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| Das letzte Aufgebot: Männer vom Volkssturm in einer Stellung am westlichen Oderufer in Frankfurt, direkt gegenüber der damaligen Dammvorstadt (heute Słubice)© Foto: Archiv Gedenkstätte Seelower Höhen | ||
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| 75 Jahre später: Helga und Heinz Köhler an der gleichen Stelle wie die Volkssturmleute im Winter 1945.© Foto: Dietrich Schröder/MOZ | ||
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| "Hier beginnt das verfluchte Deutschland", Schilder mit dieser Aufschrift stellte die Rote Armee auf, als sie im Januar 1945 deutsches Territorium erreichte© Foto: Wladimir Gelfand /Archiv | ||
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Denn an diesem Sonntag treffen die ersten Flüchtlinge aus Posen und Lodz ein – zwei polnische Großstädte, die seit 1939 von den Deutschen besetzt waren, aber jetzt von der Roten Armee erobert werden. Die Weichsel-Oder-Operation, die die Rote Armee am 12. Januar noch aus weiter Entfernung begonnen hatte, kommt in rasendem Tempo voran. Wenige Wochen zuvor hatten deutsche Einheiten noch die polnische Hauptstadt Warschau zerstört. Jetzt sind Stalins Truppen den Deutschen drückend überlegen. In Frankfurt verbreitet sich an diesem Sonntag die Nachricht, dass SS-Obergruppenführer Artur Greiser, der als Gauleiter des Warthegaus seit 1939 sein Unwesen im besetzten Polen getrieben hatte, in Frankfurt als "einer der ersten Flüchtlinge" eingetroffen sei. Im Regierungsgebäude soll er mit seinem Gefolge ein Ess- und Trinkgelage veranstaltet haben, nachdem er noch tags zuvor die Deutschen in Posen zum Durchhalten aufgerufen hatte. Doch Hermine Reichert, eine damals 62-Jährige aus Booßen bei Frankfurt, hat ganz andere Sorgen: Ihre einzige Tochter Rita Köhler ist hochschwanger, sie erwartet ihr viertes Kind. "Und dennoch musste meine Großmutter Hermine mit meiner Mutter und uns drei kleinen Kindern die Stadt verlassen, weil es so befohlen wurde", berichtet Heinz Köhler. Der langjährige Fotograf der "Märkischen Oderzeitung" war damals dreieinhalb Jahre alt. Seine Erinnerungen an die nun folgenden Wochen und Monate kann er aus einem Bericht schöpfen, den seine Großmutter im November 1945 zu Papier brachte. Sowie aus Erzählungen seiner älteren Geschwister Franz-Dieter und Christel. Per Zug geht es nach Pulsnitz, einer Kleinstadt bei Dresden, in der Bekannte leben. In Frankfurt, wo Großvater Gustav Reichert als Kreistierarzt des Kreises Lebus noch immer unabkömmlich ist, spielen sich unterdessen immer dramatischere Szenen ab. "Die ganze Woche hindurch war ein fortwährendes Kommen und Gehen von Flüchtlingen", berichtet ein anderer Zeitzeuge. Die Menschen "erzählten zum Teil Furchtbares. Viele hatten tagelang bei Schnee und Eis marschieren müssen. Viele Kinder waren erfroren." Der Krieg trifft die deutsche Zivilbevölkerung mit ähnlicher Brutalität, wie deutsche Soldaten in den Jahren zuvor über andere Länder hergefallen waren. Doch Adolf Hitler erteilt immer weitere Durchhaltebefehle. Am 26. Januar wird Frankfurt zur Festungsstadt erklärt. Sie soll sich der Roten Armee entgegenstellen. Das Volkssturmbataillon 16/1 wird an den Ostwall bei Meseritz (heute Miedzyrzecz) verlegt. Wenige Tage später ist es aufgerieben. Nördlich von Frankfurt kommen die sowjetischen Stoßtrupps besonders schnell voran. Am 31. Januar errichten sie bei Kienitz im Oderbruch ihren ersten Brückenkopf am westlichen Oderufer. In der Nacht davor begeht ein Gestapo-Trupp aus Frankfurt ein besonders grausiges Verbrechen: Über 800 Inhaftierte aus dem Konzentrationslager Sonnenburg (Słonsk) werden ermordet. Zwei Tage später wird dieses Lager von Sowjetsoldaten befreit. Und es