• Jürgen W. Schmidt: "Als die Heimat zur Fremde wurde"
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    • Artikel: Als die Heimat zur Fremde wurde                          
    • Autor: Jürgen W. Schmidt
    • Broschiert: 470 Seiten
    • Verlag: Köster, Berlin; 
    • Auflage: 1 (9. Februar 2011)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3895747602
    • ISBN-13: 978-3895747601
    • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 3,4 cm
    • Preis: EUR 28,00

    Kurzbeschreibung

    Rund 70% aller Westpreußen flohen nach polnischen Schätzungen vor der anrückenden Roten Armee, als die Kämpfe im Januar 1945 auf westpreußischem Boden übergriffen und bis zum Fall von Danzig im März 1945 auf beiden Seiten außerordentlich hart und verlustreich geführt wurden. Nicht selten wurden westpreußische Trecks noch in Pommern von der vorwärtsstürmenden Roten Armee eingeholt und mussten notgedrungen umkehren, während vielen anderen Flüchtlingen die Flucht, vorrangig nach Mecklenburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, oder auch per Schiff nach Dänemark gelang. Sie retteten damit zumindest ihr Leben und Teile ihrer beweglichen Habe, während Ungezählte auf der Flucht starben oder getötet wurden.
    Wem die Flucht nicht gelang, aber auch den Westpreußen, die in der alten Heimat unter allen Umständen verbleiben wollten bzw. durch äußere Umstände an der Flucht gehindert wurden, fiel ein schweres Schicksal zu. Zu Zehntausenden wurden sie ohne Urteil in den verschiedensten polnischen und sowjetischen Arbeits- und Straflagern inhaftiert, der westpreußische Ortsname "Potulitz" erlangte hierbei traurige Berühmtheit, und mussten Zwangsarbeiten bei unwürdiger Behandlung und schlechter Ernährung verrichten. 1945/46 fanden im nunmehr polnisch gewordenen Westpreußen "wilde" und später auch "organisierte" Vertreibungen der restdeutschen Bevölkerung statt. Ihnen folgte ab Ende der 40er Jahre eine Jahrzehnte anhaltende Welle von sogenannten "Spätaussiedlern", welche sich mit der fortdauernden Diskriminierung als Deutsche und den für Deutsche wie Polen gleichermaßen schlechten sozialen Lebensbedingungen im kommunistischen Polen nicht abfinden wollten. Für alle diese Westpreußen wurde mit dem Jahr 1945 "die Heimat zur Fremde", welche ihnen ungeachtet allen erlittenen Kummers unvergesslich blieb und bleiben wird.
    Über das Schicksal dieser deutschen Flüchtlinge, der Vertriebenen und Spätaussiedler, der Lagerhäftlinge in polnischen und sowjetischen Lagern und derjenigen gebürtigen Westpreußen die heute noch als polnische Staatsbürger in der Republik Polen leben, berichten 35 Zeitzeugen aus Westpreußen in diesem Buch. Drei wissenschaftliche Aufsätze zum militärischen Ablauf der Kämpfe um Westpreußen 1945 (Dr. Jürgen W. Schmidt), zur sowjetischen und alliierten Sicht auf die Prozesse von Flucht und Vertreibung der Deutschen (PD Dr. Lutz Oberdörfer) und zur vergangenen, gegenwärtigen und künftigen Politik der deutschen Vertriebenenorganisationen (Prof. Dr. Matthias Stickler), speziell des BdV, leiten das Buch ein und eine kommentierte Auswahlbiographie zum Thema "Flucht und Vertreibung" schließt es ab.

     

    Das Historisch-Politische Buch
    Das vorliegende Werk zeigt deshalb eine methodisch praktikable Umgangsweise mit der Oral History auf. Viel wesentlicher jedoch ist, daß dieses Herausgeberwerk sich antizyklisch und auf der Basis der Faktizität mit der Thematik der Vertriebenenpolitik befaßt.

    Preußische Allgemeine Zeitung
    Dem Historiker Jürgen W. Schmidt ist es ein Anliegen, dem Vergessen und Verdrängen entgegenzuwirken. Mit dem von ihm herausgegebenen Band [...] hat er dazu einen beeindruckenden Beitrag erbracht.

    Junge Freiheit, Literatur
    Ein bemerkenswerter Band mit Aufsätzen und Augenzeugenberichten zur Vertreibung aus Westpreußen.
     


    Über den Autor

    Dr. Jürgen W. Schmidt (Jg. 1958) entstammt einer 1947 aus Schlesien vertriebenen Familie, diente 
    als Offizier in NVA und Bundeswehr und studierte nach seiner Entlassung ab 1993 Geschichte, 
    Psychologie und Interkulturelle Erziehungswissenschaften. Als promovierter Historiker hat er sich 
    seitdem auf die deutsche, osteuropäische und russische Geschichte sowie die Geheimdienstgeschichte 
    spezialisiert und mehrere Bücher sowie zahlreiche Aufsätze verfasst.



      Ergebnisse für Gelfand

      

    Seite 42 … Gelfand (1923-1983), Granatwerferzugführer im III. Bataillon des 1052 Schütz…

    Seite 43 … Gelfand: DEUTSCHLAND-TAGEBUCH 1945-1946. Aufzeichnungen eines… 

    Seite 52 ...  Auch der sowjetische Leutnant Wladimir Gelfand von 1052. Schützenregiment...

    Seite 78  …Gelfand in seinem persönlichen Kriegstagebuch über das Plündern und die dabei…

                  ...  233 Gelfand: S.29 Der kultivierte, etwas deutschsprechende Jude Wladimir Gelfan...

    Seite 79 ... 234 Gelfand: S.50...

                      ...  235 Gelfand: S.21...

     
     
     
     
    Der Verlag Dr. Köster wurde 1994 von Dr. Hans-Joachim Köster in
    Berlin gegründet und veröffentlicht wissenschaftliche Schriften.
    Verlagsschwerpunkte sind unter anderem die renommierten Buchreihen
    zur  Sicherheitspolitik,  Zeitgeschichte und zu Geheimen
    Nachrichtendiensten. Neben  militärhistorischen Themen stehen
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