Museum Berlin-Karlshorst "КАПІТУЛЯЦІЯ НІМЕЧЧИНИ У ТРАВНІ 1945 РОКУ" / "THE GERMAN SURRENDER IN MAY 1945" 
  •     lenta.ru «Улыбаясь и плача, обнимаются и целуются все подряд» Великая Победа в воспоминаниях очевидцев. Как мир встретил 9 мая 1945 года?
  •     Here "Echoes from the Abyss: A Monologue on War's Hidden Wounds"
  •     Дзен "Что сделали красноармейцы с пленной немецкой девушкой"
  •     Leonardo Historia "SAQUEO DE BERLIN - SEGUNDA GUERRA MUNDIAL"
  •     PressReader: Muy Historia "VIOLACIONES MASIVAS DE BERLINESAS"
  •     Weekend "Не забыть никогда"
  •     SAGA Egmont "Berlins fall"
  •     Rüdiger Barth, Hauke Friederichs "Deutschland 1946: Das Wunder beginnt"
  •     В пламени историй "Что делали красноармейцы с пленными немецкими девушками? Вся правда о «миллионах жертв» немок!"
  •     Lark  " 从柏林到布查:弗拉基米尔·盖尔芬德的日记与重复的暴力之镜。"
  •     Jean Lopez, Lasha Otkhmezuri "Operațiunea Barbarossa. Frontul de Est, 1941. Războiul total"
  •     Historical Frontlines "A Soviet Soldier's First Sight of Germany: What They Found"
  •     e-noticies "La victòria i la misèria: el front oriental a través dels ulls de Vladímir Gelfand"
  •     Новоархангельський краєзнавчий музей "Володимир Натанович Гельфанд"
  •     Alexander Wallasch: Melnyk am sowjetischen Ehrenmal in Berlin: „Die Ukrainer haben Berlin befreit“
  •     Instagram "Vladimir Gelfand, un ukrainien à Berlin"
  •     WW2 Registry "What Soviet Soldiers Did to German Women in the Final Months of World War II — Red Army, 1945"


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