beginnt der monatelange Kampf um die nahe gelegene Festung Küstrin. Weitere sowjetische Brückenköpfe entstehen bei Reitwein und Aurith sowie im Frankfurter Eichwald. Die Dammvorstadt östlich der Oder (das heutige Słubice) können die Deutschen dagegen noch halten. In den bereits besetzten Dörfern östlich der Oder rächen sich die Sowjets für frühere deutsche Verbrechen. Häuser werden geplündert, Frauen und Mädchen vergewaltigt, Männer, die im Verdacht stehen, für das Nazi-Regime gearbeitet zu haben, auf der Stelle erschossen. Weil sich solche Berichte rasend schnell verbreiten und wegen der jahrelangen Gräuel-Propaganda über die "Bolschewiken" begehen Frauen in manchen Orten kollektiven Selbstmord. So wie im 20 Kilometer östlich von Frankfurt gelegenen Wildenhagen (heute Lubin), wo sich mindestens 15 Frauen am 31. Januar auf dem Dachboden eines Bauernhauses gemeinsam erhängen. Die damals zehnjährige Adelheid Nagel, die von ihrer Mutter auch eine Schlinge um den Hals gelegt bekommt, überlebt, weil sie sich nicht zu springen traut. Sie und viele andere Menschen werden ihr Leben lang von solchen Ereignissen traumatisiert sein. Die Familie von Heinz Köhler in Pulsnitz wird solche Dinge erst später erfahren. Am 11. Februar kommt Detlef Köhler zur Welt, Heinz hat jetzt also noch einen kleinen Bruder. Zwei Tage später werden die Flüchtlinge aus Frankfurt zu Augenzeugen der Bombardierung von Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar. "Aus der Ferne sah es wie ein riesiges Feuerwerk aus. Der Himmel war von den Flammen glutrot", erinnern sich Heinz Köhlers ältere Geschwister. Welches Grauen sich tatsächlich abspielte, konnten sich die Beobachter nicht vorstellen. 25 000 Menschen werden in einer einzigen Nacht getötet. Doch auch das Schicksal der Frankfurter Familie sollte noch schlimmer werden. "Wir mussten mit einem Transport ins Ungewisse fahren. Über Prag brachte man uns tief in die Tschechei", berichtet Großmutter Hermine. In einer Schule findet man ein Massenquartier auf Stroh. In Frankfurt ergeht bereits am 8. Februar die "letztmalige" Aufforderung zum Verlassen der Stadt an alle "entbehrlich gewordene Frauen und nicht Volkssturmpflichtige". Plünderer werden mittlerweile standrechtlich erschossen. "Um diese Zeit verließ auch meine Mutti mit mir die Stadt", berichtet Helga Köhler. Sie trug damals noch ihren Mädchennamen Helga Deppe und war siebeneinhalb Jahre alt. "Unser Vater war ja noch im Krieg", erzählt die Frankfurterin. Viele Tage ihrer Kindheit hatte sie bei ihren Großeltern verbracht, die ein Häuschen in der Dammvorstadt besaßen, berichtet sie. Doch eigenartigerweise mussten die Bewohner des östlichen Ortsteils die Stadt nicht verlassen. Den geliebten Dackel "Strolli" nehmen Mutter und Tochter mit auf die Flucht. Zunächst geht es im Zug nach Großenhain in Sachsen. Am 15. Februar besucht Propagandaminister Joseph Goebbels noch einmal die Oderstadt. Vier Tage später wird die Eisenbahnbrücke über den Fluss gesprengt. Am 25. Februar wird den Soldaten der Festung der Durchhaltefilm "Kolberg" gezeigt. Bis Ende Februar fallen in Frankfurt 206 Soldaten, 905 sind verwundet und 209 werden vermisst. Das alles geht aus einer Chronologie hervor, die der Mitarbeiter des Museums Viadrina, Karl-Konrad Tschäpe, aus zahlreichen Quellen gefertigt hat. Drei Monate bis zur Berlin-Operation Stalins Armee legt nach ihrem enormen Geländegewinn eine mehrmonatige Pause an der Oder ein. Der Sturm auf Berlin soll erst im Frühjahr erfolgen. Die Berliner Operation der Roten Armee beginnt am 16. April mit der "Schlacht bei den Seelower Höhen". Während die Festung Frankfurt nicht in der Hauptkampflinie liegt, spielt sich nur 25 Kilometer weiter nördlich die blutigste Schlacht des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden ab. An vier Tagen sterben mehr als 45 000 Menschen. Unterdessen geht die Odyssee der Frankfurter Flüchtlinge weiter. Hermine Reichert und ihre Angehörigen kommen nach Brandenburg zurück und werden in der Gegend um Oranienburg von den Kämpfen an der deutsch-russischen Front eingeholt. "In einer engen kleinen Waschküche lagen wir auf etwas Stroh und harrten der Dinge, die kommen sollten. Gerade, als wir vor Müdigkeit eingeschlafen waren, klopfte es grässlich, und die Hausbewohner schickten uns in ihre Wohnung nach oben, denn sie wollten selbst in den sichereren Keller. Also schoben wir mit Sack und Pack nach oben. Wir waren so stumpf, dass es uns recht gewesen wäre, wenn uns alle eine Bombe getötet hätte. Aber wir erlebten den Morgen!" Auch Helga Deppe und ihre Mutter fliehen in Sachsen von Dorf zu Dorf, "immer von der Angst getrieben, vergewaltigt zu werden". Dabei geht auch Dackel Strolli verloren. "Um so größer war unsere Freude, als wir ihn 14 Tage später wiederfanden. Er war zwar total abgemagert, aber überglücklich." Am 22. April ziehen sich die Überreste von Wehrmacht und Volkssturm mehr oder weniger kampflos aus Frankfurt zurück. Doch viele Männer geraten kurz darauf in den Kessel von Halbe. Das Zentrum der Oderstadt ist laut Augenzeugen zu diesem Zeitpunkt noch relativ intakt. Viele Häuser fallen erst den Bränden zum Opfer, die sowjetische Soldaten nach ihrem Einmarsch legen. Irgendwann im Mai kommen die Köhlers zurück. "Das erste Bild, an das ich mich genau erinnern kann, ist ein deutscher Gendarm, der mit eingeschlagenem Kopf in einem Graben am Spitzkrug liegt. Und dazu mehrere Kinderleichen", beschreibt Heinz Köhler. Was aus heutiger Sicht schrecklich klingt, habe er damals fast als normal empfunden. "Man hatte sich an den Krieg gewöhnt", fügt der mittlerweile 78-Jährige hinzu. Sein kleiner Bruder Detlef stirbt im Juni 1945 an Unterernährung. "Ich sehe noch, wie er tot in seinem Bett liegt." Seinen Vater, der schon im September 1939 in den Krieg ziehen musste, hat Heinz Köhler nie bewusst kennengelernt. "Er starb im April 1945 bei einem der letzten Fliegerangriffe im bosnischen Sarajewo." Das erfährt die Familie erst viel später. Helga Deppe und ihre Mutter laufen den ganzen Weg aus Sachsen "mit einem Handwagen zu Fuß nach Frankfurt zurück." Zum Glück hält auch Dackel Strolli diese Tortur durch. Ihre Großeltern, die die ganze Zeit in der Dammvorstadt überlebt hatten, müssen am 27. Mai ihr Haus verlassen. Drei Tage zuvor war bereits der erste polnische Bürgermeister für das neue Słubice berufen worden. "Plötzlich hieß es, alle Deutschen müssen innerhalb weniger Stunden raus", erinnert sich Helga Köhler. Wie zum Hohn berichtet die von der Sowjetischen Militäradministration herausgegebene Zeitung "Tägliche Rundschau" am gleichen Tag über Frankfurt: "Normales Leben zieht wieder ein." Ins Haus der Köhlers ziehen russische Soldaten ein. Der kleine Heinz lernt rasch ein paar Brocken der fremden Sprache und wird bei der Essensverteilung bevorzugt behandelt. Einige Male kann er deutschen Gefangenen, die im Keller eines Hauses einsitzen, ein paar Brocken Brot zustecken. Heinz Köhler und Helga Deppe lernen sich 1958 kennen. Seit 1962 sind sie verheiratet und immer in Frankfurt geblieben. |
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© MOZ.de Märkisches Medienhaus
The last reserve: Volkssturm men positioned on the western bank of
the Oder in Frankfurt, directly opposite the former suburb of Damm
(today the Polish town of Słubice).
Photo: Seelow Heights Memorial Archive
Seventy-five years later: Helga and Heinz Köhler at the same place where the assault units stood in the winter of 1945.
Photo: Dietrich Schröder/MOZ
“This is where the damned Germany begins!” Red Army
soldiers erected a sign bearing these words when they reached German
territory in January 1945.
Photo: Vladimir Gelfand / Archive
Frankfurt (Oder), 21 January 1945. It is a freezing Sunday in the sixth winter of the war. Heavy snow has fallen during the previous week. Anxiety is rising in Frankfurt (Oder): residents who until recently had felt relatively safe are now increasingly alarmed.
The reason is that on this Sunday the first refugees arrive from Poznań and Łódź, two Polish cities occupied by Germany since 1939 but now rapidly being overrun by the advancing Red Army. The Vistula–Oder Offensive, launched by the Red Army on 12 January along a broad front, is moving with astonishing speed. Only a few weeks earlier German forces had destroyed Warsaw, the Polish capital. Now Stalin’s forces overwhelmingly outnumber the Germans.
That day word spreads in Frankfurt that SS-Obergruppenführer Arthur Greiser, the former Gauleiter of the Warthegau whose position in occupied Poland has become untenable, has reached Frankfurt as “one of the first refugees.” It is said that he and his entourage arranged food and drink for themselves in the local administrative building, although only the day before they had been urging the people of Poznań to “hold out to the end.”
Meanwhile, sixty-two-year-old Hermine Reichert from the village of Booßen near Frankfurt faces very different worries: her only daughter, Rita Köhler, is pregnant and expecting her fourth child.
“And yet my grandmother Hermine had to leave the city with my mother and the three of us small children, because that was the order,” says Heinz Köhler. The man who would later work for many years as a photojournalist for the Märkische Oderzeitung was then a three-year-old child. He reconstructs his memories of those weeks and months from an account his grandmother typed in November 1945 and from the recollections of his older brother and sister, Franz-Dieter and Christel.
A train took them to Pulsnitz, a small town near Dresden where family friends lived. Back in Frankfurt, where grandfather Gustav Reichert remained indispensable as the district veterinarian for the Lebus district, events were becoming steadily more dramatic.
“Refugees had been arriving and leaving for a week already,” one eyewitness later recalled. People “sometimes told terrible stories. Many had been forced to walk for days through snow and ice. Many children froze to death.”
The war was moving ever closer to Germany’s civilian population, with the same ruthlessness with which German soldiers had previously invaded other countries. Adolf Hitler, however, continued to issue orders for total resistance.
On 26 January Frankfurt was declared a fortress. The city was to resist the Red Army. Assault Battalion 16/1 was sent to the Ostwall line in the Meseritz area, today Międzyrzecz. Within only a few days it was completely exhausted.
Soviet units were advancing especially rapidly north of Frankfurt. By 31 January they had established the first bridgehead on the western bank of the Oder, near Kienitz in the Oderbruch. The previous evening, 30 January, the Frankfurt Gestapo had committed one of its most terrible crimes: more than 800 prisoners of the Sonnenburg concentration camp, today Słońsk, were shot. Soviet troops liberated the camp two days later. At the same time, the month-long battle for the nearby fortress of Küstrin began. Other Soviet bridgeheads were established at Reitwein, Aurith, and Eichwald on the outskirts of Frankfurt. The Germans still held the border district east of the Oder, today Słubice.
In villages east of the river that had already been occupied, Red Army soldiers took revenge for crimes committed by Germany during the first years of the war. Houses were looted, women and girls were raped, and men suspected of links to the Nazi regime were shot on the spot.
Terrifying rumors spread with extraordinary speed and combined with years of propaganda about “Bolshevik atrocities.” In some places women resorted to collective suicide. This happened, for example, in Wildenhagen, today Lubin, about twenty kilometers east of Frankfurt. On 31 January at least fifteen women hanged themselves in the attic of a farmhouse. Ten-year-old Adelheid Nagel already had a noose around her neck but survived because she did not dare to jump. She and many others would carry the trauma of these events for the rest of their lives.
The family of Heinz Köhler in Pulsnitz would encounter similar horrors only later. On 11 February Rita Köhler gave birth to a son, Detlef, giving Heinz a younger brother. Just two days later, on the night of 13–14 February, the refugees from Frankfurt witnessed the destruction of Dresden.
“From a distance it looked like a gigantic fireworks display. The sky glowed red from the flames,” Heinz Köhler’s elder sister remembers. Those watching from afar could not imagine the true horror taking place. Twenty-five thousand people died in a single night.
But the ordeals of the Frankfurt family did not end there.
“We were loaded onto a transport and taken into the unknown. Via Prague we ended up in Bohemia,” grandmother Hermine recalled. In the school building to which they were taken, bales of straw served as bedding.
In Frankfurt, on 8 February, a “final appeal” was issued to all women who “were not indispensable and were not subject to Volkssturm service” to leave the city. Looters were already being executed under wartime law.
“At that point my mother left the city with me,” recalls Helga Köhler. She still bore her maiden name, Helga Deppe, and was seven and a half years old. “Our father was still at the front,” the Frankfurt woman explains. She had spent many days of her childhood with her grandparents in their house in the suburb of Damm. Curiously, residents of the eastern part of the district had not initially been required to leave. Mother and daughter took their beloved dachshund, Strolly, and fled. Their first train journey took them to Großenhain in Saxony.
On 15 February Propaganda Minister Joseph Goebbels again visited the city on the Oder. Four days later the railway bridge across the river was blown up. On 25 February the propaganda film Kolberg was shown to the fortress troops.
By the end of February, 206 soldiers had been killed in Frankfurt, 905 wounded, and 209 listed as missing. These figures appear in a chronology compiled from numerous sources by Karl-Konrad Tschäpe of the Viadrina Museum.
After taking a vast area, the Red Army paused on the Oder; the assault on Berlin was postponed until spring. The Berlin Offensive began on 16 April with the fierce battle for the Seelow Heights. Although the fortress of Frankfurt did not lie on the main axis of advance, one of the bloodiest battles of the Second World War was fought only twenty-five kilometers to the north. More than 45,000 people were killed in four days.
Meanwhile the odyssey of the Frankfurt refugees continued. Hermine Reichert and her relatives returned to Brandenburg and reached the Oranienburg area, where fighting on the German-Soviet front was still under way.
“We lay on straw in a cramped washroom and waited to see what would happen next. We had only just fallen asleep from exhaustion when there was a terrible crash. The residents of the house sent us upstairs to their apartment because they themselves wanted to shelter in the safer cellar. We stumbled over sacks and bundles. We were so numb that I think we would hardly have objected if a bomb had killed us all. But we lived to see the morning!”
Helga Deppe and her mother also wandered from village to village through Saxony, “constantly driven on by fear of being raped.” Their dachshund Strolly disappeared.
“Our joy was therefore all the greater when we found her again fourteen days later. She was completely emaciated, but beside herself with happiness.”
On 22 April the remnants of the Wehrmacht and Volkssturm abandoned Frankfurt almost without a fight. Many of them soon ended up in the Halbe pocket. According to eyewitness accounts, the center of the city on the Oder was still relatively intact at that point. Many buildings, however, were soon destroyed in fires started by Soviet soldiers after they entered the city.
The Köhler family returned home in May.
“The first thing I remember clearly is a German gendarme lying in a ditch at Spitzkrug with his head smashed in. And I remember several children’s bodies,” Heinz Köhler says. What seems unbearable today had by then become almost commonplace. “We were used to war,” he adds. He is now seventy-eight.
His younger brother Detlef died of exhaustion in June 1945. “I can still see him lying dead in the bed.”
Heinz Köhler never consciously knew his father. He had gone to war in September 1939 and was killed in April 1945 in one of the final air raids, in Sarajevo, Bosnia. The family learned of his death only much later.
Helga Deppe and her mother made the whole journey from Saxony “back to Frankfurt on foot, with a handcart.” Fortunately, Strolly the dachshund also survived all the ordeals.
Helga’s grandparents, who had remained in Dammvorstadt throughout this period, were forced to leave their home on 27 May. Three days earlier the first Polish mayor of the new town of Słubice had been appointed.
“Suddenly we were told that all Germans had to leave the town within a few hours,” Helga Köhler recalls. Almost mockingly, on the very same day the Tägliche Rundschau, published by the Soviet Military Administration, wrote of Frankfurt: “Normal life is gradually returning.”
Russian soldiers moved into the Köhler family home. Little Heinz quickly learned several phrases in the foreign language and was treated favorably when food was distributed. Several times he managed to pass pieces of bread to prisoners being held in the cellar of the house.
Heinz Köhler and Helga Deppe met in 1958. They married in 1962 and have lived in Frankfurt ever since.